Vom Goldenen Tempel zum Heiligen Zahntempel
Sri Lanka: Reiche Kultur, pure Natur, Teil IV
Eindrücke und Fotos von Paulina Heiligenthal
Fröhliche Hutäffchen begleiten mich ein Stück des Weges beim 30- minütigen Aufstieg zum historischen Felsenkomplex, zum Goldenen Tempel von Dambulla. Der Pfad führt über 250 in den Fels gehauenen Treppenstufen aufwärts zum nächsten bedeutungsvollen Highlight, einem UNESCO-Weltkulturerbe seit 1991.

Der Ausblick in die majestätische Landschaft entschädigt für den steilen Anstieg zum Höhlentempel in Dambulla
Grandiose Ausblicke in die üppige Natur der Hügellandschaft versöhnen mich, wenn der Pfad zur Tempelanlage zu steil zu werden droht. Diese liegt auf einem Granit-Felsen, der sich 160 Meter über die umliegende Ebene erhebt. Der massive Bergrücken dominiert die gesamte Landschaft und überlappt das Heiligtum, das aus fünf aneinander gereihten, separaten Hauptgrotten besteht. Von mehr als 80 Höhlen in der Region.
Der Höhlenkomplex gilt weltweit als einer der größten und am besten erhaltenen Orte der Höhlenkunst, dessen Ursprünge sich auf das 1. Jahrhundert v. Chr. zurückverfolgen lassen. Auf den damaligen König Vattagamani, der im Jahr 103 v. Chr. nach nur fünf monatiger Herrschaft von südindischen Eindringlingen aus seiner Königsstadt Anuradhapura vertrieben wurde. Die Grotten der ehemaligen Einsiedelei, erst aus nächster Nähe zu erkennen, dienten ihm als Versteck.

Mystische Stille im Heiligtum von Dambulla
Als königlicher Zufluchtsort sozusagen. 14 Jahren lang. In großer Abgeschiedenheit schöpfte er mit Hilfe der unterstützenden Mönche die Kraft, die er für die Rückeroberung seines Thrones benötigte. Aus Dankbarkeit ließ er zwei Höhlen in Staatstempel umwandeln. Für die Einsiedlermönche. Zum Meditieren und zum Studieren buddhistischer Schriften. Die prächtigen Fresken und die Anzahl der Buddha-Statuen wurden im Laufe der Zeit durch Schenkungen anderer Herrscher erweitert.

Weiße Kolonaden – Eingänge unter einem geneigten Felsendach führen zum Ort andächtiger Stille
Die weißen Giebeleingänge mit den Bogen-Kolonaden liegen geschützt unter einem optimal gewölbten Felsendach mit monumentalem Ausmaß. Dies verleiht dem Tempel ein einzigartiges, spirituelles Äußeres, das mit Ästhetik beeindruckt. Erst recht im Inneren. Die Schönheit der insgesamt über 150 Buddha-Statuen, großartig angeordnet und von historischer Wand- und Deckenmalerei eingerahmt, ist überwältigend. Liegende, sitzende, stehende Buddha-Figuren füllen die Nischen der Höhlentempel bis in die Ecken aus. In gedämpftem Licht und in mystischer Ruhe.

Seitenansicht auf den Wassergraben und den achteckigen Palastturm von Kandy – heute beherbergt sie eine Bibliothek.
Die erste Grotte wird als Devaraja-Iena Götterhöhle bezeichnet. Nach einer kleinen Statue der hinduistischen Gottheit Vishnu. Ihre längliche, enge Form vermittelt eine gewisse Intimität, ein Gefühl von Nähe zur 14 m großen liegenden Buddha-Skulptur aus Granit.

Buddhas leicht versetzte Füße deuten seinen Weg ins Nirwana an
Seine leicht verschobenen Füße mit wunderschöner Malerei und Resten der Vergoldung symbolisieren den Weg ins Nirwana, an dessen Ende sein Lieblingsjünger Ananda wacht. Künstlerisch hochwertige, jahrhundertealte Fresken in warmen Erdtönen zeichnen seinen Lebensweg auf. Sie transportieren spürbare Wärme und innerliche Kraft.

