Museum für Komische Kunst zeigt Cartoons von Gerhard Glück
2015, Mai 5.Glücksmomente im caricatura
Von Hans-Bernd Heier
Anlässlich seines 70sten Geburtstags hat Kassel Gerhard Glück im letzten Jahr mit zwei Sonderausstellungen geehrt. „Das Museum für Komische Kunst durfte aus den beiden Ausstellungen das Beste für Frankfurt auswählen und kann die Arbeiten nun im allerschönsten Museum der Welt zeigen“, freut sich Achim Frenz, Leiter des caricatura museums frankfurt. Eigens für die unterhaltsame Schau im ehemaligen Leinwandhaus hat Glück ein farbiges Gemälde gefertigt, das den offensichtlich verdutzten Künstler am Museumsufer sitzend an einem Tisch mit einem Apfelweinglas und Bembel zeigt, umringt von einer fröhlichen asiatischen Reisegruppe. Im Hintergrund sind der Frankfurter Dom und der Eiserne Steg zu sehen. Dabei gehen dem von der unerwarteten Begegnung Überrumpelten die viel zitierten Zeilen des Frankfurt-Gedichts des bekannten Mundartdichters Friedrich Stoltze durch den Kopf:
„Un es will mer net in de Kopp enei, wie kann nor e Mensch net von Frankfort sei!“, Copyright © Gerhard Glück; Foto: Hans-Bernd Heier
Das caricatura museum hat unter dem Titel „Glück im Museum. Cartoons von Gerhard Glück“ insgesamt rund 240 Cartoons versammelt, die ab den 1980er Jahren entstanden sind. Besucher der kurzweiligen Schau, die das Werk des Meisters der komischen Kunst umfassend zeigt, können sich an seinen humorvollen Cartoons erfreuen. Es sind subtile, kunstvolle Darstellungen, meist in leuchtender Farbigkeit in Tempera oder Acryl auf Karton ausgeführt. „Es sind Glücksmomente – jedes Bild für sich“, schwärmt Frenz. Bei der Hängung hat er weitgehend auf eine chronologische und thematische Gliederung verzichtet. Nur im ersten Stock bildet die „Welt der Kunst“ einen Themenschwerpunkt. Ansonsten hat Frenz die Arbeiten „vornehmlich nach Schönheit“ zusammengestellt Weiterlesen





