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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

100. Geburtstag 2020 von Marcel Reich-Ranicki: Erinnerung an einen großen Abend in Köln

2020, Juni 2.

Das Leben, die Literatur und der Film

Berührende Filmpremiere der Verfilmung der Autobiographie von Marcel Reich-Ranicki, „Mein Leben“, im Kölner Cinenova 2009.

von Petra Kammann
(damals …IN RHEINKULTUR)

Und am Ende ein kleiner Nachtrag über ein Gespräch zwischen der Literaturkritikerin Ina Hartwig und Salomon Korn, langjähriger Freund und Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Gemeinde, im Ignatz Bubis-Gemeindezentrum, über Literaturkritik allgemein und über den Literaturkritiker Reich-Ranicki im besonderen

 

Hier der der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki 2009 bei der Premiere mit Matthias Schweighöfer, der ihn als jungen Mann und Katharina Schüttler, die seine Frau Tosia spielt, Foto: Petra Kammann

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Neue Formate für Vereine : Zonta goes zoom mit einer Lesung von Saskia Hennig von Lange

2020, Juni 1.

Statt einer rauschenden Feier gab es im Lockdown zum Abschluss der Amtszeit von Zonta-Präsidentin Katrin Lowitz (2018-2020) erstmalig eine Vereins-Zoom-Zusammenkunft von Zonta Club Frankfurt II Rhein-Main auf dem Bildschirm. Sie war geprägt von der berührenden Lesung der Frankfurter Schriftstellerin Saskia Hennig von Lange, die vor dem Bildschirmpublikum aus ihrem gerade erschienenen Buch „Der Baum denkt“ (Henrich Editionen) las. Petra Kammann war für das FeuilletonFrankfurt zugeschaltet…

Saskia Hennig von Lange bei der Zoom-Lesung in der Galerie Heike Strelow; alle Fotos wurden mit dem Handy vom Bildschirm aufgenommen, sind daher unscharf

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Kunstprojekt „Gemischte Gefühle“ im Kunstverein Familie Montez (2)

2020, Mai 31.

Von Erhard Metz

„Gemischte Gefühle“ lautet der Titel der Gruppenausstellung der IFB-Stiftung (Inklusion durch Förderung und Betreuung) aus Anlass ihres 60-jährigen Bestehens im Frankfurter Kunstverein Familie Montez, über die wir bereits im ersten Abschnitt unseres Berichts informierten. Kurz nach ihrer Eröffnung fand sie durch das hereinbrechende Corona-Virus in das gesellschaftliche Leben ein abruptes Ende; inzwischen wurde sie wiedereröffnet, und die Arbeiten von über 50 Künstlerinnen und Künstlern können bis zur Finissage am 7. Juni 2020 besichtigt und auch erworben werden. Und nicht zuletzt verdient die IFB-Stiftung gerade in diesen Corona-Monaten – unter ihrem aktuellen Motto „soziale Arbeit in Zeiten sozialer Distanz“ – Aufmerksamkeit und Förderung.

Sandra Mann, „I feel B“, „Nina (Heusenstamm)“, 2009, Archivalischer Vintage Pigmentdruck auf Canvas, Edition 5/5, 80 x 90 cm

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Kunstprojekt „Gemischte Gefühle“ im Kunstverein Familie Montez (1)

2020, Mai 29.

Von Erhard Metz

Gemischte Gefühle durchleben wir in diesen vom neuartigen Corona-Virus geprägten Wochen und Monaten wahrhaftig – und beim Betreten des nach der Schließung jetzt wiedereröffneten Frankfurter Kunstvereins Familie Montez glaubten wir auf den ersten Blick, uns in der Adresse geirrt zu haben. Aber dem war nicht so – nur hatte sich der große Salon, früher mit Sofas und Sesseln aller Couleur und Herkunft bestückt, nun dieser entledigt und sich in einen mit Sperrbändern und Wegweisungen versehenen Ausstellungsraum verwandelt mit Traditionsrequisiten des Vereins wie auch mit Exponaten der laufenden Ausstellung, über die es zu berichten gilt.

