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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

„August Macke – Paradies! Paradies?“ im Museum Wiesbaden (1)

2020, November 14.

Lichtdurchflutete Bilder von einzigartiger Farbharmonie

Von Hans-Bernd Heier

August Macke, einer der bedeutendsten deutschen Expressionisten und beliebtesten Maler des 20. Jahrhunderts, verlor sein Leben schon mit 27 Jahren als Soldat in der Champagne – wenige Wochen nach Beginn des schrecklichen Infernos des Ersten Weltkriegs. Zu Ehren ihres Mannes und um die Erinnerung an sein beträchtliches Oeuvre wachzuhalten, organisierte seine Frau Elisabeth nach dem Krieg aus dem Nachlass des Künstlers eine „August Macke Gedächtnis-Ausstellung“ mit über 190 Werken. Diese gastierte im Herbst 1920 schon im Museum Wiesbaden. Aus Anlass dieser vor 100 Jahren gezeigten umfassenden Retrospektive präsentiert das Museum Wiesbaden in enger Kooperation mit dem Kunstmuseum Bonn jetzt sein vielfältiges Werk mit dem Titel „August Macke – Paradies! Paradies?“

„Park im Süden“, Aquarell und Bleistift auf Papier, 1914; Privatsammlung; Foto: Bernd Fickert

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Frankfurter Buchmesse stellt sich für die Zukunft neu auf

2020, November 13.

Transformationen und Einschnitte 

Die Frankfurter Buchmesse hat einen Prozess zur Modernisierung ihres Konzeptes begonnen. Ziel ist es, den Fortbestand der Messe am Standort Frankfurt/M. langfristig zu sichern.

In diesem Jahr blieben zur Frankfurter Buchmesse die Messehallen leer; Foto: Petra Kammann

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Erinnerungskultur: Fragmente jüdischer Geschichte im Archäologischen Museum

2020, November 11.

Steine als stumme Zeugen

von Petra Kammann

Eilig gemachte Schwarzweiß-Fotos von der brennenden Synagoge am Börneplatz im November 1938 bilden den Hintergrund einer Ausstellung im Archäologischen Museum. Nur ein einziges farbiges, wenn auch kein realistisches Bild gibt es vom prächtigen Gotteshaus, das Max Beckmann 1919 gemalt hat und das heute im Frankfurter Städel hängt. Ein Jahr nach dem Ersten Weltkrieg hat der desillusionierte Kriegsheimkehrer Beckmann die Synagoge mit ihrem übergroßen, von innen grün beleuchteten Zwiebelturm dargestellt. Über dem dazugehörigen Eckgebäude mit den fünf klassizistischen Fenstern schimmert das Morgenrot. In der es umgebenden Stadtlandschaft scheint gerade alles zu kippen…

Ein Trümmerhaufen – Was vom „Allerheiligsten“ übrigblieb, Foto: Petra Kammann

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Die diesjährigen Chemie-Nobelpreise an die beiden Frauen Emmanuelle Charpentier und Jenny Doudna

2020, November 11.

Triumpf der Grundlagenforschung. Ein Rückblick

von Renate Feyerbacher

Es heißt, dass Wissenschaftler*innen, die den Paul Ehrlich Preis erhalten, Chancen haben, den Medizin-Nobelpreis zu erhalten. Zuletzt war es der amerikanische Krebsforscher James Allison, der 2015 den Paul Ehrlich – Ludwig Darmstädter Preis in Frankfurt erhielt und drei Jahre später den Medizin-Nobelpreis.

James Allison am 14. März 2015 an der Universität Frankfurt; Foto: Renate Feyerbacher

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„Warum in die Ferne schweifen?“ – Spannende Kunsttour vom „Faulborn“ bis zum „Eisenbaum“

2020, November 10.

Panoramaweg des Regionalparks RheinMain bietet Natur und Kultur satt

Von Hans-Bernd Heier

Im November sind wegen des coronabedingten Lockdowns Reisen nur eingeschränkt möglich. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sogar von allen nicht notwendigen Reisen abgeraten. Da auch Museen und viele andere Kultureinrichtungen geschlossen sind, sollten sich die BürgerInnen zum aktiven Zeitvertreib etwas einfallen lassen, um dem weitverbreiteten November-Blues zu entgehen. Doch warum in die Ferne schweifen, liegt das Gute oft so nah? Auch im näheren Umkreis lässt sich viel Neues und Überraschendes entdecken bzw. wiederentdecken; beispielsweise der abwechslungsreiche Panoramaweg ab Bad Weilbach bis zum „Eisenbaum“ – Teil des Regionalparks RheinMain.

