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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Ausblicke auf die Konzertsaison 2026-2027 der Frankfurter Museums-Gesellschaft

Programmschlaglichter – Neuigkeiten und Traditionen

Besondere Kammerkonzerte, Familienkonzerte und Weihnachtskonzerte, dazu alljährlich 10 Sinfoniekonzerte sind bei der Museums-Gesellschaft gesetzte Größen. Dazu kommt eine kleine formale Neuigkeit: Bei einer Umfrage im November 2025, ob die traditionellen Montagskonzerte nicht früher anfangen könnten, haben Zweidrittel der Besucher das befürwortet, so dass (nur) die Montagskonzerte ab der kommenden Spielzeit schon eine halbe Stunde früher beginnen werden, also statt um 20 h, schon um 19.30 h. Unverändert hingegen bleiben die spannenden Konzertprogramme mit immer neu zu entdeckenden Klangwelten. Da ist es ratsam, sich schon jetzt seinen Stammplatz zu sichern. Der Abonnementverkauf hat begonnen. Hier vorab das Programm im Überblick, das von Dr. Burkhard Bastuck, Vorsitzender der Frankfurter Museums-Gesellschaft, von Thomas Guggeis, dem so engagierten wie kompetenten GMD der Oper Frankfurt und künstlerischen Leiter der Museumskonzerte, sowie vom  stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Andreas Odenkirchen der Presse präsentiert wurde.

Bester Stimmung nach dem Pressegespräch: Dr. Burkhard Bastuck (re), Thomas Guggeis, (Mitte) sowie Dr. Andreas Odenkirchen, (li)

Die 10 Sinfoniekonzerte

 

EDVARD MEETS EDVARD

Edvard Griegs Klavierkonzert ist und bleibt zu Recht ein großer Publikumsliebling – Frische und Tiefgang treffen auf Virtuosität und Klangpracht. Genauso könnte man auch die 1. Sinfonie seines Namensvetters Edward Elgar beschreiben, die entsprechende Popularität ist ihr aber (noch) verwehrt. Höchste Zeit, die beiden einmal einander und vor allem Ihnen bekannt zu machen (20./21.09.2026).

 

„AUFERSTEHEN, JA, AUFERSTEHN WIRST DU!“

Mahlers 2. Sinfonie ist ein Superlativ in allen Klassen: ein überdimensionales Orchester, vier Chöre, zwei Solistinnen und nichts weniger als „die ganze Welt umspannend“. Lassen Sie sich von dieser kosmischen Musik und ihrer einzigartigen Schönheit und Wucht aus den Stühlen emporheben (18./19.10.2026)!

 

WEGE ZU BRUCKNER

Im 3. Sinfoniekonzert spürt Guggeis und sein Museumsorchester dem kompositorischen Erbe von Anton Bruckner und seiner 4. Sinfonie („Romantische“) nach: Was hat ihn inspiriert und geprägt? Wen hat er bewundert? Angefangen im Mittelalter über Bach und Mozart wird Anna Prohaska, die großartige Wandlerin zwischen den Stilen, hinführen zu seiner klangmächtigen 4. Sinfonie mit dem berühmten Horn-Solo (15./16.11.2026).

 

TANZENDE MÄRCHEN

Paris, um 1910: Die Ballets Russes sind ein einzigartiger Schmelztiegel der Künste – Musik, Tanz, Schauspiel und Malerei. Alle Werke des 4. Sinfoniekonzerts sind in diesem zeitlichen Umfeld entstanden – sie erzählen in den schillerndsten Farben sehr plastisch kurzweilige Geschichten: von Debussys Balettmusik Jeux über Strawinskys Vertonung von der Nachtigall (Le chant du rossignol) bis hin zu Till Eulenspiegels lustigen Streichen. Natürlich mit einem französischen Ehrengast: Der Geiger und Dirigent Renaud Capuçon wird das Publikum mit Prokofjews 1. Violinkonzert und seiner Guarneri charmant verzaubern (13./14.12.2026).

 

POLNISCH – UNIVERSALISTISCH

Die wunderbare Dirigentin Marta Gardolińska bringt gleich zwei Werke ihrer Landsleute nach Frankfurt: Vor dem beliebten 1. Klavierkonzert des Weltbürgers Chopin erklingt die prall funkelnde E-Dur-Ouvertüre Szymanowskis – ein Werk voll orchestraler Farbpracht! In der zweiten Hälfte verspricht Beethovens Siebte ein besonderes Feuerwerk von dionysischem Rhythmus und apollinischem Klang (24./25.01.2027).

