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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Kultur Frankfurt

20 Jahre UNART: der Jugendwettbewerb für multimediale Performance

2026, April 30.

Spiel-Räume für Einfallsreichtum und Kreativität

Zur Förderung der Kreativität von Kindern und Jugendlichen hatte die Oddo BHF Stiftung 2007 den Wettbewerb „UNART – Jugendwettbewerb für multimediale Performances“  ins Leben gerufen. Bei dem zweijährig veranstalteten Projekt entwickeln Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren kurze Performances zu Themen ihrer Wahl und Lebenswelt, indem sie alle Sparten der darstellenden Künste miteinander kombinieren. Dabei arbeitet die Stiftung mit drei großen Theatern zusammen, die den Wettbewerb ausschreiben und auf die Bühne bringen: dem Schauspiel Frankfurt, dem Thalia Theater Hamburg und dem Staatsschauspiel Dresden. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums am 29. April 2026 hielt Prof. Dr. Verena Metze-Mangold im Bockenheimer Depot folgende Rede, die sich mit dem schillernden Begriff UNART auseinandersetzt.

v.l.n.r.: Moderatorin Joy Owie, Laudatorin Prof. Dr. Verena Metze-Mangold und Moderator Lenz Leuenroth, Foto: Petra Kammann

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„Frankfurt liest ein Buch“- „Herzlandschaft. Marie Luise Kaschnitz und Italien“

2026, April 25.

Wie klingt Marie-Luise Kaschnitz auf Italienisch? Und wie liest sie Rom?

Von Petra Kammann

Zu dem Thema gab es eine ungewöhnliche Veranstaltung in der Deutsch-Italienischen Vereinigung“ in der Arndtstraße, wenige Schritte entfernt vom langjährigen Wohnort Wiesenau 8 der in diesem Jahr wiedergelesenen Miniaturen „Gott und die Welt“ von Marie Luise Kaschnitz im Rahmen von Frankfurt liest ein Buch. Dr. Caroline Lüderssen, Vorsitzende der Deutsch-Italienischen Vereinigung, hatte vorausschauend die Autorin Julia Zieger eingeladen, die sich mit dem Rom- und Italienbild der Autorin, der Meisterin der „kleinen Form“, des Gedichts, des Essays, der Skizze, des Hörspiels, ausgiebig beschäftigt hat, dazu Giuliano Lozzi, den Übersetzer von „Engelsbrücke“ („Ponte Sant‘ Angelo“), der Passagen aus den 168 Miniaturen der deutschen Rom-Flaneurin Kaschnitz auf Italienisch vortrug und erläuterte. Eine andere Kaschnitz!

Begrüßung durch Dr. Caroline Lüderssen, Vorsitzende der Deutsch-Italienischen Vereinigung, v.l.: Autorin Juliane Ziegler, Moderatorin Anna Nuzzolo, Übersetzer Giuliano Lozzi, Foto: Petra Kammann

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„Hidden History“: Verborgene Geschichte(n) urbaner Subkultur im Frankfurter Kunstverein

2026, April 22.

Vom „schlechtesten Theater der Welt“ – Blick hinter die Kulissen der Stadt von 1950 bis heute

Von Petra Kammann

„Ist das Kunst oder kann das weg?“ Diese Frage beschäftigt uns seit der legendären „Fettecke“ von Joseph Beuys. Wem aber gehört der urbane öffentliche Raum? Und wie kann man ihn sich durch künstlerische Eingriffe aneignen? Das Postulat von Beuys lautete: „Jeder Mensch ist ein Künstler“.  Ist er das wirklich? Natürlich landen nicht alle Werke, die von Künstlern hergestellt werden, auch im Museum, und erst recht nicht im „White Cube“… Fragen, über die man ebenso tagelang diskutieren könnte wie über die vermüllte Stadt. In der derzeitigen Ausstellung aber wurden originell gestaltete Positionen gefunden. Heiner Blum, ehemaliger Professor an der HFG Offenbach, zudem Initiator des „Diamant / Museum für Urbane Kultur“, arbeitet seit Jahrzehnten an der Schnittstelle von Kunst, öffentlichem Raum und sozialen Prozessen. Er hat die vierwöchige Schau über die verborgene Geschichte der Stadt kuratorisch betreut. Entstanden ist daraus eine Kooperation mit Aktionen, Aktivierungen und Andockmöglichkeiten.

