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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Archiv für Oktober, 2014

Vegetation und Artefakte: Tatiana Urban in der Galerie „Das Bilderhaus“

2014, Oktober 12.

Nun wissen wir natürlich, dass wir uns nicht in einem Tropikarium oder im Frankfurter Palmengarten befinden oder – einem herbstlich-regnerischen Schmuddelwetter geschuldet – in fernen, sonnigeren Landen, doch mächtig wächst und wuchert es uns entgegen im Frankfurter Bilderhaus, dass es uns fast die Sinne verwirren möchte.

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Düsternis einer beschatteten Ferne, 201 4, Öl/Leinwand, 80 x 70 cm

Wer nun aber romantisch-exotische Dschungellandschaften oder eine sich in einem Farbenrausch verlierende florale Malerei erwartete, sähe sich alsbald eines Besseren belehrt: Die Malerin und Zeichnerin Tatiana Urban konfrontiert – und irritiert – den Betrachter mit Doppelbödigem: Die sich scheinbar in ihrer expressiven Schönheit selbstgewisse, üppig schwelgende Natur erweist sich als gefährdet, bedroht und verletzt, durch im Zeichen von Zivilisation und Fortschritt ihrerseits in sie hineinwuchernde menschliche Artefakte. Weiterlesen

Starke Stücke im Schauspiel Frankfurt (7)

2014, Oktober 11.

Spielzeit 2014 / 2015

Von Renate Feyerbacher
Fotos: Birgit Hupfeld/Schauspiel Frankfurt (8) und Renate Feyerbacher (2)

Glaube Liebe Hoffnung
Dogville
Kunst
Nora
Gefährliche Liebschaften

Oliver Reese

Oliver Reese, Intendant; Foto © Birgit Hupfeld

Glaube Liebe Hoffnung – ein kleiner Totentanz in fünf Bildern“

Die kleinen Paragrafen, die nicht bekannt sind, ruinieren. Individuum und Gesellschaft kämpfen gegeneinander.

Ein aufwühlender Abend

Die neue Spielzeit mit dem Motto „Über Leben – Zwischen Freiheit und Gefährdung“ wurde im Grossen Haus am 20. September 2014 mit „Glaube Liebe Hoffnung – ein kleiner Totentanz in fünf Bildern“ von Ödön von Horváth eröffnet. Weiterlesen

Liebieghaus präsentiert „Die grosse Illusion – Veristische Skulpturen und ihre Techniken“ (Folge 1)

2014, Oktober 8.

Die Kunst des Täuschens

von Hans-Bernd Heier

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Krieger A aus Riace, Griechisch, um 450 v. Chr., Bronze, Silber, Kupfer, Schwefel; Rekonstruktion nach dem Original in Reggio, Museo Nazionale Archeologico; Foto: FeuilletonFrankfurt

„Malerei ist Farbe, Skulptur ist Form“. Diese griffige „Definition gründet auf der Kunsttheorie der italienischen Renaissance und ihrer rigorosen Umsetzung im 18./19. Jahrhundert durch den Klassizismus“, erläutert Kurator Stefan Roller, Leiter der Mittelaltersammlung der Liebieghaus Skulpturensammlung. Heftig wurde damals in intellektuellen Kreisen diskutiert, ob die Malerei oder die Skulptur die führende Bildkunst sei. Folge dieses Rang- und Wettstreits der Künste („Paragone“) war laut Roller „eine polarisierende Abgrenzung beider Medien“. Im Rahmen dieser Rangstreitigkeit wurden Bronze und weißer Marmor als ideale Werkstoffe proklamiert. Weiterlesen

Ein Haus für Freunde im Tiroler Dorf Mösern

2014, Oktober 1.

Von Elke Backert

Nicht der Hahnenschrei holt mich aus dem Bett, es ist das stete Gebimmel von Kuhglocken. Ich wache auf 1200 Meter Seehöhe auf in einem Luxus-Balkonzimmer des Hotels „For Friends“ in Mösern nahe der Olympiaregion Seefeld in Tirol. Als erstes schweift mein Blick über die grandiosen Bergmassive vor mir, durchsetzt von sattgrünen Almen mit eben jenen Kühen und kleinen häuserreichen Orten im Tal.

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Auf der Frühstücksterrasse des For Friends mit Blick auf das kleine Barockkirchlein Maria Heimsuchung von Mösern, im Kern noch aus dem 17. Jahrhundert

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Ich möchte das schöne Refugium gar nicht verlassen, doch in den Bergen gilt es zuerst einmal, selbige zu erklimmen. Für mich Flachlandtiroler bitte mit der Bergbahn Weiterlesen