Laubengang zur Flörsheimer Warte mit großartiger Panorama-Sicht; Foto: Toni Bormann

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Gedenken der Synagogenzerstörungen am 9. November 1938 – Heute digital!

2020, November 9.

Die Zerstörungen, Vertreibungen und Morde am 9. November 1938 waren ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zur Schoa. Daran wollen wir erinnern. In diesem Jahr hätte es am 9. November an der Gedenkstätte Synagoge Friedberger Anlage eine Versammlung gegeben, wo einst die größte Synagoge Frankfurts stand. Doch haben die aktuellen Entwicklungen eine Verlagerung des Gedenkens in den digitalen Raum erfordert.

Erinnerung an den Brand der größten Synagoge an der Friedberg Anlage 1938, Abb. Jüdische Gemeinde Frankfurt

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Frankfurter Kultur im Zweiten Lockdown

2020, November 8.

Safe im Museum wie auch im Konzertsaal

Von Petra Kammann

Die erneute Schließung von Kultureinrichtungen bis Ende November ist ein harter Schlag für die Kulturszene. Grund eines Treffens zwischen der Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig, Markus Fein, Intendant und Geschäftsführer der Alten Oper, Jan Gerchow, Direktor Historisches Museum, und Sarah Kortmann, Regisseurin, Schauspielerin und Vorstandsmitglied des Vereins Paradiesvogel sowie Bernd Loebe, Intendant der Oper. Sie nahmen gemeinsam Stellung zur Situation der Frankfurter Kultur im zweiten Lockdown.

Derzeit ein stiller Echoraum – die Alte Oper. Im November gibt es weder Konzerte noch Kongresse, noch Einnahmen; Alle Fotos: Petra Kammann

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„Warten auf den Doktor“ – Cartoons von BeCK

2020, November 5.

Lustige Medizin gegen den November-Blues und Corona-Stimmungstief

Von Hans-Bernd Heier

Der November ist der Monat der traurigen Gedenktage. Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag, der an die an die Millionen gefallener deutscher Soldaten der beiden Weltkriege mahnt, gefolgt vom Totensonntag. Passend zu diesen bedrückenden Mahn- und Erinnerungstagen ist häufig das Wetter: Im November wechseln sich Regen und Nebel ab. Dazu kommen noch Herbststürme und bisweilen auch die ersten nassen Schneeflocken – in den letzten Jahre allerdings seltener!

Beck1©Mabuse-Verlag

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„Sterben im Sommer“ – Zsuzsa Bánks langer Abschied vom Vater 

2020, November 4.

Zwischen Sommer und Sommer – Die lange Reise zum letzten Abschied 

Der weite Erinnerungsraum der Autorin

Von Petra Kammann

Zsuzsa Bánk bei ihrer Lesung in der Frankfurter Katharinenkirche während des Open Books-Festivals, Foto: Petra Kammann

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Kurz vor dem 2. Lockdown – Premieren an Berliner Theatern

2020, November 3.

Schillers „Maria Stuart“ und Handkes „Zdenek Adamec“ am Deutschen Theater, „Elektra“ am Berliner Ensemble, Peer Gynt“ an der Schausbühne

von Simone Hamm

Einige Premieren fanden doch noch statt in Berlin – wenige Tage vor dem Lockdown. Anne Lenk inszenierte Schillers „Maria Stuart“ am Deutschen Theater. Einen passenderen Kommentar zu den Covid 19 Hygienmassnahmen hätte man nicht finden können. Die Bühnenbildnerin Judith Oswald hat einen riesigen Setzkasten auf die Bühne gestellt. Die Fächer sind hin zum Publikum geöffnet. In kleinen pinkfarbenen Häschen stehen die Schauspieler, sie können einander nicht sehen. Sie können einander nicht berühren. Ein jeder ist allein.

Maria Stuart von Friedrich Schiller, hier: Franziska Machens, Paul Grill, Enno Trebs
Regie: Anne Lenk, Bühne: Judith Oswald Kostüme, Dramaturgie: David Heiligers, Foto: Arno Declair 

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