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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Remember – 30 Jahre himmlischer Frieden? Alles ist Kunst- Alles ist Politik?

2019, Juni 4.

Dem Vergessen entreißen

von Petra Kammann

Vor 30 Jahren, am 4. Juni, fanden auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking, dem Tian‘anmen-Platz, friedliche Studentenproteste statt. Anlässlich der blutigen Niederschlagung hat der chinesische Schriftsteller Liao Yiwu sein Langgedicht „Massaker“ geschrieben. Es sollte sein Leben fundamental verändern. Als er versuchte, die unfassbaren Erlebnisse des 4. Juni in dem Film, den er „Totenmesse“ nannte, zu verarbeiten, wurden er selbst, seine Filmcrew sowie seine schwangere Frau im Februar 1990 inhaftiert und gefoltert. Vier Jahre musste er im Gefängnis verbringen. 2011 konnte er dann über Vietnam aus der Volksrepublik China nach Deutschland fliehen.

Für sein 1989 entstandenes Gedicht „Massaker“ bekam der chinesische Schriftsteller Liao Yiwu vier Jahre Gefängnis, Fotos: Petra Kammann

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Clara Schumann: Weggefährtin, Interpretin und Gralshüterin der musikalischen Romantik

2019, Juni 3.

Grenzüberschreitende Romantik – Gratwanderungen zwischen Literatur und Musik

Von Petra Kammann

Romantische Befindlichkeit beschäftigte die Gattin Robert Schumanns in ihrem bewegten Leben in vielfacher Hinsicht, in ihrer persönlichen Biographie und im Hinblick auf die Musikgeschichte. Als international renommierte Pianistin verhalf Clara Schumann der neuartigen romantischen Musik zum internationalen Durchbruch. Als strenge Musikpädagogin wie als Inspiratorin gleichermaßen betrieb sie an Dr. Hoch‘s Konservatorium in Frankfurt maßgeblich die Kanonisierung der Romantik. In ihrem Jubiläumsjahr anlässlich ihres 200. Geburtstags bot sie aktuell auch im Goethehaus Anlass, laut über das nachzudenken, was Romantik ausmache.

Goethehaus: Einführende Worte von Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken; auf dem Podium: der Pianist Michael Gees und die Kuratorin und Clara-Schumann-Kennerin Dr. Ulrike Kienzle, Fotos: Petra Kammann

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„Frankfurt liest ein Buch“, Frankfurter lesen und betrachten Bücher – über sich und ihre Stadt

2019, Juni 1.

Aus der Zeit gefallen?

Von Uwe Kammann

„Frankfurt liest ein Buch“. Das klingt eigentlich ganz harmlos. Aber jeder, der das große Lesefest, das in diesem Jahr zum zehnten Male stattfand, in der ersten Maihälfte verfolgt hat, weiß: Es war ein Marathon, mit einem pickepacke vollen Programm.

Martin Mosebachs Roman „Westend“ wurde neu gelesen und neu bewertet, Fotos: Petra Kammann

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Ein Konzert aus der Kreativschmiede von Dr. Hoch’s Konservatorium

2019, Mai 31.

„Das Lied soll schauern und beben“ – Kompositionen zwischen Klassik und Romantik

von Petra Kammann

Musikalische Kostbarkeiten von Robert und Clara Schumann sowie inspirierte und in Vergessenheit geratene Kompositionen aus der Zeit, veranstaltet von der Robert-Schumann-Gesellschaft im Institut für Stadtgeschichte

Das Duo Uranus (Christoph von Erffa, Violoncello, und Matthias Gräff-Schestag, Klavier), Einführung Dr. Ulrike Kienzle (rechts); Foto: Petra Kammann

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Museum Angewandte Kunst lockt mit drei sehenswerten Sonderausstellungen

2019, Mai 29.

… im Fokus:  Schönheit

Von Hans-Bernd Heier

Das Museum Angewandte Kunst in Frankfurt lockt derzeit mit drei sehenswerten Sonderausstellungen: „Sieben Schätze. Eine ‚Wunderkammer des japanischen Cloisonnés“, „Contemporary Muslim Fashions“ und „Sagmeister & Walsh: Beauty“. In den thematisch sehr unterschiedlichen Präsentationen spielen Aspekte der Schönheit eine zentrale Rolle.

Monumentaler Zierteller, Meiji-Zeit, ca. 1880–1890; Cloisonné, 90 cm; Foto: Uwe Dettmar; © Museum Angewandte Kunst

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Leander Haußmanns „Amphitryon“-Inszenierung am Thalia Theater

2019, Mai 28.

