Strahlende, ehrenwerte Insel, so lautet die Übersetzung des Namens Sri Lanka in der Landessprache. Sei gegrüßt. Oder fühle Dich mit einem „Ayubowan“ erfreut. Dem schönen, traditionellen Gruß, den man zu jeder Tages- und Nachtzeit aussprechen kann. Mit gefalteten Händen auf Brusthöhe und einer leichten Verbeugung wünscht man „ein langes und gesundes Leben“. In Respekt und Würde. Der Gruß zaubert ein Lächeln hervor und wird nur allzu gern erwidert.
An den Ufern des Cinnamonparkes zum Beira-See thront eine große bronzene Buddha-Statue in Meditationshaltung
Viel Beifall für eine ungewöhnliche Doppel-Inszenierung von Claus Guth
Von Uwe Kammann
Darf man von Frühwerk, muss man von Wunderwerk sprechen, oder ist nur das Prädikat Meisterwerk angebracht? In der Einführung zur Opernpremiere „Mitridate, re de Ponto“ durch den Dramaturgen der Oper Frankfurt Konrad Kuhn blieb dies offen. Stattdessen führte Kuhn auf einen Schaffenspfad, der ganz unabhängig davon war/blieb, was einen 14jährigen dazu bringen konnte, eine in sich höchst komplexe Personenkonstellation auf die Bühne zu bringen. Es gehe nicht um rationale Kennzeichnungen oder psychologische Ausdeutungen der Hauptpersonen, sondern um „musikalische“ Denkfiguren.
Viel Applaus für Mitridate (Robert Murray) und den Majordomus Philippe Jacq, 1. Reihe, Foto: Petra Kammann
Vier Jahre lang hatte es Anfang der 1990er-Jahre den Wiener Fotografen Willy Puchner mit seinen beiden Polyester-Pinguinen Joe und Sally in die weite Welt gezogen, um neue Blickweisen auf die unterschiedlichsten Kontinente zu vermitteln. Das Pinguinpaar wurde seither für den Fotografen und Künstler Buchen er zur Projektionsfläche seiner Reiseträume, auch seiner nicht enden wollenden Sehnsucht nach einer fremden Geborgenheit. Inzwischen überträgt er diese auf andere Objekte wie auf die verborgenen Schätze der Natur.
Doppelseite aus Willy Puchners Buch „Ansichten der Natur“
Kunst als Metapher für Leben und grundlegende existenzielle Konflikte
Von Hans-Bernd Heier
Max Beckmanns Werk entsteht in einer von Krisen und Umbrüchen geprägten Welt und verwandelt diese Erfahrungen in eine bis heute faszinierende Bildsprache. Den intimsten Teil seines Œuvres bilden die Zeichnungen: Wie ein Tagebuch dokumentieren sie Beckmanns künstlerische Entwicklung und dienten ihm zugleich als Medium der Beobachtung, der Bildfindung, aber auch der Bild-Erfindung. Unter dem schlichten Titel „Beckmann“ rückt das Städel Museum diese Arbeiten derzeit in den Mittelpunkt einer bemerkenswerten Schau. In der Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung sind rund 80 Werke aus allen Schaffensphasen zu sehen – von bislang wenig bekannten Blättern bis hin zu herausragenden Hauptwerken.
Kuratorin Regina Freyberger erläutert in der Ausstellung die Zeichnung „Junge mit Hummer“, Foto: Petra Kammann
Die Frankfurter Videografin Frieda Günzel stellt Kunstschaffende verschiedener Generationen aus Frankfurt und RheinMain in ihren kreativen Prozessen für FeuilletonFrankfurt vor. Mit Emili Pavel traf die den Frankfurter Künstler Jan Schmidt, der im Rahmen seiner Arbeit „Time flies“ (2021-2041) jedes Jahr eine Edelstahlbox mit 2.400 Ahornsamen bestückt. Bevor die Samen ihren Platz in der Box finden, erhalten sie eine handgeschriebene Nummer. In zufallsgesteuerten Abständen wirft die Edelstahlbox täglich sechs der Samen aus. „Wenn alles gut geht, sind bis 2041 etwa 48.000 Stück durchs Foyer geflogen“, so der Konzeptkünstler mit dem hintersinnigen Humor, für den auch das Material Aluminium eine große Rolle spielt. In seiner „Sägearbeit“ (2022) verwandelt er das massive Material durch regelmäßig kontrollierte Schnitte in ein feines Pulver. Schicht für Schicht siebt er das zermahlene Aluminium so lange, bis ein sorgfältig geformter Kegel zurückbleibt. Zuguterletzt sehen wir Jan Schmidt beim Legen von Glasplättchen zu und beobachten die Lichtstrahlen der Sonne, die durch das transparente Material auf dem zugedeckten Boden in der Ausstellung „Reflections / Spiegelwelten“ im Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt in verschiedene Richtungen reflektiert werden.
Neapolitanische Krippe in St. Leonhard und Gerald Domenig im Dom Museum
Ein Tipp von Petra Kammann
Ein Blick in die Kirchen der Frankfurter Innenstadt ist immer lohnenswert: Da ist zum Beispiel vom zweiten Advent (7. Dezember 2025) bis Mariä Lichtmess ( bis 2. Februar 2026) im Leonhardschor, im südlichen Seitenschiff der Kirche St. Leonhard, die legendäre Krippe mit den neapolitanischen Figuren aus Ton, Holz und Werg zu sehen. Diese 40 Figuren aus dem 18. Jahrhundert stellen einen Querschnitt der damaligen Bevölkerung Neapels dar: Bürger, Marktfrauen, Bauern und Hirten. Das erste Bild zeigt bis Heiligabend (24. Dezember) Maria und Joseph auf dem Weg nach Bethlehem.
Detail der Krippe in St Leonhard – Neapolitanische Marktszene, Hintergrundzeichnung Dani Muno, Foto Alexander Englert
Auf der langen Tafel sind riesige Blumenbuketts aufgetürmt. Ein Hirsch liegt da und ein Wildschwein, eine riesige Auster, ein Schwan und ein Pfau. Alles ist knallbunt. Reglos stehen die Sängerinnen des Opernchores in bonbonfarbenen Reifröcken Opernchores auf und vor dem Tisch. Wie die daneben stehenden Männer tragen sie Rokkokoperücken. Ganz langsam erhebt sich hier und da eine Hand.
Am ersten Advent hatte der Bund Bildender Künstler (BBK) zu einer Konzertmatinee mit der Pianistin Prof. Angelika Nebel – in Frankfurt weiß Gott keine Unbekannte – in die Ausstellungsräume der Hanauer Landstraße eingeladen. Passend zu den ausgestellten Werken „Gay – heiter fröhlich“ bot die Pianistin ein ansprechendes Programm zwischen Klassik und Romantik und sagte in ihrer Eingangsrede: „Zur Lebensfreude gehört der Tanz!“ Doch was wäre der Tanz ohne die entsprechende Musik? Die seit langem in Frankfurt lebende polnische Fotografin Barbara Walzer fand die entsprechenden Bilder zu der besonderen musikalischen Veranstaltung…
Die in Frankfurt lebende, renommierte Pianistin Prof. Angelika Nebel in den Ausstellungsräumen des Frankfurter BBK