Ab dem 1. Dezember wird mit Anbruch der Dunkelheit bis zum 24. Dezember allabendlich das barocke Holzhausen-Wasserschlösschen mit märchenhaften Silhouettenmotiven erstrahlen…
Adventsbeleuchtung des Holzhausenschlösschens, Foto: Alexander P. Englert
Kultstatus der legendären „Abgründe“ zwischen Tabu und Witz, Spott und Leichtigkeit
Von Hans-Bernd Heier
Mit der Ausstellung „Das kann nur Perscheid. Das Beste aus Perscheids Abgründen“ ehrt das Caricatura Museum Frankfurt den legendären Cartoonisten Martin Perscheid anlässlich seines 60. Geburtstags. Der bereits 2021 verstorbene Zeichner gilt als einer der prägenden Vorbilder und Wegbereiter der Komischen Kunst. Die Schau, in der über 300 Cartoons versammelt sind, gewährt tiefe Einblicke in sein umfangreiches, vielseitiges Werk und verdeutlicht, warum Perscheid bis heute Kultstatus genießt.
Ausgangspunkt: die Vorstellung eines anregenden Sammelbandes im Wagenbach-Verlag
Von Uwe Kammann
Das gerade im Wagenbach-Verlag erschienene Buch „Für eine nachhaltige Architektur der Stadt“ wurde im Deutschen Architekturmuseum (DAM) im Rahmen einer Podiumsdiskussion vorgestellt. FeuilletonFrankfurt zeichnet hier zentrale Punkte der von DAM-Chef Peter Cachola Schmal moderierten Gesprächsrunde nach und greift einige Thesen des von den beiden Frankfurter Architekten Jens Jakob Happ (happarchitecture) und Helmut Kleine-Kraneburg (Gruber Kleine-Kraneburg Architekten) herausgegebenen Sammelbandes auf.
DAM-Dikussionsrunde (v.l.n.r.): Helmut Kleine-Kraneburg, Jens Jakob Happ, Peter Cachola-Schmal, Elisabeth Endres, Ernst Böhm, Foto: Petra Kammann
Man könnte förmlich ins Schwärmen geraten, schaut man sich das Programm der Biennale für aktuelle Musik 2026 (4. bis 15. Februar 2026) an. Faszinierend sind die Dynamiken, die zwischen Natur, Kunst und Gesellschaft entstehen und die Neues zu schaffen vermögen. Im kommenden Februar wird abermals eine Kooperation zwischen dem Ensemble Modern und dem hr-Sinfonieorchester – Frankfurt Radio Symphony stattfinden. Dabei werden sowohl große Orchesterliteratur, Kammermusik, Lied und Chorgesang, Jazz und Installationen aufeinandertreffen als auch spezifisch neue Klänge wahrzunehmen sein. Auf die neuen Ohren- und Augeneinddrücke darf man gespannt sein.
Dr. Susanne Völker, Geschäftsführerin Kulturfonds Frankfurt RheinMain, führte ein in das Thema „Schwärmen“, Foto: Petra Kammann
Frieda Günzel mag es, Geschichten zu erzählen. Beobachten, schreiben und das Umsetzen innerer kreativer Prozesse in bewegte Bilder sind die Leidenschaft der Frankfurter Videografin. Für FeuilletonFrankfurt stellt Frieda Günzel Kunstschaffende verschiedener Generationen aus Frankfurt und RheinMain vor. Diesmal traf sie den 1935 in Breslau geborenen Olaf Rademacher, der kurz nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst in der Berliner Werkkunstschule als Plakatmaler arbeitete, bevor es ihn Ende der 50er Jahre als Werbegrafiker nach Frankfurt zog. In den 70ern machte er sich als freischaffender Layouter selbstständig und zeichnete zunächst nebenbei immer Karikaturen, u.a. für die Frankfurter Rundschau. 1988 publizierte der S. Fischer-Verlag seine Cartoons. In der Kreativwerkstatt vom Frankfurter Verband und im Liebieghaus Kurse gab Rademacher Kunststudierenden Unterricht. Inzwischen widmet er sich ganz der Malerei.