 

DIE (UN)VOLLENDETE

Eine einzigartige Chance wartet im Februar auf Sie: Mario Venzago hat Schuberts berühmte „Unvollendete“ in akribischer Recherche nach vorhandenen Skizzen vervollständigt und präsentiert dieses Meisterwerk der frühen Romantik zusammen mit Strauss’ früh vollendetem Violinkonzert und seinem eigenen Werk Aufstieg (21./22.02.2027).

AUS DEM LAND, WO DIE ZITRONEN BLÜHN

In den letzten Zügen des Winters geht es auf die Reise ins Sehnsuchtsland Italien, in die ewige Stadt Rom mit den  funkelnden Springbrunnen und sonnenbeschienenen Alleen, die Respighi in seinen opulenten Tondichtungen eingefangen hat (Fontane di Roma und Pini di Roma), während  Tschaikowsky vom dortigen Karneval (Capriccio italien) Volkslieder singt – ein erfrischender Konzertbesuch wie ein Kurzurlaub in den Süden (21./22.03.2027)!

 

FRÜHLINGSFEST – FRÜHLINGSOPFER

Drei ganz unterschiedliche kompositorische Reaktionen auf die Jahreszeit des Blühens, Sprießens und Knospens warten in diesem abwechslungsreichen Konzert auf Sie: Vivaldi zeigt uns die Natur mit zwitschernden Vögeln und Sturm (La primavera). Bei Schumann sind die Frühlingsgefühle ganz in der sinfonischen Form aufgegangen und bahnen sich mit strahlenden Blechfanfaren und jauchzenden Geigen ihren Weg („Frühlingssinfonie“). Strawinsky schließlich bringt mit Le sacre du printemps die Riten der Menschen in martialischer Rhythmik zum mächtigen Klingen (11./12.04.2027).

 

ALPHORN-ROMANTIK

Wenn Brahms im Finale seiner 1. Sinfonie das Horn eine alpenländische Weise anstimmen lässt, meint er diese Idylle ganz ernst. Im langsamen Satz von Guldas jazzigem Cellokonzert zwinkert das Bläserensemble eher verschmitzt bei den Alphornklängen. Innig verbunden sind die beiden Herren aber in ihrer Liebe zur Kulturmetropole Wien – wo auch die österreichische Komponistin Johanna Müller-Hermann lebte und wirkte. Auf die Wiederentdeckung ihrer Heroischen Ouvertüre freuen wir uns ganz besonders (02./03.05.2027).

SHAKESPEARE IN LOVE

Eine laue Sommernacht voller Magie – zwei Welten: Elfen-Ehestreit mit verzauberten Konsequenzen bei Oberon und Titania (Webers Ouvertüre zur Oper Oberon) trifft auf große, tödliche Liebe auf einem Balkon in Verona. Lassen Sie sich in das tönende Drama von Prokofjews Romeo und Julia entführen – und von Daniel Ottensamers einfühlsamem Klarinettenspiel verführen (30./31.05.2027).

In den Konzerteinführungen jeweils eine Stunde vor jedem Sinfoniekonzert geben Ulrike Kienzle, Klaus Albert Bauer und Andreas Bomba interessante Hintergrundinformationen zu den erklingenden Werken und ihren Komponisten. Die Einführung zu den Montagskonzerten wird also entsprechend der geänderten Anfangszeit schon um 18:30 Uhr beginnen.

DIE KAMMERKONZERTE

„Schaulaufen der besten Kammermusik-Ensembles der Welt“. So werden die Kammerkonzerte der Frankfurter Museums-Gesellschaft  bei Insidern genannt. Das Publikum bekommt internationale Ensembles geboten, die unter Kennern als „Geheimtipp“ gehandelt werden.

So das  junge QUATUOR HERMÈS, eines der tonangebenden Ensembles aus der reichen französischen Quartettlandschaft. Zum Quintett verstärkt wird es von der ausdrucksstarken französischen Bratschistin HÉLÈNE CLÉMENT.

Bevor DANIEL OTTENSAMER, einer der gefragtesten Klarinettisten seiner Generation, sein Debüt bei den Sinfoniekonzerten (30./31.05.2027) gibt, kann man ihn bereits mit seinen herausragenden Trio-Partnern, dem Cellisten STEPHAN KONCZ und dem Pianisten CHRISTOPH TRAXLER, in der Kammermusikreihe erleben.

Außerdem wird das junge LEONKORO QUARTET, das als eines der führenden deutschen Nachwuchsquartette gilt und weltweit hohe Anerkennung findet, präsentiert.

Als weiteres junges Kammermusik-Ensemble wurde das PADDINGTON TRIO eingeladen. Es hatte bereits beim Finalkonzert des letztjährigen Internationalen Schumann-Kammermusikpreises durch seine energiegeladene Bühnenpräsenz und seine spannungsreichen Interpretationen das Museumskonzert-Publikum für sich eingenommen.

