Alle Kraft voraus mit dem geflügelten Pferd – Das Pegasus-Programm in der Alten Oper
Die Welt der Musik aus neuen beflügelnden Perspektiven entdecken
Die Breite des Pegasus-Programms in der Alten Oper Frankfurt ist seit seinem Start in der Saison 2012/13 enorm. Es hat inzwischen mehr als 325.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene erreicht. Insgesamt umfasst das inspirierende Programm der kommenden Saison 2026/27 sage und schreibe 142 Einzeltermine für mehr als 40.000 Besucher*innen. Allein 82 Konzerttermine davon richten sich an Kinder zwischen null und sechs Jahren – die Hälfte davon an Familien, die andere Hälfte an Kitagruppen.

Der „Rabauken und Trompeten“-Auftritt wird von anderen Häusern übernommen, Foto: Salar Baygan
Enthusiastischer Überzeugungstäter Markus Fein, Intendant der Alten Oper Frankfurt, sagte heute auf der Pressekonferenz: „Unser Ziel ist es ganz generell, Menschen, egal, welchen Alters, für Musik zu begeistern. Deshalb entwickeln wir in der Alten Oper Formate, die Zugänge schaffen, Neugier wecken und vor allem Freude vermitteln. Was für unsere Festivals und Formate im Erwachsenenprogramm gilt, trifft ganz besonders auf unser Pegasus-Programm zu: Wir möchten, dass Kinder und Jugendliche Musik als etwas erleben, das berührt, verzaubert, überrascht und Gemeinschaft stiftet. Wenn aus spontaner Begeisterung dann eine lange Bindung entsteht: umso schöner!“
Pressekonferenz v.l.: Pressesprecherin Anita Maas-Kehl, Indendant Dr. Markus Fein und Musikvermittler Constantin Zill, Foto: Petra Kammann
Und das beginnt ganz bewusst mit Konzerten für Kinder im ersten Lebensjahr, wo die Basis für die gesamte musikalische Biografie einer Person grundgelegt wird. Um den verschiedenen Lebensalter etwas Adäquates anzubieten, das auf dem Konzertgeschehen aufbaut oder daran anknüpft, hat Fein sich vor zwei Jahren einen versierten und leidenschaftlichen Verbündeten für das Vermittlungsprogramm für Kinder, Jugendliche und Familien an die Seite geholt, der nicht zuletzt auf seine Erfahrungen als Musikvermittler im Zukunftslabor der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und an der Educationabteilung der Hamburger Elbphilharmonie immer wieder zurückgreifen kann: den Jazzposaunisten Constantin Zill.

Engagierter Leiter des Pegasus-Programms Constantin Zill beim Pressegespräch, Foto: Petra Kammann
Auch er ist überzeugt, dass „Musikvermittlung ihre Wirkung dann am stärksten entfaltet, wenn sie künstlerisch überzeugt!“, und er begründet sein Engagement mit seiner praktischen Umsetzung:„Deshalb arbeiten wir mit herausragenden Ensembles, Musiker*innen sowie erfahrenen Partnern zusammen“. Dass etwa mit dem Mahler Chamber Orchestra eines der renommierten Orchester Europas für das Format ,Let’s Play‘ nach Frankfurt kommt, ist dafür ein eindrückliches Beispiel.
Natürlich freuen Fein und Zill sich, wenn Produktionen, die in der Alten Oper entwickelt wurden, über Frankfurt hinaus ausstrahlen. So wird eine in ihrer Reihe entstandene Produktion wie ‚Rabauken und Trompeten‘ inzwischen auch an anderen hervorragenden Häusern gezeigt. Das bestärkt sie in dem Anspruch, „Musikvermittlung auf höchstem Niveau zu gestalten.“ Innovative Wege gehen in diesem Sinne beide.

