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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Glückwünsche zum runden Geburtstag für die Vollblutgastronomin Emilija Carevic

Herz und Seele des „Darmstädter Hofs“

Frankfurter kennen Emilija Carevic noch als Geschäftsführerin aus der Kultgaststätte „Mutter Ernst“, wo es deutsche Hausmannskost, seriös gezapftes Bier vom Fass, Frikadellen und Kartoffelsalat gab. Emilija Carevic war vor über 50 Jahren als „Gastarbeiterin“, wie es damals noch hieß, aus Kroatien nach Deutschland gekommen. Inzwischen ist sie selbst erfolgreiche Pächterin im Darmstädter Hof, dem angesagtesten Treff im Stadtteil Nieder-Eschbach, einem privat geführten Hotel-Restaurant mit zugleich Bürgerhaus-ähnlicher Funktion. Es bietet heute einen Mix aus deutscher und internationaler Küche. Stammgäste sind dort ebenso herzlich willkommen wie Hotelgäste im Haus. Nun feiert sie ihren 70. Geburtstag, zu dem FeuilletonFrankfurt sie herzlichst beglückwünscht.

Glückwünsche zum 70. Geburtstag für die Vollblutgastronomin Emilija Carevic, Herz und Seele des Darmstädter Hofs in Frankfurt-Nieder-Eschbach, Foto: Erhard Metz

Früher hieß es im Darmstädter Hof: „Komm, wir geh’n zur Greta!“ Greta, das war „die letzte Omma der Familie Robus“. Deshalb trägt die Gaststätte an der Walkmühle 1 mit Hotelbetrieb noch heute den Zusatznamen „bei Greta“. Vor über 20 Jahren hatte das Ehepaar Andreas und Martina Hübner das Haus, das abgerissen werden sollte, übernommen und komplett umgebaut, den Gastronomiebetrieb völlig umgekrempelt, durch ein Hotel ergänzt und Emilija mit ins Boot geholt.

Der neue Eigentümer Hübner, dessen Schwiegermutter Stammgast im Frankfurter „Mutter Ernst“ war, hatte nämlich die so tüchtige wie warmherzige Emilija Carevic wahrgenommen und angeworben. Er wusste um ihre bodenständige Art und professionelle Erfahrung: 15 Jahre lang bei Mutter Ernst. „Emilija ist die Wiederauferstehung der Greta-Idee“, sagt Hübner. Und heute sei sie „die Seele und das Herz des Darmstädter Hofs“.

Emilija Carevic mit Neujahrsdekoration, Foto: Erhard Metz

Das ist weiß Gott keine Selbstverständlichkeit, versprühte doch der Darmstädter Hof noch in den 80er-Jahren den miefigen Charme einer „Turnhalle“. Das änderte sich schon ganz bald.

Das inzwischen rustikal gestaltete Restaurant verströmt nun eine heimelige Atmosphäre. Das Haus mit seiner wechselhaften Geschichte, das es eigentlich schon seit 1843 gibt, sollte ein neuer Treffpunkt für Vereine, Versammlungen und Familienfeste für die Ortsansässigen wie auch die Neubürger in den mehr als 100 neu entstehenden Reihenhäuser in Nieder-Eschbach werden, in dem damals auch die ehemalige Frankfurter OB Petra Roth wohnte. Zweifellos ein Zugpferd für die Sache.

Emilija Carevic und ihr Mann Carmelo nahmen die Herausforderung, was es bedeutet, so ein Haus zu führen, mit großer Freude an. „Du musst für Deine Gäste immer ein offenes Ohr haben“, lautet ihre felsenfeste Überzeugung. Darauf komme es in der Gastronomie an. Das offene Ohr und das Herz auf dem richtigen Fleck, das hat die kommunikationsbegabte warmherzige Frau neben ihrer schier unerschöpflichen Energie und der Liebe zu ihren Gästen.

„Man muss arbeiten, ohne Fleiß gibt es keinen Preis“, sagt die Pächterin und gelernte Friseurin und inzwischen mehrfache Großmutter. „Dieser Job ist mein Leben“, sagt sie. „Wenn die Gäste rausgehen und sagen: Das Essen war ausgezeichnet, dann bekomme ich immer noch eine Gänsehaut.“

Carmelo Carevic verabschiedet eine Gruppe des International Women’s Club of Frankfurt nach einem zünftigen Martinsgansessen

Zu Familienfeiern aller Art geht es seit jeher selbstverständlich zu Emilija in den Darmstädter Hof: im Sommer in den weit und breit schönsten Biergarten, in kühleren Jahreszeiten in einem der liebevoll wie festlich hergerichteten und eingedeckten Säle, bei denen Emilija alle erdenklichen gastronomischen Wünsche erfüllt.

Vom Martinstag bis zum Weihnachtsfest gibt es täglich Gänsebraten mit Bratapfel, Rotkohl, Klößen und Maronen, und zu Ostern Lammbraten mit allem, was dazugehört. Dass in der Spargelsaison täglich das begehrte Gemüse serviert wird, versteht sich von selbst.  Die Auslastung im Darmstädter Hof jedenfalls ist „hervorragend“. Deshalb heißt es heute: „Komm, wir geh’n zur Emilija. Da sind wir immer herzlich willkommen.“

Auf dass ihr in den nächsten Jahren trotz des Fachkräftemangels die Lust darauf nicht vergeht und sie auch ihre echte Willkommenskultur weiterführen kann.

Auf Ihr Wohl, Frau Emilija! wünscht Ihnen

Petra Kammann für das Team

von FeuilletonFrankfurt

 

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