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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Satire & Un-Sinn

Lesenswertes „Lob des Fußballs“ zur Weltmeisterschaft 2018

2018, Juni 25.

Flug und Fall, leicht und schwer

Ein besonderes Buch zur Fußball WM

von Uwe Kammann

Magistral. Magisch. Phänomenal. Da war er wieder am Samstagabend – einer jener Momente, wie ihn nur der Fussball schenken kann. Zwei, drei Sekunden nur, in denen sich alles verdichtete, was sonst nur ins halbe Leben passt. Ein Schuss – „kroosartig“ die Schlagzeilen-Lesart an vielen Stellen –, der die Grenze zwischen Hölle und Himmel aufhob, der den Raum zwischen Absturz und Aufstieg markierte, zwischen schmachvollem Scheitern und glanzvollem Aufstieg, zwischen Tränen bitterer Enttäuschung Tränen des höchsten Glücks. Ein Stadion bebte, und das mediale Drumherum nicht weniger.

Zeichnung: @Philip Waechter

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Mein Freund Robert Gernhardt – Eine Laudatio von Pit Knorr 

2017, Dezember 16.

Komik ist ein Genre

Gleich ob, „Das Ungeheuer von Well Ness“ oder „Erna, der Baum nadelt!“ Das Trio Pit Knorr, Bernd Eilert und Robert Gernhardt der „Neuen Frankfurter Schule“ hat so manch Komisches miteinander ausgeheckt. Das langjährige Autorenteam war an der Gründung der Satirezeitschrift „Titanic“ beteiligt und schrieb unter dem Kürzel GEK-Gruppe Texte und Drehbücher für den Komiker Otto Waalkes. Pit Knorr hielt die Eröffnungsrede für die Ausstellung „Robert Gernhardt“ im Frankfurter Caricatura-Museum. Er sprach als Kollege, Kenner und als echter Freund Robert Gernhardts. 

Pit Knorr zur Eröffnung der Ausstellung komischer Zeichnungen von Robert Gernhardt am 14. Dezember 2017 im Caricatura-Museum Frankfurt

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„BeCK“ im caricatura museum frankfurt

2016, Mai 7.

Bitte ein BeCK

Petra Kammann hat sich die Ausstellung des Cartoonisten BeCK im caricatura museum frankfurt (verlängert bis 19. Juni 2016) angesehen

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BeCK. Foto © Yvonne Kuschel

Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche… Das Elch-Bonmot W. Bernsteins als Wappentier der „Neuen Frankfurter Schule“ spielt als Emblem auch eine Rolle in der neuen Ausstellung des Leipziger Cartoonisten im caricatura museum frankfurt. Die Metropole am Main gilt dank dieses in der Republik so besonderen Karikaturenmuseums mit der Ahnengalerie der Neuen Frankfurter Schule um Robert Gernhardt, F. K. Waechter, Hans Traxler, Chlodwig Poth & Co. als „heimliche Hauptstadt“ des gezeichneten Humors.

Nun präsentiert es bis zum 19. Juni 2016 eine große  Werkschau mit an die 400 Arbeiten aus den vergangenen 15 Jahren des Leipziger Cartoonisten BeCK,  der konsequent seinen Vornamen Detlef weglässt und der als bekennender Sachse, Freigeist und Kosmopolit gilt. Mit seinem Zeichenstift nimmt er absurde, ganz alltägliche Geschichten, Lust und Leid der Technik, Politisches oder Soziales aufs Korn, denn er will sich nicht auf ein Themengebiet festlegen. Und dem Schatten des großen Elchs stellt sich der kleine Hase wehrhaft auf dem Plakatmotiv. Denn das Kleintier weiß, wie im Humor der Hase läuft und piekst. Und das Publikum dankt es ihm. Es ist herrlich, in einem Museum zu erleben, dass derart in jeder Ecke einer schmunzelt, kichert oder lacht. Weiterlesen

Museum für Komische Kunst zeigt Cartoons von Gerhard Glück

2015, Mai 5.

