Archiv für Februar, 2026
2026, Februar 17.
Das Ballet BC aus Vancouver zu Gast an der Bonner Oper
Fast hundert Jahre alt ist die Komposition „Bolero“ von Maurice Ravel. Und hat nichts von ihrem Sog,ihrer Kraft verloren. „Bolero“ ist Vorlage für ungezählte Choreografien gewesen, eine der beeindruckendsten ist die von Maurice Béjart. Es bracht also Mut und Selbstbewusstsein, den „Bolero“ zu vertanzen. Shahar Benjamini hat es gewagt. Ihre Interpretation des „Bolero“ zeigte jetzt eine weltberühmte Kompanie, das Ballet BC aus Vancouver an der Oper Bonn im Rahmen der „Highlights des Internationalen Tanzes“. „Connecting Continents“ ist das Programm aus insgesamt drei Choreografien überschrieben.

„Artists of Ballet BC in Bolero“, Foto: Michael Slobodian
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Tanz | Kommentare deaktiviert für „Connecting Continents“ – Kontinente verbinden
2026, Februar 14.
Präzision, Monotonie, Rhythmik und komplexe Bildgewebe
Eindrücke von Petra Kammann
Nicht nur, dass der Einfluss der digitalen Massenmedien und der Maschinen auf unsere Existenz aktueller ist denn je und unsere Wahrnehmung prägt, wird in der Ausstellung unter dem Motto: „Fröhlich sein: Thomas Bayrle“ – Antrieb und Haltung gegenüber den Studierenden des einstigen Städeldirektors Thomas Bayrle (*1937) sichtbar. Der in Frankfurt lebende Künstler behandelt in seiner Kunst grundlegende Aspekte der modernen Gesellschaft wie Gier, Macht und Genuss, Werbe-, Konsum-, Alltags- und Kinoillusion und präsentiert sie in seinen Werken auf hintergründig humorvolle Art und Weise. In der großen Soloschau der Kunsthalle Schirn sind bis 10. Mai 2026 insgesamt 55 seiner Werke – vor allem aus den letzten zwei Jahrzehnten – zu sehen, darunter Malerei und Grafik, Skulptur und Objektkunst, Soundinstallationen sowie eine Videoarbeit.

2020 – Besuch bei Thomas Bayrle zum Gespräch, Foto: Petra Kammann
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Buchmessen, Design, Fotografie · Video · Film, KultTouren, Kultur Frankfurt, Kultur und Gesellschaft, Malerei, Skulptur, Zeichnung · Druckgrafik | Kommentare deaktiviert für „Fröhlich sein: Thomas Bayrle“ in der Schirn – Jesses, Maria und das Kreuz mit der Kunst
2026, Februar 11.
Rasanz und Doppelbödigkeit
Mit Thomas Guggeis am Pult und Elias David Moncados Debüt als Solist
Von Petra Kammann
Unter der Leitung des Chefdirigenten Thomas Guggeis waren im Rahmen der Museumskonzerte drei packende, wachrüttelnde Werke in der Alten Oper Frankfurt zu hören, die um das Jahr 1938 herum entstanden sind: die Sinfonie Nr. 2 der französischen Widerstandskämpferin Elsa Barraine, das Violinkonzert des Oscar-prämierten Hollywood-Filmkomponisten Erich Wolfgang Korngold, in dem der junge Geiger Elias David Moncado, Stipendiat der Anne-Sophie Mutter Stiftung und Student an der Kronberg Academy, ein brillantes Debüt als Solist bei den Museumskonzerten gab. Nach der Pause folgte die fünfte so populäre wie brisante 5. Sinfonie von Dmitrij Schostakowitsch, die 1927 zur Zeit des stalinistischen Terrors entstand, nachdem der Komponist gedemütigt worden war.

