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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Wim Wenders – Mit Brille immer in der ersten Reihe – Von der Kurzsichtigkeit zum Weitblick

Befreiende Fluchtbewegungen in bewegten und bewegenden Bildern und Tönen

Von Petra Kammann

Bekannt wurde Wim Wenders vor allem durch Filme und Roadmovies wie „Im Lauf der Zeit“, „Der amerikanische Freund“, „Paris Texas“, „Der Himmel über Berlin“, „Pina“, ein 3 D-Film, oder „Das Salz der Erde“, ein Porträt des brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado, und zuletzt „Perfect days“, die Geschichte des Tokyoter Toilettenreinigers. Umfassend und mit Requisiten aller Art ist das Gesamtwerk des multimedialen Filmemachers, Künstlers, Musikafficionados und Erzählers im Frankfurter Filmmuseum (DFF) in der Ausstellung „W.I.M. Im Lauf der Zeit“ zu entdecken. Inspirierend aber auch seine Music-Lectures unter dem Titel „Driven by Music“ in der Alten Oper, wo man Hintergründiges über Wenders‘ Liebe zur Musik, seine Freundschaft mit Musikern, zum Soundtrack seines Lebens, zur eigenen Sammlung von Musikträgern erfuhr. Begleitet wurden seine Erinnerungen durch besondere Filmvorführungen wie u.a. „Die Gebrüder Skladanowsky“(1995), einem Stummfilm mit Dialogen, musikalisch begleitet von Laurent Petitgand.

Wim Wenders in der Ausstellung „W.I.M. Im Lauf der Zeit“ im  DFF in Frankfurt, Foto: Petra Kammann

Mir schwirrt der Kopf nach all dem Gesehenen, Gehörten, Assoziierten. In welchem Schädel nur hat all das Platz, was Wim Wenders im Laufe der letzten 60 Schaffensjahre so alles zusammengetragen und kombiniert hat? Blitzartig schieben sich meine persönlichen Erinnerungen aus den späten 70er Jahren vors innere Auge: die an meine erste Begegnung mit seinen Filmen, mit ihm selbst, an die Vorführung des melancholischen Roadmovies „Im Lauf der Zeit“ in seiner Heimatstadt Düsseldorf. War es damals unter dem Sternenhimmel des Programmkinos „bambi“ in der Klosterstraße oder doch noch in der legendären „Filmbühne“ auf der Prinz-Georg-Straße, in der sich heute die Städtische Clara-Schumann-Musikschule befindet, nur wenige Schritte entfernt von der Wohnung meiner viel späteren „Düsseldorfer Jahre“?

Beinahe verdruckst ungelenk und fast schüchtern saß Wenders nach der Filmvorführung da. Fast so wortkarg wie die Antihelden in seinem Film wirkte der heute so wortgewandte und hintergründig witzige Filmemacher und -erzähler damals auf mich. Die von ihm inszenierten Bilder zweier einsamer Männer, beide gescheitert in ihren Beziehungen zu Frauen, ihre nach und nach entstehende Freundschaft, schienen tief in ihm verankert zu sein, konnten so wie er erst recht nicht frei von der Leber weg plaudern. Gemeinsam hatten sich seine Filmprotagonisten Bruno und Robert unerwartet auf eine gemeinsame Reise durch leere verlassene Landschaften der frühen Bundesrepublik, ins deutsche kaputte Nachkriegsniemandsland, aufgemacht. Was war in der filmischen Erzählung „Im Lauf der Zeit“ vorausgegangen?

Bruno, der in den aussterbenden lokalen Kinos die Projektoren reparierte, hatte, am Ufer stehend, bemerkt, dass ein Mann mit seinem VW-Käfer mit voller Wucht in die Elbe gesaust war und zu ertrinken drohte, als der Unbekannte mit seinem Koffer aus dem versinkenden Auto klettert und Bruno den Lebensmüden aus dem Wasser fischt. Gemeinsam reisen fortan die beiden rat- und heimatlosen Männer Bruno (Rüdiger Vogler) und Robert Lander (Hanns Zischler), begleitet von Rock-&-Roll-Rhythmen, als „Kings of the Road“ in einem alten, zum Wohnmobil umgebauten Umzugswagen weiter, immer entlang der innerdeutschen „Zonengrenze“, vom Wendland bis nach Hof.

