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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Kunstorte

„Nature On Off“- Eine Ausstellung in der EULENGASSE in Zusammenarbeit mit dem Bureau d’Art et de Recherche Roubaix

2022, August 23.

Hybride Form, die lebend sich entwickelt…

Von Petra Kammann

Austausch nach der Pandemie tut not. Die Idee zu dem Kooperationsprojekt der Ausstellung „NATURE ON OFF“ des Künstlervereins EULENGASSE mit dem Bureau d’Art et de Recherche Roubaix (FR) sowie das Netzwerk der Künstler und Künstlerinnen waren entstanden durch die Begegnungen auf der digitalen Plattform der Independent Art Fair Athen sowie auf der Supermarket – Stockholm Independent Art Fair in Schweden. Künstlerische Arbeiten zwischen Science fiction, degenerierter Natur und organischer Archaik, verbunden mit einem Artist Talk in Frankfurt.

Gegensätzliche Dimensionen: Die skulpturale, anderthalbmeterhohe Arbeit des Künstlerduos Julie Villard und  Simon Brossard Megamix Delight II, 2019 aus Resin, Metall, bemaltem Polyurethane Plastik sowie die am unteren Rande versteckten Blumen von Régis Perray und Arbeit „After Frize, Be“von Guillaume Krick, Foto: Courtesy Guillaume Krick

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Die Kunstwelt zu Gast in Hessen: documenta fifteen öffnet

2022, Juni 17.

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„KUNST FÜR KEINEN. 1933–1945“ in der Schirn

2022, Mai 23.

UNGESEHENES

von Petra Kammann

Eine bemerkenswerte Ausstellung in der Schirn widmet sich einem wenig erforschten Thema anhand von vierzehn Biografien von Künstlerinnen und Künstlern in der Nazi-Zeit und deren künstlerischer Praxis. Sie bezeugt damit, dass nicht allein Apathie, Stillstand und Aussichtlosigkeit die künstlerische Arbeit in dieser Zeit bestimmten. Es gab durchaus unterschiedliche Strategien und Handlungsspielräume derer, die keine Nähe zum Regime suchten oder fanden. Manche von ihnen zogen sich auf das eigene Werk zurück, andere beschäftigten sich mit existenziellen Themen. Die Ausstellung ist nur noch wenige Tage in der Schirn zu sehen. Eine Gelegenheit, vorgefasste Urteile zu überprüfen und sich von der künstlerischen Qualität etlicher solcher Werke überzeugen zu lassen.

Blick in die Ausstellung; Foto: Petra Kammann

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Swan Lakes von Gauthier Dance oder was man aus „Schwanensee“ alles machen kann

2022, Mai 1.

Eric Gauthier, Leiter der gleichnamigen Tanzkompanie am Stuttgarter Theaterhaus, zeigt Schwanensee im Schauspiel Köln. Doch es ist nicht Tschaikowskis Ballett in der Version von Marius Petipa, die Sage von der in einen Schwan verzauberten Prinzessin Odette, wie sie die großen Ballettkompanien tanzen. Tanz. köln hatte ins Kölner Schauspielhaus eingeladen. Gauthier wiederum hatte vier Choreografen, Cayetano Soto, Marie Chouinard, Marco Goecke und Hofesh Shechter eingeladen, ihre Version des Ballettklassikers zu zeigen: Swan Lakes (im Plural). Ein Beitrag von Simone Hamm

Swan Lakes. Eine Produktion von Theaterhaus Stuttgart, Mit Uraufführungen von Marie Chouinard, Marco Goecke, Hofesh Shechter, Cayetano Soto, Künstlerischer Leiter: Eric Gauthier, Foto: Jeanette Bak

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Ai Weiwei: „1000 Jahre Freud und Leid“

2022, Februar 24.

Ergreifende Lebensgeschichte des Kunst-Stars und großen Provokateurs

Von Hans-Bernd Heier

Im April 2011 wird Ai Weiwei wegen Bedrohung der nationalen Sicherheit auf Beijings Flughafen verhaftet und 81 Tage ohne Rechtsbeistand verhört. Anschließend wird er für vier Jahre unter Hausarrest gestellt. Sein Vater Ai Qing, einer der berühmtesten chinesischen Dichter, hat ein ähnliches Schicksal und zermürbende Willkür des chinesischen Regimes erleben müssen. Er wurde zu einem tief gedemütigten Opfer der von Mao initiierten Kampagne gegen Rechtsabweichler und in Verbannung geschickt. Während Ai Weiweis unfreiwilliger Isolation kam ihm die Idee für dieses Buch, sein Lab und das und seines Vaters zu erzählen und die Erinnerungen für seinen Sohn Ai Lao, der gerade zwei Jahre geworden war, festzuhalten. In „1000 Jahre Freud und Leid – Erinnerungen“ schildert Ai Weiwei fesselnd und sachlich die berührende Familiengeschichte in dem autoritären China sowie seinen außerordentlichen künstlerischen Werdegang.

