Friedenspreis-Ermutigung: Recht und Gesetz statt belastendem Schweigen
2026, Oktober 13.Friedenspreisträger Philipp Sands setzt auf die internationale Verständigung im Zeichen der Moral
Von Uwe Kammann
Musik am Anfang, Musik am Ende – das hat es bei der Feier des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels noch nie gegeben. Und es war wie ein Fanal, wie ein Programm. „Erbarme Dich“, die vielleicht berührendste Alt-Arie aus Bachs Matthäus-Passion, die vor drei Jahrhunderten zum ersten Mal erklang und die bis heute erschüttert. Für Rilke ein „wahres Schmerzgebirge“, für den Widerstandskämpfer Klaus Bonhoeffer der letzte Trost vor seiner Hinrichtung. Und dann, am Schluss, berühmte Verse des Songwriters und Dichters Leonhard Cohen: erst vorgetragen vom Friedenspreisträger selbst, Philippe Sands, dann als Ganzes gesungen vom französischen Bassbariton Laurent Naouri, begleitet vom Jazzpianisten Guillaume de Chassy: „There is a crack in everything“.

Ungewöhnlicher Beginn der Friedenspreisfeier für Philipp Sands (li) mit der Arie „Erbarme Dich“ aus Bachs Matthäus-Passion, Foto: Petra Kammann