Musikerlebnis für die Allerkleinsten mit Begleitperson soll ermöglicht werden, Foto: Salar Baygan
Und dafür haben sie auch für die kommende Saison neue Formate entwickelt wie zum Beispiel die acht Babykonzerte. Frühmusikalischen Erfahrungen sitzen nämlich tief, wissen sie aus neuesten Studien. Und die Heranwachsenden werden sich später vielleicht – bewusst oder unbewusst – an ihre erste Hörerfahrungen in entspannter Umgebung erinnern und später daran anknüpfen können.
Für die besonders wissbegierigen und neugierigen Kinder zwischen 8 und 12 haben sie in Gesprächen das Format der sogenannten Kinder-Uni entwickelt, denen im Albert Mangelsdorff-Foyer neue Hörerfahrungen angeboten werden: Bei Antworten auf Fragen wie: Was passiert beim Musikhören im Gehirn? Wie arbeitete Beethoven oder wie funktioniert eigentlich ein Orchester? werden die Teilnehmenden dann sicher auf ihre Kosten kommen, weil sie da ganz nah dran sind am Geschehen, an den Instrumenten und den Musikerpersönlichkeiten, die sie löchern können.

Pegasus nimmt die Wissbegierigen bei der Kinder-Uni unter seine Fittiche, Foto der Proektion: Petra Kammann
„Bildung beginnt dort, wo Neugier geweckt wird und Menschen die Möglichkeit erhalten, die Welt aus neuen Perspektiven zu entdecken. Musik kann hierfür ein besonders wirkungsvoller Zugang sein: Sie spricht Emotionen an, fördert Kreativität und eröffnet neue Erfahrungsräume.“ Des ist sich auch Dr. Helmut Häuser, Vorstandsvorsitzender der das Programm unterstützenden Willy Robert Pitzer Stiftung, gewiss. Dafür stehe geradezu exemplarisch die neue Kinder-Uni, in der sich Wissensvermittlung und Begeisterung für Musik miteinander verschränkten.
Diskussionswürdig ist zweifellos das neue „Let’s Play “– Format für die älteren Jugendlichen, wenn das Orchester live auf das Gaming trifft und die Gaming-Kultur mit dem Konzerterlebnis visuell und akustisch auf ungewöhnliche Weise miteinander verbunden wird. Den damit verbundenen Fragen, wie Musik das Erleben von Computerspielen prägt, welche Rolle Musik für Atmosphäre, Spannung und Handlung in Computerspielen spielt – und wie flexibel ein Orchester auf diese Prozesse reagieren kann, wird sich das Mahler Chamber Orchestra im April 2027 nachgehen, Das Ganze ist zudem online vernetzt mit einem Streaming von Let’s-Play-Konzerten aus der Elbphilharmonie Hamburg, dem Nikolaisaal Potsdam und der Alten Oper. Ob dabei den Älteren, den nicht als Digital Natives geborenen dabei Hören und Sehen vergeht oder auch ihnen vielmehr neue und beschleuningende Wahrnehmungserspektiven eröffnen werden, darüber wird später zu befinden sein… Aber bis dahin ist ja auch noch Zeit… Petra Kammann

Geradezu programmtisch auf dem Dach der Alten Oper Frankfurt – der geflügelte Pegasus, Foto: Norbert Miguletz
Um ganzen Familien, aber auch Kitas und Schulen mehrfach eine Chance auf Tickets zu geben und eine flexible Planung zu ermöglichen, gibt die Alte Oper die Tickets zeitlich gestaffelt bereits ab dem 15. Juni 2026, 10.00 Uhr in den Vorverkauf für die Konzerte, die im Zeitraum von September bis Dezember 2026 stattfinden.
Kartenvorverkauf
Karten an den Vorverkaufsstellen von Frankfurt Ticket RheinMain:
telefonisch unter 069 / 13 40 400
sowie online unter:
Vorverkauf für Kitas und Schulen
Bestellung ausschließlich telefonisch über Tel. 069 / 13 40 490