Die Ausstellungsidee entstand aus Gesprächen zwischen Kunstvereinsdirektorin Franziska Nori und Kurator Heiner Blum, Foto: Petra Kammann 

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Dringender Appell: Kulturcampus „realistisch“ verwirklichen

2026, April 20.

Bürgerinitiative verwirft derzeitige Planung – Testentwürfe vorgestellt  

Von Uwe Kammann

Zentrale Aspekte der derzeit von Stadt und Land vorangetriebenen Planung für einen Kulturcampus in Bockenheim werden von der Bürgerinitiative „Kulturcampus Bockenheim 2.0“ unter funktionalen und finanziellen Aspekten komplett verworfen. Jetzt hat diese Initiative einen „Testentwurf“ vorgestellt, der für den seit langem geplanten Neubau der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK) ein einheitliches Gebäude vorschlägt, wie es auch nach den ursprünglichen Intentionen am Platz des seit langem leerstehenden Juridicums auf dem früheren Gelände der Universität errichtet werden sollte.

Testentwurf der Initiative für den Grundriss der Hochschule; Haupteingang links zur Bockenheimer Landstraße

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„Armenian Soul“ mit dem hr-Sinfonieorchester und dem virtuosen Geiger Sergey Khachatryan unter der Leitung von Alain Altinoglu in der Alten Oper

2026, April 18.

Starke Musik mit komplexen Rhythmen, horrender Klangkraft und lyrisch-leisesten Tönen

Von Petra Kammann

Die Familie von Alain Altinoglu, dem 1975 in Paris geborenen Chefdirigenten des hr-Sinfonieorchesters, stammt aus dem vielgestaltigen Armenien, was ihn mit dem 10 Jahre jüngeren, in Frankfurt aufgewachsenen und aus Eriwan stammenden virtuosen Geiger Sergey Khachatryan verbindet, so dass aus dem Dialog der beiden der Programmakzent „Armenian Soul“ entstand. In der Alten Oper wurde Aram Khatchaturians Adagio aus „Spartacus und Phrygia“ und dessen Violinkonzert in d-Moll präsentiert. Nach der Pause folgte das 1913 in Paris uraufgeführte revolutionäre Ballett „Sacre du printemps“ von Igor Strawinky. Und zum Schluss noch ein kammermusikalisches Nach(t)konzert mit Alain Altinoglu als Solist am Klavier und  Sergey Khachatryan an der Geige. Das Duo spielte armenische Kompositionen von Komitas Vardapet und Aram Chatschaturjans Säbeltanz – aus dem Ballett „Gayaneh“. Ein atemberaubender Konzertabend.

hr-Sinfoniekonzert „Sacre du printemps“ am 16.04.2026 Foto: © hr/Sebastian Reimold 

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„Donnerstag der Großherzogin“ – Ausstellung von Helmut Werres im Kunstverein EULENGASSE

2026, April 17.

Die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Zeichnen

Rede der Kunstwissenschaftlerin Brigitta Amalia Gonser zur Vernissage 

Helmut Werres ist ein vielseitig aktiver und ausgezeichneter Künstler der Darmstädter Sezession und zugleich Mitglied des Kunstvereins EULENGASSE. Als solcher lädt er in die Galerie EULENGASSE ein zu musikalischen und literarischen Interferenzen in seinem künstlerischen Schaffen der letzten Jahre.

Feldzeichnung und Portrait der Großherzogin vom Helmit Werres

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„Turandot“ von Giacomo Puccini an der Oper Frankfurt

2026, April 16.

Studie eines Machtmissbrauchs

Von Margarete Berghoff  und Walter H. Krämer

Die Regisseurin Andrea Breth, bekannt für ihre tiefgründigen und tiefschürfenden Deutungen von Opern und Theaterstücken, entmystifiziert die unvollendete, märchenhafte Oper „Turandot“. Sie zeigt in Frankfurt eine sehr aktuelle Interpretation. Sie nimmt den Staat „Nordkorea“ als Vorbild für die Oper „Turandot“ und stellt damit einen eindeutigen aktuellen politischen Zeitbezug her, der auch auf andere totalitär geführte Staaten übertragbar ist. Nordkorea, ein Staatssystem der absoluten Macht, das Folter, Mord, Kriege zum Machterhalt und zur Machterweiterung einsetzt. Andrea Breth hat dabei die jüngere Schwester, Prinzessin Kim Jo Jong, des Diktators Kim Jong Un im Auge und sieht in ihr Parallelen zu der Figur der Turandot.

