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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Die Kapelle Ste. Avoye zwischen Auray und Le Bono

2016, September 8.

Eine kleine bretonische Besonderheit

Von Petra Kammann

Inmitten einer malerischen Landschaft mit strohgedeckten alten bretonischen Häusern und üppig wild wuchernden Hortensienbüschen, ganz in der Nähe von Auray in Richtung Le Bono liegt die hübsche Renaissance-Kapelle Ste. Avoye, die wegen ihres Dachgebälks, das an einen Schiffsrumpf erinnert, vor allem aber wegen ihres doppelseitigen Lettners aus geschnitztem und bemaltem Eichenholz so sehenswert ist.

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↑ Eingang mit fürstlichem Wappen
Die Statue der Schutzpatronin, der hl. Avoye, stammt aus dem 16. Jahrhundert

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Am Tage des Kreuzes, dem 14. September 1554, wurde der Grundstein der Kapelle, die der Heiligen Avoye gewidmet ist, gelegt. Diese herrschaftliche Kapelle wurde vom Comte de Lestrelin erbaut, dessen Wappen noch heute über der südlichen Eingangstür prangt. Weiterlesen

Der schroffe Norden der Bretagne − Das Pays de Léon mit seinen Kalvarienbergen

2015, August 10.

Impressionen von Petra Kammann

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Eine fast surreale Szene: An der Pointe St. Mathieu ragen über der Steilküste zwei unterschiedliche Leuchttürme aus einer Klosterruine. Das im 6. Jahrhundert gegründete Kloster war dem Hl. Tanguy geweiht

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Auch ein strahlend blauer Himmel im Sommer kann nicht darüber hinwegtäuschen. Die umtoste Westküste der Bretagne wie an der Pointe de St. Mathieu bei Le Conquet hat es in sich und das in jeglicher Hinsicht. Hier drohen Klippen, Riffs und Untiefen. Mit den Meeresströmungen des Atlantik, die sich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 16 Stundenkilometern an den Inseln vorbeidrängen, gehört das Meer hier zu den gefährlichsten Gewässern der Welt. Während über hundert Leuchttürme Schiffer und Fischer auf die Gefahren aufmerksam machen, blühen im Hinterland die Legenden und der in Stein gemeißelte Glaube mit seinen Heiligengestalten in Kirchen, Kapellen und Kreuzen Weiterlesen

Uralte Steine, Wälder und Meer: Legenden und Magie in der Bretagne

2015, Juni 7.

Von Petra Kammann

Hohe Himmel und enge Gassen – weites Land und paradiesische Sandstrände, aber auch bedrohliche Klippen, wie an der „Wilden Küste“ der Halbinsel Quiberon, am Cap Fréhel oder an der Pointe du Raz: In der Bretagne wechseln je nach Region mehr oder weniger hohe Steilküsten mit herrlichen Sandstränden, fjordartigen Flussmündungen (bretonisch: abers) und Feucht- und Brackwasserzonen ab. Für die Franzosen ist die Bretagne mit ihren scheinbaren Widersprüchen von jeher eine exotische Provinz mit ebenso dickköpfigen wie herzlichen Bewohnern, den Bretonen. Als Land der Legenden, der Poesie und der Traditionen verfügt die Bretagne (auf bretonisch: Breizh) in ihren fünf Départements (Ille et Vilaine, Côtes d’Armor, Finistère, Morbihan, Loire Atlantique) über eine Vielzahl an Landschaften von außergewöhnlicher Schönheit, deren rauem Charme man sich einfach nicht entziehen kann.

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Herrliche Sandstrände neben den wilden Küsten

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Auf den Spuren des Kommissars Dupin durch die Bretagne (2)

2015, März 19.