Ein besonderer Filmabend im Cinéma in Anwesenheit des Regisseurs Robin Campillo
Ein Gastbeitrag von Muriel Scheid
Gemeinsam mit Evelyne Freitag moderierte Muriel Scheid – beide von der Deutsch-Französischen-Gesellschaft (DFG) – am 21.11.2025 das Filmgespräch mit dem Regisseur Robin Campillo. „ENZO“ ist ein französisch-italienisches Drama über einen heranwachsenden Jugendlichen aus der französischen Oberschicht. Enzo bricht die Schule ab und beginnt eine Maurerlehre. Es entstehen Konflikte nicht nur auf der Baustelle, sondern auch mit den Eltern, die Enzos Berufswunsch nicht akzeptieren.
Muriel Scheid (DFG) im Interview mit dem französisch-italienischen Filmregisseur Robin Campillo im Cinéma, Foto: Julia Scheid
Museum Wiesbaden und Alfred-Weigle-Stiftung zeichnen Künstlerin und Naturwissenschaftlerin aus
von Hans-Bernd Heier
In einer feierlichen Preisverleihung wurden diese Woche die Südkoreanerin Seongbin Ma und die Brasilianerin Juline Rodrigues da Conceição mit dem Maria Sibylla Merian-Preis 2025 ausgezeichnet. Mit jeweils 7.500 Euro können die beiden Preisträgerinnen ihre eingereichten Projekte verwirklichen: Seongbin Ma ist Künstlerin und studiert an der Städel-Schule in Frankfurt und Juline Rodrigues ist Naturwissenschaftlerin an der Universidade Federal do Espírito Santo und forscht über Mikroalgen. Das Landesmuseum mit seinen beiden Abteilungen Kunst und Natur eignet sich besonders für die Vergabe des Preises, da es die einzigen erhaltenen Tierpräparate aus Südamerika besitzt, die Merian von der ersten Forschungsreise (1699 bis 1701) mitbrachte.
Museumsdirektor Dr. Andreas Henning und Patrick Bruns, Geschäftsführer der Alfred-Weigle-Stiftung, gratulieren den Preisträgerinnen; Foto: Hans-Bernd Heier
Was für ein gelungenes Zusammenspiel der jungen Pianistin Maria Pia Vetro und der kenntnisreichen Musik- und Literaturwissenschaftlerin Ulrike Kienzle unter dem Thema „Wenn die ganze Welt Jean Paul läse!“, das im Arkadensaal von Romantik-Museum und Goethe-Haus stattfand. Der Zitatgeber Robert Schumann hatte seinen Jean Paul gelesen und sich von der Lektüre seiner Romane Siebenkäs und Flegeljahre zu den schillernden Kompositionen Blumenstück und Papillons inspirieren lassen. Weniger bekannt ist sicher der Klavierzyklus des ungarischen Komponisten Stephen Heller zum Siebenkäs und noch viel weniger die ‚Jeanpauliana‘ von Hugo Riemann für das Pianoforte zum Roman Flegeljahre, das die brillante Pianistin Vetro zu Gehör brachte. Eine echte Entdeckung!
Musikalisch-literarischer Dialog zwischen der Pianistin Maria Pia Vetro und der Musik- und Literaturwissenschaftlerin Ulrike Kienzle, Foto: Petra Kammann
Die Akademie beschwört am Gründungstag das Vermächtnis des Welt-Musikers Pablo Casals
Von Uwe Kammann
Mit einem Festakt würdigte die Kronberg Academy am 16. November den Gründungstag der UNESCO vor genau 80 Jahren. Sie verband bei dieser Gedenkveranstaltung einen vorangehenden Gesprächspart mit einem nachfolgenden Konzert junger Studenten, das der künstlerische Leiter der Akademie, Friedemann Eichhorn, zusammengestellt hatte und in seinen Grundgedanken dem Publikum vorstellte. FeuilletonFrankfurt durfte die Veranstaltung begleiten.
v.l.n.r.: Begrüßung durch Raimund Trenkler, Jörg Süßenbach, Prof. Dr. Tiago de Oliveira Pinto, Dr. Christine Volkmann, Prof. Dr. Christoph Wulf, Foto: Petra Kammann