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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Reiche Kultur, pure Natur in Sri Lanka, Teil II

Unterwegs zur antiken Königsstadt Anuradhapura und ihren heiligen Stätten

Text und alle Fotos: Paulina Heiligenthal

„Verweile nicht in der Vergangenheit, träume nicht von der Zukunft. Konzentriere dich auf den gegenwärtigen Moment“. Buddhistische Weisheit

Auf den Spuren der jahrhundertealten buddhistischen Spiritualität geht es heute in Richtung ehemalige Königsstadt, nach Anuradhapura, ca. 200 km nördlich von Colombo entfernt. Ins Herz der Nord-Zentral-Provinz, deren Hauptstadt sie ist. Der erste Halt auf dieser Route gilt der Stadt Negombo. Einer Fischerstadt, nur ein Steinwurf von Colombo entfernt. An der Westküste des Indischen Ozeans.

Im Vorhof der Oriental Library aus 1931 – am Bodhi-Baum – erhöht der Duft der gezündeten Räucherstäbchen die spirituelle Schwingung und Energetik

Was hier auffällt, sind die vielen Kreuze, die Schreine, die verglasten Kapellen und die Kirchentürme. Sie sind omnipräsent. Am Wegesrand. An den meisten Häusern. An Straßenkreuzungen. Beim Eintreten des Fischmarktes, auch  beim Verlassen dort. Figurative Kapellen. Unverhofft. Berührend schön. Gepflegt.

Der Klosterkomplex Isurumunya in spektakulärer Lage ist eine Wiege der Kultur und des religiösen Lebens

Negombo beheimatet knapp 150.000 Einwohner. Es sind stolze Fischer seit Generationen, die mitten in der Nacht aufbrechen für den frischen Fang. Sie leben mit ihren Familien in traditionellen Hütten entlang der mangrovenbewachsenen Lagune. Ein ehrliches, fleißiges Leben mit eigenem Charme. Auch ein sinnliches, fröhliches Leben mit religiösen Festen und Freuden.

Am Heiligen Baum von Anuradapura schlägt das spirituelle Herz, das Buddhisten aus der ganzen Welt zum Pilgern anzieht

Mit einer Mehrheit von 70% bildet die Stadt eine starke katholische Gemeinschaft. Beeinflusst von der historischen und kulturellen Entwicklung während der Kolonialzeit, ist sie tief in der lokalen Identität verwurzelt. Die ursprüngliche Bevölkerungsgruppe aus der Fischereikaste, die Karawa-Kaste konvertierte und identifizierte sich mit dem Katholizismus. Oft im Tausch gegen soziale Vorteile oder aus Schutz. Immer aus voller Überzeugung. Ohne Zwang.

Überall sichtbar in Negombo: das gelebte christliche Leben

Der Spitzname von Negombo lautett „Klein Rom“.  St. Sebastian ist der verehrte Schutzpatron der Fischergemeinden. Er steht für die Tugenden der Stärke, Ausdauer, der Beharrlichkeit und des Mutes in widrigen Zeiten. Zu ihm beten sie um Beschützung ihres Lebens auf dem Meer. Und für eine gute Meeresernte.

Der Purpurreiher ist ein gutgetarnter scheuer Langstreckenzieher der in großen Schilfgebieten anzutreffen ist

Die Reiher machen keinen Unterschied zwischen einem Oruwa, dem traditionellen Einbaum-Segelboot und einem bunten Motorboot, bemalt mit einem bewimperten Augenpaar am Bug. Als Talisman gegen den „bösen Blick“ oder als Navigationshilfe in der dunklen Nacht. Auch nicht zwischen einem fotogenen Auslegerkanu, das man hier voller Ehrfurcht Katamaran nennt.

Kormorane,  Asienmittelreiher und die kleineren Seidenreiher haben ein Plätzchen auf dem Oruwa gefunden

Vielmehr stolzieren sie vornehm herum oder sitzen am Bootsrand für den guten Überblick. Die Mittelreiher und die kleineren Seidenreiher mit schwarzem Schnabel. Manchmal gesellen sich ein paar Kormorane dazu. Für den Farbkontrast. Sie sind allerdings, hier am Wasser des Indischen Ozeans, deutlich in der Unterzahl.