Concarneau, Pont-Aven und Guérande im Bannalec-Fieber (2)

Die ersten beiden Bestseller “Bretonische Verhältnisse” und “Bretonische Brandung” wurden für die ARD verfilmt und waren bereits im Frühjahr und Herbst 2014 zu sehen. Am 19. März 2015 geht um 20.15 Uhr im Ersten Deutschen Fernsehen/ARD Jean-Luc Bannalecs dritter Bretagne-Krimi “Bretonisches Gold” mit dem sympathischen “Kommissar Dupin” an den Start. Alle drei Kriminalromane wurden an den Originalschauplätzen in der Bretagne verfilmt. Der deutsche Autor, ein bekennender Bretagne-Liebhaber (man vermutet, dass es sich um einen bekannten Verleger handelt), vermittelt unter dem bretonisierenden Pseudonym Jean-Luc Bannalec seinen Lesern dabei viel Wissenswertes über die reizvolle Halbinsel an der westlichen Atlantikküste Frankreichs, über Paul Gauguins Leben in Pont-Aven, die sagenumwobenen karibisch anmutenden Glénan-Inseln und die begehrte “Blume des Salzes”, das Fleur de Sel aus der Guérande. Petra Kammann hat sich auf die Spuren des Lebensgenüssen nicht abgeneigten Kommissars begeben – hier der Teil II:

Von Petra Kammann

Immer mehr Bretagne-Reisende machen sich seitdem auf die Suche nach den Krimi-Orten Concarneau (Restaurant „L’Amiral“), Pont-Aven („Hotel Central“) und Saint-Nicolas auf den Glénans (Restaurant „Les Quatre Vents“). So wurden die schon touristisch attraktiven Stätten seiner Krimihandlungen noch populärer. Vielleicht kann man diese Orte an einem sonnigen Wintertag besonders gut genießen.

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Blick auf den Freizeithafen in Concarneau

Concarneau

Weiter nördlich, im Finistère, liegt der einst bedeutende bretonische Fischereihafen Concarneau, der heute eher ein Freizeithafen ist. Umgeben von stattlichen Mauern aus dem 14. bis 17. Jahrhundert liegt die mittelalterliche Altstadt von Concarneau, die „Ville Close“, im Becken des Fischerhafens. Nur zwei Brücken verbinden diese Insel mit dem Festland. Im Inneren der „schwimmenden“ Festung finden sich viele enge Sträßchen, die sich über die Halbinsel schlängeln Weiterlesen

Auf den Spuren des Kommissars Dupin durch die Bretagne (1)

2015, März 18.

Concarneau, Pont-Aven und Guérande im Bannalec-Fieber (1)

Von Petra Kammann

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Das Glasfenster im genossenschaftlich organisierten Haus des Salzes “Terre de Sel” in Guérande/Pradel stellt die Arbeit des “Paludiers” dar. Das Salz wird mit dem Rechen abschöpft

Die ersten beiden Bestseller “Bretonische Verhältnisse” und “Bretonische Brandung” wurden für die ARD verfilmt und waren bereits im Frühjahr und Herbst 2014 zu sehen. Am 19. März 2015 geht um 20.15 Uhr im Ersten Deutschen Fernsehen/ARD Jean-Luc Bannalecs dritter Bretagne-Krimi “Bretonisches Gold” mit dem sympathischen “Kommissar Dupin” an den Start. Alle drei Kriminalromane wurden an den Originalschauplätzen in der Bretagne verfilmt. Der deutsche Autor, ein bekennender Bretagne-Liebhaber (man vermutet, dass es sich um einen bekannten Verleger handelt), vermittelt unter dem bretonisierenden Pseudonym Jean-Luc Bannalec seinen Lesern dabei viel Wissenswertes über die reizvolle Halbinsel an der westlichen Atlantikküste Frankreichs, über Paul Gauguins Leben in Pont-Aven, die sagenumwobenen karibisch anmutenden Glénan-Inseln und die begehrte “Blume des Salzes”, das Fleur de Sel aus der Guérande. Petra Kammann hat sich auf die Spuren des Lebensgenüssen nicht abgeneigten Kommissars begeben.

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Pasquale Aleardi ist in die Rolle des Kommissar Dupin geschlüpft; Bildnachweis: ARD-Foto, Kommissar Dupin – Bretonisches Gold

Auf der Halbinsel von Guérande

Diesmal verschlägt es den in Concarneau ansässigen Exil-Pariser Kommissar auf die Halbinsel Guérande Weiterlesen