Glücksmomente im caricatura

Von Hans-Bernd Heier

Anlässlich seines 70sten Geburtstags hat Kassel Gerhard Glück im letzten Jahr mit zwei Sonderausstellungen geehrt. „Das Museum für Komische Kunst durfte aus den beiden Ausstellungen das Beste für Frankfurt auswählen und kann die Arbeiten nun im allerschönsten Museum der Welt zeigen“, freut sich Achim Frenz, Leiter des caricatura museums frankfurt. Eigens für die unterhaltsame Schau im ehemaligen Leinwandhaus hat Glück ein farbiges Gemälde gefertigt, das den offensichtlich verdutzten Künstler am Museumsufer sitzend an einem Tisch mit einem Apfelweinglas und Bembel zeigt, umringt von einer fröhlichen asiatischen Reisegruppe. Im Hintergrund sind der Frankfurter Dom und der Eiserne Steg zu sehen. Dabei gehen dem von der unerwarteten Begegnung Überrumpelten die viel zitierten Zeilen des Frankfurt-Gedichts des bekannten Mundartdichters Friedrich Stoltze durch den Kopf:

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„Un es will mer net in de Kopp enei, wie kann nor e Mensch net von Frankfort sei!“, Copyright © Gerhard Glück; Foto: Hans-Bernd Heier

Das caricatura museum hat unter dem Titel „Glück im Museum. Cartoons von Gerhard Glück“ insgesamt rund 240 Cartoons versammelt, die ab den 1980er Jahren entstanden sind. Besucher der kurzweiligen Schau, die das Werk des Meisters der komischen Kunst umfassend zeigt, können sich an seinen humorvollen Cartoons erfreuen. Es sind subtile, kunstvolle Darstellungen, meist in leuchtender Farbigkeit in Tempera oder Acryl auf Karton ausgeführt. „Es sind Glücksmomente – jedes Bild für sich“, schwärmt Frenz. Bei der Hängung hat er weitgehend auf eine chronologische und thematische Gliederung verzichtet. Nur im ersten Stock bildet die „Welt der Kunst“ einen Themenschwerpunkt. Ansonsten hat Frenz die Arbeiten „vornehmlich nach Schönheit“ zusammengestellt Weiterlesen

Sonnenfinsternis

2015, März 20.

Vorsicht Sonnenfinsternis!

Innere Führungs-Kettenreaktion von und mit dem unvergessenen Kabarettisten Wolfgang Neuss
(Quelle: Youtube.de/RBB Berlin)

 

Alltägliche und seltsame Geschichten und Begebenheiten (23)

2015, Januar 4.

Zweifel an der Eifel
von Otto Schielie

(mit freundlicher Genehmigung der Chefredaktion und Verlagsleitung von “Plözin – Die tapfere kleine Zeitschrift”, Text © -habust- )

Es heißt ja nun immer, die Eifel wäre ein Vulkangebirge, und da wäre es ganz toll, weil die kreisrunden, unendlich tiefen Maare uns wie beseelte Augen der Erdgeschichte anblickten und uns vor dieselben führten, daß und warum der Mensch nur ein Staubkorn im Toben der Elemente sei. Nur ein lächerliches winziges Staubkorn, verstehste? Ein Wisch und – schwupps – ist es weg. Oder mit dem Staubsauger. Oder mit dem Mop. Oder mit Swiffer, was ja auch nicht schlecht ist.

Jedenfalls die Eifel. Die wäre so eine ganz wunderfeine Naturlandschaft, an der sich so manches dahergelaufene Mittelgebirge ein Beispiel nehmen könnte. Weiterlesen

Kartoffelherzchen

2014, Januar 5.

Das beste, was aus einer Kartoffel werden kann:

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ein Kartoffelherzchen – oder was dachten Sie denn, liebe Neujahrsleserinnen und -leser, was das hier ist?!

