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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Bildung · Pisa von innen

Zum 9. November – Licht und Schatten. Jubel und Abgrund

2025, November 9.

Der 9. November – 1918, 1938, 1989

Licht und Schatten. Jubel und Abgrund: Der 9. November ist der Schicksalstag der Deutschen. Bundespräsident Steinmeier hat anlässlich des 9. Novembers zu einer Matinee ins Schloss Bellevue eingeladen, um an die Ausrufung der Republik 1918, die Novemberpogrome 1938 und den Mauerfall 1989 zu erinnern.

Matinée im Schloss Bellevue mit Marina Galic, Jens Harzer und der Cellistin  Nora Krahl, Foto: Bundespräsidialamt

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„Unter Dichtern“ mit Michael Krüger – Eine literarische Tour d’horizon durch ein halbes Jahrhundert

2025, November 8.

Den Echoraum der Dichter ausloten

Von Petra Kammann

„Michel“ Krüger, wie der frühere Hanser Verleger (1986 bis 2013) von Insidern genannt wird, hat nahezu sein ganzes Leben mit Dichtern verbracht, sie gelesen, kritisiert, verlegt, ist mit ihnen gereist. Beim Petrarca-Preis, den er mit Hubert Burda und Peter Handke, mit Nicolas Born und Bazon Brock gründete, konnte er ihnen sehr unmittelbar begegnen. Einige hat er zum Nobelpreis nach Stockholm begleitet. In seinem Erinnerungsband „Unter Dichtern“ legt er uns aber auch Autoren und Bücher zur Lektüre ans Herz, von denen einige im schnelllebigen Büchermakt kaum mehr präsent sind. Im Gespräch mit dem Journalisten Paul Ingendaay schöpfte er während einer Open Books-Veranstaltung im Foyer des Frankfurter Kunstvereins aus dem Vollen seines Anekdotenschatzes. Dabei ist Michael Krüger übrigens nicht nur Verleger, sondern in erster Linie selbst Dichter…

Der Verleger, Lektor, Übersetzer und Autor Michael Krüger, Foto: Petra Kammann

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 „Aufbruch in die Freiheit“: Filmveranstaltung im DFF mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema § 218 StGB

2025, November 5.

Wo und ab wann beginnt die Würde des Menschen?

Es war die dritte Folge eines dreiteiligen Veranstaltungmarathons zum 30-jährigen Jubiläums des Zontaclubs Frankfurt II Rhein Main mit Spendenaufruf für das Mädchenbüro Milena. Nach dem im DFF gezeigten berührenden Film „Aufbruch in die Freiheit“(2018) schloss sich eine Diskussion mit einem fachlich hochrangig besetzten Podium an: mit der Drehbuchautorin des Films Dr. Andrea Stoll, der Leiterin der ZDF-Redaktion Fernsehspiel I, Caroline von Senden, der Direktorin der Mainzer Klinik für Geburtshilfe und Frauengesundheit Prof. Dr. Anette von Hasenburg sowie dem Strafrechtler der Goethe-Universität und Richter am OLG  Prof. Dr. Matthias Jahn, moderiert von der früheren hr2-Radiofrau Rosemarie Tuchelt.

Zu Gast im Filmmuseum: Präsidentin des Zontaclubs Frankfurt II – Rhein-Main Uta Friedlein und die künstlerische DFF-Direktorin Christine Kopf, Foto: Petra Kammann

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Georg-Büchner-Preis 2025 für Ursula Krechel

2025, November 3.