Kunstverein Familie Montez – mit Corona

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Buchmesse findet statt, der Deutsche Buchpreis und der Friedenspreis auch!

2020, Mai 27.

Gewaltige Herausforderung und Mutige Entscheidung

Die diesjährige 72. Frankfurter Buchmesse wird mit neuem Hygienekonzept vom 14. bis 18. Oktober 2020 stattfinden.

Erinnerung an die Frankfurter Buchmesse im vergangenen Jahr: Börsenvereinsvorsteher Heinrich Riethmüller, Buchmessedirektor Jürgen Boos und Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk, Fotos: Petra Kammann

Unsere Gesellschaft braucht Bücher, den Kulturdialog und die lebendige Debatte in dieser Zeit mehr denn je. Umso wichtiger ist es, Bücher ins Rampenlicht und ins Bewusstsein zu rücken. Dies versteht kein Event besser als die Frankfurter Buchmesse. Die Frankfurter Buchmesse 2020 trotz Corona durchzuführen, ist eine mutige und wegweisende Entscheidung. Durch eine aufmerksamkeitsstarke Buchwoche mit Veranstaltungen vor Ort und gleichzeitig virtuell stärken wir das Kulturleben und die Menschen, die es mitgestalten. Gleichzeitig setzen wir wichtige Impulse für die Leser*innen und die ganze Gesellschaft. Natürlich steht bei der Messe vor Ort die Sicherheit für Besucher*innen, Aussteller*innen und Mitarbeiter*innen an erster Stelle. Das werden ein ausgefeiltes Gesundheits- und Hygienekonzept sowie eine kontinuierliche Evaluation durch die zuständigen Behörden gewährleisten. Mit voller Energie geht das Team der Frankfurter Buchmesse an die Ausarbeitung eines Konzeptes für diese besondere Messe und baut auf die Begeisterung der Branche für das weltweit wichtigste Buchereignis.“ Karin Schmidt-Friderichs, Die neue Vorsteherin des Börsenvereins (Foto: Gaby Gerster)

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„Städels Erbe“ und „Alter sitzender Mann (Der trunkene Lot)“ von Rembrandt Harmensz van Rijn.“- Dieses Bild hätte ich gerne!

2020, Mai 25.

Seit etwa zwei Wochen zeigt die Grafikabteilung des Städel Museums „Städels Erbe“ – Meisterzeichnungen aus der Sammlung des Stifters vom 16. bis 18. Jahrhundert – mit Feder, Stift, Kreide oder Pinsel zu Papier gebracht. Johann Friedrich Städel, der von 1728 bis 1816 in Frankfurt lebte, war seit seiner Jugend ein leidenschaftlicher und kenntnisreicher Sammler von Handzeichnungen. Usci-Hoffmann-Volz hat sich in der Ausstellung „Städels Erben“ ihre Lieblingszeichnung genauer angeschaut und sich von Dr. Martin Sonnabend, dem Leiter der Graphischen Sammlung des Städelmuseums bis 1750, Details erläutern lassen.

Ausstellungsansicht „Städels Erbe. Meisterzeichnungen aus der Sammlung des Stifters“, Foto: Städel Museum – Norbert Miguletz

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Museum Giersch zeigt „Die Welt im BILDnis“

2020, Mai 24.

Gesellschaftliche Bedeutung machte bildwürdig – Porträts als Spiegel der ständischen Ordnung

Von Hans-Bernd Heier

Die Faszination des Porträts hat eine lange Tradition, die bis heute anhält: Was sich derzeit in massenhaft digital verbreiteten Porträts und „Selfies“ ausdrückt, war früher das Bildnis als Gemälde oder als Druckgraphik. In der bürgerlichen Kultur waren Porträts Mittel der sozialen Selbstdarstellung und der Markierung der eigenen Position in einer ständischen Gesellschaftsordnung. Das Museum Giersch der Goethe-Universität blickt mit der Ausstellung „Die Welt im BILDnis. Porträts, Sammler und Sammlungen in Frankfurt zwischen Renaissance und Aufklärung“ in die spannende Geschichte der Porträtkunst und zeigt erlesene Meisterwerke.

