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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Design

Die 75. Frankfurter Buchmesse 2023 mit dem Ehrengastland „Slowenien“ ist eröffnet. Tag 1

2023, Oktober 18.

Gestern Abend wurde die 75. Frankfurter Buchmesse 2023, die vom 18. bis 22. Oktober stattfindet, feierlich mit Nataša Pirc Musar, der Präsidentin der Republik Slowenien, und Claudia Roth, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie geladenen Gästen im Kongresszentrum eröffnet. Da Slowenien in diesem Jahr Ehrengast der Messe ist, hielten die Ehrengastreden die slowenischen AutorInnen Miljana Cunta und Slavoj Žižek. Der Gastlandauftritt Sloweniens steht unter dem Motto „Waben der Worte“.

Die 75 Stühle, die für 75 Jahre Frankfurter Buchmesse und deren Geschichte(n) stehen, sind auf die Agora ins Messegelände gewandert, Foto: Petra Kammann

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Das Museum Ludwig in Köln zeigt Fotografien der großen Walde Huth

2023, Oktober 11.

Die Rüschen von Dior, die buntbestrumpften Beine auf dem Teppich, der Vorhang im Wind

von Simone Hamm

In diesem Jahr wäre Walde Huth 100 Jahre alt geworden. Anlässlich ihres Geburtstages widmet das Museum Ludwig in Köln ihr eine Ausstellung „Walde Huth: Material und Mode“Berühmt geworden ist Walde Huth mit Modefotografien. In den fünfziger Jahren sind die französischen Modeschöpfer wieder zurück. Die Pariser Starmannequins tragen Tüll und Seide, Pailletten aus Muscheln und Nussschalen bei Jacques Fath oder Schleifen und Rüschen bei Christian Dior.

Lucky in einem Kleid von Dior, Paris, 1955, Gelatinesilberpapier 35,2 x 21,9 cm, Museum Ludwig © Heringson Collectibles, Wuppertal Reproduktion: Rheinisches Bildarchiv Köln 

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20 Jahre EULENGASSE: „It’s about community…“

2023, Oktober 5.

Vernetzung der „freien Szene“ in verschiedene(n) Räume(n)

Von Petra Kammann

Zweifellos ist es die umfassendste Ausstellung, die der Kunstverein EULENGASSE im Laufe der vergangenen 20 Jahre auf die Beine gestellt hat, und die zwei Wochen lang, vom 2. bis zum 15. Oktober, mit den Arbeiten seiner Künstler*innen im Tor Art Space auf der Hanauer Landstraße 161-171 stattfindet, als Gast wohlgemerkt. Da sind nicht nur derzeitige Mitglieder vertreten, sondern auch Künstler*innen, die bereits in den vergangenen 20 Jahren einmal mit der EULENGASSE in Berührung gekommen sind. Sie alle wurden aufgefordert, sich mit Werken zwischen 2003 und 2023 zu beteiligen. Dabei reichen die künstlerischen Techniken und Ansätze von Malerei, Zeichnung und Fotografie über Installation, Objekte und Performance bis hin zu partizipativen Kunstprojekten. Und typisch für den Kunstverein der „freien Szene“: Bunt und vielfältig ist die Schau. Daher nur ein paar Beispiele…

Zum „Abheben“ ist schon der erste Eindruck beim Betreten der Ausstellungshalle, Foto: Petra Kammann

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Architektur, Kunst, Wein, Natur und Genuss: Das Château La Coste

2023, Juni 13.

Organisch gewachsen: Kunst-Genuss inmitten der Weinberge

Von Petra Kammann

Im Château La Coste im Aixer Umland treffen Kunst, Design, Architektur und beste Weine aufeinander. Da überrascht der halbkreisförmige, 2008 von Jean Nouvel erbaute, silbrig schimmernde Weinkeller aus Aluminium durch seine futuristisch anmutende Form, da schuf auch der weltbekannte japanische Architekt Tadao Ando eine supermoderne Galerie, die wie ein ZEN-Tempel auf einem Weiher ruht, während der italienische Architekt Renzo Piano in die ansteigenden Weinberge dort einen lichtdurchfluteten „Pavillon“ für Wechselausstellungen hineinbaute. Das Château La Coste beherbergt außerdem einen eindrucksvollen Skulpturenpark, in dem mehr als 40 renommierte Künstler aus der ganzen Welt ihre Ideen parallel zur Natur realisierten. In gut zwei Stunden lang kann man sich diesen Parcours erwandern und dabei in verschiedenen Lokalitäten die Weine aus biodynamischem Anbau verkosten.