Die antiken Mönchsschriften auf Palmblättern enthalten größtenteils spirituelle Themen
Die zweite Grotte ist nicht nur die größte von ihrem Ausmaß her. Dank der reichen Sammlung unterschiedlichster Buddha-Figuren, 56 an der Zahl, ist sie die eindrucksvollste Höhle schlechthin. Zu ihnen gesellen sich Statuen zweier Könige sowie die Gottheiten Saman und Vishnu. Unzählige, prachtvolle Wandgemälden, subtil an den unebenen Felsoberflächen ausgeführt, erzählen über Buddhas Leben. Sie begeistern. Sie haben maßgeblich zum UNESCO-Weltkulturerbe beigetragen.

Szenen des Lebens umrahmen den meditierenden Buddha in der zweiten Grotte
Aufgrund der Standbilder des Gründerkönigs Vattagamani und des Königs Nissanka Malla, ein Förderer, der die Buddha-Figuren vergolden ließ, heißt der zweite Tempel Maharaja Viharaya – Kloster der großen Könige. Die beiden ersten über 2.000 Jahre alten Höhlen sind von großer kulturhistorischer Bedeutung. Dessen König Vattagamani als ein Vorbild-Regent gilt, der trotz großer Widrigkeiten das singhalesische Königtum von Anuradhapura festigte, das ca. 1300 Jahre existieren sollte.

Im zweiten Tempel beeindrucken die kulturhistorischen Meisterwerke der Bildhauerkunst und der Wandmalerei
Bis zu seiner künstlerischen Gestaltung um 1770 diente der dritte Höhlentempel mit dem Namen „Der große neue Tempel“ als Lagerraum. Sehenswert sind hier die Deckenmalereien im Kandy-Stil, die einen Bezug zur damaligen Königsstadt Kandy darstellen. Auch hier folgen die Fresken den natürlichen Kontouren der Höhle und illustrieren Szenen aus dem Leben des Erleuchteten.

In fein abgestimmten Tönen meditieren zahlreiche Buddha-Figuren unter einem bemalten Felsenhimmel
Umgeben von nicht religiösen Symbolen. Zeugnisse der über Jahrhunderte erworbenen Fähigkeiten, in denen Kunst und Glaube eine faszinierende Verbindung miteinander eingehen. Eine Verschmelzung. Inspirierend und bereichernd zugleich.

Kunst und Glauben sind im dritten Tempel vereint
Sie verströmen den Duft von Vanille und Mandeln, die Blüten des Vanillestrauches Planifolia Vanille. Eine Orchideenart und eine empfindliche Diva, die ihre Blüten nur für einen Tag öffnet. Deswegen erfordert dieses edelste Gewürz präzise Handarbeit bei der Bestäubung. Ab dann vergehen noch rund drei Jahre bis zur Ernte der begehrten Schote.

Das Gold Sri Lankas heißt Zimt – die sorgfältig abgeschälte Rinde rollt sich von alleine auf
Ich bin im Ceylon Ayurvedic Village in Matale. In einem sehr gepflegten Anbaugebiet der traditionellen Heilpflanzen und Gewürze. Dort, wo nicht nur der schwarze Pfeffer kletternd wächst. Hier ist die ganze Gewürzinsel in einem Dorf gepackt.

Im Gewürzgarten duftet sogar die angehaufte Erde -von Kokosschalen festgehalten um die Feuchtigkeit zu regulieren
Hier duftet sogar die Erde nach Ceylon- Zimt, dem berühmtesten Gewürz des Landes. Sorgfältig wird es aus der inneren Rinde des Zimtbaumes geschält, bevor es zum Trocknen an der Luft aufgefädelt wird. Sri Lanka produziert den hochwertigsten Zimt der Welt. Mit dem Namen echter Ceylon-Zimt. Im Gegensatz zum billigeren Cassia-Zimt enthält er kaum Kumarin und kann bedenkenlos konsumiert oder angewendet werden.

