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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Städtereisen

Auf nach Stuttgart!

2020, Januar 21.

Die Pollo – oder die schwäbische Kunst der Täuschung

Ein Besuch der Stuttgarter Staatsgalerie aus Anlass des 250. Todestages des venezianischen Malers Tiepolo und ein Blick auf die Zeitgenossen

von Jürgen Pitzer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Giovanni Battista Tiepolo,
Bildnis des Antonio Riccobono,
Ausschnitt,
Foto: Jürgen Pitzer

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I Puritani an der Deutschen Oper am Rhein. Inszenierung: Rolando Villazón

2020, Januar 5.

Eine Sternstunde und eine Enttäuschung gleichermaßen

von Simone Hamm

Adela Zaharia (Elvira). Dahinter: Jorge Espino (Riccardo), Bogdan Taloş (Giorgio), Ioan Hotea (Arturo). Chor der Deutschen Oper am Rhein. Foto: Hans Jörg Michel

Bis vor wenigen Jahren hat hat Bellinis „I Puritani“ selten auf dem Spielplan deutscher Opernhäuser gestanden. Man führte lieber „Norma“ mit der berühmten „Casta Diva“ Arie auf. Derzeit aber wird „I Puritani“ regelrecht wiederentdeckt.

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Frankfurt als Hochhaus-Pionier in der Bundesrepublik

2020, Januar 3.

Kultur und Skyline

Lebensgefühl im Spiegel der Kolossalarchitektur

von Gunnar Schanno

Blick vom Osten auf den EZB-Turm und die Skyline von Frankfurt, Alle Fotos: Petra Kammann

Städtebauliche Veränderungen wirken immer auch auf die Lebenswelt der Menschen, der Bürger, die sich den öffentlichen Raum teilen. So wie im heimeligen Freiburg Südbadens vor einigen Jahrzehnten es dem hier Berichtenden geschah. Da schweifte im Schulraum der Blick weg von Lehrer und Tafel hinaus auf ein Stockwerk um Stockwerk wachsendes Haus. Gerade mal zehn Etagen hoch sollte es werden. Aber staunend darüber, was da über rote Ziegeldächer hinaus zu ragen begann, seltsam sich abhob vom vertrauten Bild altstädtischer, schrägdachiger Silhouette, war die Aufmerksamkeit für diese architektonische Spezies geweckt. 

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Musik in der Elbphilharmonie: Klarheit und Neugier

2019, Dezember 23.

Großer Kontrast zu den Sälen in Frankfurt und Wiesbaden

Von Uwe Kammann

Vor dem Konzert im großen Saal der Hamburger Elbphilharmonie, Foto: Petra Kammann

Welche Kontraste. Hier, im Rhein-Main-Raum, der große Thiersch-Saal im Wiesbadener Kurhaus, kaiserlich geschmückt und zugleich mit elegantem Jugendstil betörend. Dann der Große Saal in der Frankfurter Alten Oper, relativ schlicht im 80er Jahre Chic, mit warmer Holzverkleidung und den funktionalen Sesseln in seltener Kombination aus Metallwangen und Stoffbezug.

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Zum 450. Todesjahr Pieter Bruegels des Älteren

2019, Dezember 3.

Variationsreiche Spuren des flämischen Meisters in seiner Heimat

von Petra Kammann

Um den flämischen Meister Pieter Bruegel den Älteren (1525/30-1569), der vor allem unzureichend als „Bauernbruegel“ in die Geschichte eingegangen ist, rankten sich in diesem Jubiläumsjahr zwischen Brüssel und Antwerpen rund um seine Werke besondere Ausstellungen und Inszenierungen. Das Land, in dem der Künstler lebte und arbeitete, besitzt nicht nur verborgene Schätze, sondern es hat sich auch zu den Motiven des Malers, der tief im Land verwurzelt ist, eine Menge einfallen lassen, um die Aufmerksamkeit auf den genialen Renaissancekünstler zu lenken, so real wie möglich, so digital wie nötig…

,Der Sturz der rebellierenden Engel‘ von Pieter Bruegel dem Älteren aus dem Jahre 1562 ist eines der Meisterwerke der Königlichen Museen der Schönen Künste in Belgien. Abb.: KMSKB, Brüssel, inv. 584 © KMSKB, Foto: Grafisch Buro Lefevre, Heule 

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Eine Nachlese zur 58.  Biennale von Venedig

2019, November 30.

Arte alta und Aqua alta

von Jürgen Pitzer

Alle Tore der Biennale sind nun endgültig geschlossen. Zeit genug, um Bilanz zu ziehen, eine sehr persönliche, angereichert mit den Erfahrungen eines häufigen Besuchers und immer noch Liebhabers von Venedig sowie der sachkundigen Begleitung einer Gruppe von ebenfalls in Kunst und Venedig Verschossenen.