Ai Weiwei in Frankfurt 2019, Foto: Petra Kammann Weiterlesen

Alexander Kluge: Der „Teilchenbeschleuniger“ des Kulturuniversums wird 90

2022, Februar 12.

Ein einzigartiger Sinn-Arbeiter

Von Uwe Kammann

Ein Tausendsassa? Nein, völlig falsch. Ein Zehntausendsassa, wenn nicht noch mehr. Alexander Kluge ist ein Intellektueller mit einer unglaublichen Anzahl von Facetten, egal in welcher seiner vielen Rollen: zu denen die des Autors, Filmemachers, Fernsehproduzenten, Medienpolitikers und Universaltheoretikers gehören. Immer zusammengefasst unter einem Obertitel: dem des Erzählers. Mit Frankfurt war und ist dieser in München lebende Großmeister aller Sinn-Arbeit in vielem verbunden, man denke nur an den frühen Film „Die Patriotin“ (1979), der das Westend als Spekulationssopfer zeigt, oder seine große Poetik-Vorlesung (2012) an der Goethe-Universität. Und man muss unbedingt die grundkritische Frankfurter Schule nennen, ein A und O seiner Denkwelt. Jetzt, am 14. Februar, wird Alexander Kluge 90 Jahre alt. Und wirkt jung wie eh und je. Ein einmaliges Phänomen in der Kulturgeschichte der Bundesrepublik.

Alexander Kluge, Filmemacher, Fernsehproduzent, Schriftsteller, Drehbuchautor, Philosoph und Rechtsanwalt; Foto: Petra Kammann Weiterlesen

1000 Jahre Freud und Leid. Erinnerungen des chinesischen Künstlers Ai Weiwei

2021, November 26.

Ai Weiwei stellte seine Erinnerungen „1000 Jahre Freud und Leid“ (Penguin) im Gespräch mit Daniel Kehlmann am Berliner Ensemble vor. Darin erzählt er vor allem seine persönliche Geschichte. Weltweit ist das Buch in 14 Sprachen erschienen. Veit Schubert las Auschnitte daraus.

von Simone Hamm

„1000 Jahre Freud und Leid“  – dieser Titel ist eine Zeile aus einem Gedicht von Ai Qing, Ai Weiweis Vater. Seinem Vater, dem Lyriker Ai Qing und seinem Sohn Lao gibt widmet der Künstler viele Seiten.

Ai Weiwei 2019 in Frankfurt; Foto: Petra Kammann

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Kara Walker in der Kunsthalle Schirn: Kettengeschichte der Gewalt

2021, November 8.

Eindrucksvolle Ausstellung der US-Künstlerin – Eine vielfältige Arbeitssschau

Von Uwe Kammann

Zwei starke Frauen in der Schirn, wobei der Publikumszuspruch deutliche Präferenzen zeigt: eine dichte Traube von Bewunderern und Liebhabern bei Paula Modersohn-Becker; viel weniger, aber sehr genau schauende und musternde Besucher bei Kara Walker.

Blick in die Schirn-Ausstellung; Foto: Petra Kammann

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Kunst und ihre Kritik: eine geschlossene Positiv-Gesellschaft?

2021, Oktober 27.

Der Museums- und Kunst-Experte Uwe Rüth zu einer Kritik an der Kritik

Wie kritisch ist die Auseinandersetzung mit moderner Kunst? Steht sie – anders etwa als Literatur, Film, Theater – in einem Schonraum? Damit beschäftigt sich der Museumsexperte Uwe Rüth, der viele Jahre das Skulpturenmuseum in Marl geleitet hat. Ausgangspunkt sind aktuelle Vorgänge am Kunstmarkt. Und ein vehementes journalistisches Plädoyer in der Neuen Zürcher Zeitung, das auch für die Kunst das Recht auf Verriss fordert.

Ist das Kunst oder kann das weg? Szene im Museum für Moderne Kunst in Frankfurt; Foto: Uwe Kammann

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Alles! 100 Jahre Jawlensky in Wiesbaden

2021, September 21.

Narrative Jubiläumsschau mit origineller Hängung

Von Hans-Bernd Heier

Vor hundert Jahren traf Alexej von Jawlensky (1864—1941) spontan die Entscheidung, sich in Wiesbaden niederzulassen. In der Landeshauptstadt wohnte der herausragende Expressionist zwanzig Jahre und erlebte künstlerische wie auch menschliche Höhen und Tiefen. Was in den Jahren bis zu seinem Tod geschah, ist Thema der großen Jubiläumsausstellung „Alles! 100 Jahre Jawlensky in Wiesbaden“. In der Gesamtschau präsentiert das Landesmuseum erstmals den kompletten eigenen Sammlungsbestand.

Alexej von Jawlensky “Selbstbildnis“, Öl auf Karton, 1912; Museum Wiesbaden, Dauerleihgabe der Landeshauptstadt Wiesbaden; Foto: Bernd Fickert

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