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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Kultur und Gesellschaft

„Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“. Regina Schillings schillerndes Filmporträt

2026, Juni 23.

Eine poetische Spurensuche: doppelgesichtig, modern und visionär

Von Petra Kammann

Anlässlich des 100. Geburtstags am 25. Juni 2026 von Ingeborg Bachmann entstand mit der Schauspielerin Sandra Hüller und der Regisseurin Regina Schilling ein filmisches Porträt von einer der bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikerinnen und Prosaschriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Hüller nähert sich der „Poetessa“, die ihre letzten Jahre in Rom verbringt, fast traumwandlerisch durch zeitgenössisch improvisierte Szenen an. Das so entstandene komplexe Porträt mit dem kenntnisreich zusammengestellten Archivmaterial, mit Interviewauszügen und Bachmanns eigenen Texten wie auch der unnachahmliche Bachmann-Sound im Background machen die Zerbrechlichkeit und die Kraft einer Künstlerin spürbar, deren Werk bis heute eine visionäre Wucht besitzt.

Ingeborg Bachmann (Sandra Hüller) hört Musik und tanzt beschwingt dazu am Ufer des Tibers in Rom.

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Frankfurter Stadtzukunft inklusive Kulturmeile: eine einvernehmliche Präsentation

2026, Juni 21.

Drei Dezernats-Spitzen skizzieren ihre Perspektiven und Zielsetzungen

Beobachtungen/Anmerkungen/Kommentar von Uwe Kammann

Frankfurts Kulturdezernentin Ina Hartwig sieht das Vorhaben, für Oper und Schauspiel am Willy-Brandt-Platz und an der Neuen Mainzer Straße zwei Neubauten zu errichten, durch eine aktuelle Entscheidung der Stadt Düsseldorf nicht in Frage gestellt. Das Frankfurter Projekt, das mit einem Abriss des 60er-Jahre-Baus der jetzigen Städtischen Bühnen verbunden ist, habe parteiübergreifend Zustimmung gefunden. Sie sehe derzeit keine Bemühung, diese Entscheidung neu zu diskutieren, sagte Hartwig am 6. Juni auf einer Abendveranstaltung im Rahmen von World Design Capital (WDC) im Jüdischen Museum in Frankfurt, welche Perspektiven für die Stadtplanung und -entwicklung gewidmet war.

Die Präsentationsrunde (vl): Tina Zapf-Rodriguez, Marcus ewechenberger, Ina Hartwig, Moderator : DAM DirektorPeter Cachola Schmal, Foto:. Uwe Kammann

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Gedenkstunde für Jürgen Habermas in der Frankfurter Paulskirche

2026, Juni 21.

Vernünftige Freiheit: ein Versprechen und vielleicht mehr noch eine Verpflichtung

Die Rede des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier zur Trauerfeier in der Frankfurter Paulskirche

Gedenkstunde mit Weggefährten, Politikern, Verlegern und Wissenschaftlern in der Frankfurter Paulskirche für den Jahrhundertdenker Jürgen Habermas, der vor drei Monaten im Alter von 96 Jahren verstarb. „Seine Stimme wird uns fehlen in diesen unübersichtlichen Zeiten“, sagte Bundespräsident Steinmeier, der bis zum Schluss mit ihm in Austausch stand. Habermas habe einen „Horizont“ aufgezeigt, an dem sich alle orientieren sollten… Hier seine Rede

Rede des Bundespräsidenten in der Frankfurter Paulskirche, Foto: Petra Kammann

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Das Städel präsentiert „BRUEGEL. PRINTED“

2026, Juni 20.

Fantastische Bildwelten voller erzählerischer Kraft und überraschender Details

Von Hans-Bernd Heier

Pieter Bruegel der Ältere (1526/30−1569) zählt zu den herausragenden Künstlern der niederländischen Kunst des 16. Jahrhunderts. Heute vor allem als Maler bekannt, machte er sich bereits früh mit dem Entwerfen von Druckgrafiken einen Namen. Seine Werke entführen die Betrachter in eine faszinierende Welt humorvoller Bildideen und rätselhafter Motive. Das Städel Museum versammelt in der Ausstellung „Bruegel. Printed“ rund 45 außergewöhnliche Druckgrafiken nach Bruegels Zeichnungen.

Pieter Bruegel d. Ä. „Geduld“ (Patientia) / Patience, 1557, gestochen von Pieter van der Heyden, Städel Museum Frankfurt

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Letzte Impressionen der gelungenen Ausstellung „Monets Küste. Die Entdeckung von Étretat“ im Städel (2)

2026, Juni 19.

Was eine Welle auslösen kann…

Ein kurzer Blick vor Tores Schluss. Von Petra Kammann

Der französische Dichter und Kunstkritiker Charles Baudelaire sprach 1863 in seinem berühmten Essay „Peintres de la vie moderne“ von den „Malern des modernen Lebens“, die das Flüchtige, das Wesentliche des Moments, festhalten. Die in der Städelschau ausgewählten tiefenscharfen Schwarz-Weißfotos wie die des Pioniers der Fotographie Alphonse Davanne (1824-1912), sind der Malerei gegenübergestellt. In einer Zeit des Umbruchs in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sprechen sie eine andere Sprache. Die beiden unterschiedlichen Medien schaffen ein neues Sehen und neue Formen der Malerei.

Nochmal ein Blick  Étretat. Die Wäscherinnen, 1920, das ungewöhnliche Gemälde von Henri Matisse in der Städelschau, Foto © The Fitzwilliam Museum, University of Cambridge

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Tschechien, Ehrengast der Frankfurter Buchmesse  (7.-11. Oktober 2026) mit Literatur und tschechischer Kultur

2026, Juni 16.

