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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Satire & Un-Sinn

Alltägliche und seltsame Geschichten und Begebenheiten (5)

2012, August 2.

Vorbemerkung des Herausgebers:

Heute stellen wir ein einzigartiges Opus der grossen, epocheprägenden und vielfach für die hochrangigsten Auszeichnungen vorgeschlagenen Lyrikerin Grete Mohs vor, ferner eine in Inhalt und Sprache ebenfalls exzeptionelle literarische und kulturhistorische Betrachtung und Interpretation des bedeutenden Ausnahme-Literatur- und Kulturkritikers Horst Reibeisen.

Wir beginnen natürlich am Anfang, also mit dem Gedicht. Die luziden Ausführungen Reibeisens folgen sodann in zwei Fortsetzungen.
Und ebenso natürlich ist das alles, wie immer in Fällen wie diesen, von
© -habust-

Ein leeres Glas
von Grete Mohs

Es war am Heiligabend gegen vier,
da packte mich mit Macht die Gier nach Bier.
Ich blickte stier in mein Klavier, doch hier
war nirgends Bier, nur Saiten. Und Getier,
denn innen putzte ich das Instrument
nicht regelmäßig. Jeder, der mich kennt,
wird über diesen Umstand nicht verwundert sein,
denn diesbezüglich heißt es oft, ich sei ein Schwein. Weiterlesen

Alltägliche und seltsame Geschichten und Begebenheiten (4)

2012, Juli 27.

Geheimnisse
verraten von Horst Teichhofer

(mit freundlicher Genehmigung der Chefredaktion und Verlagsleitung von „Plözin – Die tapfere kleine Zeitschrift“, Text © -habust- )

In einer weltweit unbeachteten Nebennotiz im LOKUS 11/2003 hat Professer Dr. Niebeling bekannt gemacht, daß er das Trugschwein entdeckt hat. Nur, wie gesagt, niemand hat das gelesen, obwohl der LOKUS immerhin eine Druckauflage von fast einer Million hat.

Es war, lieber Leser, Dein Fehler, daß Du diese Nebennotiz übersehen hast. Den alten LOKUS hast Du ja längst weggeschmissen. Ganz so schlimm, daß Du Dich jetzt werweißwie grämen müßtest, ist es aber nun auch wieder nicht, denn hier sind die erstaunlichen Fakten. Plözin hat beinhart recherchiert und nach einigen Rückschlägen sogar mit Professer Niebeling persönlich sprechen können Weiterlesen

Alltägliche und seltsame Geschichten und Begebenheiten (3)

2012, Juli 20.

Professor Niebling und die Folgen

von -habust-

Letzten Mai hatte er endgültig die Schnauze gestrichen voll. Lange war er eigentlich noch nicht Professor, aber irgendwie kotzte es ihn derartig an, daß ihm eins schlagartig klar wurde: Noch zwei, drei Jahre dieser verfluchte Streß, und er würde als Wrack im Straßengraben enden.

Wollte Niebling das? Er wollte es nicht. Weiterlesen

Alltägliche und seltsame Geschichten und Begebenheiten (2)

2012, Juli 16.

Das Vermehlungsverfahren beim niederfränkischen Erbspüree im Für und Wider des internationalen Meinungsstreits

von Diplom-Erbstheoretiker Rüdiger von Pausa

Die Erbswurst ist eine der edelsten Wurstsorten Europas. Ihre Verbreitung hat sie zu einem der beliebtesten Zahlungs- und Tauschmittel des Kontinents gemacht, ja, auch in Amerika und Asien wird sie häufig und gern in Zahlung genommen.

Weniger schön sieht die Situation beim Erbspüree aus, das sich bis heute eigentlich nie so richtig aus seiner niederfränkischen Heimat befreien und einen Siegeszug um die Welt antreten konnte, der doch dem gemeinen Kartoffelbrei schon vor mehr als 42 Jahren gelungen ist. Die Ursachen für diese bislang enttäuschende Entwicklung will die folgende Analyse aufzeigen. Weiterlesen

Alltägliche und seltsame Geschichten und Begebenheiten (1)

2012, Juli 6.

Sebastian
Eine Weihnachtsgeschichte zur Jahrtausendwende (1999)

von  -habust-

Heimkehr

„Da Wastl kimmt!!“

Der Freudenschrei der Zenzi vom Oberhof drang in alle Winkel der einfachen, aber blitzsauberen Bauernstube und schreckte den Großvater hoch, der nach dem Mittagsmahl, als sich der Bauer mit den Knechten wieder ans Heuen gemacht hatte, auf der Ofenbank eingeschlummert war. Ev, die alte Magd, die schon manchen Winter im Dienst des Oberhofbauern hatte kommen und gehen sehen, blickte auf: „Wos? Da Wastl? Ja bist jetzt du ganz und gar narrisch worn?“ Die Freude über des Bruders Heimkehr ließ bei Zenzi Ärger über die kleine Unbotmäßigkeit nicht aufkommen. „Jo, da Wastl kimmt! I hob ‘n selm gsehgn! Er hot grad noch an Hochwürden Herrn Pfarrer bsuacht; glei kimmt er her! Lauf gschwind, hol a Brotzeit für eahm, er hot a lange Reis‘ gmacht!“ Weiterlesen

Zeitgenossen / 10

2012, Juni 27.

Miss Lungen, © habust

 

Das grüne Kanapee (19)

2012, Juni 24.

Mitte Juni ist schon vorbei, es wird Zeit, mal wieder auf dem grünen Kanapee auszuruhen, einfach draufsetzen, also anklicken … Dichter habust hat mal wieder ge-dada-t, will sagen gedichtet, richtig klassisch-schillerisch wird es, hören Sie selbst …

(©  habust; Foto: GearedBull wikimedia commons GFDL)

 

Tomaten-Schönheit, männlich …

2012, Mai 29.

Was einer Erdbeerin recht ist, ist dem Tomaterich billig … beide wollen sich einmal in aller Öffentlichkeit zeigen, bitteschön!

(Foto: FeuilletonFrankfurt)

→  Erdbeer-Schönheit, weiblich …

Erdbeer-Schönheit, weiblich …

2012, Mai 25.

(Foto: FeuilletonFrankfurt)

→  Tomaten-Schönheit, männlich …

Das grüne Kanapee (18)

2012, Mai 20.

Das grüne Kanapee lädt erneut zum Niedersitzen (und Anklicken) ein, und wenn wir darauf Platz nehmen, erklingen die merkwürdigsten Geschichten, erzählt vom Poeten habust alias Hans-Burkhardt Steck. Der auch Zeichner ist, Fotograf, Essayist, Komponist und Bänkelsänger (seine Zeichnungen und CDs können Sie kaufen)! Und überhaupt Autor zahlreicher Betrachtungen in FeuilletonFrankfurt. Auf der linken Schulter sitzt ihm der Schalk, auf der rechten die Eule (richtig, der Vogel der Weisheit). Hören wir hier dem Neo-Dada-Dichter zu:

(©  habust; Foto: GearedBull wikimedia commons GFDL)