Die Skulptur „Building Bridges“ von Lorenzo Quinn, Foto: Jürgen Pitzer

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Weiter auf Wachstumskurs: Tourismus in Frankfurt

2019, November 29.

Tagung der Tourismus+Congress-Gesellschaft im Römer – Masterplan wird entwickelt

Von Uwe Kammann

Blick auf Frankfurt, Foto: Petra Kammann

Frankfurt ist nicht Barcelona, Amsterdam oder Venedig. Städte, in denen an vielen Stellen schon Antiparolen aus der Spraydose zu lesen sind, mit unmissverständlicher Warnung: NO TOURISTS. Dort sind Reisende längst nicht mehr überall willkommen, werden als Plage empfunden. Nicht zuletzt, weil über airbnb-Vermietungen von Ferienwohnungen der ohnehin schon stark belastete Wohnungsmarkt noch weiter unter Druck gerät.

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„Gold und Ruhm – Geschenke für die Ewigkeit“ in Basel

2019, November 13.

Alles echtes Gold das glänzt…

Des Kaisers goldene Gaben

Von Petra Kammann

2019 begeht das Basler Münster ein großes Jubiläum: Der vom ottonischen Kaiser Heinrich II. geförderte Neubau der romanischen Bischofskirche, das Heinrichs-Münster, feiert sein 1000-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums sind in einer vom Historischen Museum Basel konzipierten und kuratierten Ausstellung spektakuläre Kirchenschätze zu bestaunen: „Gold & Ruhm – Geschenke für die Ewigkeit“.

Die goldene Altartafel aus dem Basler Münsterschatz, Bamberg (?), vor 1019 © RMN-Grand Palais (Musée de Cluny – musée national du Moyen Âge)/Michel Urtado. 

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Künstler aus der DDR – Ausstellung im Düsseldorfer Kunstpalast: „Utopie und Untergang“

2019, November 7.

30 Jahre nach dem Mauerfall:

Ende des alten Bilderstreits? Künstler aus der DDR

Von Uwe Kammann

Elisabeth Voigt, Der rote Stier, 1944-1961, Öl auf Leinwand, 130 x 180 cm, Museum der bildenden Künste Leipzig, © Nachlass Elisabeth Voigt, Foto: bpk / Museum der bildenden Künste, Leipzig / Michael Ehritt

DIE ZEIT, das alte Feuilleton-Flaggschiff, hat gerade so schlicht wie ehern festgestellt, die Kunst stecke in einer Sackgasse. Sie lebe in ihrer alten Welt, die bestimmt werde allein von Kuratoren der Museen und von den großen Sammlern. Wenn es hoch komme, zähle man die Besucher. Deren Ansichten allerdings zählten nicht, interessierten auch nicht. Eine schneidende Generalthese. Mit der Schlussfolgerung: Jetzt müsse das Publikum am Zuge sein. Allerdings, wie dieses Besuchervotum dann organisiert werden und in Ausstellungen münden könnte und sollte, dazu erfahren wir nichts Konkretes. Doch folgt man der Vermutung, dass vielen Museen gerade bei zeitgenössischer Kunst das Publikum ziemlich egal ist, dann führt das natürlich zu manchem Gedankenspiel. So zu dem: Wie wäre wohl oft der Vergleich ausgegangen, wenn man in den westlichen Häusern regelmäßig auch Kunst von in der DDR lebenden Malern gezeigt hätte?

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Nach Frankfurt der Liebe wegen: van Gogh im Städel

2019, Oktober 23.

Eine außergewöhnliche Ausstellung verdankt sich auch einem Autobahn-Stau

Von Uwe Kammann

Medienrummel vor der Eröffnung am Eingang zur Ausstellung, Foto: Petra Kammann

Wer sich der Mitte der Woche beginnenden Monumentalausstellung „Making van Gogh“ nähern will, der sollte sich nicht von dem mehr als albernen 30-Sekunden-Trailer des Städel beirren lassen. Auch nicht von dem modischen „Making“, das mit dem Werdegang des Jahrhundertmalers so gar nichts so tun hat. Auch auf die zur Augenschau ausgestreuten Schaumzuckerherzen auf Fruchtgummi-Basis sollte er verzichten, denn die schmecken scheußlich. Vielleicht sollten van-Gogh-willige Besucher sich vorher „Loving Vincent“ (trotz des Titels) anschauen – ein aus 65.000 Ölgemälden zusammengesetzter Kinofilm, der – welch verrückte Idee –, durch die schnelle Bildfolge animiert wirkt. Diese erzählerische Methodik im Stile des Malers ließ vor zwei Jahren staunen. Der jetzt gerade in die Kinos gekommene Film „An der Schwelle zur Ewigkeit“, in dem der Künstler Julian Schnabel seine Sicht auf die Lebensgeschichte des holländischen Malers erzählt, ist da wesentlich konventioneller. Aber das Städel geht ja ohnehin einen ganz anderen Weg…

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