Das DFF hat den roten Teppich für Wim Wenders ausgerollt, Foto: Petra Kammann

Zu Kriegsende, 1945 wurde Wilhelm Ernst Wenders, kurz „Wim“ genannt, in Düsseldorf geboren. Im südlichen Stadtteil Benrath war er auf die Schule gegangen und wäre dort ,– wie er es mir in einem viel späteren Gespräch anvertraute –, beinah bei den ersten Schwimmversuchen im Rhein ertrunken. Das Bild des ertrinkenden Kindes Wim in Benrath am Rhein, wovon ich mir ein lebhaftes Bild machen konnte, als ich  ich ein paar Jahre den Benrather Kulturkreis leiten durfte, löste bei mir die Assoziation aus. War es das Bild des Ertrinkenden, das weiter in ihm, dem kreativen Filmemacher, gearbeitet hat? Braust deswegen im Film „Im Lauf der Zeit“ der Käfer samt Insasse erst einmal selbstmörderisch mit Karacho in die Elbe (natürlich nicht in den ähnlich wilden Fluss Rhein), weil der Fahrer insgeheim genauso gern gerettet werden möchte wie auch der Kinoliebhaber Bruno von der hübschen Kinokassiererin Pauline (Lisa Kreuzer), die ihn jedoch abblitzen lässt?

Vom Gespräch nach der Filmvorführung von „Im Lauf der Zeit“ in den späten Siebzigern in Düsseldorf blieb mir sonst nichts Nennenswertes in Erinnerung. Es waren wohl eher die für die damalige Zeit so ungewöhnlichen atmenden Schwarz-Weiß-Bilder, die zu mir sprachen. Sie enthielten etwas Rätselhaftes, Ungesagtes, das mich nicht ruhen ließ und mich faszinierte. Ähnlich erging es mir auch später in Wenders‘ Filmen wie „Der amerikanische Freund“ oder „Paris Texas“, in denen ich neben den einsamen Protagonisten die Bilder des für mich seinerzeit noch völlig fremden Landes in mich aufsaugte. Oder war es am Ende gar der unnachahmliche sogartige Sound von Axel Linstädt, der „Im Lauf der Zeit“ die gedehnte Zeit der Langsamkeit weiter vorantrieb, wie auch die Lust, mehr wissen und erfahren zu wollen? Doch dazu später.

Wim Wenders 2004, – da wurde in Düsseldorf die Wim Wenders Stiftung ins Leben gerufen, Foto: © Donata Wenders

Natürlich blieb der junge neugierige Filmemacher Wenders nicht in seinem „kaputten Land“, das er filmisch erkundete, wurde auch nicht Arzt wie sein Vater, wegen dessen steiler Karriere zum Chefarzt er als Kind vielfach in Deutschland hatte umziehen müssen und doch nirgends so richtig heimisch werden konnte.

Wim zeichnete und las viel in seiner einsamen Kindheit. Eigentlich hatte er auch Maler werden wollen, musste dafür erst einmal in das damals für Künstler so angesagte Paris gehen, lernte dort aber nichts, jedenfalls nicht das, was er sich vorstellte, schaute stattdessen in der famosen Pariser Cinémathèque der unvergleichlich cinephilen Franzosen, wo man u.a. Filme der Nouvelle vague sehen konnte, täglich fünf verschiedene Filme an. Das saß.

Hier fiel es ihm wie Schuppen von den Augen und Ohren, wie aus Bewegungslosigkeit Bewegung entsteht… Und dann kam dazu noch der spezifische Sound, neue andere Stimmen wie die vom Chansonnier Jacques Brel, die ihn aufhorchen ließen. Oder war es eher der coole Soundtrack des Jazztrompeters Miles Davis, mit dem Louis Malles Film „Fahrstuhl zum Schafott“ unterlegt ist… Die bewegten Bilder, der Film, das war das Medium, zu dem er Vertrauen fasste.