Schlangenartig gekordelte Lianen im Naturschutzgebiet

Die 35 km² große Lagune von Negombo ist von üppigen Gezeitenhainen, von immergrünen Mangrovenwäldern umgeben. Sie weisen eine hohe Salztoleranz auf, dulden starke Sonneneinstrahlung. Und sie besitzen die Fähigkeit im sauerstoffarmen Gestein zu wurzeln. Es sind Alleskönner und Multitalente, die die Küsten vor Erosion, Wellen, Strömungen, Gezeiten, steigender Flut und zunehmenden Sturmfluten schützen.

Das indische Blumenrohr – canna indica  – leuchtet im Sonnenlicht

Hierzu bilden sie ein verzweigtes Wurzelsystem, die sogenannten Stelzen zur Verankerung mit dem Erdboden aus. Es handelt sich um sekundäre Bewurzelungen, die sich aus dem Stamm von oben nach unten entwickeln. Mit immergrünen Palmen, Sträuchern und Farnen sowie einer Vielfalt an Tierarten bilden sie ein lebendiges, dynamisches Ökosystem. Unter idealen Bedingungen können diese Überlebenskünstler bis zu 100 Jahre und älter werden.

In der Bucht ruhen jetzt die schmalen Einbaum-Segelboote, die in den frühen Morgenstunden vom Fisch- und Krebsfang zurückgekehrt sind. Die Auslegerboote gelten als die schnellsten Segelboote der Welt und wurden wohl im 8. Jh. auf der Insel Sumatra entwickelt. Seit jeher werden sie von lokalen Handwerkern nach traditionellen Methoden konstruiert. Mit natürlichen Materialien wie Bambus und Kokosfasern.

Auslegerboote mit geblähten Segeln sehen archaisch und malerisch aus – auch fernwehweckend

Sie bieten ein faszinierendes Bild. Malerisch. Exotisch. Ein, ja, mein Lieblingsmotiv. Mit Bewunderung für die fachkundige Konstruktion. Mit Respekt für die unsägliche Arbeit der Fischer. Mit Fernwehpotential. Kaum vorstellbar, dass die größeren Ausleger-Kanus mit den Seitenplanken hochseetüchtig, da sie extrem stabil sind. Die heutige Bauweise wurde im 18. Jahrhundert mit dem Übergang von der Lagunen- zur Hochseefischerei entwickelt.

Der frischgefangene Thunfisch sieht appetitanregend aus

Auf dem riesigen Fischmarkt, dem zentralen Platz kann man das authentische Leben und Treiben der fleißigen Fischer beobachten. Ihr reicher Fang – optional auf Tischen oder Tellern gefächert – kann in der sonnengeschützten Halle bestaunt werden. Neben Krusten- und Schalentieren sieht man Haie, Thunfische, Barsche, Sepia, sogar Barrakudas. Zum Erwerben. Das Angebot ist überwältigend. Sollte die Hausfrau eine kleinere Menge als der Restaurantbesitzer benötigen, kommt die Machete ins Spiel.

Manche der Fischhändlerinen präsentieren den frischen Fang archaisch auf dem Boden

Der weitläufige Markt erstreckt sich über einen großen Teil der Bucht entlang des goldgelben Strandes. Dort werden von weißhaarigen Frauen Fische auf dem Boden angeboten. Open Air sozusagen. Handel kennt kein Alter. Auch unmittelbar am Strand wird der Fang abgewickelt. Pragmatisch und archaisch. Hier wird der gesäuberte Fisch gepökelt, auf Palmmatten ausgebreitet, um ihn an der Sonne zu trocknen und haltbar zu machen: Stockfisch oder Bacalhau, wie wir ihn aus der portugiesischen Küche kennen. Das Fischerleben auf dem wohl größten Markt des Landes ist eine bunte, energetische Szenerie, die erstaunt und begeistert. Im Einklang mit dem Rhythmus der maritimen Kultur seiner Stadt.

