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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Landschaften

„Mensch! Skulptur“ Wiedereröffnung des Kunstforums Ingelheim Altes Rathaus

2018, August 26.

Gelungene Symbiose von Architektur und Skulptur

Die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Körper steht im Mittelpunkt der Ingelheimer Ausstellung „Mensch! Skulptur“. Anhand von 12 Motivgruppen werden im renovierten Alten Rathaus dort während der Internationalen Tage Ingelheim und noch bis zum 21. Oktober 2018 rund 60 besondere Skulpturen aus Stein, Bronze und Terrakotta gezeigt u.a. von so herausragenden Künstlern wie Auguste Rodin, Edgar Degas, Wilhelm Lehmbruck, Alberto Giacometti und Henry Moore. Sie alle dokumentieren die Entwicklung der Skulpturen von der dreidimensionalen Körperlichkeit hin zur Abstraktion, die von Museen und Privatsammlern aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz nach Ingelheim ausgeliehen wurden.

von Petra Kammann
Das frisch renovierte alte Ingelheimer Rathaus als Ausstellungsort, alle Fotos: Petra Kammann

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The Land in between. Ursula Schulz-Dornburgs Fotografien von 1980 bis 2012 im Städel

2018, August 21.

Sichtbare und unsichtbare Kontinente, verlorene Menschen, Utopien und eine unerhörte Stille 

Das Dazwischen ist Thema der 1938 in Berlin geborenen und in Düsseldorf lebenden Fotografin Ursula Schulz-Dornburg. Sie dokumentiert und bannt die Schrecken der Transitorte, Grenzlandschaften, Wüsten und Relikte vergangener Kulturen auf ihren Fotos, aber auch deren Schönheit. Mehr als 200 dieser eindrucksvollen Arbeiten sind noch bis zum 9. September 2018 in der Retrospektive „Ursula Schulz-Dornburg. The Land In-Between“ im Frankfurter Städel zu sehen: Fotografien, die zwischen 1980 bis 2012 auf ihren Reisen an Kult- und Kulturstätten in Europa, im Nahen Osten und in Asien entstanden. Die fast durchgängig analogen Schwarz-Weiß-Fotos hat die Künstlerin in 13 umfangreichen Werkgruppen selbst zusammengestellt. Sie stammen aus der Städelschen Sammlung selbst, aus dem Archiv der Künstlerin sowie von privaten Leihgebern.

Von Petra Kammann

↑ Ausstellungsansicht: Ursula Schulz-Dornbergs Fotos, die längs der georgischen Grenze entstanden, Foto: Petra Kammann

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Armorika: Das Land am Meer mit den köstlichen Gaben der Natur

2018, Juli 29.

Die kulinarische Bretagne

In diesem Sommer sind die Temperaturen außergewöhnlich hoch. Da wächst die Sehnsucht nach dem Meer… Am Atlantik, in der Bretagne, hat neben dem hohen Freizeitwert am Meer, das Land auch reichlich kulinarische Schätze zu bieten. Davon handeln u.a. zwei außergewöhnliche Kochbücher, die gleichzeitig Geschichten des Landes sind.

Von Petra Kammann

Fischfang steht ganz hoch im Kurs in der Bretagne. Hier die Sardinenfischer in der Bucht von Quiberon, Fotos: Petra Kammann 

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Saale-Unstrut – ein noch junges Reiseziel in Deutschland: Welterbe, Romanik und Wein

2018, Mai 6.

Von Elke Backert

2018 hat die noch junge Reiseregion Saale-Unstrut in Sachsen-Anhalt allen Grund zum Feiern: 25 Jahre Straße der Romanik, 25 Jahre Weinstraße Saale-Unstrut. Die Straße der Romanik gehört zu den beliebtesten Tourismusrouten Deutschlands. Rund 1,6 Millionen Gäste jährlich besuchen die 88 Bauwerke aus der Zeit des Mittelalters. Und die Stadt selbst wird Naumburg 2028 1.000 Jahre alt. Herzstück der Kulturlandschaft und 2020 Welterbe ist der imposante Naumburger Dom St. Peter und Paul. Er gehört mit seinen zwölf Stifter-Figuren zu den bedeutendsten Bauten des europäischen Hochmittelalters.

Der Naumburger Dom – das Wahrzeichen der Stadt findet sich sogar auf den Gullydeckeln 

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Denis Dailleux, Égypte Mère et Fils in der Galerie-Peter-Sillem

2018, März 3.

 

Bilder rätselhafter Stille 

Wer 2013 in der Ausstellung „Kairo. Offene Stadt. Neue Bilder einer andauernden Revolution“ im Essener Museum Folkwang Bilder von der Arabellion gesehen hat und ähnliche Erwartungen an die neue Fotoausstellung „Denis Dailleux. Egypte. Mère et fils“ in der Galerie-Peter-Sillem hegt, welche ebenfalls um das Leben im heutigen Ägypten kreist, der sieht sich getäuscht: Die Macht der Bilderflut und ihrer damit verbundenen Netzwerke scheint im Umfeld der Bilder dieser Schau schlicht nicht zu existieren.

Von Petra Kammann

Denis Dailleux, Jeune fille dans un village près du Caire, 1996, C-Print, kaschiert auf Alu-Dibond, vom Künstler nummeriert und signiert, Galerie-Peter-Sillem

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„Cézanne. Metamorphosen“ in der Kunsthalle in Karlsruhe

2017, November 12.

