Archiv für Juni, 2026
2026, Juni 30.
Immer noch anrührend. Immer noch großartig.
Behutsam schreiten die Tänzer durch ein Meer aus Nelken, darauf bedacht, keine Blume zu zertreten. Am Ende des Abends werden die 8000 Nelken niedergetrampelt sein. Peter Pabst hat viele wunderbare Bühnenbilder geschaffen. Das für „Nelken“ ist sein berühmtestes.

Das Wuppertaler Ensemble in „Nelken“, einem Stück von Pina Bausch. Foto: Laszlo Szito
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Kultur und Gesellschaft, Musik, Tanz | Kommentare deaktiviert für Pina Bausch revisited: „Nelken“ und „Sweet Mambo“in Wuppertal
2026, Juni 29.
Heimat – eine Erinnerung, ein Klang, der uns vereint?
Von Angelika Campbell
Was bitte war da los beim Skyline Konzert IV Ende Juni, das im Düsseldorfer Hochhaus Forty Four sein Publikum von den Sitzen riss? Reflexionen über einen der zahlreichen Höhepunkte des Schumannfests 2026, bei dem der österreichische Violinist Benjamin Schmid und sein Jazz Quartett auftraten – virtuos, hochprofessionell, cool und gut gelaunt.

Skyline Konzert IV im Hochhaus Fourty Four mit herrlichem Blick auf die Stadt, Foto: Voßhenrich/Schumannfest
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Kultur Reisen, Musik | Kommentare deaktiviert für Manouche-Jazz über den Dächern der Stadt beim Düsseldorfer Schumannfest
2026, Juni 28.
Humorvolle Entlarvung gesellschaftlicher und politischer Absurditäten
Von Hans-Bernd Heier
Katharina Greve gehört zu den renommiertesten Vertreterinnen der zeitgenössischen Komischen Kunst. Ihr vielfach ausgezeichnetes Werk ist geprägt von satirischem Humor sowie architektonisch inspirierten Zeichnungen. Der profilierten Cartoonistin und Comic-Künstlerin widmet das Caricatura Museum Frankfurt unter dem Titel „Katharina Greve – Qualitätsideen seit 1972“ jetzt eine Gesamtschau, die einen umfassenden Einblick in ihre künstlerische Entwicklung bietet.

„Ihr faulen Säcke“; © Katharina Greve
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Bildende Künste, Kultur und Gesellschaft, Zeichnung · Druckgrafik | Kommentare deaktiviert für Katharina Greves „Qualitätsideen seit 1972“ im Caricatura Museum
2026, Juni 27.
Ausgezeichneter Menschenrechtsanwalt
Der Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels hat den französisch-britischen Juristen und Autor Philippe Sands zum diesjährigen Träger des Friedenspreises gewählt, der seit 1950 vergeben wird und mit 25.000 Euro dotiert ist. Der am 17. Oktober 1960 in London geborene Philippe Sands ist Professor für Internationales Recht am University College London sowie Gastprofessor an der Harvard Law School. Er arbeitet am Internationalen Gerichtshof in Den Haag und wirkte als einer der gegenwärtig wichtigsten Menschenrechtsanwälte an bedeutenden Verfahren des internationalen Rechts mit. Die Verleihung des Friedenspreises findet am Sonntag, 11. Oktober 2026, in der Frankfurter Paulskirche statt und wird live um in der ARD übertragen.

Friedenspreisträger 2026: der Menschenrechtsanwalt Philipp Sands, Foto: © Philipp Sands
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2026, Juni 23.
Eine poetische Spurensuche: doppelgesichtig, modern und visionär
Von Petra Kammann
Anlässlich des 100. Geburtstags am 25. Juni 2026 von Ingeborg Bachmann entstand mit der Schauspielerin Sandra Hüller und der Regisseurin Regina Schilling ein filmisches Porträt von einer der bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikerinnen und Prosaschriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Hüller nähert sich der „Poetessa“, die ihre letzten Jahre in Rom verbringt, fast traumwandlerisch durch zeitgenössisch improvisierte Szenen an. Das so entstandene komplexe Porträt mit dem kenntnisreich zusammengestellten Archivmaterial, mit Interviewauszügen und Bachmanns eigenen Texten wie auch der unnachahmliche Bachmann-Sound im Background machen die Zerbrechlichkeit und die Kraft einer Künstlerin spürbar, deren Werk bis heute eine visionäre Wucht besitzt.

Ingeborg Bachmann (Sandra Hüller) hört Musik und tanzt beschwingt dazu am Ufer des Tibers in Rom.
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Autoren, Buch und Literatur, Film, Kultur Reisen, Kultur und Gesellschaft, Landschaften, Reisen & Lebensart, Städtereisen, Tanz | Kommentare deaktiviert für „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“. Regina Schillings schillerndes Filmporträt
2026, Juni 22.
Barrie Koskys Revue über Franz Kafka bei den Ruhrfestspielen 2026
Die Ruhrfestspiele 2026 standen unter dem Motto dem Motto “Erschrecken und Erstaunen“. 600 Künstler aus aller Welt sind gekommen. Ein Schwerpunkt bei den Ruhrfestspielen ist seit Jahren der „Neue Zirkus“, Spitzenartisten unter der Zirkuskuppel.