 Ein Tag im Paradies – im Nationalpark von Anawilundawa

Das paradiesisch-schöne Feuchtgebiet von Anawilundawa umfasst ca. 1.400 Hektar und enthält neun mit einander verbundenen Stauseen aus dem 12. Jahrhundert. Diese weisen natürliche Funktionen wie Wasser-Management und Klimaregulierung für den urbanen Raum auf. Das Gebiet steht seit 1997 unter dem Schutz der wichtigen RamsarKonvention – einem international anerkannten Umweltvertrag von 1971. Das Biotop wurde auserkoren, da es den speziellen Anforderungen zum nachhaltigen Schutz in Sachen Biodiversität, Wasservogel-Lebensräume, ins Besondere der gefährdeten Arten sowie der Öko-Systeme entspricht. Zur Unterstützung lokaler Lebensgrundlagen wie Fischerei und Landwirtschaft.

Das Purpurhuhn zeigt seine prächtiges Federkleid inmitten von Wasserhyazinthen

Diese „Grüne Lunge“ nördlich der Großstadt Colombo liegt in atemberaubender Schönheit. In üppiger Vegetation. In herrlicher Stille. Untermalt von Vogelstimmen. Hier lässt sich die pure Natur in seiner gesamten Großartigkeit bewundern. Zu Fuß unterwegs im Garten Edens. Zwischen Palmenhainen, Mangrovensträuchern, oder schlangenförmig gewundenen Lianen.

Zwischen majestätischen Eisenholzbäumen, dem Nationalbaum Sri-Lankas, in einem Meer von Wasserhyazinthen. Eisenhart ist er, dieser Na-Baum. Und widerstandsfähig. Unter idealen Bedingungen in Regenwäldern kann er eine stattliche Höhe von 30 Metern erreichen. Eine wahre Traumkulisse für unzählige nistende Vogelarten. Man spricht von 120 bis 150 Arten.

Der majestätische Eisenholzbaum – der Na-Tree küsst die Erde

Einheimische Vögel als auch Zugvögel finden hier wichtige Lebensräume. Entlang den Seen, in den Reisfeldern, auf den Ästen, in der Luft erspähe ich die ersten Reiher, Störche, Ibisse und Pelikane. Auch schwarze Kormorane und das wunderschöne Purpurhuhn. Es posiert geradezu fürs Foto, inmitten eines Sees aus Wasserpflanzen. Mit unwiderstehlichen Augenbrauen, in Rot, entfaltet es kokett sein Federkleid. An einem Tag im Paradies.

Der heilige Feigenbaum wurde 288 v. Chr. gepflanzt und zählt zu den heiligsten Reliquien des Buddhismus

“Oriental Library“ heißt die höchste Bildungsinstitution im Vorhof auf dem Areal des Bodhi-Baumes. Das Gebäude der Bibliothek stammt aus 1931 und gehört zu den wichtigsten Lernzentren für religiöse und kulturell interessierte Sri Lanker. Mystische Wolken der Räucherstäbchen tänzeln empor als Bestandteil von Ritualen der Reinheit, der Reinigung negativer Energien und der Ehrung. Sie schaffen eine friedliche, spirituelle Atmosphäre.

Er ist der älteste lebende von Menschenhand gepflanzte Baum der Welt: Der heilige Feigenbaum oder Jaya Sri Maha Bodhi, der königliche Baum, der 288 v. Chr. in die Stadt Anuradhapura gelangte. Historischen Chroniken zufolge als Zweig-Ableger des legendären Bodhi-Baumes aus Nord-Indien, in dessen Schatten Siddhartha Gautama, knapp zwei hundert Jahre zuvor die Erleuchtung erlangte und ihn zum Buddha, „der Erwachte“ werden ließ. Der heilige Baum, botanisch Ficus religiosa wurde auf eine Terrasse, 6,5 Meter über dem Boden gepflanzt. Eine Schutzmaßnahme gegen wilde Elefanten. Um ihn gegen Winde und Stürme zu schützen, ist er von mehreren Ablegern, jetzt majestätischen Feigenbäumen, umgeben.

