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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Von spleenig bis kriminell – ungewöhnliche Exponate aus der reichhaltigen Sammlung des Museums für Kommunikation Frankfurt

2021, Oktober 7.

Kurzweilige Kuriositäten

Von spleenig bis kriminell – ungewöhnliche Exponate aus der reichhaltigen Sammlung

Von Hans-Bernd Heier

Als der Kölner Horst Tress vor einiger Zeit seinen Briefkasten öffnete, dürfte er sich die Augen gerieben haben: Lag doch in seiner Post-Box ein frankierter hölzerner Tischtennis-Schläger, mit dem ihm der Wiesbadener Fluxus-Aktivist und Sammler von Alltagskuriositäten M. Berger einen Gruß übersandte. Statt der üblichen Papier-Postkarte hatte die Post das etwas sperrige Sportgerät zu entsprechend höheren Porto-Gebühren transportiert und korrekt ausgeliefert. Der frankierte Tischtennis-Schläger ist nur eines der vielen originellen Exponate der Museumsstiftung Post und Telekommunikation, die jetzt in der höchst kurzweiligen Schau „Kuriose Kommunikation. Ungewöhnliche Objekte und Geschichten aus der Sammlung“ im Kommunikations-Museum Frankfurt zu sehen sind.

Tischtennisschläger als Mail Art-Postsendung, 1981; Michael Berger; © Bert Bostelmann/ MSPT

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„Amadigi“, Oper seria von Georg Friedrich Händel im Bockenheimer Depot

2021, Oktober 7.

Verwirrende Zaubereien

„Amantes amentes“ („Liebende sind Verrückte“), Worte über der Bühne.

von Renate Feyerbacher
Fotos: Barbara Aumüller / Oper Frankfurt

Georg Friedrich Händel hat eine Vorliebe für Hexen und Zauberinnen. Melissa ist solch eine außergewöhnliche Zauberin in der Zauberoper „Amadigi“, eine der ersten von 42 Opern, die Händel insgesamt komponierte und die 1715 in London uraufgeführt wurde. Seinerzeit war sie auch auf dem Festland erfolgreich, denn das Publikum liebte und wollte diese Art Spektakel.

Kateryna Kasper (Oriana) und Brennan Hall (Amadigi)

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Tanzauftakt in Köln, Bonn und Bochum

2021, Oktober 7.

Highlights des Internationale Tanzes

von Simone Hamm

Marco Goecke ist von Tanzkritikern zum Choreografen des Jahres 2021 gewählt worden, das Nederlands Dance Theater zur Kompanie des Jahres 2021. Am Schauspiel Bochum, wo es in dieser Spielzeit auch Tanz zu sehen gibt und an der Kölner Oper, wohin Tanz/Köln das Nederlands Dance Theater mit einer Goecke Choreografie eingeladen hat, zeigten sie eindrucksvoll, warum  sie ausgezeichnet worden sind.

Bei den Highlights des internationalen Tanzes“ in Bonn kommen die Tänzer aus Genf und Kroatien. Sie tanzen zu Mozarts c-Moll Messe und zu Maschinensounds.

Nederlands Dans Theater 2 mit Marco Goeckes „The Big Crying“ und Johan Ingers „Impasse“, © Joris Jan Bos/ Oper Köln

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Neue (Wand-)Farben für die „Alten Meister“ im Städel Museum

2021, Oktober 5.

Doch vor allem ein neues Lichtkonzept bringt die Bilder zum Strahlen

Von Uwe Kammann

Für viele immer noch unglaublich: Die Götter waren bunt. Jene nämlich der Antike, die seit der Klassizismus-Verehrung in der Allerweltsvorstellung weiß waren, marmorweiß. Dabei trugen sie, wie das Liebighaus in seiner gerade beendeten zweiten Sonderausstellung zeigte, ein prächtiges und kräftiges Farbenkleid. Auch die Räume des Skulpturenmuseums selbst hatten schon vor Jahren den Farb-Wandel mitgemacht, zeigten tiefgrundierte Primärfarben.

Von blau zu grau: Der Kuppelsaal mit seinen kostbaren Gemälden; Foto: Petra Kammann

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Deutscher Buchpreis: Wer wird gewinnen?

2021, Oktober 4.

Fünf Autorinnen und Autoren aus der Shortlist präsentierten sich im Literaturhaus

Literaturhaus: Begrüßung des Publikums durch den engagierten Alexander Skipis (Börsenverein des Deutschen Buchhandels) 

Am 18. Oktober 2021 wird der Deutsche Buchpreis 2021 verliehen. Sechs von 230 vorgeschlagenen Titeln insgesamt blieben übrig. Mit Monika HelferNorbert GstreinChristian KrachtThomas KunstMithu Sanyal und Antje Rávik Strubel hat die Jury sechs Autorinnen und Autoren ausgewählt, die für ihre „immense Lust und hohe Könnerschaft, Geschichten zu erzählen“ gelobt wurden. Im Frankfurter Literaturhaus stellten sich fünf der Autoren dem Publikum und den Kritikern Christoph Schröder, Eva-Maria Nagel (FAZ) und Bianca Schwarz (hr2-Kultur). Christian Kracht, nominiert mit „Eurotrash“ (KiWi) war verhindert. Die Texte sind so unterschiedlich wie die Persönlichkeiten der Schreiber, auch wenn es in ihren Romanen jeweils um persönliche biografische Erfahrungen geht. Zählt am Ende der Geschmack? Es bleibt spannend.

