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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Buchmessen

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2025 geht an Karl Schlögel

2025, Juli 30.

Ein ausgewiesener Kenner Osteuropas

Der Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels hat den 1948 in Hawangen im Allgäu geborenen Historiker und Essayisten Karl Schlögel zum diesjährigen Träger des Friedenspreises gewählt. Schlögel reiste 1966 erstmals in die Sowjetunion reiste, erlebte 1968 den Prager Frühling persönlich und promovierte nach einem Studium der osteuropäischen Geschichte, Philosophie, Soziologie und Slawistik 1981 an der FU Berlin mit einer Dissertation über Arbeiterkonflikte in der Sowjetunion. Er wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Gerda-Henkel-Preis 2024.

Der diesjährige Friedenspreisträger Karl Schlögel, Foto: Peter Andreas Hassiepen

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Lojze Wiesers persönliche Würdigung des Übersetzers und Herausgebers Gero Fischer

2025, Juli 10.

Europa übersetzen – Die lange Reise zur Übersetzung eines Jahrhundertromans

Von Lojze Wieser

Etliche kennen Lojze Wieser von der Frankfurter Buchmesse. Bis heute ist es das Ziel dieses legendären Gründers des Klagenfurter Wieser/Drava Verlags unbekannte Literatur aus Slowenien und anderen Ländern Ost- und Mitteleuropas in deutscher Übersetzung herauszugeben, besonders in der Reihe „Europa erlesen“. Anlässlich des Todes von Gero Fischer (1939 – 2025) erinnert Wieser sich persönlich an dessen Übersetzung von „Die Fahnen“. Dieses sprachgewaltigen Kaleidoskop der europäischen Geistes-und Kulturgeschichte des kroatischen Dichters Miroslav Krleża, hat Fischer mit seiner Übersetzung auch den deutschen Lesern zugängig gemacht.

Der Verleger Lojze Wieser, der auch den kulinarischen Spezialitäten Südosteuropas zugetan ist, Foto: Robert Lachowitz/Archiv Wieser 2021

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Daniel Kehlmann und Markus Gabriel diskutieren zum Auftakt der phil.COLOGNE über KI

2025, Juni 27.

Göttliche Ideen, Intelligenz und Macht

Von Simone Hamm

Wenn er nachts wach liege und nicht schlafen könne, weil er über die künstliche Intelligenz und die Folgen für die Menschen grübele, dann denke er an Markus Gabriel und dessen unbeirrbaren Optimismus, so Daniel Kehlmann. In Köln, zum Auftakt der Phil.Cologne saßen sie, gemeinsam mit der Moderatorin Simone Rosa Miller, auf der Bühne. Sie ließ sich weder durch freundliche Sätze Kehlmanns noch lange Abhandlungen des Philosophen Markus Gabriel beirren und stellte klug die wichtigen Fragen.

Schriftsteller Daniel Kehlmann und Philosoph Markus Gabriel im Gespräch, Foto:©Katja Tauber / phil.COLOGNE

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„Lass‘ Hände sprechen“ – Fotografien von Barbara Walzer im Frankfurter Presseclub

2025, April 23.

Persönlichkeiten auf der Frankfurter Bühne: Wort- und Bildmächtige ringen um Worte

Von Petra Kammann

Mit ihren Fotografien erzählt Barbara Walzer Geschichten von Menschen in Frankfurt, der Stadt, in der die Polin seit 1991 sehr gerne lebt und arbeitet. Schon vor zehn Jahren waren im Frankfurter Presseclub in einer Ausstellung unter dem Titel „Gesichter Frankfurts“ Bilder von ihr zu sehen: Damals ging es um vielfältige Porträts von Menschen auf ihren verschiedensten Lebensbühnen, auf Straßen, Platzen, am Mainufer. 10 Jahre später ist der Rahmen ein anderer: „Lass‘ Hände sprechen“. Da geht es um die Hand, die in vielen alltäglichen Redewendungen im Spiel ist. Auch in Begriffen. Denken wir nur an das Handy, das viele kaum mehr aus der Hand legen. Wenn tatkräftige Menschen die Dinge konsequent in die Hand nehmen, klingt das ganz fundamental. In der Bilderschau wird das Thema greifbar.

Die Foto-Künstlerin Barbara Walzer 2021 vor ihren Schwarzweißfotos bei einer Ausstellung im BBK, Foto: Petra Kammann

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Preis der Leipziger Buchmesse 2025. Kristine Bilkaus kurzer Roman „Halbinsel“

2025, April 11.