Thomas Guggeis dirigierte im 6. Sinfoniekonzert der Museumskonzerte Werke von Barraine, Korngold und Schostakowitsch (Foto: Simon Pauly)
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Alte Oper, Film, Kronberg Academy, Kultur Frankfurt, Kultur regional / Rhein Main, Kultur und Gesellschaft, Musik | Kommentare deaktiviert für Das Schicksalsjahr 1938 für die Komponisten – 6. Sinfoniekonzert des Frankfurter Opern- und Museumsorchester
2026, Februar 10.
Matthew Wild inszeniert Gioachino Rossinis „Barbier von Sevilla“ an der Bonner Oper
Auf einem Roller saust der berühmte Tenor Graf Almaviva nach einer Gala am Opernhaus durch die Bonner Innenstadt, vorbei an Universität und Rathaus. Das ist während der Ouvertüre auf einer großen Leinwand zu sehen. In der Altstadt stellt Almaviva seinen E- Scooter ab. Die Musiker, die er vom Bonner Beethovenorchester rekrutiert hat, um unterm Fenster seiner angebeteten Rosina zu spielen, steigen bei leicht fallenden Schnee in den Theaterbus. Sie treffen sich vor Figaros Barber Shop und der Zahnarztpraxis des Dr. Bartolo (Videodesign: Clemens Walter).
Grisha Martirosyan, Jessica Alino, Foto: © Bettina Stöß
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Kultur regional / Rhein Main, Oper | Kommentare deaktiviert für Auf dem E-Scooter durch die Bonner Altstadt
2026, Februar 10.
60 Jahre zeitgenössische Kunst in der Frankfurter Westend Galerie
Und Auszüge einer Rede zur Vernissage von Barbara Thurau
Seit ihrer Gründung 1966 durch Trude Müller und Salvatore A. Sanna steht die älteste ununterbrochen aktive Frankfurter Kunstgalerie, die engagierte Programmgalerie als Kunstforum der Deutsch-Italienischen Vereinigung e.V. für den intensiven künstlerischen Austausch zwischen Deutschland und Italien. Seit nunmehr 60 Jahren zeigte sie rund 300 Ausstellungen. Bei den ausgestellten Werken handelte es sich jeweils um aktuelle Positionen. Heute wird unter der künstlerischen Leitung von Barbara Thurau und der Vereinsvorsitzenden Caroline Lüderssen die Geschichte der Galerie weitergeschrieben, historische Impulse werden aufgebrochen, um sie in gegenwärtige Fragestellungen zu überführen. Die Galerie bildet einen lebendigen Resonanzraum, was die erste Jubiläumsausstellung als Thema aufgreift. Petra Kammann gibt einen kurzen Einblick.

Eliana Petrizzi, Uccidere la morte, Foto: Westend Galerie
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Biennale Arte Venedig, Bildende Künste, Kultur Frankfurt, Kultur regional / Rhein Main, Kultur Reisen, Kultur und Gesellschaft, Kunstszene überregional, Malerei, Reisen & Lebensart, Skulptur, Zeichnung · Druckgrafik | Kommentare deaktiviert für „Resonanzen“ – „Risonanze“ im deutsch-italienischen Kontext
2026, Februar 3.
Unterwegs im kulturellen Dreieck Sri Lankas
von Paulina Heiligenthal (Text und Fotos)
Kurzweilig ist sie, die Fahrt ins Innere des Landes. Von der ersten antiken Hauptstadt Anuradhapura in die historische Vergangenheit der zweiten ehemaligen Königsstadt nach Polonnaruwa. Gemeinsam mit Kandy, einer weiteren, außergewöhnlichen Stadt, bilden sie das „kulturelle Dreieck“ des Landes, deren mittig gelegene Herzstücke Sigiriya und Dambulla heißen. Fünf kulturelle Höhepunkte! Mit ihrer reichen über 2.000 Jahre alten Geschichte und frühen Hochkultur, sind diese Königsstädte historische und religiöse Hochburgen in Sri Lanka. Und allesamt UNESCO-Weltkulturerbe seit 1982 und1991.

Ein Monumentalwerk der Bildhaukunst – die Buddha-Statuen von Gal Vihara aus flammenden Gneisgestein
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Bildende Künste, Bildung · Pisa von innen, KultTouren, Kultur Reisen, Kultur und Gesellschaft, Kunstorte, Kunstszene überregional, Malerei, Reisen & Lebensart, Reisen & Lebensart, Skulptur | Kommentare deaktiviert für Reiche Kultur, pure Natur in Sri Lanka, Teil III
2026, Februar 2.
Wichtiger Beitrag zur Reflektion und Demokratieförderung
Von Hans-Bernd Heier
Vor 80 Jahren, am Ende des Zweiten Weltkriegs, lag Europa in Trümmern. Das NS-Regime hatte Millionen von Menschen verfolgt und ermordet sowie große Teile des europäischen Kontinents verwüstet und ausgeraubt. Nach 1945 taten sich die Deutschen schwer mit ihrer national-sozialistischen Vergangenheit. Die meisten verdrängten ihre Verantwortung und schwiegen über das Geschehene. Erst allmählich wandelte sich der Umgang mit der Zeit des Nationalsozialismus, in Ost- und Westdeutschland auf unterschiedliche Weise. Diese brisante Thematik beleuchtet das Frankfurter Museum für Kommunikation in der Ausstellung „Die Nazis waren ja nicht einfach weg: Vom Umgang mit dem Nationalsozialismus in Deutschland seit 1945“.

Ausstellungsansicht; Foto: Museum für Kommunikation Frankfurt
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Bildung · Pisa von innen, Kultur Frankfurt, Kultur und Gesellschaft, Zeichnung · Druckgrafik | Kommentare deaktiviert für Das Kommunikationsmuseum thematisiert „Die Nazis waren ja nicht einfach weg“