Ganz in Schwarz. Jens Harzer und Sebastian Zimmer spielen Doppelrollen.

Von Simone Hamm

Marina Galic (Alkmene), Antonia Bill (Charis), Iffland-Preisträger Jens Harzer (Jupiter / Amphitryon) und Sebastian Zimmler (Merkur / Sosias), Foto: Armin Smailovic

Zum ersten Mal, seit bekannt wurde, dass Jens Harzer den Iffland-Ring tragen darf, ist er auf der Bühne in einer Premiere zu sehen. Am Hamburger Thalia Theater als Amphytrion in Kleist gleichnamigen Stück.

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Eröffnet mit den bairischen „Wellbappn“: die Ausstellung „Hans Traxler: zum Neunzigsten“ im Caricatura Museum

2019, Mai 27.

Aufgespielt: Rotzfreche Well-Ness für Hans Traxler 

Die Ausstellung „Hans Traxler“ im Caricatura Museum Frankfurt wurde offiziell am Sonntag, 26. Mai, mit einer Matinee eröffnet, wie es sich für Satiriker aller Art gehört, mit einem kritischen Blick auf die nicht immer nur spaßige Gegenwart mit den bairischen „Wellbappn“ und einer Laudatio von Thomas Gsella, Titanic-Ex-Chefredakteur. Stimmung in das prallvolle Leinwandhaus brachte vor allem die Musik der außergewöhnlichen Multi-Instrumentalisten: „Wellbappn“, „Das hat nix mit Pappe zu tun – gemeint ist die Bappn, also das Mundwerk“. Da kriegten alle ihr Fett weg: die Korrekten und die Unkorrekten, nicht zuletzt die Frankfurter und die Europäer… Alles schön volksmusikalisch verpackt und in bairischen Reimen von Hans Well, dem intellektuellen Kopf der „Biermösl Blosn“.

Die „Wellbappn“: Jonas Well, Hans Well und Sarah Well sangen, dichteten und spielten mit wechselnden Instrumenten auf für Hans Traxler

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Ein Interview mit Susanne Pfeffer, Direktorin des MUSEUM MMK FÜR MODERNE KUNST

2019, Mai 25.

„Alle Möglichkeiten nutzen“

An diesem Wochende geht die Ausstellung Cady Noland zu Ende. Für sieben Monate wurde dafür das Museum für MUSEUM MMK FÜR MODERNE KUNST komplett leergeräumt. FeuilletonFrankfurt nahm dieses besondere Ereignis zum Anlass, die seit einem Jahr amtierende neue Direktorin des MMK, Susanne Pfeffer, zu dieser Ausstellung und zu allgemeinen Fragen zeitgenössischer Kunst und deren Vermittlung zu interviewen.

MMK-Direktorin Susanne Pfeffer, Foto: Petra Kammann

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70 Jahre DFF und Eröffnung des Fassbinder Center

2019, Mai 24.

„Wir sehen ziemlich gut aus!“

Seit etwa 124 Jahren gibt es den Film und seit 70 Jahren das Deutsche Filminstitut & Filmmuseum, (DFF) in Frankfurt. 1949 in Wiesbaden als Deutsches Institut für Filmkunde gegründet, begleitet es seitdem die Entwicklung des Films, forschend und sammelnd…

Frauenpower: Monika Grütters, Juliane Maria Lorenz-Wehling, Ellen Harrington, Angela Dorn, Ina Hartwig

Text und Fotos: Renate Feyerbacher

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70 Jahre Grundgesetz: Schüler feiern die Demokratie in der Paulskirche

2019, Mai 23.

Was bedeutet Jugendlichen der Schutz der Würde des Menschen und das Recht auf Meinungsfreiheit?

Am  23. Mai wurden ab 10 Uhr die Festivitäten mit der Veranstaltung „70 Jahre Grundgesetz. Die Würde des Menschen ist unantastbar“ begangen. Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt und die Gemeinnützige Hertie-Stiftung hatten Frankfurter Schüler in die Paulskirche eingeladen. Auf Initiative der beiden Stiftungen  hatten die Frankfurter Jugendlichen ein vielfältiges Programm aus Expertengesprächen, Poetry Slam, einem Verfassungs-Quiz und Musik vorbereitet. An der Veranstaltung nahmen rund 600 Schüler aus Frankfurt teil.

Schüler nach dem Festakt in der Paulskirche, Foto: Petra Kammann

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