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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Archiv für Februar, 2026

Vom Goldenen Tempel zum Heiligen Zahntempel

2026, Februar 27.

Sri Lanka: Reiche Kultur, pure Natur, Teil IV

Eindrücke und Fotos von Paulina Heiligenthal

Fröhliche Hutäffchen begleiten mich ein Stück des Weges beim 30- minütigen Aufstieg zum historischen Felsenkomplex, zum Goldenen Tempel von Dambulla. Der Pfad führt über 250 in den Fels gehauenen Treppenstufen aufwärts zum nächsten bedeutungsvollen Highlight, einem UNESCO-Weltkulturerbe seit 1991.

Der Ausblick in die majestätische Landschaft entschädigt für den steilen Anstieg zum Höhlentempel in Dambulla

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Jarmuschs „Father Mother Sister Brother“ kommt in die Kinos

2026, Februar 26.

Familienbande

Von Corinne Elsesser

Mit der Wahl seiner Drehorte umspannt der amerikanische Kultregisseur Jim Jarmusch in seinem neuen Film die halbe Welt. Und mit dem für ihn eher ungewöhnlichen Thema Familie bringt er Dinge auf den Punkt, die uns mehr oder weniger alle betreffen. Der alte Vater, der seinen Kindern etwas vorspielt, Gespräche mit inzwischen erwachsenen Kindern, die nur schleppend vorankommen, kaum hat man sich noch etwas zu sagen.

Filmstill aus „Father Mother Sister Brother“ , Verleih: Weltkino.de

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Karfunkel – Hauptpreis für Sarah Kortmann und Sonderpreis für Barbara Englert

2026, Februar 25.

Seit 2010 wird der Kinder- und Jugendtheaterpreis Karfunkel der Stadt Frankfurt verliehen, um qualitätsvolle Kinder- und Jugendtheaterarbeit in Frankfurt auszuzeichnen und damit die Preisträgerinnen und Preisträger bekannter zu machen. Der nach dem feuerroten Edelstein benannte Karfunkel-Preis wird traditionell parallel zum Internationalen Theaterfestival „Starke Stücke“ verliehen. Das Festival läuft noch bis Dienstag, 3. März, in Frankfurt und dem gesamten Rhein-Main-Gebiet. Der Hauptpreis (10 000 Euro) ging in diesem Jahr an „Kortmann&Konsorten“ für die Inszenierung des Stückes „STIMMEN – Anne, Sophie, Melita“ und der mit 5000 Euro dotierte Sonderpreis ging an die Autorin und Regisseurin vom Förderkreis Frankfurt Barbara Englert.

Von links: Kulturdezernentin Ina Hartwig mit der Sonderpreis-Trägerin Barbara Englert und Laudatorin Aileen Schneider, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Katrin Schander

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Ein Dream Team – Eric Gauthiers Junior Kompanie

2026, Februar 25.

 Spritzig, leicht und witzig

von Simone Hamm

„Dream Team“ nennt Eric Gauthier den Abend seiner Junior Kompanie. Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues soll eine Braut tragen, damit die Ehe glücklich wird. Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues zeigten die Tänzer und Tänzerinnen des Gauthier Junior Ballett.

Hübscher Einfalll, der Braut Hinweise mit auf den Weg zu geben, Foto: © Jeanette Bak

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Unter Druck – politische Plakate zwischen 1918 und 1933“ im Museum Wiesbaden

2026, Februar 24.

Wie Kunst, Typographie und Gestaltung zu politischem Machtinstrument wurden

Von Hans-Bernd Heier

„Unter Druck“ – die neue Plakatausstellung im Museum Wiesbaden zeigt, wie visuelle Kommunikation zwischen 1918 und 1933 von der Politik genutzt wurde: zur Information, zur Einflussnahme, aber auch zur Manipulation. 80 Plakate aus der Sammlung des Wiesbadeners Maximilian Karagöz verdeutlichen, wie einfach Bilder Emotionen schüren, Feindbilder schaffen oder politische Stimmungen fundamentieren oder anheizen können. Die eindrückliche Schau, eine Kooperation mit dem Hessischen Landtag, ist bis zum 9. August 2026 zu sehen.

Information, Manipulation, Provokation; Gestaltung Museum Wiesbaden/ Theresa Duck

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„Der Meister und Margerita“ nach dem Roman von Michail Bulgakow auf der Frankfurter Bühne

2026, Februar 23.