„Tschechien: ein Land an der Küste“– „Böhmen liegt am Meer“

Von Petra Kammann

Böhmen, vor allem aber auch Mitteleuropa, wird in Frankfurt mit Tschechien, dem diesjährigen Ehrengast der Frankfurter Buchmesse, zu Gast sein. Das umfangreiche Programm wurde diesmal in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt präsentiert. Allein 75 Autor:innen werden unter dem Motto „Tschechien: ein Land an der Küste“ auf der Messe, aber auch an anderen Orten präsent sein. Martin Krafl, Direktor des Tschechischen Literaturzentrums und Programmdirektor von CZECHIA 2026, stellte das vielversprechende Kulturprogramm ebenso vor wie auch das Pavillon-Design unter dem Motto „An den Grenzen der Vorstellungskraft“ (Architektenbüro JinJan). Und die Autorin Dora Kaprálová  gab einen kleinen Vorgeschmack auf das, was Tschechien literarisch zu bieten hat.

Das Tschechische Team: v.l.n.r. Jindřich Ráftl, Jiři Mašek, Martin Krafl, Dora Kaprálová, Tomáš Kubícek, Jana Hájková, Jan Tůma, Foto: Sabine Felber/Literaturtest

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Malerei von Fritz Scholder im MMK Tower

2026, Juni 15.

Heimgesucht – von der Bildmacht

Von Andrea Seppi 

Kommt alle und sehet, wer Augen hat zu sehen – und wer nicht, auch dem kann hier geholfen werden, denn Namen und Bezeichnungen vermögen (genau wie Bilder) ganze Kulturen zu be-in-halten: Shoshone, Sioux, Hopi Luiseño u.s.w. So einige Titel der ‚Ten Indians Suite‘, einer Serie von Fritz Scholder (1937–2005), zu sehen in der aktuellen Ausstellung im MMK Tower.

Blick in die Ausstellung, Foto: Andrea Seppi

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Erinnerung an die „Düsseldorfer Malerschule“ wachhalten

2026, Juni 4.

„Unsere Straßen – unsere Künstler“: eine neue Ausstellung in der Sammlung „19. Jahrhundert“ des Stadtmuseums

Von Angelika Campbell

Engagiert hält die Initiative „Unsere Straßen – unsere Künstler e.V.“ die Erinnerung an die Düsseldorfer Malerschule wach. Zu dieser zählen bekannte Kunstschaffende, deren Namen sich in vielen Straßen Düsseldorfs wiederfinden. In einer neuen Ausstellung im dortigen Stadtmuseum wird nun die laufende Arbeit des Vereins dargestellt, weil dessen Gesamtprojekt in diesem Jahr mit der Sammlung „19. Jahrhundert“ des Stadtmuseums in Verbindung steht. Die offizielle Eröffnung findet am Sonntag, 7. Juni, um 12 Uhr statt; die Ausstellung ist anschließend noch bis zum 2. August 2026 zu sehen.

Foto: Inge Sauer (rechts) und Kuratorin Eva Sauer mit Schadow-Zeichnung (Muse des Theaters, 1826), Fotograf: Enrico Vezzi

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Clara und Robert Schumann: eine Liebe in Briefen und Musik

2026, Juni 2.

Ein Klavierabend mit Lesung überzeugte in der Villa Bonn als neues ‚Format‘

Vom Uwe Kammann

Kann man sich das heute vorstellen? Gut 20.000 Briefe haben Robert und Clara Schumann geschrieben, viele davon natürlich auch mit ganz professionellen Adressen im verzweigten europäischen Musikleben. Die schönsten allerdings, die haben sie sich gegenseitig geschickt, in einem, auch für heutige Mail-Zeiten geradezu atemberaubenden Rhythmus. Doch den Antrieb und den Grund dürften auch heutige Zeitgenossen verstehen: Es waren Liebesbriefe, Zeugnisse des Naheseins auch in der Ferne, innige schriftliche Annäherungen in einer Phase, die so intensiv wie aufregend war wie sonst keine im Leben des Paares, das für Romantik in der Musik steht wie sonst wohl kein zweites in Deutschland.

Wechselspiel zwischen der Pianistin Catalina Butcaru und der Sprecherin Nora Solcher, Foto: Petra Kammann

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Depression – die neue Volkskrankheit? Vorträge, Diskussionen und Therapievorschläge mit prominenten Beispielen in der Alten Oper

2026, Juni 1.

Patientenkongress Depression: Was tun, wenn das Leben die Farbe verliert?

Eindrücke von Petra Kammann

Die Depression kann jeden treffen, ausgelöst durch biologische Faktoren, durch Dauerstress oder Schicksalsschläge. „Rund jeder sechste Bundesbürger erkrankt im Laufe seines Lebens an einer behandlungsbedürftigen Depression, sagt Prof. Ulrich Hegerl, Vorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention. Depression sei eine schwere, oft lebensbedrohliche, von Außenstehenden meist unterschätzte Erkrankung, und nicht nur eine Reaktion auf schwierige Lebensumstände. Aber sie sei auch behandelbar, das Risiko von Rückfällen könne deutlich gesenkt werden. Wie das gelingen kann, darum ging es in den von Harald Schmidt moderierten Vorträgen, Beispielen und kulturellen Angeboten beim Kongress, der am 30. Mai in der Alten Oper Frankfurt stattfand. Begleitet wurde das Bühnenprogramm durch zahlreiche Informationsstände von Selbsthilfegruppen und regionalen Bündnissen gegen Depression. Außerdem wurde auch der 7. Deutsche Medienpreis Depressionshilfe verliehen.

Raus aus der Komfortzone! „Drum Conversation“ animierte das Publikum gleich zu Beginn der Veranstaltung, Foto: Petra Kammann

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