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Ein Atelierbesuch bei der Frankfurter Stahlbildhauerin Nele

2021, Oktober 3.

Wer ist Nele?

Renate von Köller, die Präsidentin des Zonta Club II Frankfurt Rhein-Main, lud am 26. September Kunstinteressierte ein zu einem exklusiven Besuch in das Atelier von E. R. Nele in die luftige Frankfurter Naxos-Halle in der Waldschmidtstraße. FeuilletonFrankfurt-Herausgeberin Petra Kammann hielt eine kurze Einführung in das Werk von Nele.

Nele demonstriert die Drehscheibe, auf der ihre „gefesselte“ Skulptur wie auf einer Wurfscheibe angebracht ist. Alle abgebildeten Werke © E. R. Nele; Foto: Petra Kammann

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Erinnerung an die Frankfurter Künstlerin Martina Kügler

2021, Oktober 2.

„Der Mensch ist ein Durchzuggebiet“

von Renate Feyerbacher

Das Buch über Martina Kugler – eine Art künstlerischer Nachlass, Foto: Renate Feyerbacher

Die Freunde der verstorbenen Künstlerin haben ein Buch herausgegeben, das im August in der Frankfurter Galerie Strelow vorgestellt wurde und ein positives Echo fand. Es widmet sich Zeichnungen, Gemälden und Collagen der verstorbenen Künstlerin.

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Lesung mit Eva Demski – Benefizveranstaltung im Ratskeller des Römers

2021, Oktober 1.

Am Abend des 1. Oktober 2021 liest Eva Demski liest aus ihrem autobiographischen Buch „Scheintod“, das in Frankfurt spielt  und aus: „Neue Gartengeschichten“, unterstützt von „Frankfurt liest ein Buch e.V.“ und dem Zonta Club Frankfurt II Rhein-Main.

Die Schriftstellerin Eva Demski, Foto: Petra Kammann

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„Katastrophe. Was kommt nach dem Ende?“- Eine Ausstellung im Deutschen Filmmuseum

2021, September 30.

Katastrophen im Film – Panikmacher oder ein Abbild der Realität? 

 von Renate Feyerbacher

Die Katastrophe, ein ursprünglich aus dem antiken Drama kommender Begriff, beschreibt ein elementares Naturereignis, eine „Wendung zum Niedergang“, also keine alltägliche Erfahrung. Dennoch fragt man sich, ob Katastrophen die Zukunft bestimmen, vor allem Naturkatastrophen: angefangen von Erdbeben, Tsunamis, Überflutungen wie durch die Hamburger Sturmflut von 1962, über Dürren, Waldbrände, Vulkanausbrüche –wie derzeit auf La Palma, Einschläge von Himmelskörpern – die vor allem durch den Klimawandel bedingt sind. Erdbeben, Vulkanausbrüche, Einschläge von Himmelskörpern kann der Mensch nur geringfügig beeinflussen, wohl aber den Klimawandel.

Blick in die Ausstellung „Katastrophe. Was kommt nach dem Ende?“, Foto: Renate Feyerbacher

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„Tempo! Alle Zeit dieser Welt“- Eine zeitgemäße Ausstellung im Sinclair-Haus

2021, September 29.

U(h)r-Zeit und Lebens-Zeit am Puls der Zeit

von Petra Kammann

Eine Ausstellung im Bad Homburger Sinclair-Haus geht dem Phänomen Zeit nach, den Geschwindigkeiten in der Natur und der Rolle des Menschen als Initiator und Opfer der Beschleunigung. Und das in Kunstwerken von Carl Bössenroth, Tega Brain und Sam Lavigne, Johanna Domke, Mark Formanek, Oliver Gather, Jeppe Hein, Tehching Hsieh, Sanja Ivekovic, Simone Kessler, Cesar Kuriyama, Claude Lelouch, Joana Moll, Rachel Sussman und Melanie Wiora sowie in Objekten aus der Kulturgeschichte, dem Alltag und den Wissenschaften…

Blick in den oberen Ausstellungsraum: Wo der Hahn kräht, der Wecker klingelt oder der Flieger gleich abhebt, wenn schlafende Menschen auf dem Flughafen warten wie im Video „Sleepers“, 2017  von Johanna Domke; Foto: Petra Kammann

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