Paul Herwig, Constanze Becker, Gabriel Schneider, Alexander Simon, Joyce Sanha, Kathrin Welisch, Alma Sade, Foto: Joerg Brueggemann
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2026, Juni 21.
Drei Dezernats-Spitzen skizzieren ihre Perspektiven und Zielsetzungen
Beobachtungen/Anmerkungen/Kommentar von Uwe Kammann
Frankfurts Kulturdezernentin Ina Hartwig sieht das Vorhaben, für Oper und Schauspiel am Willy-Brandt-Platz und an der Neuen Mainzer Straße zwei Neubauten zu errichten, durch eine aktuelle Entscheidung der Stadt Düsseldorf nicht in Frage gestellt. Das Frankfurter Projekt, das mit einem Abriss des 60er-Jahre-Baus der jetzigen Städtischen Bühnen verbunden ist, habe parteiübergreifend Zustimmung gefunden. Sie sehe derzeit keine Bemühung, diese Entscheidung neu zu diskutieren, sagte Hartwig am 6. Juni auf einer Abendveranstaltung im Rahmen von World Design Capital (WDC) im Jüdischen Museum in Frankfurt, welche Perspektiven für die Stadtplanung und -entwicklung gewidmet war.

Die Präsentationsrunde (vl): Tina Zapf-Rodriguez, Marcus ewechenberger, Ina Hartwig, Moderator : DAM DirektorPeter Cachola Schmal, Foto:. Uwe Kammann
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Kultur Frankfurt, Kultur und Gesellschaft, Oper, Schauspiel, Stadtplanung und Diskussionen | Kommentare deaktiviert für Frankfurter Stadtzukunft inklusive Kulturmeile: eine einvernehmliche Präsentation
2026, Juni 21.
Vernünftige Freiheit: ein Versprechen und vielleicht mehr noch eine Verpflichtung
Die Rede des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier zur Trauerfeier in der Frankfurter Paulskirche
Gedenkstunde mit Weggefährten, Politikern, Verlegern und Wissenschaftlern in der Frankfurter Paulskirche für den Jahrhundertdenker Jürgen Habermas, der vor drei Monaten im Alter von 96 Jahren verstarb. „Seine Stimme wird uns fehlen in diesen unübersichtlichen Zeiten“, sagte Bundespräsident Steinmeier, der bis zum Schluss mit ihm in Austausch stand. Habermas habe einen „Horizont“ aufgezeigt, an dem sich alle orientieren sollten… Hier seine Rede

Rede des Bundespräsidenten in der Frankfurter Paulskirche, Foto: Petra Kammann
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Autoren, Goethe-Museum Frankfurt, Kultur Frankfurt, Kultur und Gesellschaft | Kommentare deaktiviert für Gedenkstunde für Jürgen Habermas in der Frankfurter Paulskirche
2026, Juni 20.
Fantastische Bildwelten voller erzählerischer Kraft und überraschender Details
Von Hans-Bernd Heier
Pieter Bruegel der Ältere (1526/30−1569) zählt zu den herausragenden Künstlern der niederländischen Kunst des 16. Jahrhunderts. Heute vor allem als Maler bekannt, machte er sich bereits früh mit dem Entwerfen von Druckgrafiken einen Namen. Seine Werke entführen die Betrachter in eine faszinierende Welt humorvoller Bildideen und rätselhafter Motive. Das Städel Museum versammelt in der Ausstellung „Bruegel. Printed“ rund 45 außergewöhnliche Druckgrafiken nach Bruegels Zeichnungen.

Pieter Bruegel d. Ä. „Geduld“ (Patientia) / Patience, 1557, gestochen von Pieter van der Heyden, Städel Museum Frankfurt
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Bildung · Pisa von innen, Kultur Frankfurt, Kultur regional / Rhein Main, Kultur und Gesellschaft, Städel Museum, Zeichnung · Druckgrafik | Kommentare deaktiviert für Das Städel präsentiert „BRUEGEL. PRINTED“
2026, Juni 19.
Was eine Welle auslösen kann…
Ein kurzer Blick vor Tores Schluss. Von Petra Kammann
Der französische Dichter und Kunstkritiker Charles Baudelaire sprach 1863 in seinem berühmten Essay „Peintres de la vie moderne“ von den „Malern des modernen Lebens“, die das Flüchtige, das Wesentliche des Moments, festhalten. Die in der Städelschau ausgewählten tiefenscharfen Schwarz-Weißfotos wie die des Pioniers der Fotographie Alphonse Davanne (1824-1912), sind der Malerei gegenübergestellt. In einer Zeit des Umbruchs in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sprechen sie eine andere Sprache. Die beiden unterschiedlichen Medien schaffen ein neues Sehen und neue Formen der Malerei.

Nochmal ein Blick Étretat. Die Wäscherinnen, 1920, das ungewöhnliche Gemälde von Henri Matisse in der Städelschau, Foto © The Fitzwilliam Museum, University of Cambridge
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Bildung · Pisa von innen, Buch und Literatur, Kultur Frankfurt, Kultur und Gesellschaft, Malerei, Reisen & Lebensart, Schirn Kunsthalle | Kommentare deaktiviert für Letzte Impressionen der gelungenen Ausstellung „Monets Küste. Die Entdeckung von Étretat“ im Städel (2)