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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Archiv für März, 2013

Yoko Ono in der SCHIRN Kunsthalle Frankfurt

2013, März 12.

YOKO ONO. HALF- A- WIND SHOW.
EINE RETROSPEKTIVE

Von Erhard Metz

Im Scheinwerferlicht: SCHIRN-, Städel Museum- und Liebieghaus-
De facto-Generaldirektor Max Hollein

… und mit der Meisterin Weiterlesen

Atelierausstellung Borsig 37

2013, März 10.

Atelierausstellungen können sich oft als ein Geheimtip erweisen, und so können wir wieder einmal dazu raten, die Schritte in die Frankfurter Borsigallee 37 zu lenken. Dort stellt – leider nur für die Dauer zweier Wochenenden – unter dem Label BORSIG 37 eine Ateliergemeinschaft aus, die wir in Teilen seinerzeit als Künstlerinnengruppe „Labyrinth“ kennenlernen konnten. Von der damaligen Gruppe treffen wir auch heute die Malerin Elena Primavera und die Bildhauerin Evelyne Brotfeld an; neu hinzugetreten sind inzwischen die Malerinnen Uta Mallin, Birgit Schienemeyer und Beate Schnabel.

Die letztgenannte Künstlerin zeigt in ihren ausgestellten Arbeiten auf Leinwand stark abstrahierte weibliche Akte und tänzerische Gesten. Beate Schnabel, 1952 in Gau-Bickelheim geboren, besuchte zunächst die Städel-Abendschule und studiert seit 2011 an der Europäischen Kunstakademie in Trier. Was sich als leichte, luftige Malerei in zarten Pastelltönen ausnimmt, könnte sich bei näherem Hinschauen auch als ambivalent erweisen und die Fantasie des Betrachters bis hin zu Abgründigem schweifen lassen: nur allzu sensibilisiert ist er von Berichten über Fälle von Missbrauch und Vergewaltigung. Die Ambivalenz dieser Arbeiten in ihrer malerischen wie materialen Schönheit spiegelt letzten Endes nicht mehr und nicht weniger als die Ambivalenz der menschlichen Natur und der Gesellschaft wider. Alles in allem: eine Entdeckung!

Beate Schnabel, o.T., 2010, Acryl auf Leinwand, 80 x 110 cm Weiterlesen

Andalusien – christlich-islamischer Kulturschatz / 3

2013, März 8.

Ein Reisebericht

3. Teil: Cádiz

Text und Fotos: Renate Feyerbacher

Durch wunderschöne Landschaft, vorbei an „Weissen Dörfern“ führt uns die Busfahrt von Ronda nach Cádiz. Nur von Weitem sehen wir Arcos de la Frontera auf einem steilen Felsen thronen. Wir hätten die Reise unterbrechen müssen, aber zu spät erfuhr ich von der Schönheit dieses „Weissen Dorfes“ mit malerischen Gassen und Häusern mit Stützbögen. Seine maurische Festung galt als uneinnehmbar, fiel aber dann doch bereits 1264 in christliche Hände.

Auf dem Weg nach Cádiz begleiten uns riesige Sonnenblumenfelder. Kurz vor Jerez de la Frontera, Spaniens Stadt des Sherrys, wo der Bus Station macht, beherrschen grosse Pferde- und Stierzuchtfarmen die Region.

Diese etwa 210.000 Einwohner zählende Stadt wird die „kleine Schwester von Sevilla“ genannt. Hier gibt es eine Königlich-Andalusische Schule der Reitkunst, Pferdeballett, das Andalusische Zentrum des Flamenco sowie zahlreiche Museen wie ein Pferdemuseum, ein Archäologisches Museum, ein Uhrenmuseum und ein Weinmuseum. Allen Bahn- und Busreisenden bietet der Jugendstilbahnhof ein zauberhaftes Entrée. 700 Bodegas soll es in der Stadt geben.

Nicht allzu weit nordwestlich von Jerez de la Frontera liegt der National- und Naturpark Doñana, der 1994 zum UNESCO Naturerbe ernannt wurde. Er ist Refugium unter anderem für Raubvögel, Kraniche, Flamingos. Vor allem kümmert man sich hier um bedrohte Luchse.

Doñana ist das grösste Feuchtgebiet Spaniens. Der Fluss Gualdaquivir, der in der Nähe von Jaén, im östlichen Andalusien entspringt, die Städte Córdoba und Sevilla berührt, nördlich von Cádiz ins Meer mündet, ist Teil dieses Parks.

Die Fahrt von Jerez de la Frontera nach Cádiz führt durch eine Marschen-und Wasserlandschaft. Ein Wall und Brücken verbinden die Stadt, die etwa 127.000 Einwohner hat, mit dem Festland. Das Wasser des Atlantiks umspült quasi die Altstadt von Cádiz. Das neue Cádiz ist von architektonisch lieblos gestalteten Wohnhäusern geprägt.

Wir verlassen den Bus am Bahnhof und begeben uns ins Hotel, das in der engen, belebten Einkaufsstrasse San Francisco liegt. Nur wenige Schritte haben wir zur Plaza de Mina. Hier, dem Ort des Museo de Cádiz, pulsiert das Leben. Es wimmelt von spielenden Kindern und älteren Gaditanos. So werden die Bewohner der Stadt genannt. Gades nannten die Römer sie, von wo aus Silber, Kupfer, Wein und Wolle nach Rom verschifft wurde. Eingerahmt ist der Platz von schönen, aber renovierungsbedürftigen Kolonialhäusern.

Majolika im Hotel Weiterlesen

Städelschule: Rundgang 2013 (8)

2013, März 6.

Malerei und mehr

Wie bereits die Absolventenausstellung 2011 oder der Rundgang 2012 der Städelschule erkennen liessen, gehört die Malerei, und zwar auch die figurative bzw. gegenständliche, trotz des Vordringens der Kunstformen Video und Performance durchaus noch zu den gefragten Disziplinen der derzeitigen Generation der an der Hochschule Studierenden. Ihr widmen wir die letzte Folge unseres subjektiven Reports über den Rundgang 2013, wobei wir einigen Studierenden, deren Arbeiten uns auffielen, bislang noch nicht begegnet sind.

Jagoda Bednarsky, Troprismicana no 2, 2013, Öl, Papier auf Leinwand, 140 x 110 cm Weiterlesen

50 Jahre Deutsch-französische Freundschaft

2013, März 3.

La caricade franco-allemande – Ausstellung in der Frankfurter Paulskirche

Ja, er liess es sich nicht nehmen und kam in die Paulskirche: Oberbürgermeister Peter Feldmann eröffnete dort am vergangenen Freitag die Ausstellung „50 Jahre Deutsch-französische Freundschaft – La caricade franco-allemande“. Am 22. Januar 1962 unterzeichneten der erste Bundeskanzler Deutschlands, Konrad Adenauer, und der Präsident der Französischen Republik, Charles de Gaulle, den „Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik über die deutsch-französische Zusammenarbeit“, den sogenannten Élysée-Vertrag.

In 50 politischen Karikaturen, jeweils 25 von deutschen und von französischen Karikaturisten, zeichnet die Ausstellung ein humoristisches Bild von der Geschichte der deutsch-französischen Zusammenarbeit auf Spitzenebene. Es darf dabei durchaus „scharfzüngig“ zugehen, auch an der Grenze zu Satire und Sarkasmus. Denn davon lebt gerade die politische Karikatur. Weiterlesen