Forensische Rekonstruktion eines doppelbödig satanischen Spiels

Von Petra Kammann

Während im Moskau um 1930 Menschen aus unsichtbaren Gründen verschleppt, gefoltert, hingerichtet, unsichtbar gemacht werden, geht daneben das „normale“ Leben weiter seinen Gang. Allein ein unheimlicher „Fremder“ – ein „Pole“, ein „Deutscher?“, von dem das Böse auszugehen scheint, beschäftigt die Gemüter. Es ist nur einer der komplexen Handlungsstränge in Bulgakows vielstimmigen Roman „Der Meister und Margarita“. Der russische Regisseur Timofej Kuljabin zeichnet in seiner Romanadaption für die Bühne das Bild einer korrupten Gesellschaft, in der die Unberechenbarkeit allgegenwärtiger Gewalt zum System geworden ist. Die Entlarvung der Lüge in der Kunst wie im Leben erleben wir im Verhör. Das Stück könnte nicht aktueller sein.

»Der Meister und Margarita« nach Michail Bulgakow Regie: Timofej Kuljabin, Ensemble, Foto: Arno Declair

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Die Trinkbrunnen im Bad Homburger Kurpark

2026, Februar 21.

Schon die Römer kurten mit den heute berühmten Heilwässern

Von Erhard Metz

Eine Kur in der vom Königlich-Preußischen Gartenbaudirektor Peter Joseph Lenné 1856 entworfenen, aus dem 19. Jahrhundert original erhaltenen Bad Homburger Parkanlage mit den Heilwässern beginnt damals wie heute im 1890 eröffneten Kaiser Wilhelms Bad (man beachte das Schluß-s am Namen Wilhelm als Ausdruck herrschaftlichen Anspruchs). Die Brunnenallee mit den Heilwasserquellen bildet die Magistrale des rund 40 Hektar großen, unter Denkmalschutz stehenden Kurparks, des größten und schönsten Deutschlands. Für den Kurbetrieb bedeutsam sind neben dem genannten großen Badehaus ferner die Bauwerke Brunnensälchen (1838, heute Sitz der Spielbank), Wandelhalle (1844, zunächst Orangerie), Musikpavillon und schließlich auch – wegen der damals zahlreichen Kurgäste aus Russland – die russisch-orthodoxe Kirche (1899).

Das repräsentative Kaiser Wilhelms Bad, Sitz des exklusiven Kur-Royal Day Spa, mit der Statue Kaiser Wilhelms I. Weiterlesen

Was Simone gerade liest…

2026, Februar 20.

Eine Leseempfehlung

Unter dem Titel „Was Simone gerade liest …“
stellt unsere Theater-, Opern- und Tanzkritikerin
Simone Hamm, die auch eine begeisterte Leserin ist,
Neuerscheinungen vor, wie zum Beispiel diesmal
„Lázár“ von Nelio Biedermann (Rowohlt Berlin).

In 18 Sprachen ist der zweite Roman des erst 23-jährigen Autors
übersetzt worden, in 20 Ländern erschienen.
Tom Tykwer will „Lázár“ verfilmen.
Von Ende Februar an geht Nelio Biedermann
auf eine große Lesereise.

Zerbröselt die Kirchenmusik? Nachdenkliches zum „Aschermittwoch der Künstler und Künstlerinnen“

2026, Februar 19.

Musikalische „Tonarten“ der Verkündigung

Von Petra Kammann

Beim „Aschermittwoch der Künstler“, einer liebgewordenen Tradition der katholischen Kirche nach dem Zweiten Weltkrieg, ging es zum Auftakt der 40-tägigen Fastenzeit, immer wieder um Kunst und Glaube zwischen Tradition und Neubeginn. Eingeladen dazu hatten in diesem Jahr ins Haus am Dom die Direktorin des Dommuseums Dr. Bettina Schmitt wie auch der Direktor der Katholischen Akademie Rabanus Maurus Prof. Dr. Joachim Valentin sowohl Musiker aus der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen und zu Vortrag und Diskussion über „Tonarten der Verkündigung – über Liturgie und Musik“ den kenntnisreichen Freiburger  Theologen und Musikwissenschaftler Prof. Dr. Meinrad Walter.

Auch die beliebten Bachkantaten stehen in liturgischem Zusammenhang, Foto: Petra Kammann

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„Connecting Continents“ – Kontinente verbinden

2026, Februar 17.

Das Ballet BC aus Vancouver zu Gast an der Bonner Oper

Von Simone Hamm

Fast hundert Jahre alt ist die Komposition „Bolero“ von Maurice Ravel. Und hat nichts von ihrem Sog,ihrer Kraft verloren. „Bolero“ ist Vorlage für ungezählte Choreografien gewesen, eine der beeindruckendsten ist die von Maurice Béjart. Es bracht also Mut und Selbstbewusstsein, den „Bolero“ zu vertanzen. Shahar Benjamini hat es gewagt. Ihre Interpretation des „Bolero“ zeigte jetzt eine weltberühmte Kompanie, das Ballet BC aus Vancouver an der Oper Bonn im Rahmen der „Highlights des Internationalen Tanzes“. „Connecting Continents“ ist das Programm aus insgesamt drei Choreografien überschrieben.

„Artists of Ballet BC in Bolero“, Foto: Michael Slobodian

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