CAROLIN WIDMANN, eine der gefragtesten Geigerinnen unserer Zeit, gibt sich nach unserem Sinfoniekonzert ein zweites Mal die Ehre.Und zwar mit einem besonderen Klavierquartett-Programm gemeinsam mit den  wohlbekannten Solisten NILS MÖNKEMEYER, JULIAN STECKEL sowie WILLIAM YOUN.

BEETHOVENJAHR 2027

Anlässlich des 200. Todestages von Ludwig van Beethoven werden alle 16 Streichquartette präsentiert und führen damit eine alte Tradition bei der Museums-Gesellschaft fort. Gestaltet wird der Beethoven-Zyklus dieses Mal vom ARIS QUARTETT, das den Museumskonzerten seit Langem verbunden und inzwischen zu einem der meistbeachteten Streichquartette gereift ist. Wie üblich ist der Zyklus in sechs Etappen gegliedert, und alle sechs Konzerte werden Teil des großen Kammermusik-Abonnements der Museums-Gesellschaft sein – je drei in der Konzertsaison 2026/27 und in 2027/28.

FAMILIENKONZERTE

Kinder und Jugendliche dürfen sich in der neuen Konzertsaison im „Museum“ wieder auf fünf spannende und lustige Familienkonzerte zum Mitmachen freuen. Dass es dabei turbulent zugeht, versteht sich von selbst: So werden wieder Schrecksonaten und Vampirgesänge beim alljährlichen Halloween-Konzert zum Besten gegeben, die „Schurken“ – dem Publikum bereits bestens bekannt – suchen nach einem Ort, an dem jeder glücklich wird, und auf einer Reise ins All entdecken wir Beethovens Planeten. Mozarts Oper Così fan tutte lockt wieder zum Mitspielen und erstmals kommen auch jazzliebende Kinder mit „Let’s swing, You Jazz-kids“ auf Ihre Kosten.

WEIHNACHTSKONZERTE

Das junge Publikum mitsamt der ganzen Familie ist auch wieder beim traditionellen Familien-Weihnachtskonzert zum Geschichtenhören und Mitsingen eingeladen (13.12.2026). Zu hören ist nicht nur das Familien-Weihnachtskonzert für Familien und Kinder ab fünf Jahren, sondern auch das Weihnachts-Chorkonzert. Für viele Konzertbesucher gehört es einfach dazu, sich mit einem der beiden Weihnachtskonzerte in der Alten Oper auf das nahende Weihnachtsfest einzustimmen.

GESPRÄCHSKONZERTE IN FRANKFURTER SCHULEN

Die Gesprächskonzerte stehen in diesem Jahr unter einem besonderen Vorzeichen: Begleitend zum Beethoven-Zyklus wdir das Aris Quartett mit Beethovens Streichquartetten von der Bühne direkt in die Klassenzimmer geschickt. Unter dem Motto „Beethoven goes to school“ wird das Ensemble Beethovens Musik Frankfurter Schülerinnen und Schülern auf lebendige und verständliche Weise näherbringen. Mit diesem Musikvermittlungsprojekt leisten wir einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Bildung junger Menschen in Frankfurt.

MUSIK ÖFFNET TÜREN – DER MUSEUMSSALON

Der MuseumsSalon präsentiert vom 29. September bis 10. Oktober 2026 Musiker und Gäste auf Tuchfühlung. Die beliebte Hauskonzertreihe greift eine alte musikalische Tradition auf: Private und gewerbliche Gastgeber öffnen für einen Abend ihre Wohn- und Geschäftsräume, in denen die Museums-Gesellschaft exquisite Konzerte veranstaltet, mit kleinen Ensembles und allen Farben und Facetten, die Musik bietet, von Klassik über Jazz bis zu Weltmusik.

Das genaue Programm mit Veranstaltungsorten in Frankfurt und der Region wird Anfang September in einem gesonderten Heft bekannt gegeben und uhnter:

www.museumskonzerte.de .

MIT EINEM ABO DEN STAMMPLATZ SICHERN

Wer alle zehn Konzertprogramme in der Sinfoniekonzert-Reihe erleben will, kann sich seinen persönlichen Stammplatz am Sonntagvormittag (11:00 Uhr) oder Montagabend (19:30 Uhr) mit dem Museums-Abo 10 sichern und dabei mehr als 35 Prozent gegenüber dem Kauf von Einzelkarten sparen. 25 bzw. 15 Prozent Ersparnis bieten das 6er- und 4er-Abo.

Für die Kammermusikreihe stehen das Abo 8 und das Abo 6 zur Auswahl.

 

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