Eingangsbereich zum Besucherzentrum von Château La Coste, Foto: Petra Kammann

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Marseille 2023 – 10 Jahre nach der Auszeichnung als Kulturhauptstadt

2023, Juni 3.

Marseille – ein Palimpsest der Extra-Klasse

Von Petra Kammann

Zehn Jahre sind es nun her, dass Marseille 2013 als europäische Kulturhauptstadt gefeiert wurde. Das Kulturhauptstadtjahr hat der alten Hafenstadt einen gewaltigen Innovationsschub verpasst. So konnte das kühne, von Rudy Riciotti erbaute Museum MuCEM (Musée des Civilisations d’Europénnes et de la Méditerranée) inzwischen schon mehr als 10 Millionen Besucher empfangen. Ein Besuch dort ist für Architekturafficionados ebenso ein Muss wie ein Besuch der berühmten, vor etwas mehr als 70 Jahren entstandenen utopischen Cité Radieuse des Architekten Le Corbusier. Einen kleinen Abstecher wert ist auch das nahegelegene frisch restaurierte MAC (Musée d’art contemporain), das Marseille Museum für zeitgenössische Kunst von 1994. Und ein Knaller am „Vieux Port“ bleibt der überraschende so offene wie publikumswirksame Pavillon „Ombrière“ des britischen Architekten Norman Forster, der uns einen ganz neuen Imaginationsspiegel vorhält.

Gang durch das 2013 entstandene MUCEM von Architekt Rudy Ricciotti, Foto: Petra Kammann

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„And this is us. Junge Kunst aus Frankfurt“ im Frankfurter Kunstverein

2023, April 29.

Textile Bilder, Skulpturen und Imaginationsräume

Ein Beispiel von Petra Kammann

Überzeugende Arbeiten von 11 jungen aufstrebenden Künstlern und Künstlerinnen, die an der Hochschule für Bildende Künste – Städelschule in Frankfurt und an der Hochschule für Gestaltung Offenbach studieren oder ihre Ausbildung dort gerade absolviert haben, sind derzeit im Frankfurter Kunstverein zu entdecken: Arbeiten von Benedikt Ackermann, Offert Albers, Rashiyah Elanga, Anita Esfandiari, Pia Ferm, Lisa-Sophie Gehrmann, Jenny Sofie Kasper, Ramon Keimig, Meret Kern, Nassim L‘Ghoul und Sonja Rychkova. Mit ihren eigens für den Frankfurter Kunstverein produzierten Werken zeichnen sie ein vielfältiges Bild der Fragen junger Menschen, die auf der Suche sind nach ihrer vielschichtigen Identität, an unserer Gesellschaft und nach unserer Zukunft und ihren Räumen. Dabei sprengen sie die Grenzen der traditionellen künstlerischen Genres.

Pia Ferm Capriccio (study), 2023, Handgetufteter Wandteppich. Woll-, Leinen- und Polyestergarn, Polyestergewebe, Textilkleber 225 x 420 cm, Foto: Wolfgang Günzel, Courtesy die Künstlerin

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Susanne Homann – eine Fotografin um 1900

2023, April 21.

Eine kleine Ausstellung historischer Fotografien im Sprudelhof von Bad Nauheim

Von Hanne Kremin

Wenn man etwa seit 1905 nicht mehr in Bad-Nauheim war, so findet man alles vollständig verändert. Vom Bahnhof kommend, sieht man jetzt zwischen zwei Torgebäuden…..hinunter in das Badegebiet, wo inmitten eines von Wandelhallen umschlossenen Hofs die berühmten warmen Sprudel schäumend hervorspringen, während dahinter der alte Park mit seinen ehrwürdigen Baumriesen, überragt vom Johannisberg, das Bild abschließt.“Mit dieser Schilderung führt Susanne Homann in ihren Bildband „Bad-Nauheim“ ein, und  sein Erscheinungsjahr kann mit ´nach 1911` datiert werden – also vor mehr als 100 Jahren. Zu dieser Zeit war die Badeanlage im Jugendstil fertiggestellt, und die Fotografin zeigt sie ab dem 28. April  in ihrer architektonischen Vollkommenheit.

