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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Archiv für Mai, 2024

„Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg“ Romantische Oper von Richard Wagner in der Oper Frankfurt

2024, Mai 8.

Sängerkrieg im Hörsaal

von Renate Feyerbacher

Fotos: Barbara Aumüller / Oper Frankfurt

Lang andauernder Beifall, kein einziger Buh-Ruf für die eigenwillige Neuinterpretation von Regisseur Matthew Wild mit den choreografischen Einlagen von Louisa Talbot, für den ausgezeichneten Chor (Tilman Michael), für die hervorragenden Sängerinnen und Sänger und das Energie geladene Frankfurter Opern- und Museumsorchester unter Leitung ihres Chefs Thomas Guggeis.

Auf der Wartburg soll der Sängerwettstreit stattgefunden haben, Foto: Renate Feyerbacher

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“Alice Springs. Retrospektive” in den Opelvillen

2024, Mai 6.

Faszinierende Menschenbilder voller Empathie

Von Hans-Bernd Heier

Im letzten Jahr hätte June Newton alias Alice Springs (1923–2021) ihren 100. Geburtstag gefeiert. Unter dem Pseudonym Alice Springs arbeitete June Newton seit 1970 als Fotografin. Ihren runden Geburtstag nahm die Helmut Newton Foundation in Berlin zum Anlass, rund 200 Fotografien neu zusammenzutragen. Das Ergebnis ist eine grandiose Schau, die Mitte der 1940er-Jahre beginnt und mit dem letzten Fotoshooting 2004 endet. Diese ist jetzt unter dem schlichten Titel „Alice Springs. Retrospektive” in den Rüsselsheimer Opelvillen zu sehen. Alice Springs arbeitete wie ihr Ehemann Helmut Newton in den drei Genres: Porträt, Akt und Mode beziehungsweise Werbefotografie, allerdings mit unterschiedlicher Gewichtung – und auf Augenhöhe.

Alice Springs, Charlotte Rampling, Paris 1982; © Helmut Newton Foundation

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NACHT DER MUSEEN in Frankfurt und Offenbach begeisterte 40.000 Kunst- und Kulturinteressierte 

2024, Mai 5.

Feier der vielfältigen Museenlandschaft am Main

Ein abwechslungsreiches Programm mit Ausstellungen, Performances, Workshops, Musik und Tanz lockte auch in diesem Jahr zahlreiche Besucher:innen zur NACHT DER MUSEEN in die Mainmetropole. Insgesamt besuchten zwischen 19 und 2 Uhr rund 40.000 Interessierte mehr als 50 teilnehmende Museen, Galerien und Kulturinstitutionen. Sowohl die Innenstadtbereiche um den Frankfurter Römer, das Mainufer und in Offenbach aber auch die dezentralen Orte waren durchgehend gut belebt. 

Nacht der Museen Bus vor Deutschem Filmmuseum

Nacht der Museen Bus vor Deutschem Filmmuseum © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Frank Rumpenhorst

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„Surrogate Cities“ von Heiner Goebbels als Tanzuraufführung von Demis Volpi

2024, Mai 4.

Szenen einer Großstadt – Abschied von Demis Volpi aus Düsseldorf

von Simone Hamm

Der deutsch-argentinische Choreograph und Opernregisseur Demis Volpi gibt seine letzte Uraufführung im Ballett am Rhein. Und was für eine! Das gesamte Ensemble, rund vierzig Tänzer und Tänzerinnen und achtzig Düsseldorfer Symphoniker schlendern lässig auf Bühne (Leitung: Vitali Alekseenok).

Demis Volpi “Surrogate Cities”: Clara Nougué Cazenave, Joaquin Angelucci, Edvin Somai, Nelson López Garlo, Philip Handschin, Foto: Bettina Stöß

Als alle angekommen sind, erklingt ein akustisch verfremdetes Posaunensolo (Matthias Muche), fern und sehnsüchtig, dann knatternd laut.

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Denis Dailleux.     MISR – mon Égypte

2024, Mai 2.

Fotografien als Fenster in eine orientalische Welt in der Galerie Peter Sillem

von Hannelore Kaus-Schwoerer

Der Pariser Fotograf Denis Dailleux ist kein Unbekannter hier. Bereits in vier Ausstellungen konnte er seine Fotografien aus Ghana, Indonesien und nun aus Ägypten präsentieren. Und so traf er auf ein erwartungsfreudiges Publikum in der abendlich erleuchteten Galerie. Mit nur wenigen Worten führte Galerist Peter Sillem in das Werk Dailleux‘s ein. Ein wunderbarer Porträtist sei er, der seine Gegenüber nicht forciere, sondern vertrauensvoll behandele, sie meist persönlich kenne und es ihm gelinge, Fotografien von zeitloser, fast biblischer Qualität und einzigartiger Farbkombinationen zu erschaffen.

La danseuse de la fin du mariage, el-Gamaleya, Le Caire, 2000

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Museum Wiesbaden zeigt „Günter Fruhtrunk. Retrospektive“

2024, Mai 1.

Intensives Seherlebnis dank farbgewaltiger Arbeiten

Von Hans-Bernd Heier

Günther Fruhtrunk revolutionierte die abstrakte Nachkriegsmalerei in einer Weise, die bis heute ihresgleichen sucht. Seine Kunst prägte jahrzehntelang das Straßenbild der Bundesrepublik. Anlässlich seines 100. Geburtstags widmet jetzt das Museum Wiesbaden dem Maler und Grafiker eine sehenswerte Retrospektive – nach der ersten Station im letzten Jahr in Bonn. Es ist die erste große Einzelausstellung des Künstlers nach drei Jahrzehnten in Deutschland. Bis zum 25. August 2024 zeigt das Landesmuseum Wiesbaden rund 50 Gemälde aus allen Schaffensphasen Fruhtrunks.

Ausstellungsansicht der Fruhtunk-Restrospektive; Foto: Museum Wiesbaden

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