Elza van den Heever (Turandot; mit dem Rücken zum Betrachter) und Inho Jeong (Timur; rechts, mit verbundenen Augen) sowie Ensemble © Oper Frankfurt / Bernd Uhlig

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Das hr-Sinfonieorchester in der kommenden Konzertsaison 26/27

2026, April 15.

Deutsche Mythologie und französische Klangfantasien im Programm von Altinoglu

Eine Spielzeit voller Entdeckungen und Emotionen mit Gustav Mahler in monumentalen Klangdimensionen, mit berührenden Beethoven-Momenten zu dessen 200. Todestag 2027, mit opulenten französischen Farben wird das hr-Sinfonieorchester Frankfurt in der Konzertsaison 2026/27 unter Chefdirigent Alain Altinoglu sowie mit dem virtuosen „Artist in Residence“ Kirill Gerstein bieten. Außerdem ist es wieder im Wiener Musikverein zu Gast, in der Hamburger Elbphilharmonie, beim Musikfest Bremen und beim Festival International de Colmar. Ferner gibt es Gastspiele in Linz und Ludwigsburg und es wird wieder auf Asien-Tournee durch Korea und China unterwegs sein…

Alain Altinoglu, Chefdirigent des hr-Sinfonieorchesters, Foto: Petra Kammann

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30 Jahre Kooperation Yehudi Menuhin Live Music Now e.V. (LVMN) und Hochschule für Musik und Darstellende Künste

2026, April 14.

„Herz über Kopf“- Ein besonderes Jubiläumskonzert

„Musik heilt, Musik tröstet, Musik bringt Freude“ Yehudi Menuhin

Dem Violinisten, Bratschisten und Dirigenten Yehudi Menuhin, der sich jahrzehntelang persönlich für Völkerverständigung, Frieden und Menschenrechte einsetzte, lag immer auch die Förderung junger, talentierter Künstler am Herzen. Mit der Gründung der Organisation Live Music Now verband er diese beiden Anliegen, um damit junge Musikerinnen und Musiker zu fördern und ihnen die Gelegenheit zu geben, sich in der Kunst des Vortragens zu üben und den Kontakt zum Publikum zu finden. In der Mainmetropole wurde Yehudi Menuhin Live Music Now Frankfurt am Main e.V. 1996 gegründet. Das 30-jährige Jubiläum wird nun mit einem festlichen Konzert begangen, dessen Besetzung die gewachsene Partnerschaft eindrucksvoll widerspiegelt.

Hans Christian Aavik, ehemaliger Stipendiat von Live Music Now und heute Vertretungsprofessor für Violine an der HfMDK im Jubiläumskonzert, Foto: Susann Koomaegi

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Elisabeth-Norgall-Preis für Martina Böhmer

2026, April 7.

Die Traumaforscherin für ältere Frauen

In Erinnerung an die Clubgründerin des International Women’s Club  e.V. (IWC) wird alljährlich der Elisabeth-Norgall-Preis an eine Frau verliehen, die sich in besonderer Weise für die Belange und Probleme von Frauen einsetzt. In diesem Jahr wählte das Elisabeth-Norgall-Kommittee Martina Böhmer als Preisträgerin, weil sie sich für  traumatisierte Frauen im Alter engagiert. Sie möchte die Lebensbedingungen und das Wohlbefinden älterer Frauen verbessern, indem sie  ihnen eine spezialisierte Traumaberatung anbietet und sie in aktuellen Situationen von Gewalt und/oder Retraumatisierung unterstützt. Bei der Preisverleihung in der Villa Bonn hielt IWC-Vize-Präsidentin Charlotte Weitbrecht die Laudatio.

Die diesjährige Preisträgerin Martina Böhmer, Foto: IWC

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