Voll im Trend und alternativlos?

Von Simone Hamm

Völlig überraschend hat Kristine Bilkau für ihren kurzen Roman „Halbinsel“ den Preis der Leipziger Buchesse (Belletristik) bekommen. Die Konkurrenz war groß. Wolf Haas und Christian Kracht galten als Favoriten.

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Die Kyjiwer „Tage der Essayistik“ und der Jurij-Schevelov-Preis für den besten ukrainischen Essayband 2024

2024, Dezember 21.

Von der Lwiwer Bohème der 70er Jahre ins ostukrainische Bachmut 2023

Von Christian Weise

„Der Osten der Ukraine war schon immer anders als der westliche Teil, der wesentlich österreichisch-ungarisch und davor polnisch-litauisch geprägt war, russisch orientiert“, so ungefähr lautete die kurze Einschätzung einer älteren Dame letzte Woche von der Rückbank, mit der zusammen ich im PKW saß. Juri Shevelov, in Charkiw geboren, aus einer deutschen Familie stammend (ursprünglicher Nachname: Schneider), die in Moskau diente, ist derjenige ukrainische Essayist, zu dessen Andenken 2013 gestiftete Preis für ukrainische Essayistik gewidmet ist.

Yuri Shevelov, Foto: Internet Encyclopedia of Ukraine

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Roberto Saviano auf der Frankfurter Buchmesse

2024, Oktober 29.

„Ich bin ein Weltmeister darin, verklagt zu werden.“

von Renate Feyerbacher

Dicht gedrängt steht das Publikum, als der italienische Autor und Journalist Roberto Saviano im Forum der Frankfurter Buchmesse mit Literaturkenner Denis Scheck über sein neues Buch „Falcone“ (Hanser Verlag München 2024) spricht. (Auftritt bei ARD, ZDF und 3sat). Saviano, der seit Jahren unter Polizeischutz lebt, zeigt darin anhand von Falcones Geschichte, wie demokratische Strukturen ausgehöhlt werden…

Roberto Saviano, ein Publikumsmagnet, Foto: Renate Feyerbacher

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Nachgeklappert: Subjektive Szenen einer Buchmesse

2024, Oktober 22.

Splitter zwischen Buchpreis, Filmpreis und Friedenspreis

Petra Kammanns persönliche Foto-Impressionen

Honoré de Balzacs Hinweis auf die unbekannten Freunde, die wir beim Lesen entdecken, sollten wir auf der Buchmesse nicht vergessen, Alle Fotos: Petra Kammann

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Ehrengastland Italien 2024 „Verwurzelt in der Zukunft“ – Der Ehrengastpavillon von Stefano Boeri

2024, Oktober 21.

Treffen mit dem Mailänder Architekten auf der Piazza

Petra Kammann sprach mit Stefano Boeri

Nach 36 Jahren kehrte Italien als Ehrengast zur Frankfurter Buchmesse zurück. Unter dem Motto „Verwurzelt in der Zukunft“ präsentierte das Land ein vielfältiges Programm, das Tradition und Moderne verbinden sollte. Nicht alles gelang, wohl aber der vom italienischen Architekten und Stadtplaner Stefano Boeri entworfene ca. 2.300 Quadratmeter große Ehrengastpavillon, der den symbolträchtigen Ort der Piazza gestaltet hatte, an dem sich Vergangenheit und Zukunft im Namen einer verbindenden Kultur begegnen sollten. Inspiriert war er von den klassischen Merkmalen einer historischen italienischen Piazza, die Öffnungen auf die Geschichte wie auf die Zukunft ermöglicht. Mit ihren Bogengängen und Säulen, der Arena und dem Caffè Letterario wurde die Piazza außerdem zu einem pulsierenden Ort, an dem mehr als 80 Veranstaltungen und Autorenlesungen stattfanden.

Der italienische Architekt und Stadtplaner Stefano Boeri (Boeri Architetti) im Ehrengastpavillon, Foto: Petra Kammann

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Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2024 für Anne Applebaum

2024, Oktober 20.

Friedenspreisträgerin Anne Applebaum plädiert gegen einen Pazifismus als Wunschdenken

Von Uwe Kammann

Eindringliche Mahnungen in der Paulskirche – Die Historikerin und Publizistin ruft zum Kampf gegen Autokratien auf.

Friedenspreisträgerin Anne Applebaum erhielt die Urkunde von Börsenvereinsvorsteherin Karin Schmidt-Friderichs, Foto: Tobias Bohm

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