Eine wortgewaltige Veranstaltung über Ohnmacht und Selbstbehauptung

von Petra Kammann

Die Schriftstellerin Ursula Krechel wurde in diesem Jahr mit dem Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung im Staatstheater Darmstadt geehrt, was man in ihrem Fall als Auszeichnung für ein sprachlich ausgezeichnetes Lebenswerk begreifen kann. Das umfangreiche Schreiben der 77-jährigen Autorin umfasst Lyrik, Theaterstücke, Hörspiele, Romane und Essays und zu den wiederkehrenden Themen in Krechels Werk zählen Flucht und Exil, Gewalt und Verdrängung, weibliche Autorschaft und literarische Selbstbehauptung. Es gehört zur Tradition, dass neben dem Büchner-Preis in Darmstadt noch zwei weitere Preise verliehen werden: der Merck-Preis für literarische Kritik und Essay, diesmal an die Essayistin und Rezensentin, Übersetzerin und Herausgeberin Ilma Rakusa, und der Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa an den deutsch-israelischen Historiker Dan Diner.

Die Büchner-Preisträgerin im Interview, Foto: Petra Kammann

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Aufbruch zur modernen Stadt von 1925–1933. Drei Schauplätze im Vergleich: Frankfurt, Wien und Hamburg

2025, Oktober 31.

Vorstellungen vom richtigen und guten Leben in der Stadt – Visionäre Reformen

Von Petra Kammann

Nach „Was war das Neue Frankfurt?“ und neben „Yes, we care“ und der damit verbundenen Frage nach dem Gemeinwohl wurde im Museum Angewandte Kunst nun die letzte Ausstellung im Jubiläumsjahr „100 Jahre Neues Frankfurt“ eröffnet, diesmal unter dem Motto: „Aufbruch zur modernen Stadt von 1925–1933“. Da stehen gleich drei unterschiedliche Schauplätze im Visier: Das Rote Wien, das Neue Frankfurt und die Wohnstadt Hamburg. Eine Herausforderung vereint jedoch alle drei, in ihrer Grundstruktur so unterschiedlichen Städte: die Bekämpfung der Wohnungsnot mit schnellen Reformen. Der Kurator, Architekturkenner und -historiker Wolfgang Voigt, früher auch am DAM, hat in der Ausstellung die Unterschiede herausgearbeitet.

Kurator Wolfgang Voigt führt durch die Ausstellung. Hier mit Blick auf „Zickzackhausen“, Foto: Petra Kammann

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Suhrkamp-Kultur: ein Fall für die Frankfurter Bürgerstiftung

2025, Oktober 30.

Ein aufschlussreiches Podium im Holzhausenschlösschen geht auf Spurensuche

Von Uwe Kammann

„Der Mensch lebt durch den Kopf“: In dicken Ausrufezeichen stand diese Brecht-Zeile über 25 gleich großen Porträts von Heroen des Suhrkamp-Verlags, von Max Frisch über Jürgen Habermas, Adorno, James Joyce, Uwe Johnson, Ernst Bloch, Peter Weiss und Walter Benjamin bis hin zu Paul Celan. In wie vielen Studentenzimmern mag dieses Kopf-Poster in den 70er Jahren ganz programmatisch die Wand bestimmt haben? Es war sichtbarster Ausdruck dessen, was damals als „Suhrkamp-Kultur“ firmierte, ein Begriff, den der amerikanische Kulturkritiker George Steiner 1973 geprägt hatte, gemünzt auf das, was unter dem Verlagsnamen vor allem an geisteswissenschaftlicher Theorie versammelt war. Suhrkamp, das war eine Welt für sich, ein eigener Kosmos, deckungsgleich mit dem intellektuellen Universum der Bundesrepublik.

Das private Archiv und die Bibliothek von Suhrkamp-Verleger Siegfried Unseld aus der Klettenbergstraße befindet sich jetzt im Holzhausenschlösschen, Foto: Petra Kammann

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Jorinde Voigt: „Die gefaltete Zeit“ im neuen Hochhaustum FOUR

2025, Oktober 25.

