LiteraTurm 2026 – 13. Literaturfestival der Stadt Frankfurt unter dem Motto „OstWestText“
Spektakuläre Aus-Sichten und welche Einsichten?
In wenigen Tagen geht es los. Das alle zwei Jahre stattfindende Festival LiteraTurm in den Frankfurter Hochhäusern, die namensgebend für das Festival sind, ist einzigartig, denn es bietet spektakuläre Ein- und Ausblicke auf die Stadt. Und es setzt immer wieder einen neuen programmatischen Schwerpunkt. Diesmal steht es unter dem Motto „OstWestText“. Denn auch fast 40 Jahre nach der Wende haben die Ost-West-Debatten nichts an Aktualität verloren. Bis heute sind die deutsch-deutschen Gräben und Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern immer noch spürbar. So nimmt das Festival die DDR als Romanstoff ebenso in den Fokus wie die literarische Verhandlung der Wiedervereinigung zum Thema Ost-West. Sachbücher und Essays bilden dabei einen integralen Bestandteil des Programms.

In den Buchtiteln spiegeln sich die aktuellen Fragestellungen, Foto: Petra Kammann
Insgesamt sind 25 Veranstaltungen mit knapp 80 Beteiligten, 51 deutschsprachigen und internationalen Schriftsteller:innen, Wissenschaftler:innen und Publizist:innen geplant. Besonders wird zweifellos die Eröffnung in der Volksbühne im Großen Hirschgraben werden, in der die provokante „Ost-Erklärerin“ Jana Hensel mit Büchnerpreisträgerin Ursula Krechel und dem Makroszialwissenschaftler Steffen Mau diskutieren werden, während eine Matinee im Haus am Dom zu Tschechien, dem Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2026, mit den Autor:innen Iva Procházková, Marek Torcík und Uwe Kolbe den Abschluss des Festivals bilden und die Vorfreude auf die Buchmesse wecken wird.

Blick auf die Frankfurt Skyline, Foto: Alexander Paul Englert
Neben den Konferenzräumen in den oberen Etagen der Frankfurter Hochhäuser, welche die Kanzleien und Banken dem Kulturamt zur exklusiven Nutzung für das Festival zur Verfügung stellen, finden zusätzliche Kooperationsveranstaltungen in der Romanfabrik, der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, dem Literaturhaus Frankfurt, dem S. Fischer Verlag, dem Kollektiv DiasporaOst, dem Haus am Dom statt. Veranstaltungen von Kultur & Bahn e. V. und mit Tschechien, dem Ehrengastland der Frankfurter Buchmesse 2026, runden das Programm ab.
Das Programm:
Am Montag, den 8. Juni eröffnen die Journalistin und Publizistin Jana Hensel, die Schriftstellerin und Büchner-Preisträgerin Ursula Krechel und der Soziologe Steffen Mau das Festival LiteraTurm 2026 in der Volksbühne im Großen Hirschgraben.
Am Dienstag, den 9. Juni sind André Kubiczek und Feridun Zaimoglu, Ines Geipel und Christian Lehnert, Daniela Dröscher und Marlen Hobrack sowie Jonas Lüscher, Dirk Oschmann und Ingo Schulze zu Gast.
Am Mittwoch, den 10. Juni lesen bei literaTurm Katja Lange-Müller und Clemens Meyer, Kerstin Hensel und Matthias Jügler, Peter Neumann und Lutz Rathenow, Dmitrij Kapitelman und Manja Präkels, Anke Feuchtenberger sowie Christoph Hein und Hendrik Bolz.

Am Donnerstag, den 11. Juni sind Sylvie Schenk und Helga Schubert, Helene Bukowski und Peggy Mädler, Paula Fürstenberg, Franziska Hauserund Julia Wolf, Durs Grünbein, Jürgen Kaube und Péter Nádas sowie Tupoka Ogette zu Gast.
Am Freitag, den 12. Juni können wir uns auf Ilko-Sascha Kowalczuk und Anne Rabe, Laura Laabs und Victor Schefé, Lukas Rietzschel und Simon Strauß sowie Ulrike Draesner und Annett Gröschner freuen.

Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Dr. Ina Hartwig und Festival- und Programmleiterin Dr. Sonja Vandenrath, Foto: Alexander Paul Englert
Dass sich auch jüngere Autorinnen und Autoren, welche die DDR nicht mehr erlebten, die sich in ihrer Prosa mit Ostdeutschland und den Prägungen durch die schwierige Transformationszeit beschäftigen, vertreten sind, freut Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig ebensoso sehr wie eine Veranstaltung mit dem ungarischen Autor Péter Nádas, der die europäische Dimension aufscheinen lassen wird.
Und Festival- und Programmleiterin Dr. Sonja Vandenrath ergänzt die Themenpalette: „Die Veranstaltungen von literaTurm 2026 bringen Autor:innen aller Generationen zusammen, die das Thema Ost-West unter verschiedenen Aspekten, vom Stadt-Land-Gefälle bis hin zur Situation von Frauen vor und nach der Wende, diskutieren.“ Man darf gespannt sein. Das bietet auf jeden Fall Zündstoff für aktuelle Debatten. pk
Ticketverkauf
Tickets sind auf www.literaturm.de sowie beim Ticketanbieter Frankfurt Ticket RheinMain (Tel.: + 49 (069) 1340 400) erhältlich oder können an der Abendkasse erworben werden, sofern es Restbestände gibt. Ausnahmen sind im Programm ausgewiesen.
Für die beiden Veranstaltungen in der DekaBank mit Katja Lange-Müller und Clemens Meyer sowie mit Christoph Hein sind personalisierte Tickets ausschließlich im Vorverkauf erhältlich.
