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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu KultTouren

Verleihung des Prix AbiBac 2025 vom Deutsch-Französischen Kreis

2025, September 3.

Eine Hommage an die deutsch-französische Freundschaft

Von Petra Kammann

Der Deutsch-Französische Kreis e.V. setzt sich seit 1950, also seit nunmehr 75 Jahren für die Förderung der Freundschaft zwischen den beiden Ländern Deutschland und Frankreich sowie deren Kulturen ein. Und er trägt zu Begegnungen zwischen Deutschen und Franzosen bei. Am Ende des vergangenen Schuljahres 24/25 verlieh der Deutsch-Französische Kreis (DFK) im Jan-Wellem-Saal des Düsseldorfer Rathauses zum dreizehnten Mal den „Prix AbiBac des DFK“. Geehrt wurden dort zweisprachige Abiturientinnen und Abiturienten des Lycée français international Simone Veil und des Luisen-Gymnasiums für ihre herausragende Leistungen.

Persönlich gefärbte Worte an die Preisträger, hier mit Tabea Liedtke (1. Preis, Luisen Gymnasium) von Bürgermeister Josef Hinkel und DFK-Vizepräsident Claus Gielisch im Jan-Wellem-Saal des Rathauses, Foto: Uwe Kammann

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„Freiräume – 110 Möglichkeiten der Welt zu begegnen“ im Romantik-Museum

2025, August 29.

Erlesene Gemälde und Ölskizzen aus der Privatsammlung Stephan

Von Hans-Bernd Heier

In einer umfassenden Sonderausstellung zeigt das Deutsche Romantik-Museum in Frankfurt unter dem etwas sperrigen Titel „Freiräume‘ – 110 Möglichkeiten der Welt zu begegnen“ Gemälde, Graphiken und Ölskizzen von 70 internationalen Künstlern aus der bedeutenden Privatsammlung von Klaus-Dieter Stephan. Die Freiräume des privaten Sammelns liegen im individuellen Zugriff und in der persönlichen Fragestellung an die Kunst, die neue Blicke in eine bekannte Zeit ermöglichen.

Camille Corot „Marino“, um 1826/27 Öl auf Leinwand; © Privatsammlung, Foto: Alexander Paul Englert

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Schiedam: Stadt der starken Frauen, der Mühlen und der Spirituosen

2025, August 26.

750 Jahre Schiedam in der niederländischen Provinz Süd-Holland

Von Paulina Heiligenthal

Sie flattern fröhlich an historischen Häusern und Schiffen, an den Mühlen, sogar an der Kirche. Erst recht am Rathaus: die Schiedam-750 Flaggen. Zur Feier ihrer 750- jährigen Geschichte, die Zukunft fest im Blick.

Eine der drei gußeisernen Zugbrücken von Schiedams „geschütztem Stadtgesicht“/“Beschermd stadsgezicht“, Foto: Paulina Heiligenthal

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Auch im Kleineren das ganz Große: Werner Tübke im Städel Museum

2025, Juli 18.

Eine einzigartige Schenkung ist zu bewundern: die Sammlung Eduard und Barbara Beaucamp

Von Uwe Kammann

Staatskunst, igitt. Das war, salopp formuliert und zugespitzt, lange Zeit eine gängige Reaktion der westlichen Kunstkritik, wenn es um Maler aus der DDR ging. Dazu kam noch die Vokabel Sozialistischer Realismus, und fertig war das Urteil. Natürlich, wer sich tiefgreifender mit der Kunst befasste, die hinter der Mauer entstand, der korrigierte das Verdikt sofort mit einer Vorsilbe, so dass es sich ganz anders las: Vor-Urteil. Einer, der mit dieser Korrektur unermüdlich beschäftigt war, blieb lange Zeit ein Einzelkämpfer: Eduard Beaucamp, der seit 1966 über viele, viele Jahre das Kunstressort der FAZ leitete.

Dr. Eduard Beaucamp, langjähriger Feuilletonchef der FAZ, Kunstsammler und Kenner der DDR-Kunst, Foto: Petra Kammann

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UNESCO-Weltkulturerbe: Die Megalithen von Carnac an der französischen Atlantikküste

2025, Juli 17.

Rätselhaft: Die Spur der Steine

Von Petra Kammann

Um die rund 6000 Jahre alte Megalithkultur in der Bretagne ranken sich Legenden. Ihre Zentren Locmariaquer, Carnac und Gavrinis stehen seit rund 200 Jahren im Mittelpunkt intensiver archäologischer Recherchen. Auch wenn es bis heute keine eindeutigen Ergebnisse darüber gibt, was diese Steinkulturen bedeuten, so boten sich die bretonischen Megalithen (griechisch: mega = groß, lithos = Stein) viele Jahre als Anwärter auf das Weltkulturerbe der UNESCO an. Nun endlich fiel die Wahl auf sie.

