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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

25 Jahre Sommerwerft – ein Jubiläum, das den Fluss feiert, noch bis zum 9. August 2026

The Ocean starts …in Frankfurt!

Text und Fotos von Walter H. Krämer

Seit ihrer Gründung hat sich das Festival von einer freien Szene-Initiative zu einem festen Bestandteil der Frankfurter Kulturlandschaft entwickelt – heute im Schatten der Europäischen Zentralbank, aber weiterhin fest am Main verankert. Auch im Jubiläumsjahr lädt die Sommerwerft zu 17 Tagen Kultur am Mainufer ein – an einem Ort, an dem Menschen seit jeher zusammenkommen, verweilen, zuhören und sich in einem offenen Raum des Austauschs und des sozialen Miteinanders begegnen.

Rückenseite eines T-Shirts, das es  auf der Sommerwerft in mehreren Farben und Größen zu kaufen gibt

Und zum 25-jährigen Bestehen gibt es eine Besonderheit – ein Festival im Festival: Blue Lab 2026 – The Ocean Starts… in Frankfurt! Das sogenannte Blue Lab verwandelt das Mainufer in einen offenen inklusiven Lern- und Erlebnisraum. Unter dem Motto „The Ocean Starts… in Frankfurt!“ begeben sich dort Besucher*innen auf eine symbolische Reise von den Quellen des Mains und des Rheins bis zur Nordsee.

Chillen am Fluss

Die Sommerwerft – so der gelebte Anspruch – fördert soziales Miteinander und interkulturellen Dialog und lebt von einem starken freiwilligen Engagement, das sowohl Grundlage als auch Rückgrat des Projekts bildet. Mit über 110.000 Besucher*innen jährlich zählt die Sommerwerft zu den größten deutschen Open-Air-Theater Veranstaltungen und macht Theater im öffentlichen Raum für ein breites Publikum erlebbar.

Die Sommerwerft versteht sich dabei als ein Ort der Vielfalt und setzt mit ihren Aktivitäten und Darbietungen ein Zeichen für ein friedliches Miteinander in einer diversen Gesellschaft.

Sommerwerft in farbigen Lettern auf Stoff gesprüht

In diesem – ihrem 25. Jahr – macht sie mit dem Thema BLUE LAB – THE OCEAN STARTS … IN FRANKFURT auf die globale Bedeutung unserer Flüsse und Gewässer aufmerksam, sowie auf die Verantwortung, die wir im Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen. tragen. Damit rücken neben Kunst und Kultur auch die Themen Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein stärker in den Vordergrund – siehe hierzu auch das 45-seitige Programmheft.

Das Antagon Music Ensemble im Beduinenzelt

Vor allem aber ist es ein Festival der Lebensfreude und des Genusses. Man nehme sich Zeit, um über das Festivalgelände zu flanieren, sich treiben und sich so von mancher musikalischen oder theatralen Darbietung überraschen zu lassen. Das Beduinenzelt ist ein absolutes MUSS für Musikliebhaber*innen. Unterschiedliche Stile  und Formationen bringen hier das Zelt zum Beben – wild, poetisch, polyphon, folkloristisch und analog. So begeisterte mich hier bei einem ersten Besuch das ANTAGON MUSIC ENSEMBLE.

Groß ist der Andrang vor dem Beduinenzelt

Es gibt Dutzende von Workshops, die alle zum Mitmachen einladen. So beispielweise Afro Dance, Creative Writing und Stelzenlaufen für Kinder. Es gibt Theater unter freiem Himmel auf gleich drei verschieden Spielflächen. Hier treten neben internationalen Gruppen auch das in Frankfurt beheimatete auf. Mit gleich mehreren Produktionen ist antagon theaterAKTion auf dem Festival zu erleben.

Blick in Richtung EZB – Allerlei Workshopangebote auf der Weseler Werft

Auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt und man hat als Besucher*in eine große Auswahl an der Flammkuchenhütte, dem Wrap Stand, im Babuschka Cafè oder Café Pimpanelli, bei Papa Nostra oder Porto Brasil.

Zeit für eine Kaffeepause im Café Pimpernelli

Das Gelände ist umzäunt und es gibt ein Sicherheitskonzept für die Zeit des Festivals. Der Eintritt auf das Gelände und zu allen Veranstaltungen ist frei – doch man ist gebeten, zu spenden.

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Das ausführliche, 119-seitiges Programmheft informiert über alle Veranstaltungen und macht es den Besucher*innen leicht, sich gezielt für Veranstaltungen zu entscheiden.

An zwei Montagen (27.07. + 3.08.) gibt es eine Night of Dance mit jeweils vier verschiedenen Gruppierungen und an zwei Donnerstagen (30.07. + 6.08.) eine Queer Night.

Theater für Kinder, Silent Cinema und auch eine Kathakali-Aufführung (klassisches indisches Theater) sind zu erleben.

Den Schlussakkord am 9. August setzt die Jazzrock- und Weltmusik-Band EMBRYO.

Gehen Sie hin und genießen Sie das Leben am Fluss. An den heißen Tagen spenden sogar etliche Bäume Schatten. Was will man mehr?

 

https://sommerwerft.de/

https://sommerwerft.de/programm-2026/

https://sommerwerft.de/wp-content/uploads/sites/4/2026/07/BlueLabBOOK_2026-07-22.pdf

 

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