Blick in den Sprudelhof , um 1911, Foto: Susanne Homann

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Verlängerung der Ausstellung „Hans Leistikow (1892-1962) – Zurück in die Moderne“

2023, Januar 14.

Vergessen und Verkannt? Zu Unrecht.

Von Petra Kammann

Gemeinsam mit dem einstigen Frankfurter Oberbürgermeister Ludwig Landmann gab der Grafiker Hans Leistikow den neuen Formen des Bauens, Wohnens, Miteinanderlebens in den 20er Jahren Frankfurt Gesicht und Gestalt. Unter Stadtbaurat Ernst May erarbeitete er als Stadtgrafiker das moderne, das „Neue Frankfurt“ und relaunchte den Adler im Stil der Neuen Sachlichkeit als Stadtwappen. Aus dieser Zeit ist er den meisten im Bewusstsein. Nicht aber, dass er auch Künstler, Bühnenbilder, Autor und vor allem Gestalter von Kirchenfenstern war wie von denen des kriegszerstörten Frankfurter Kaiserdoms. Ebensowenig, dass Leistikow den zerstörten Innenraum der Westend-Synagoge neu gestaltet hat. Eine umfassende Schau im Dommuseum macht das Leben und Werk dieses multitalentierten Künstlers anschaulich. Sie wird nun um zwei Wochen bis zum 29. Januar verlängert.

Hans Leistikow um 1950,  fotografiert von Paul Rötger, Institut für Stadtgeschichte /Dommuseum

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Ein Gespräch mit dem Frankfurter Illustrator Philipp Waechter

2023, Januar 10.

Freiheit oder wie die Welt sein könnte

Stephanie von Selchow sprach mit Philipp Waechter

Der Zeichner und Autor Philip Waechter, 1968 in Frankfurt am Main als Sohn des Karikaturisten F. K. Waechter geboren, studierte Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Mainz mit dem Schwerpunkt Illustration. Er illustrierte viele Kinderbücher, darunter auch die von Barbara Gelberg herausgegebene Anthologie »Starke Freunde« und, gemeinsam mit Anke Kuhl, »Einmal, als der Bär ans Meer kam«. Außerdem erschienen von ihm so schöne Bilderbücher wie »ich«, »Rosi in der Geisterbahn«, »Sehr berühmt«, »Sohntage«, »Der Krakeeler« (mit Moni Port), »Der fliegende Jakob«, »So ein Tag. Familienskizzen«, »Philip Waechters unglaubliche Kinderzimmerplakate«, »Kuchen bei mir«, »Endlich wieder zelten!« und »Toni – Und alles nur wegen Renato Flash«. In der Frankfurter Ateliergemeinschaft LABOR veröffentlicht er so berühmte KINDER KÜNSTLERBÜCHER wie »Ich so du so«.

Der Illustrator und Autor Philipp Waechter, Foto: CARLSEN Verlag

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Nur noch kurz: „E. R. Nele. Zeitzeugenschaft“ im Museum Angewandte Kunst

2022, Dezember 21.

Letzte öffentliche Führung zur Ausstellung: Heute, 21. Dezember 2022 um 15 Uhr:

Kleine fotografische Einblicke von Petra Kammann

Nur noch bis zum 1. Januar 2023 können Besucher:innen in der Studioausstellung E. R. Nele. Zeitzeugenschaft einen Einblick in das vielfältige Schaffen der Künstlerin und Designerin gewinnen, die das Museum Angewandte Kunst E. R. Nele anlässlich ihres 90. Geburtstages ausrichtet. E. R. Nele, so scheint es, wenn man mit ihr spricht, sie erlebt, war und ist immer in Bewegung, hellwach.

Unverkennbar die vielseitige Künstlerin E. R. Nele: so lebendig, wie vielseitig. Hier im Frankfurter Museum Angewandte Kunst, Foto: Petra Kammann

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