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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Archiv für November, 2023

Einladung zum „Advocacy Event“ des ZONTA Club Frankfurt 2-Rhein-Main ins Deutsche Filminstitut&Filmmuseum Frankfurt eingeladen.

2023, November 21.

Engagement und Verantwortung für die Revolution der Frauen

 von Renate Feyerbacher

Jin, Jiyan, Azadi – Frau, Leben, Freiheit ist der Slogan, der nun seit einem Jahr nicht nur im Iran, sondern weltweit gerufen wird. Der Tod der iranischen Kurdin Jina Mahsa Amini im September 2022, die wegen ihres schlecht sitzenden Kopftuchs von der Sittenpolizei misshandelt wurde, hat eine beispiellose revolutionäre Bewegung ausgelöst. Der Dokumentarfilm „16 Frauen“ von Bahar Ebrahim, 2018 gedreht, der vor der Diskussion gezeigt wurde, zeigt die Sehnsüchte, die iranische Frauen haben. Sie wollen normal leben…

Bahar Ebrahim links, Professorin Susanne Schröter, Foto: Renate Feyerbacher

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Musikstadt Frankfurt. Ein Werkstattbericht von Ulrike Kienzle in der Frankfurter Bürgerstiftung

2023, November 21.

Der Jüdische Kulturbund Frankfurt: Musik von Ausgeschlossenen für Ausgeschlossene (1933-1938)

Die Musikwissenschaftlerin Ulrike Kienzle, die im Auftrag der Frankfurter Bürgerstiftung über die Musikstadt Frankfurt forscht, stellt am kommenden Donnerstag, 23. November 2023 um19.30 Uhr im Holzhausenschlösschen die wichtigsten Protagonisten des „Jüdischen Kulturbundes“, ihr Leben und ihre Werke in Bildern, Zeitzeugnissen und Klangbeispielen vor.

Hans Wilhelm Steinberg, von 1929 bis 1933 Chefdirigent der Frankfurter Oper,  wurde von den Nazis entlassen

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„Open Studios“ im Atelier Frankfurt in der Schwedlerstraße

2023, November 20.

Seismogramme aller Couleur

Foto-Impressionen von Petra Kammann

Ansichten, Aussichten und Einsichten auf 1100 Quadratmetern eines ehemaligen Lagerhauses, in dem 220 Künstlerinnen und Künstler, Kreative unterschiedlichster Disziplinen auf sechs Etagen arbeiten. Vom 17. bis 19. November gaben sie Einblicke in ihre Ateliers.

So bunt wie die Farben in Daniela Orbens Werkraum sind im Atelier Frankfurt die Ausdrucksformen der Kreativen, Alle Fotos: Petra Kammann 

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„Frida Kahlo. Ihre Fotografien“ in den Opelvillen in Rüsselsheim

2023, November 18.

Inspirationsquelle und Arbeitsmaterial der weltbekannten Malerin

von Hans-Bernd Heier

Die Opelvillen präsentieren über 200 ausgewählte Fotografien aus der umfangreichen Bildersammlung von Frida Kahlo (1907–1954), die ihr als Erinnerung, Inspirationsquelle und Arbeitsmaterial diente. Die mexikanische Künstlerin wurde durch ihre besondere Malerei zwischen Naiver Kunst, Surrealismus und Neuer Sachlichkeit zur bekanntesten Malerin des 20. Jahrhunderts, nicht zuletzt durch ihre autobiografischen Themen und der Verarbeitung ihres äußerst bewegten Lebens wie ihre Krankheit, ihre Leiden, ihre Ehen mit Diego Rivera. Erst fünfzig Jahre nach Kahlos Tod kam ihr immenses privates Fotoarchiv aufgrund einer testamentarischen Verfügung ans Licht, das jetzt in den Opelvillen neue Einblicke vermittelt.

Frida Kahlo, fotografiert von Guillermo Kahlo, 1932; © Diego Rivera & Frida Kahlo Archives, Bank of Mexico, Treuhänder im Diego Rivera and Frida Kahlo Museum Trust

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Der Prinz von Homburg in einer Inszenierung von Jette Steckel an der Berliner Schaubühne

2023, November 18.

Schwarze Reiter im Sturm

von Simone Hamm

Schwarze Sandsäcke, zu einer hohen, schiefen Ebene aufgerichtet. Davor Menschen, die ihre Zivilkleidung ausziehen und Uniformen an. Dann zwei Soldaten auf eben diesem Hügel aus Sandsäcken aus schwarzem Plastik. Der eine in einem schwarz-weißen, der andere in einem roten Tarnanzug. Sie stehen einander gegenüber, der eine schießt auf den anderen. Lautes Röcheln, Stöhnen. Todeskampf. „Stirb“, schreit der Schütze in Rot den anderen an.

Prinz Friedrich von Homburg in der Inszenierung an der Schaubühne, Regie: Jette Steckel:© Armin Smailovic_ Weiterlesen

Film und Musik: „Das Cabinet des Dr. Caligari“ in neuem Klanggewand von Karl Bartos in der Alten Oper

2023, November 17.

