„Wenn die ganze Welt Jean Paul läse!“ zum 200. Todestag des Dichters aus Wunsiedel im Frankfurter Goethe-Haus
2025, November 21.Poetische und musikalische Kapriolen
Von Petra Kammann
Was für ein gelungenes Zusammenspiel der jungen Pianistin Maria Pia Vetro und der kenntnisreichen Musik- und Literaturwissenschaftlerin Ulrike Kienzle unter dem Thema „Wenn die ganze Welt Jean Paul läse!“, das im Arkadensaal von Romantik-Museum und Goethe-Haus stattfand. Der Zitatgeber Robert Schumann hatte seinen Jean Paul gelesen und sich von der Lektüre seiner Romane Siebenkäs und Flegeljahre zu den schillernden Kompositionen Blumenstück und Papillons inspirieren lassen. Weniger bekannt ist sicher der Klavierzyklus des ungarischen Komponisten Stephen Heller zum Siebenkäs und noch viel weniger die ‚Jeanpauliana‘ von Hugo Riemann für das Pianoforte zum Roman Flegeljahre, das die brillante Pianistin Vetro zu Gehör brachte. Eine echte Entdeckung!

Musikalisch-literarischer Dialog zwischen der Pianistin Maria Pia Vetro und der Musik- und Literaturwissenschaftlerin Ulrike Kienzle, Foto: Petra Kammann
