Musikkritiker und Jazzautor Wolfgang Sandner bekommt den hessischen Jazzpreis 2026
Preisverleihung während des Jazzpodiums in Darmstadt
Dem Musikkritiker und Jazzautor Wolfgang Sandner wird am am 26. September 2026 in der Bessunger Knabenschule in Darmstadt während des Hessischen Jazzpodiums der mit 10.000 Euro dotierte Hessische Jazzpreis 2026 verliehen. Der Preis soll Musikerinnen und Musiker, Ensembles oder dem Jazz verbundene Persönlichkeiten für ihre musikalischen Leistungen oder für besondere Verdienste um die Entwicklung der hessischen Jazzszene auszeichnen.

Der Jazzkritiker Wolfgang Sandner, Foto: Wonge Bergmann
„Wolfgang Sandner hat mit seinem feinen Gespür für Klang und seinem kritischen Blick den Diskurs insbesondere zum Jazz über viele Jahrzehnte geprägt“, so der Hessische Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur Timon Gremmels, der über die Vergabe des Hessischen Jazzpreises entscheidet.
Wolfgang Sandner, geboren 1942 in Osek, zählt zu den bedeutendsten Musikkritikern und Jazzautoren in Deutschland. Der promovierte Musikwissenschaftler war Produzent der Plattenfirma Wergo, bevor er 1981 zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung wechselte, für die er fast drei Jahrzehnte als Musikredakteur arbeitete und für die er noch immer regelmäßig Kritiken verfasst. Zu verschiedenen Themen und Persönlichkeiten des Jazz verfasste er in seiner Laufbahn Bücher, u.a. Biografien von Miles Davis und Keith Jarrett sowie über das Schaffen von Heiner Goebbels.
In der Begründung des Beirat Jazz, der auch den Kunst- und Kulturminister berät, heißt es:„ Seine Fähigkeit, die ästhetischen Dimensionen des Jazz mit dessen musikhistorischer Bedeutung zu verbinden, hat die Grundlage für den heutigen Stand der Jazzforschung in Deutschland entscheidend mitgeprägt. In seinen deutschlandweit wahrgenommenen Beiträgen hat er zudem stets einen Fokus auf die lokale, die hessische Szene behalten. Auf diese Weise hat er die Entwicklungen der Jazzlandschaft unseres Bundeslandes, die Projekte ihrer Akteure und die Programme ihrer Institutionen weit über die Grenzen unseres Bundeslandes hinausgetragen, ihnen zusätzliche Relevanz verschafft und damit den Kulturstandort Hessen, mit seinen substanziellen Beiträgen zur künstlerischen Entwicklungslinie des Jazz in Deutschland, gestärkt.“
Seinem Schreiben sei es zu verdanken, dass die Gattung Jazz auch hierzulande als eine der wichtigen zeitgenössischen Musikgenres betrachtet wird. Und sein Engagement sorge dafür, dass die Traditionslinien des Jazz als wissenschaftlich relevant und die Arbeit der Musikerinnen und Musiker als innovationsfördernd wahrgenommen werde, ergänzte Gremmels die Begründung.
Der Preis
Die Landesregierung hat den Hessischen Jazzpreis erstmals 1990 zur Förderung und Entwicklung der Jazzmusik und der Jazz-Musiker in Hessen gestiftet.