Faszinierende Klanglandschaften zum Stummfilmklassiker

Von Petra Kammann

Den expressionistischen Psychothriller der Zwanziger Jahre „Das Cabinet des Dr. Caligari“ hat Karl Bartos, Ex-„Kraftwerk“-Musiker, klanglich illustriert. D.h. er hat der von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung digital restaurierten 4K-Fassung des Stummfilmklassikers ein experimentell vielstimmiges Klanggewand angepasst. Wenn der Film bei der Uraufführung am 17. Februar 2024 in der Alten Oper Frankfurt auf der Großleinwand gezeigt werden wird, werden dort auch die synthetischen und elektronischen Modulierungen eines zeitlosen Orchesterklangs zum Filmklassiker zu hören sein. Bartos wird dann gemeinsam mit seinem Sound-Designer Matthias Black live und punktsynchron die virtuosen Geräuschkulissen spielen und steuern.

Filmstill aus „Das Cabinet des Dr. Caligari“ mit Conrad Veidt © Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

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„Le Grand Macabre“ von György Ligeti in der Oper Frankfurt

2023, November 16.

Der Weltuntergang wieder verschoben

Von Renate Feyerbacher

Fotos: Barbara Aumüller/Oper Frankfurt 

Der Komet rast auf die Erde zu, verkünden die Bild-Medien in allen Sprachen. Was macht man in den letzten Stunden, die bleiben? Chaos an der Autobahn, Toccata für zwölf Autohupen, so beginnt die Oper „Le grand macabre“, die einzige von György Ligeti, die nach drei Jahren Verspätung durch Corona von Regisseur Vasily Barkhatov und Generalmusikdirektor Thomas Guggeis nun realisiert werden konnte. Beide sind Liebhaber der Musik von György Ligeti (1923-2006), speziell dieser Oper.

v.l.n.r. Anna Nekhames (Venus), Peter Marsh (Piet vom Fass), Elizabeth Reiter (Amanda), Karolina Makuła (Amando) und Simon Neal (Nekrotzar) sowie im Hintergrund Statisterie der Oper Frankfurt

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(C6H10O5)n | THE ART OF HANDLING PAPER in der Galerie Heike Strelow

2023, November 15.

Papier: Gefaltet, gestapelt, geklebt, geschnitten, geritzt und überzeichnet

Von Petra Kammann

In der Schau (C6H10O5)n | THE ART OF HANDLING PAPER, die bis zum 22. Dezember 2023 in der Galerie Heike Strelow zu sehen ist, befinden sich neben Collagen und Decollagen, Frottagen, Kugelschreiber- und Graphitzeichnungen auch gefaltete, gestapelte, gewebte, geklebte, geschnittene und geritzte Papierarbeiten von 11 Künstlern und Künstlerinnen, die sich von der Sinnlichkeit des Materials Papier haben inspirieren lassen, sei es vom Träger zeichnerischen Materials oder von der Möglichkeit, dieses als Grundlage für skulpturale Objekte  wahrzunehmen. Wir greifen ein paar Beispiele der so verschiedenartigen künstlerischen Positionen heraus.

Blick in den Ausstellungsraum der Galerie Heike Strelow mit Lisa Tiemanns Skulptur aus der Serie „Couples“, Foto: Petra Kammann

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Die Erfolgsgeschichte der Ingrid zu Solms-Stiftung

2023, November 14.

Förderung herausragender Leistungen von jungen Frauen

von Renate Feyerbacher

Vor 30 Jahren gründete eine der bedeutenden, interessanten Frauen Frankfurts, die Ärztin Ingrid Gräfin zu Solms-Wildenfels. die Stiftung. Zunächst gab es einen Medizinpreis, hinzu kamen später der Preis in der Natur-, Lebens-und Ingenieurwissenschaften und der Kultur. Die Auszeichnung für Menschenrechte hat eine besondere Bedeutung. Sie ging 2021 unter anderem an Zarifa Ghafari, ehemalig Bürgermeisterin in Afghanistan. Es gibt Stipendien für begabte Schülerinnen und einiges mehr.

Gruppenbild mit Damen, im Mittelpunkt: Ingrid Gräfin zu Solms-Wildenfels, Foto: Renate Feyerbacher

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Museum Wiesbaden zeigt „Zeitfenster – Stephan Balkenhol trifft Alte Meister“

2023, November 12.

Moderne Skulpturen in spannendem Dialog mit alter Gemäldesammlung

Von Hans-Bernd Heier

Der international renommierte Bildhauer Stephan Balkenhol hat sich das Material Holz zu eigen gemacht und öffnet im Museum Wiesbaden ein Zeitfenster der besonderen Art: Seine Figuren, Abbilder des zeitgenössischen Menschen, treten in der Sonderausstellung „Zeitfenster: Stephan Balkenhol trifft Alte Meister“ in einen faszinierenden Dialog mit den Kunstwerken der vorzüglichen Gemäldesammlung  alter Meister des Landesmuseums. 45 Skulpturen seiner von ihm geschaffenen „Kunstfamilie“ hat der Bildhauer dazu in den Themenräumen der Dauerausstellung auf der zweiten Etagen versammelt.

Ausstellungsansichtmit Besucherin; Foto: Museum Wiesbaden/ Bernd Fickert

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