Nichts wie weg also … Zunächst einmal an die Filmhochschule nach München, um das Handwerk von Grund auf zu erlernen und dann Auf geht’s in die weite Welt, zunächst vor allem in die USA! Man muss sich bewegen, um etwas bewegen zu können. Wir tragen den Sound mit uns, in uns, und er trägt uns weiter, macht als drittes Element aus wortlosen Bildern Erzählungen…

Der Ton macht die Musik und auch die Jukebox

„Ich kann mir keinen Film von mir vorstellen, in dem die Musik nicht eine tragende Rolle spielt“, sagt Wim Wenders heute. Um genau diese tragende Rolle der Musik in seinem filmischen Schaffen ging es bei dem dreitägigen Wenders-Festival „Driven by music“ in der Alten Oper.

Das wurde bereits am ersten Abend spürbar, als Wenders begann, aus den Erfahrungen seiner frühen Kindheit zu erzählen, die immer von Musik, die aus dem heimischen Röhrenradio zu ihm drang, begleitet war: „brummbärig“ wegen des Bach hörenden Vaters, oder im Gegenteil die lauten populären Schlager der 50er Jahre wie „Pack die Badehose ein“, die durch das Haus dröhnten, während die Mutter Hausarbeiten verrichtete.

Wim Wenders in der DFF- Ausstellung vor der „Wurlitzer“, die in „Der amerikanische Freund“ eine Rolle spielt, Foto: Petra Kammann 

„Im Lauf der Zeit“ verfeinerten sich die Geräte, mit denen Wim sich völlig neue Musikgenres und damit andere emotionale Welten erschloss. Dem Radio mit dem magischen Auge folgte daheim der von Dieter Rams designte „Schnewittchensarg“ mit integriertem Plattenspieler der Marke braun.

In der beliebten italienischen Eissdiele wiederum entdeckte er die Jukebox mit den anwählbaren Platten, deren Rock n’Roll-Titel er nun schon mal entziffern und sich merken konnte. Auf der Kirmes wiederum, die als Motiv vielen seiner Filmen zugrunde liegt, stand er am Rande unter dröhnenden Lautsprechern der Berg- und Talbahn namens Raupe, deren Auf-und Abfahrten er als filmisch empfand und zaghaft erotisch imaginierte, was sich unter den wohl  auf- und zu klappbaren Stoffdächern über den fahrenden Séparés wohl während der rasanten Berg- und Talfahrt des Fahrgeschäfts abspielen würde.

Prägend sei schon ganz früh für den Sextaner aber vor allem der Schullehrer gewesen, der dem kurzsichtigen Wim, der mit Brille, die er bis heute trägt, in der ersten Reihe saß, also „mittendrin“ im Geschehen, um alles mitzubekommen. Der Lehrer hatte einen Plattenspieler mitgebracht und spielte den Schülern amerikanische Gospels vor, welche von Freud und Leid, vom Elend und von der Liebe der Schwarzen, von Tod und Teufel, erzählten. Unmittelbar erschloss sich ihm eine völlig neue Welt im fernen Westen, die er fortan erkunden wollte. Es war die „Musik von einem anderen Stern“, die andere, emotional gefärbte Bilder in seinem Kopf produzierten. „W.I.M. – Wenders in motion“.

1956 war es Glenn Gould, der für ihn dann eine neue Klarheit in die Bach’schen Goldberg Variationen brachte, weswegen er bis heute die Musik von Johann Sebastian Bach liebt. Und Chuck Berry mit seinem „Roll over Beethoven“ auf der E-Gitarre, heizte seine Emotionen an, dann wiederum waren es der Saxophonist John Coltrane mit seinem „Alabama“, dem er seinen ersten 35 mm-Film widmete, den er mit seinem langjährigen Kameramann Robby Müller drehte und auf einem Festival in Mannheim vorführte.

Um was es dabei ging? Um den Tod. Um nichts weniger und nicht mehr. Eine Bemerkung, die viele Kritiker damals als arrogant empfanden. Bob Dylan und Jimi Hendrix sangen das Lied „All along the Watchtower“ in zwei verschiedenen Versionen, einer am Anfang, einer am Ende mit Raum für Perspektivwechsel dazwischen. Sie wurden sie zu Wenders‘ frühen Idolen, die seine Filme bestimmten.