Steinalleen von Carnac: Hinkelsteine (Menhire), soweit das Auge reicht, Foto: Petra Kammann

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Le voyage à Nantes (VAN)- Ein Kurztripp in die kreative Loire-Metropole

2025, Juli 6.

„Ein merkwürdiger Sommer“ voller Kunst und Lebenskunst

Von Petra Kammann

Entlang der Ligne verte“, der „grünen Linie“, macht Nantes mit über 130 Kunstwerken auf die Geschichte, Architektur und Kunst der Stadt aufmerksam. In der Geburtsstadt von Jules Verne, die auch so manchen Surrealisten inspirierte, spielt man im öffentlichen Raum gerne und humorvoll mit Absurditäten. Daneben lässt man es sich wohlergehen. Legendär sind etwa die 167 „Tables de Nantes“, kleine Restaurants und Bar à vins, die auf lokale Produkte, Frische und Kreativität setzen. Selbst bei einer Stippvisite lohnt sich nicht nur längs des Weges ein Blick auf die zeitgenössischen Kunstwerke, sondern auch ein Halt in einem der kleinen und köstlichen Restos.

Installation auf der Place Royale in Nantes: Sind die Figuren auf dem Brunnen echt?, Foto: Petra Kammann

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Mediterrane Architektur und Natur nach römischer Art

2025, Juni 30.

Am Hochufer des Mains in Aschaffenburg

von Paulina Heiligenthal

„In das fröhliche Treiben, in blühende Fülle des Lebens
Griff erstarrend die Hand plötzlichen Todes hinein,
Das ein ganzes Geschlecht vertilget im Keime geworden,
Zeige im kleinen hiermit einstens der Menschheit Geschick.“
Erster Vers aus der „Pompeja. X. Elegie.“ Von Ludwig I, König II von Bayern (1786-1868)

Aschaffenburg am Main, die Gedanken schweifen in die Ferne, Foto: Paulina Heiligenthal

Kaum hat man die ersten Stufen unterhalb des Johannisburgschlosses betreten, öffnet sich eine herrliche Kulisse mit Blick über rotgefärbte Dächer auf pralles Ufergrün des Flusses Main, der sich sanft spiegelnd einen Weg durch die wellige Landschaft von Aschaffenburg bahnt. In malerischer Schönheit. In friedlicher Atmosphäre. Auch beschaulich.

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Eindrücke von der ARCHITEKTURBIENNALE VENEDIG 2025

2025, Juni 1.

Klimabezüge und Interessantes aus dem arabischen Raum

Von Corinne Elsesser

An der diesjährigen 19. Architekturbiennale in Venedig finden Beiträge aus dem arabischen Kulturkreis besondere Beachtung, bieten sie doch brauchbare Lösungen für aktuelle Themen wie Überhitzung, soziales Miteinander oder bezahlbares Wohnen. Federführend sind dabei, auch das ist bemerkenswert, vor allem junge Architektinnen.

Pavillon von Qatar in den Giardini, © Corinne Elsesser

Unabhängigkeit und Charme des vietnamesischen Volkes am Mekong-Delta

2025, Mai 29.

Vom Literaturtempel zum smaragdgrünen Wasser

Von Paulina Heiligenthal

Wie gemalt liegt er da, der sagenumwobene See Hoan Kiem. Eine Oase, eine Perle. Ja, eine Emotion. Die Seele der Stadt. Inmitten des Herzens von Vietnams Hauptstadt Hanoi, einer dynamischen Altstadt mit Flair.

Atemlose Stille im Paradies der Natur – das Wunder der Halong-Bucht, Foto: Paulina Heiligenthal

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Am Duftfluss in der alten Kaiserstadt von Hue  

2025, März 29.

Auf Kaisers Spuren in der reichen Kultur Mittelvietnams

Von Paulina Heiligenthal

„Ich mag lange Flüsse sehr. Am Parfümfluss rieche ich Liebe.“  Pham Duy (1921-2013)

Es ranken sich viele Legenden um den poetischen Namen des Flusses im Herzen Hues. Der Fluss inspiriert Dichter und Musiker wie den vietnamesischen Komponist und Sänger Pham Duy, das Thema lyrisch zu besingen. Jahrzehntelang war seine Musik im kommunistischen Norden verboten. Auch nach der Wiedervereinigung im Süden des Landes. Bis ins neue Jahrtausend hinein. Ein Mythos besagt: „Die Bewohner am Flussufer liebten diesen Fluss sehr. Eines Tages erhitzten sie das Wasser in hundert Arten von Blumen und gossen es in den Fluss, damit der Fluss für immer duftete…“       

Das Drachenboot führt zu den historischen Königsgräbern – auch zu traditionellen Öko-Dörfern am Parfümfluss, Foto: Paulina Heiligenthal                                                                                                                     Weiterlesen