Schwingungen und schwebende Elemente im Raum

Von Petra Kammann

Frankfurt leuchtet. In der 29. Etage des neues Towers FOUR 1, im Entrée der großen Anwaltskanzlei Freshfields, wird man in luftigen Höhen mit Blick auf die Stadt von einem Kunstraum empfangen. Dieser ungewöhnliche Raum wurde gestaltet von der international angesehenen und multidisziplinär arbeitenden Konzeptkünstlerin Jorinde Voigt, deren Arbeiten in zahlreichen renommierten Sammlungen zu sehen sind wie etwa im New Yorker MoMA, im Centre Pompidou Paris, im Art Institute of Chicago, in der Pinakothek der Moderne in München, im Kunsthaus Zürich, im Istanbul Modern, im Kupferstichkabinett Berlin oder der Kunsthalle Praha. Die „Gefaltete Zeit“ nennt sie das in Frankfurt entstandene Ensemble.

Der organisch geschwungene Empfangsdesk der Anwaltskanzlei Freshfields im neuen Four, Foto: Petra Kammann

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„NACHRICHTEN – NEWS“ – große Sonderausstellung im Kommunikationsmuseum

2025, Oktober 22.

Wie informieren Sie sich? Sind Sie News-Junkie oder Nachrichten-Vermeider?

Von Hans-Bernd Heier

Die erste umfassende Ausstellung über Nachrichten in Deutschland beleuchtet unser Verhältnis zum Nachrichtenwesen und zeichnet die historische Entwicklung von Nachrichten nach. Die Präsentation „NACHRICHTEN – NEWS“ im Kommunikationsmuseum Frankfurt bietet einen multiperspektivischen Blick auf Nachrichten und stellt zentrale Fragen unserer Zeit: Was ist wichtig? Was ist wahr? Wie wirken Nachrichten auf uns? Dabei steht eine zentrale Akteurin im Fokus, über die die meisten wenig wissen: die Nachrichtenagentur. Nach der Erstpräsentation in Nürnberg ist Frankfurt die zweite Station, bei der die Schau um die Themenbereiche „Lokaljournalismus“ und „Künstliche Intelligenz“ erheblich erweitert wurde.

Collage von dpa-Pressefotos aus 75 Jahren, aktuellen Schlagzeilen und Nachrichten-Jingles; © Museum für Kommunikation Frankfurt, Foto: Michael Zimmermann

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75 Jahre Friedenspreis: Persönliche Erinnerungssplitter  

2025, Oktober 21.

Immer wieder neue Anstöße: Was bedeutet Frieden?

Von Petra Kammann

Bescheiden hat 1950 alles angefangen mit der Verleihung des Preises an den Schriftsteller, Lektor und im norwegischen Exil lebenden jüdischen Verleger Max Tau. Und doch hat der Auftakt anspruchsvolle Maßstäbe gesetzt. Die Verleihung des Friedenspreises schon im Jahr danach in der damals nur notdürftig wieder aufgebauten Frankfurter Paulskirche bildet seither traditionell den Höhepunkt und Abschluss der Frankfurter Buchmesse. Inzwischen wird der renommierte Friedenspreis des Deutschen Buchhandels mit 25.000 Euro dotiert und erfährt viel mediale Aufmerksamkeit. Worum geht es inzwischen? Um Frieden oder Krieg? Stehen wir an einem Wendepunkt der Geschichte?

Die Anfänge des Friedenspreises in einer Ausstellung auf der Buchmesse 2009, Foto: Petra Kammann

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Karl Schlögel: Friedenspreisträger als Warner, Mahner – und Ermutiger

2025, Oktober 20.

Engagierte und bewegende Rede in der Paulskirche – Osteuropa „lesen“ und leben

Von Uwe Kammann

Dem Historiker, Autor und Publizisten Karl Schlögel wurde am 19. Oktober in der Frankfurter Paulskirche der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen. Die Laudatio hielt die in Berlin lebende, aus der Ukraine stammende Literaturwissenschaftlerin und Publizistin Katja Petrowskaja. Hier fassen wir Eindrücke des Festaktes zusammen.

Die Dankesrede des diesjährigen Friedenspreisträgers Karl Schlögel wurde mit anhaltendem Applaus bedacht, Foto: Petra Kammann

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