Volles Haus: Wim Wenders während der Lecture Performance „Driven by Music“ in der Alten Oper, Foto: Salar Baygan

Dann wollte er die Musik immer bei sich haben und übertrug alles auf einen tragbaren und reisefähigen UHER Kassettenrecorder. Zum Abitur hatte er von seinen Eltern einen alten klapprigen 2 CV geschenkt bekommen. Das sollte ihn beweglich machen und ihn davon abhalten, Motorrad zu fahren. Sein Vater, ein Chirurg, hatte zu viele versehrte Beine und Arme zusammenflicken müssen. Der legendäre Citroën war aber für den vorwärtsdrängenden Filmer eine „lahme“ Ente, laut und langsam.

Komisch wurde es, als er sich für seinen laut knatternden 2 CV, mit dem er viele Jahre um die halbe Welt fuhr und er sich dafür die ersten großen Köpfhörer („Mickey Maus-Ohren!) selber bastelte, weil er mit dem Hören seiner Musik von der Kassette die Motorgeräusche übertönen wollte. Sein Satz „Musik und Film gehören für mich zusammen, denn Musik heißt auch, mit den Ohren zu sehen“, bekommt so einen selbstironischen Touch, wenn er sich heute an die erstaunten Blicke anderer Fahrer erinnert, die ihn damals auf den neuen Autobahnen überholten und befremdet oder verächtlich auf ihn, sprich die „Mickey Mouse am Steuer“, herabschauten.

Musik, gleich ob Blues, Jazz, Pop oder Hip Hop, wurde immer mehr für Wenders etwas Drittem, zu einem Amalgan, das einen Schaffensprozess in Gang setzt und die statischen Bilder zum Laufen bringt. Was Kassetten für ihn bedeutet haben, taucht noch mal in seinem letzten Film „Perfect days“ auf, für den der Song „Perfect Day“ von Lou Reed Namensgeber war.

Der Toilettenreiniger Hirayama (subtil gespielt von Koji Yakusho) wird darin von seiner jugendlichen Nichte Niko (Arisa Nakano) drei Tage lang am Steuer begleitet. Während die beiden über die Highways von Tokio fahren, bittet er sie darum, eine Kassette im Auto einzulegen. Für Hiryyama selbst nämlich hatte das tägliche Einlegen der Kassetten mit den Sounds seiner Jugend von Patti Smith, Van Morrison und The Velvet Underground etwas Ritualisierendes, strukturierte seinen Tag.

Doch da wird der Generationenbruch unüberseh- und unüberhörbar, nämlich, als Niko den Onkel fragt: kann ich das nicht auf meinem i-phone hören? Stellt sich die Frage: Sind unsere früheren Medien, in denen unsere persönlichen Erfahrungen gespeichert sind, noch zu retten?

Die Berliner Brüder Lumière und Zeitzeugin Lucie

Wie Geschichte und Gegenwart miteinander verknüpft und verklammert sind, zeigte sich auch im zweiten Teil des Abends in der Alten Oper. Wenders hatte im Jubiläumsjahr des Kinos mit Studenten der HFF München (u.a. Florian Gallenberger, Veit Helmer, Germán Kral und Barbara Rohm, D: Udo Kier, Christoph Merg, Rüdiger Vogler) eine Hommage an die Gebrüder Skladanowsky gedreht. Eine rasante Mischung aus Dokumentarfilm und Fiktion über die unbekannteren Berliner Filmpioniere.

Wer waren sie? Parallel zu den Brüdern Lumière, die 1895 ihren „Cinematografen“ in Paris präsentierten, was als die Geburtsstunde des Kinos galt, zeigten kurz zuvor schon Max, Emil und Eugen Skladanowsky auf ihrem Projektionsapparat „Bioscop“ bewegte Bilder in Berlin und  ihre ersten Kurzfilme vor Publikum im Wintergarten.

Driven by Music, © Alte Oper Frankfurt/Salar Baygan

Die Lumières in Paris hatten zwar damals einfach die ausgereiftere Technik, sie waren Ingenieure, hatten eine eigene Industrie. Dafür entbehrte weder der Berliner Cancan noch so manch experimentierte misslungene Szene im Prozess der sich in Bewegung setzenden Bilder einer gewissen Komik…  Zu sehen waren damals boxende Kängurus, Artisten und Ringkämpfer; die allerersten bewegten Originalbilder der Brüder aus einer Schaustellerfamilie waren noch stark inspiriert von Zirkus und Varieté.