Cézannes Äpfel und Birnen, seine Jacken und Gebirge

Die Bilder des französischen Malers Paul Cézanne (1839 – 1906) hängen heute in den großen Museen der Welt, von New York bis Sankt Petersburg, und sie erzielen auf den Kunstauktionen schwindelerregende Preise. „Der Kartenspieler“ soll 2011 für 275 Millionen Dollar der höchste Preis, der jemals für ein Gemälde gezahlt wurde – verkauft worden sein. Der zu Lebzeiten wenig geschätzte Künstler, der selbst eher bescheiden bis zu seinem Tod in Aix-en-Provence lebte, gilt als „Vater der Moderne“. Anders als in Tübingen mit den Sonderschauen von 1978, 1982 und 1993, anders als die darauf folgende Ausstellung 1994 in Paris und 2004 im Essener Museum Folkwang oder die im Musée Granet in Aix-en-Provence zu Cézannes hundertsten Todestag, anders auch als die große Porträtausstellung Pariser Musée d’Orsay in diesem Jahre nimmt die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe nun eine spannende, andere Seite dieses ungewöhnlichen Malers in den Blick: „Cézanne. Metamorphosen“.

Von Petra Kammann

Hereinspaziert in die Ausstellung: Cézanne lädt ein in sein Atelier in Aix-en-Provence. Der Maler wurde 1906  von Gertrude Osthaus fotografiert, Gesamtfoto: Petra Kammann

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„Axel Hütte. Night and Day“ im Düsseldorfer Museum Kunstpalast

2017, Oktober 28.

Düsseldorfer Fotoschule: Phänomene des Sehens

von Angelika Campbell

Meine chinesische Freundin Jade fotografiert gern. Und sie will deutsche Kultur kennen lernen. Also auf zur Ausstellung „Axel Hütte. Night and Day“ im Düsseldorfer Museum Kunstpalast. Andächtig steht sie vor dem großformatigen Werk „Rio Negro 2 – Brazil“ „Es ist wie Traum“, sagt sie. Tatsächlich, die Arbeiten des Fotokünstlers, der als Meister der zeitgenössischen Landschaftsfotografie gilt und uns Bilder von allen Kontinenten mitgebracht hat, strahlen eine unwirkliche, geradezu träumerische Faszination aus, obwohl sie doch durchaus reale Motive abbilden. Die aber wurden bildnerisch mit den Mittel der Fotografie auf eine Art und Weise erfasst, dass sie fast wie aus einer anderen Welt scheinen.

Axel Hütte, Rio Negro-2, Brasil, 1998 C-Print, 187 x 237 cm © Axel Hütte

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Das Emsland – vom Elends-Land zum Erfolgs-Land

2017, August 26.

So schönes Fachwerk wie hier in Meppen sieht man häufig im Emsland

Von Elke Backert

Für den Landkreis Emsland – nach dem ihn durchfließenden Fluss Ems benannt – im Westen Niedersachsens steht das Autokennzeichen EL – für Spötter Elendsland. Das war es auch – bis in die 50er Jahre. Es war in der Tat von Armut geprägt, denn große Teile der Region waren und sind Moor- und Heidegebiete, das größte Moor das Bourtanger Moor, das sich im Westen bis in die Niederlande erstreckt und nach dem niederländischen Festungsstädtchen Bourtange benannt ist…

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Das gute Leben auf der Märcheninsel Fünen

2017, August 6.

Von Elke Backert

Sonneninsel Usedom, Märcheninsel Fünen, Aussagen, nachzuhaken. Klar, Usedom hat die meisten Sonnenstunden Deutschlands im Jahr. Aber die dänische Insel Fünen? Mit 2.985 Quadratkilometer die drittgrößte Insel Dänemarks, liegt sie märchenhaft zentral von Meer umgeben zwischen dem Kleinen und Großen Belt. Und märchenhaft klingt ebenso, dass Chinesen eine starke Besuchergruppe stellen. Volle Busladungen steigen an Sehenswürdigkeiten wie dem Schloss Egeskov aus und kommen begeistert aus dem Schlossgarten zurück.

Kein Haus ohne Rosen und schöne Türen

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Sonneninsel Usedom: Wo der letzte deutsche Kaiser zur Sommerfrische weilte

2017, Juli 22.

Drei Kaiserbäder, ein Weinberg, ein Wasserschloss, Bäderarchitektur, Wald, Seen, Sandstrand und rundherum Meer – was will der Urlauber mehr?

Text und Fotos: Elke Backert 

Bei der Sanierung von St. Petri in Benz, 1229 erstmals erwähnt, wurde die mittelalterliche Bausubstanz Feldstein wieder freigelegt. Der obere Turm und die Innenausstattung mit feiner gemalter Kassetten-Decke stammen aus dem 18./19. Jahrhundert.

Ich halte es nicht mit den Journalisten, denen man witzelnd nachsagt, sie guckten eine Kirche nur von außen an. Ich gehe hinein. Das mache ich auch in Benz auf der pommerschen Insel Usedom und erlebe einen alten Herrn Pastor, der zu Erstklässlern spricht. Auf kindgerechte Weise will er ihnen die Geschichte des Ortes und ihrer berühmten Kirche nahebringen. Immerhin hat sie der weltbekannte deutsch-amerikanische Maler Lyonel Feininger (1871-1956) variationsreich, mal in Öl, mal in lichten Aquarellfarben, für die Nachwelt festgehalten. Weiterlesen