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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Archiv für März, 2026

Frankfurt verleiht ersten Europäischen Paulskirchenpreis an Masih Alinejad

2026, März 31.

Ein starkes Zeichen für Demokratie

Langanhaltender Applaus, stehende Ovationen, bewegende Worte und ein starkes Zeichen für Demokratie und Freiheit: Die Stadt Frankfurt am Main hat am Dienstag, 31. März, zum ersten Mal den Europäischen Paulskirchenpreis für Demokratie in der Paulskirche verliehen. Die Auszeichnung ging an die iranisch-amerikanische Journalistin Masih Alinejad, die sich weltweit für Freiheit, Menschenrechte und die Rechte von Frauen stark macht. Die Laudatio hielt Bundestagspräsidentin Julia Klöckner. Oberbürgermeister Mike Josef begrüßte die Gäste und überreichte die Auszeichnung gemeinsam mit Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arlsaner an die Preisträgerin.

Erstmalige Verleihung des Europäischen Paulskirchenpreises für Demokratie durch den Frankfurt Oberbürgermeister Mike Josef an Masih Alinejad am 31.März 2026 in der Frankfurter Paulskirche, links: Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner, Foto: Michael Braunschädel, Stadt Frankfurt 

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“Der glasklare Blick der Hanna Laura Klar” – Schwerpunkt-Wochenende im Deutschen Filminstitut & Filmmuseum (DFF)

2026, März 29.

Eröffnungsrede von Christine Kopf, Künstlerische Direktorin des DFF 

Das DFF erinnerte vom 20. bis 22.3.2026 mit einem Schwerpunkt-Wochenende an die 2025 in Frankfurt gestorbene Dokumentarfilm-Regisseurin, Produzentin, Autorin und Dozentin Hanna Laura Klar, die sich in ihren Filmen auf ruhige, einfühlsame Art außergewöhnlichen Persönlichkeiten angenähert hat. Die Retrospektive schloss ab mit dem Film „Ich friere auch im Sommer“. Die zwei Leben der Alexandra Kluge. Darin zeigt Klar die beiden Leben dieser außergewöhnlichen Frau und Freundin Alexandra Kluge, die als Schauspielerin in den Filmen ihres Bruders Alexander Kluge ebenso charismatisch war wie als Ärztin Karen Steinborn. Hanna Laura Klar lässt darin nicht nur zahlreiche Zeitgenossen und u.a. deren Sohn Andro Steinborn zu Wort kommen, sondern ausgiebig und persönlich auch den gerade verstorbenen Bruder Alexander Kluge. In der folgenden Rede vermittelte DFF-Direktorin Christine Kopf das empathische und experimentelle Filmschaffen von Hanna Laura Klar.

In ihrer Rede erinnert Christine Kopf, künstlerische Direktorin des DFF, an den Lebensweg und die Filme der verstorbenen Regisseurin Hanna Laura Klar, Foto: Petra Kammann

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Der Magier in der Medienmanege: multivirtuos

2026, März 28.

Zum Tod des Filmemachers und Autors Alexander Kluge (1932 – 2026)

Von Uwe Kammann

Das offizielle Frankfurt flicht Alexander Kluge in Nachrufen Kränze. Natürlich, Frankfurt spielt im Leben dieses (letzten?) Universal-Gelehrten (besser: -Denkers) eine bedeutende Rolle. Hier studierte er (neben Freiburg und Marburg) eine für ihn typische Kombination von Rechtswissenschaft, Geschichte und Kirchenmusik, hier war er Adorno-Adept, hier lebte seine Schwester und Schauspielerin Alexandra, auch er selbst war zeitweilig in der Mendelssohnstraße Frankfurt-Bewohner. Hier sprach er später an der Universität gelehrt über Poetik und Narrationen, hier fixierte er Filmbilder über den baggerwütigen Wandel im Westend, hier leistete er sein juristisches Referendariat ab, beim das Denken so befügelnden Institut für Sozialforschung.

Alexander Kluge 2010 im Grimme-Institut, Foto: Petra Kammann

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Die Welt in einer Tasse Tee

2026, März 27.

Sri Lanka: Reiche Kultur, pure Natur, Teil V

Text und Fotos: Paulina Heiligenthal

Denn Teeismus ist die Kunst, Schönheit zu verhüllen, um sie zu entdecken, und etwas anzudeuten, was man nicht zu enthüllen wagt. Er ist das feine Geheimnis, leise und doch gründlich über sich selbst zu lachen, und ist somit die gute Laune selbst – das Lächeln der Philosophie. Kakuzo Okakura

Ein Hauch von Morgentau verschleiert die dichten Bergspitzen von Kandy und zaubert eine geheimnisvolle Stimmung hervor. Er breitet sich über den Kandy-See aus, der jetzt milchig wie ein matter Spiegel mutet. Nur Buddha, in meditativer Pose lächelt schimmernd golden von verhangener Höhe. Beim Abschied von der schönsten Königsstadt im kulturellen Dreieck.

Die zarte Blüte der Teepflanze – Camellia sinensis – blüht nur dann, wenn sie sich wohlfühlt

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Was Simone gerade liest …

2026, März 26.

 

 

 

Unter dem Titel „Was Simone gerade liest …“
stellt unsere Theater-, Opern- und Tanzkritikerin
Simone Hamm, die auch eine begeisterte Leserin ist,
Neuerscheinungen vor, wie zum Beispiel diesmal
den Erzählband „ Die elfte Stunde “ des großen
Storytellers Salman Rushdie, der gerade auf der
auf der litCologne zu Gast war

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Ein feiner Verlag macht zu: der Berenberg Verlag

2026, März 25.