Foto: FeuilletonFrankfurt

 

Alltägliche und seltsame Geschichten und Begebenheiten (19)

2013, Oktober 21.

Auf nach Schraubendorf!
von Juanito Carnivora

(mit freundlicher Genehmigung der Chefredaktion und Verlagsleitung von “Plözin – Die tapfere kleine Zeitschrift”, Text © -habust- )

Warum fährst Du eigentlich nicht mal nach Schraubendorf?

Weil es dort keine Schanze gibt und Du Deinem von Dir so innig geliebten Sport nicht nachgehen kannst?

Ach geh! Das ist doch eine Ausrede. Du kannst doch nicht im Ernst verlangen, daß es in jedem Urlaubsort eine Schanze gibt, nur damit Du springen kannst! Weiterlesen

Alltägliche und seltsame Geschichten und Begebenheiten (13)

2013, Februar 7.

Ach, es ist Karneval, Fasching, Fastnacht, Narretei, was auch immer, da machen die schönen Künste einmal eine kleine Pause. Umso glücklicher schätzt sich FeuilletonFrankfurt, in Professor Norbert Neidich einen kongenialen Autor gefunden zu haben, der uns so trefflich und detailreich die sympathische wie lebensnahe Geschichte erzählen wird, die seinem Kollegen Professor Kronkorck widerfahren ist. Eine Geschichte angesiedelt zwischen hehrer Wissenschaftlichkeit, fürsorglicher Kulturpolitik und dem allerorten anzutreffenden Büroalltag. Und das alles ist natürlich wie immer in Fällen wie diesen

von © -habust-

Kronenkorken
von Professer Norbert Neidich

Wie ein balzender Birkhahn scharwenzelte Professer Kronkorck um seine neue, aufregende Assistentin herum. Fräulein Blök. Bertha Blök. Die ganze Nacht wollte ihm der entzückende Name der atemberaubenden Blondine, die ihm der Fachbereich unverhofft ins Dienstzimmer gespült hatte, nicht aus dem Sinn schwinden, so daß Frau Professer Kronkorck sich schon wundern mußte, warum ihr Ehegespons stundenlang im Schlaf blökte. Aber sie kam nicht dahinter.

“Käffchen, Herr Professer?”, frug Bertha Kronkorcken mit schelmischem Augenaufschlag. Spätestens jetzt hätte sie ihn dahingeschmolzen, wäre er nicht schon zuvor Wachs in ihren Händen gewesen. “Oh gern!”, raunte er und fühlte sich als der große Verführer, der er seiner Lebtag gern gewesen wäre. Sie entschwebte mit verheißungsvollem Lächeln. Weiterlesen

Alltägliche und seltsame Geschichten und Begebenheiten (12)

2013, Januar 27.

Der Kolbenfresser

von © -habust-

Muntani hiess er, der baumlange Mohr aus dem westfriesischen Hochmoor „Sülzlager“ bei Leer.

Nun wirst Du alter Besserwisser sogleich einwenden, Leer liege, das wisse doch nun wirklich jedes Kind, bekanntlich in Ostfriesland. Und schon hast Du mich beim ersten Fehler ertappt. Ich verspreche nur eins: Es wird nicht der letzte sein.

Manfred Muntani war Richter und Schlichter in einer Person. Wie geht das, frägst Du. Es geht schon, wenn man in einer Kolbenfabrik arbeitet. Und das tat unser Manni. Nicht ungern und nicht ohne Erfolg. Schliesslich verdiente er mit seiner Kolbenfabrik dermassen unmenschlich Kohle, dass er die Produktpalette auf Wälzlager erweitern konnte. So gelang es ihm, „Wälzlager vom Sülzlager vom Mohr vom Moor“ zum weltweit bekannten Slogan zu machen. Auch Du hast ihn schon gelesen. Spätestens jetzt. Weiterlesen