Der Bodi-Baum ist eine der wertvollsten und heiligsten Reliquien im Buddhismus und ein verehrtes Pilgerziel in Sri Lanka. Die Anlage, wie alle weiteren buddhistischen Stätten, betritt man barfuß, ohne Kopfbedeckung und in respektvoller Kleidung. Pilger ziehen ihre schönste weiße Bekleidung zu Ehren Buddhas an. Sie bringen Opfergaben wie Blumen zur Verehrung, auch Lebensmittel für die Bedürftigen oder hängen Gebetsfähnchen auf. Mönche und Nonnen mit geschorenem Haupthaar kommen in orange-roten Gewändern. Sie leben zölibatär. Sie kommen, um zu beten, zu meditieren, an einer Prozession teilzunehmen, einen Segen auszusprechen oder zu empfangen. An diesem serenen Ort, der geprägt ist von tiefer Religiosität, Ruhe und Achtsamkeit. Beeindruckend und spürbar wahrnehmbar.

In den Fels gehauen, der wunderschöne Gebetsraum am Teich der Isurumuniya-Anlage

Die erste Königsstadt des antiken Königreichs von Sri Lanka wurde im 4. Jh. v. Chr. gegründet. Anuradhapura heißt diese Stadt, die seit 1982 den Status UNESCO-Weltkulturerbe innehat. Sie ist geprägt von der reichen Kultur seiner glorreichen Vergangenheit. Mit einer damaligen Flächenausdehnung wie im heutigen Paris. Über1300 Jahre diente die Stadt 119 singhalesische Königen und vier Dynastien als Herrschaftssitz.

Diese bauten Stauseen, Kanäle und großflächige Bewässerungsanlagen. Eine große Errungenschaft für die Landwirtschaft. Und weitsichtig zugleich. Mit prachtvollen Palästen, weitläufigen Parkanlagen und beeindruckenden Klöstern erblühte die wohlhabende Stadt zum historischen, ja heiligen Ort für die Gläubigen des Theravada-Buddhismus, dem ca. 70% der Einwohner Sri Lankas angehören.

Sie leuchtet von Weitem, die große Stupa, deren Grundstein in antiken Zeiten- in 140 v. Chr. gelegt wurde

Der baufreudige König Dutthagamani, Held der Nation regierte von 161 bis 137 v. Chr. Er schenkte seiner Königsstadt das bedeutungsvollste und mächtigste Bauwerk, die Ruwanweli-Saya Dagoba, auch als Mahathupa, „große Stupa“ bezeichnet. Im Laufe der Jahrhunderte sollte der Kultbau mehrfach umgebaut und renoviert werden, um nach Verlassen des Reiches in 993 nach Chr. von der Vegetation konserviert zu werden. Erst die Entdeckung im 19. Jahrhundert durch die britische Kolonialmacht holte die Pagode aus ihrem Dornröschenschlaf. Die „Gesellschaft zur Wiederherstellung“ machte diese Kult-Anlage der Öffentlichkeit zugängig.

Ein Mönch ist mit seinen Eleven an der verehrtesten Stupa zum Beten unterwegs

Von weitem leuchtet sie, die alles überragende Dagoba mit der strahlend weißen Kuppe. Imposante 90 Meter hoch ist sie. Mit goldener Spitze und von einer eindrucksvollen Mauer mit 360 Elefantenköpfen umgeben, den symbolischen Hütern. Sie scheinen die quadratische Plattform der heiligen Stätte zu tragen. Vier Tore, eins aus jeder Himmelsrichtung, führen in den Baukomplex, der perfekt in himmlischer Formation mit drei der sieben Sterne des Wintersternbildes der nördlichen Hemisphäre, Orion, ausgerichtet ist.

Allzeit in Bereitschaft – die Hüter der Häuser – im diesem Fall die Wärter der Stupa

Ein erhabener Ort der Anbetung, die alte Pagode. Sie beherbergt eine der größten Reliquien-Sammlungen Buddhas, u.a. einen Splitter seines Schlüsselbeines und wird am höchsten verehrt und geschätzt von buddhistischen Gläubigen aus aller Welt. In großen Scharen umrunden sie die riesige Plattform, zum Beten, um Blüten oder Essenskörbchen bei den vielen Altären niederzulegen. In mystischer Stimmung, voller Andacht und innerer Einkehr, die mich berührt.