Der echte Ceylon-Zimt wird als Stangen zum Trocknen aufgefädelt
Es wachsen ferner Nelken, Muskatnuss, Kardamom, Zitronengras, Ingwer, Kurkuma, Curryblätter und vieles mehr auf der Plantage im üppigen Dschungel. Für die Heilmedizin, zur Behandlung unterschiedlichster Zipperlein. Für das körperliche Wohlbefinden. Für Wellness und Kosmetik. Vor allem für die kulinarischen Köstlichkeiten der ayurvedischen Küche.
Der Mund wird im Ayurveda als Kavala, als Tor zur Gesundheit bezeichnet. Was liegt näher, als ein natürliches Zahnpulvergemisch –Herbal Tooth Powder – für starke, weiße Zähne und einen frischen Mund zu erstehen? Zimtfarben. Pikant schmeckend. Mit den Ingredienzen: Kardamom, Nelken, Zimt und Sandelholz.

Die goldene Kokosfrucht enthält wenig Fruchtfleisch dafür umsomehr köstliche Flüssigkeit zum Durstlöschen
Tropisch, grün und duftend ist er ein Ort, wo die Erde der Gewürzbäume liebevoll von halbierten Kokosnüssen gehalten wird. Ein Ort der wohltuenden Ruhe des Regenwaldes. Ab und an unterbrochen von einigen Takten Beethovens „Für Elise“, wenn sich der vorbei fahrende Brothändler ankündigt.

Reisanbau gibt es möglicherweise schon seit 800 vor Chr – Reisfelder am Wegesrand werden von Frauen mit Setzlingen bestückt
Weite, saftige Reisfelder prägen die Landschaft, in der sich der Himmel spiegelt. Frauen stehen knöchelhoch im feuchten Boden, um in Handarbeit Setzlinge in die Erde zu pflanzen, die von Landbauern vorbereitet wurde. Damit sie mit dem Segen des Regens während des Monsuns Wurzeln schlagen, sich nach dem Licht strecken und wie ein grüner Teppich ausbreiten können. Für zwei Ernten jährlich.
Freunde und Verwandte kommen zusammen, um gemeinsam die Reishalme zu scheiden. Halm für Halm. Manuell. Reis ist die wichtigste Kulturpflanze des Landes. Für die berühmten „Rice & Curry“ Gerichte der köstlichen Küche Sri Lankas oder für das leckere Lamprais. Ein aufwendiges Festtagsessen mit Einflüssen der niederländischen Burgher Küche.

Pol Sambol oder Kokos Sambal ist eine köstliche Beigabe zum Linsencurry Dhal
Der euroasiatischen Ethnien. Sie entstammten Mischehen mit offenem Charakter und heterogenen kulturellen Traditionen. Der berühmteste Burgher heißt Michael Ondaatje, * 1943 in Colombo mit niederländisch-singhalesischen Wurzeln. Autor des preisgekrönten Buches Der englische Patient, das 1992 den Booker Prize erhielt und 2018 mit dem Golden Man Booker Prize als beste englische Literatur seit der Preisvergabe ausgezeichnet wurde.
Die Verfilmung des Buches erhielt zwölf Nominierungen und gewann neun Oscars. Zurück zum Kulinarischen: Der Festschmaus besteht aus aromatischem Basmati-Reis mit würzigem Hähnchenfleisch und gemischtem bunten Gemüse. Eingewickelt in einem Bananenblatt wird es im Ofen gegart und als edles Päckchen serviert. Das geöffnete Blatt enthüllt sein Geheimnis. Ein warmer Duft von Zimt, Kardamom und Nelken entweicht. Eine genießerische Geschmacksexplosion.

Der Himmel spiegelt sich im Lake-Kandy auch Milchsee genannt – er wurde 1807 unter dem letzten König Sri Wickrama Rajasinha angelegt
Die zweitgrößte Stadt und erste Universitätsstadt heißt Kandy. Sie liegt im Herzen des Landes am Mahaweli-Fluss. Im kulturellen Dreieck. In einem idyllischen Tal auf 500 m, umgebenen von tropengrünem Hochland. Ein lebendiger, urbaner Ort mit moderatem Klima für schätzungsweise 170.000 Einwohner.
Das Stadtbild ist geprägt von einem malerischen See aus 1807, dem Kandy Lake. Eingefasst mit einer weißen Wolkenmauer. Und von der charakteristischen Kolonial-Architektur wie das nostalgische Queens Hotel von 1841. Hier residierte die Queen höchst persönlich und war very amused über ihren Aufenthalt in dieser schönen Stadt. Auch Hermann Hesse, Literatur-Nobelpreisträger von 1946, verweilte hier und genoss so manches Lions Bier in der historischen Hotelbar mit dem Flair der alten Zeiten.