Lucie, die jüngste Tochter von Erfinder Max, erleben wir als Kleinkind zunächst in imaginierten slapstickartigen Szenen und Stummfilmpassagen in Schwarz-Weiß, gedreht mit einer ausgeliehenen Kurbelkamera. Keck und aufgeweckt wirkt das kleine Mädchen. Ihr gegenüber steht dann „in Realität“ und in Farbe die sich erinnernde hochbetagte real existierende Lucie, Jahrgang 1904. Sie wird als  Zeugin zu den Fotos aus der Zeit der Erfindung befragt und sogar nach einem Urteil über den mit ihr und über sie entstandenen Film: „Wie fanden Sie denn unseren Film?“ – „Naja, die Liebesgeschichte mit Onkel Emil …wie sagt man dazu … künstlerische Freiheit, nich, beim Drehen? Det andere war ziemlich authentisch.“

Ein sensationeller Fund also, den die Filmemacher mit dieser völlig unverbogenen Person aufgetan hatten. Locker, hellwach und und mit Berliner Witz kommentiert die 90-jährige Lucie aus der Gegenwart mit bisweilen krächzender Stimme und blitzenden Augen die ihr gezeigten Fotos aus jener fernen Zeit. Sie werden im Film von wenigen farbigen, aber umso unwirtlicheren Berliner Stadtstills nach dem Mauerfall konterkariert.

„Die Gebrüder Skladanowsky“ von Wim Wenders mit Studenten der HFF München © 1996 Wim Wenders Produktion, HFF München, Veit Helmer Filmproduktion. Mit freundlicher Genehmigung der Wim Wenders Stiftung, HFF München, Veit Helmer Filmproduktion

Echt und authentisch war an diesem Abend auch die musikalische Live-Begleitung des restaurierten 4 k-Films mit E-Piano, Saxofon, Mundharmonika und Gitarre durch den improvisierenden Filmkomponisten, Sänger, Schauspieler und Instrumentalisten Laurent Petitgand, den „kleinen Handschuh“, wie Wenders den Namen des französischen Komponisten schmunzelnd auf Deutsch übersetzte…

Mit ihm arbeitet der Filmemacher immerhin seit 1985 zusammen – mithin fast die Hälfte seines Lebens. Eben „Im Lauf der Zeit“. Auch der Titel ist unschlagbar für das sich stets wandelnde Medium Film. „Es ist noch nicht absehbar, wie die Kinos als Institution überleben werden“, so Wim Wenders. Da hat er der Zeit schon mal mit seinen filmischen und musikalischen Statements ein Schnippchen geschlagen.

Ein winziger Trost: „Im Lauf der Zeit“ kommt alles wieder, wenn auch in verwandelter und manchmal anderer medialer Form…

Alte Oper Frankfurt

Opernplatz
D 60313 Frankfurt

Driven by music vom 11. bis 13. März 2026

Deutsches Filminstitut & Filmmuseum

W.I.M. IM LAUF DER ZEIT

Donata und Wim Wenders werden von Kurator Hans-Peter Reichmann vor dem DFF in Empfang genommen, Foto: Petra Kammann

Die Wim Wenders Ausstellung, kuratiert von Hans-Peter Reichmann und seiner Frankfurter Kollegin Isabelle Bastian in Kooperation mit  der Kunsthistorikerin Susanne Kleine (Bonner Kunsthalle), widmet sich dem Leben und Werk von Wim Wenders. Zu Wenders‘ 80. Geburtstag hatte es bis vor Kurzem in der Bonner Kunsthalle eine große Restrospektive auf  1600 Quadratmetern Ausstellungsfläche gegeben. Und nun wird im DFF  Wenders weniger als Maler und Fotograf gezeigt, der er ja auch ist. Hier liegt der Fokus, dem Haus gerecht werdend, auf seiner Kinoarbeit. Zu sehen sind dort zahlreiche Exponate wie Drehbücher, Fotos, Requisiten und Kostüme und als Highlight ist dort „Wenders im Ohr“ zu erleben. Als „Reiseleiter“ führt er im Audioguide durch seine eigene Ausstellung. Außerdem hat er eine Etage tiefer ein immersives Hexagon gestaltet, wo man in die Bildwelten seiner Filme ein­tauchen kann.

Schaumainkai 41
60596 Frankfurt

11. März bis 18. Oktober

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