Eine Lotusblüte – die geliebte Nationalblume – kunstvoll geflochten für mein rechtes Handgelenk. Ich fühle mich sehr geehrt

Zumal mir ein ganzes Bündel an Lotusblüten in Blau, die geliebte Nationalblume, lächelnd geschenkt wird. Später sollte ein Einheimischer ein wunderschönes Armband für mein Handgelenk daraus flechten. Ich fühle mich geehrt. Eine bleibende Erinnerung, die ich hüte….

Die antike Welt von Anuradhapura ist voller Rätsel, die bis heute faszinieren und die Archäologen zu ergründen versuchen, wie die ungelöste Kosmologie des Gürtels des Orions in seinem Bezug zur großen Stupa.

Ein besonderes Kleinod von ungeahnter Schönheit ist das Felsenkloster von Isurumuniya. Ein in den Granit gehauener Tempelkomplex, erbaut von König Devanampiva Tissa, 307 bis 267 v. Chr. als religiöse Ausbildungsstätte für 500 privilegierte Kinder.

Mit  permanenter Wohnsitz nach ihrer Ordinierung. Der Höhlentempel ist die älteste archäologische Stätte im königlichen Issirama-Komplex. Während verschiedene Stufen zu kleineren Schreinen leiten, führt die Außentreppe in himmlische Sphären. Am Elephant Pond, dem ursprünglichen Wasserbecken plantschen badende Elefanten seit historischen Zeiten im Wasser – dargestellt in prächtigen Steinskulpturen. Ein Buddha – Basrelief schaut wohlwollend aus einiger Höhe dem Spiel zu. In  dunklen Felsspalten hausen nachtaktive Fledermäuse. Im Inneren überrascht ein Farbenrausch, der Buddhas Lebenszyklus symbolisiert.

Buddhas Lebenszyklus farbenprächtig dargestellt

Von einer überlebensgroßen liegenden Figur auf dem Weg ins Nirwana bis zu den Anfängen seines Lebens. In Farben der Stille.  Ein Mönch spricht einen persönlichen Segen aus und knüpft während des Gebetes ein Baumwollarmband für mein Handgelenk, das ich bis heute trage. Das angeschlossene Museum aus 1984 bezeugt das reiche Erbe der einstigen Königsstadt. Mit wertvollen Reliefs. Wahre Meisterwerke der Steinmetzkunst im Gupta-Stil des 6. Jh.: Zwergen Figuren, Fabelwesen wie Kinnaras, eine brillant geschnitzte königliche Familie. Eine Wiege der Kultur vor großartiger Kulisse. Eine Zeitreise in die grandiose Vergangenheit. In Tiefe und in Dauer, deren einstige Pracht lebendig erscheint.

Nicht zuletzt durch die Darstellung der berühmten „Isurumuniya Liebenden“, ein Juwel, das die Einmaligkeit dieser Anlage unterstreicht.

Denn einst lebte hier ein Königssohn, im 5. Jh. n. Chr., Prinz Saliya war sein Name. Während eines Elefantenrittes verliebte er sich unsterblich in eine einfache Frau aus dem Volk, d.h. in eine Unberührbare. Asokamala war ihr Name. Eine Mesalliance. Eine Amour fou?

Er jedenfalls gab seine Thronrechte und königliche Pflichten für die Dame seines Herzens auf, um auf immer mit ihr zusammen zu sein. Eine innige Umarmung in künstlerischer Feinheit gearbeitet, drückt die leidenschaftliche Geschichte der beiden Liebenden aus. Eine romantische Liebe ohne Brautgeld und Astrologie, voller Zuneigung für die Ewigkeit in Stein gemeißelt.

Sinnlichkeit für immer in Granit festgehalten: Sie strahlen Glückseligkeit aus die Liebenden von Sri-Lanka

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