Im Queens Hotel mit historischem Flair und kolonialer Bar residierte einst der Literaturpreisträger Hermann Hesse
Wunderschön eingebettet in einem gepflegten Park mit großartigem Baumbestand, am Ufer des Sees steht der ikonische Tempel-Palastkomplex. Der Zahntempel. Sri Dalada Maligawa, der die traditionelle Architektur und Kultur von Kandy eindrucksvoll verkörpert. Der heiligste Ort der spirituellen Bedeutung des Landes. Mit einer zweistöckigen, inneren Kammer, in der die Zahnreliquie in einem goldenen Schrein aufbewahrt wird. Zentrum und Pilgerziel für Buddhisten aus Sri Lanka und aller Welt. UNESCO-Weltkulturerbe seit 1988 .
Der Legende nach wurde die Zahnreliquie – Buddhas linker Eckzahn – aus dem Scheiterhaufen in Süd-Indien geklaubt und 800 Jahre sorgfältig aufbewahrt. Bis ins 4. Jahrhundert n. Chr. hinein, als die Zeiten unruhig wurden. Aus Schutz vor Zerstörung durch Andersgläubige wurde das heilige Objekt auf Anordnung des Königs nach Sri Lanka gebracht. Versteckt in der Haarpracht der Prinzessin Hemamala, die zusammen mit ihrem Ehemann Dantha, inkognito als Pilgerin verkleidet zum König Siri Meghavanna von Anuradhapura reiste. Um ihm die geschmuggelte Reliquie zur sicheren Aufbewahrung auszuhändigen.

Man spricht dem Zahn Buddhas eine regenmachende Fähigkeit zu
Bis auch hier Turbulenzen ausbrachen. Nach erneuter, abenteuerlicher Reise über Polonaruwa, später Dambulla, gelangte der heilige Zahn nach Kandy. Dort ließ König Vimala Dharma Surya I. – reg. 1591-1604 –einen Tempel auf dem Gelände seines Palastes errichten, der im Laufe der Zeit vielen Veränderungen unterlag. Unter der Herrschaft des letzten Königs Sri Wickrama Rajasinghe bis zur Machtübernahme 1815 durch die Briten, entstand nicht nur der szenisch-schöne Kandy-Lake.

Eine strahlend weiße Wolkenmauer umfasst die Palastanlage, in deren hinteren Bereich der Zahntempel untergebracht ist
Er legte einen großen Wassergraben mit prachtvoller Einbettung um den Tempel an und baute einen markanten achteckigen Turm ans Hauptgebäude. Um öffentliche Audienzen abzuhalten oder Prozessionen beizuwohnen. Der Anbau enthält eine beachtenswerte Bibliothek mit wertvollen Manuskripten auf Palmblättern geschrieben. Größtenteils in Pali, der Sprache des Theravada-Buddhismus.

Ein rot-goldener Vorhang verhüllt den Schrein bis zum Beginn der feierlichen Verehrung
Bevor das Heiligtum betreten wird, müssen sich alle Besucher einer strengen Körper- und Gepäckkontrolle im Vorhof unterziehen. Kein Wunder, blickt doch der Zahntempel auf eine lange Geschichte voller Konflikte zurück. Wie verheerend die Angriffe auch waren, sie kristallisierten die widerstandsfähige Stärke der sri-lankesischen Kultur heraus. In ihrer immensen Bedeutung um die Spiritualität, widerstanden sie sogar der Unterdrückung durch die britische Kolonialmacht. Dies führte letztendlich zur Toleranz bezüglich der Huldigung der Reliquie als Symbol der eigenen Identität.
Über Treppenstufen mit meisterlicher Steinmetzkunst hinauf und über den wunderbar weiß ummauerten Wassergraben, gelange ich durch den goldverzierten Eingangsbereich ins Innere des Heiligtums. Kunstvolle Holzschnitzereien, goldene Verzierungen, bunt bemalte Säulen und Elfenbeinbögen schmücken einen Schrein, der von einem rot-goldenen Vorhang mit einem Pagode-Motiv bedeckt wird. Das Motiv stellt den siebenfach verschachtelten Goldbehälter der kostbaren Zahnreliquie dar. Auf Vorhängen, Bildern, geprägten Portalen. Ein aufwendiger Schutz. Reich mit Edelsteinen besetzt.
Bis zum Beginn der Feierlichkeit. Eine atemlose Stille.