„Wachs“ und „Eine Nebensache“

 Von Simone Hamm

Der kleine Berenberg Verlag stellt seinen Betrieb Ende März ein. Schöne Bücher sind dort herausgekommen im Leineneinband und mit Lesebändchen, etwa sechs bis acht in jedem Halbjahr. Verleger Heinrich von Berenberg sagte, es sei im deutschsprachigen Buchmarkt nie einfach gewesen, als kleiner Verlag über einen längeren Zeitraum hinweg zu bestehen, und daran habe sich nichts geändert. Und das, obwohl Berenberg große Namen unter seinen Autoren und Autorinnen hatte.

Der Verleger Heinrich von Berenberg gibt auf, Foto: privat

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Gärtnern, von Paris aus gesehen…

2026, März 24.

Und „Die versteckten Wissenschaften des Gartens“

Von Ruthard Stäblein

„Paris ändert sich schneller ach, als die Stimmung eines Sterblichen“, klagte der Dichter Charles Baudelaire in seinem Schwanengesang „Le cygne“, als der Präfekt Georges-Eugène Haussmann ab der Mitte des 19. Jahrhunderts reihenweise alte Viertel planierte und so den Barrikadenbau der Revolutionäre in den einst engen und gewundenen Gassen behinderte. Noch vor wenigen Jahren verstopften Autos die Boulevards von Haussmann und verpesteten die Luft von Paris. In jüngster Zeit verändert sich Paris wieder einmal, aber dieses Mal zum Besseren hin…

Die allmähliche Veränderung des Haussmann’schen Paris, Foto: Petra Kammann

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Glückwünsche zum runden Geburtstag für die Vollblutgastronomin Emilija Carevic

2026, März 24.

Herz und Seele des „Darmstädter Hofs“

Frankfurter kennen Emilija Carevic noch als Geschäftsführerin aus der Kultgaststätte „Mutter Ernst“, wo es deutsche Hausmannskost, seriös gezapftes Bier vom Fass, Frikadellen und Kartoffelsalat gab. Emilija Carevic war vor über 50 Jahren als „Gastarbeiterin“, wie es damals noch hieß, aus Kroatien nach Deutschland gekommen. Inzwischen ist sie selbst erfolgreiche Pächterin im Darmstädter Hof, dem angesagtesten Treff im Stadtteil Nieder-Eschbach, einem privat geführten Hotel-Restaurant mit zugleich Bürgerhaus-ähnlicher Funktion. Es bietet heute einen Mix aus deutscher und internationaler Küche. Stammgäste sind dort ebenso herzlich willkommen wie Hotelgäste im Haus. Nun feiert sie ihren 70. Geburtstag, zu dem FeuilletonFrankfurt sie herzlichst beglückwünscht.

Glückwünsche zum 70. Geburtstag für die Vollblutgastronomin Emilija Carevic, Herz und Seele des Darmstädter Hofs in Frankfurt-Nieder-Eschbach, Foto: Erhard Metz

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„Was man in der Hölle, im Fegefeuer und im Paradies hört“ – Marie Jaëlls Kompositionen zu Dantes „Göttlicher Komödie“

2026, März 23.

Viviane Goergen über die französische Komponistin, die ihrer Zeit weit voraus war

Von Petra Kammann

Die in Paris geborene und an der École normale de musique u.a. bei dem brillanten Pianisten Thierry de Brunhoff ausgebildete luxemburgisch-schweizerische Pianistin Viviane Goergen hat sich intensiv mit der in Vergessenheit geratenen, hochbegabten Pianistin und Komponistin Marie Jaëll (1846- 1925) beschäftigt und dabei erstaunliche Funde gemacht. Die von Franz Liszt außerordentlich geschätzte Musikerin hat in „18 Pièces pour piano“ Passagen aus Dantes „Göttlicher Komödie“ vertont. Im Frankfurter Steinway Haus stellte die Autorin Goergen die Komponistin und Musikwissenschaftlerin vor, las aus ihrem kürzlich erschienenen Buch und spielte eindrückliche Passagen aus Jaëlls Dante-Klavierzyklus. Gerade wurde die Einspielung wiederentdeckter Kammermusikwerke von Jaëll von den „Victoires de la musique classique 2026“, der höchsten französischen Auszeichnungnominiert.

Viviane Goergen liest, erläutert und spielt aus den „Pièces pour pianos“ im Frankfurter Steinway Haus, Foto: Petra Kammann

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Gifte faszinieren — sie töten, heilen, warnen und schützen

2026, März 22.

Museum Wiesbaden präsentiert „GIFT – Tödliche Gaben“

Von Hans-Bernd Heier

„Vorsicht: giftig!“ Nahezu jedes Kind dürfte diesen alarmierenden Mahnruf von besorgten Eltern oder Erwachsenen noch im Ohr haben, mit dem diese vor den Gefahren von giftigen Stoffen, Tieren, Pflanzen oder Pilzen warnten. Doch Gifte können nicht nur tödlich sein, sie können auch schützen und sogar heilen. Das Museum Wiesbaden – Hessisches Landesmuseum für Kunst und Natur – beleuchtet in der großen Sonderausstellung „GIFT – Tödliche Gaben“ die vielen Facetten des Giftigen.

Der Blaue Baumsteiger speichert das Gift von giftigen Insekten zum Schutz vor Fressfeinden in seiner Haut; Foto: Museum Wiesbaden ⁄ Bernd Fickert

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