Conrad Faber von Kreuznach „Doppelbildnis des Justinian von Holzhausen und seiner Frau Anna“, 1536, Mischtechnik auf Lindenholz; Städel Museum

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Ohne Eltern aus Nazideutschland vertrieben – Denkmal für die Kindertransporte in den Jahren 1938/1939 in Frankfurt geplant

2020, Mai 23.

„Danach kam nichts mehr. Kein Brief, kein Lebenszeichen.“

von Renate Feyerbacher

Es war vor über zwei Jahrzehnten, es könnte die Feier zur Gründung der DZ-Kunstsammlung gewesen sein, da bot ich einem älteren Ehepaar, das nachts um 23 Uhr im Regen nach Basel fahren wollte, mein Gastzimmer an. Es nahm an. Das Paar war wie ich auch Gast in der DZ-Bank, die eine der 1993 gegründeten Kunstsammlungen mit Schwerpunkt fotografisches Bild beherbergt. An dem Abend wurden Fotografien von internationalen Künstlern*innen präsentiert. Die Namen des Paares erfuhr ich erst später, per Telefon oder Brief, das weiß ich nicht mehr, denn das Paar war schon sehr früh nach Basel aufgebrochen. Ich wusste also nicht, wen ich beherbergt hatte.

Collage Buch-Prospekt Vera Isler-Leiner; Foto: Renate Feyerbacher

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Nachbarschaftsmusik. Ein dezentrales Konzert im Freien zum Zuhören und Mitmachen

2020, Mai 22.

Die Kammerphilharmonie Frankfurt geht raus und spielt in den Nachbarschaften ihrer Mitglieder. „Hören, singen, Seele baumeln“ lautet das Credo der Musikerfamilie Anna-Lena Perenthaler und Nicolai Bernstein, die nun schon seit Mitte März jeden Sonntag mit ihren Instrumenten durch die Nachbarschaft zieht und eine treue und wachsende Zuhörerschaft findet.

Der Geiger Nicolai Bernstein und die Cellistin Anna-Lena Perenthaler spielen im Freien

Mal sehen, wer diesmal ans Fenster kommt oder im Vorbeigehen einen Moment bei einem dezentralen Konzert im Freien verweilt? Denn am kommenden Sonntag, 24. Mai ist es wieder soweit. Da spielen die Mitglieder des Orchesters zwar “dezentral”, doch zur gleichen Zeit an über 20 verschiedenen Spielorten in ganz Frankfurt.

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„Zurück in die Gegenwart. Neue Perspektiven, neue Werke – Die Sammlung von 1945 bis heute“ im Frankfurter Städel

2020, Mai 21.

Wer vielen etwas bringt… So oder auch anders?

Ein erster Eindruck von Petra Kammann

Es ist wie das Erklimmen eines Berges, den wir uns neu erobern müssen, wenn wir wieder zurückkommen in die Gegenwart eines wunderbaren Museums, nein nicht nur zu den alten Meistern, sondern zu den Zeitgenossen, den fürs Städel Museum Auserkorenen, versteht sich. Spiegeln deren Werke eigentlich die Gegenwart oder vor allem die Blessuren der Menschen, bedingt durch ihre Vergangenheit, wieder? Stimmen sie uns heiter? Helfen sie uns, einen Weg in die Gegenwart oder gar in die Zukunft zu finden? Sind die hier im Städel gesammelten Werke jetzt in der neuen Ordnung nur anders remixed worden oder gibt es eine neue Struktur oder einen roten Faden, der uns durch das Dickicht der zeitgenössischen Kunst so leitet, dass wir uns zurechtfinden können?

Die Treppe in den Gartensaal – eine Rückkehr in die Gegenwart; alle Fotos: Petra Kammann

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