Der Trommler konzentriert sich auf das morgentliche Ritual
Trommler rufen inständig zur Zeremonie der Anbetung auf. Zur sogenannten „Puja“. Mit ihren intensiven Klängen entfachen sie eine mystische Atmosphäre. Begleitet von Flötentönen . Dreimal täglich. Zur Vollziehung der religiösen Rituale. Dann wird das Flügelportal enthüllt und der Blick auf eine kostbare Tür mit feiner Metallprägung freigegeben. Glanzvolle Pracht in künstlerischer Raffinesse der Kandy-Ära. Die Zeremonie wird vom Hauptmönch eingeleitet. Jetzt strömen die Gläubigen in Scharen zum himmlischen Wohnsitz der Zahnreliquie hinauf.

Mönche eröffnen feierlich die Puja-Zeremonie
Auf halber Höhe legen sie eine Gebetspause ein, heften Bittgesuche an Kupferstäbe oder legen ehrfurchtsvoll Blumen nieder, bevor sie voller Andacht den länglichen Raum zur Verehrung der heiligen Reliquie betreten. Für einen Blick auf den Goldenen Schrein. Den äußeren Schrein. Nicht auf das Relikt. Ort der Meditation und der stillen Einkehr. Mit Einblick in den tiefen Glauben. Eindrucksvoll, einzigartig, erhaben!

Die Unisha-Krone Buddhas symbolisiert das Erreichen der spirituellen Erleuchtung
Der Daladas, Zahn Buddhas, wird als physische Präsenz der spirituellen Kraft Buddhas gesehen – als Regenmacher für eine gute Ernte. Zudem ein Machtsymbol der Legitimation für die singhalesische Herrschaft.
In Kandy findet jährlich im Juli/August das zehntägige spektakuläre Perahera-Festival, eines der prunkvollsten Feste Südostasiens statt. Zu Zeiten des Vollmonds. Zu Ehren des heiligen Zahns von Buddha. Dann finden abendliche Prozessionen statt mit Musikern, Tänzern, Gauklern, Fackeln- und Würdeträgern sowie mit über hundert Elefanten, geschmückt mit kostbaren Umhängen und Lichterketten.

Meisterliche Bildhauerkunst am Treppenaufgang zum Heiligtum von Kandy
Raja heißt der prominenteste Tempelelefantenbulle, der 50 Jahre lang am zeremoniellen Fest von Kandy teilnahm. 37 Jahre davon als Hauptträger des heiligen Reliquienschreins. Aufgrund seines edlen Charakters war er einer der am meisten verehrten Elefanten. Nach seinem Tod, im Juli 1988 ordnete die Regierung eine Staatstrauer an. Im Dezember 1989 wurde nicht nur eine Erinnerungsbriefmarke herausgegeben, sondern auch ein Tausend-Rupie-Schein, bedruckt mit dem Bild von Raja und Skanda, seiner Elefantenfrau. Im Jahr 1986 wurde er zum Nationalschatz erklärt. Heute ist er, präpariert mit zahlreichen Fotos aus seiner Dienstzeit im Raja-Museum, auf dem Tempelgelände zu besichtigen.

Welch‘ temperamentvolle Musik- und Tanzdarbietung
Mit einer fulminanten Tanz- und Musikshow der berühmten Kandy-Tänzer klingt der bereichernde Tag bei wirbelnden Tänzen mit pulsierender Trommel- und Flöten Musik und leidenschaftlichen Feuerläufen aus.
Tief und rhythmisch, wie der Herzschlag der Stadt. Ein Juwel. Zwischen Traum und Wirklichkeit. Mit einer eigenen Poesie der Verknüpfung buddhistischer Tradition mit königlicher Geschichte und heutiger Lebenskunst.
