home

FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Landschaften

Mythos Tour de France: Sport, Schau, Leidenschaft

2017, Juni 6.

Eine Ausstellung im Düsseldorfer NRW-Forum

Ausstellungsansicht MYTHOS TOUR DE FRANCE©NRW-Forum Duesseldorf, Foto M. Scherag

von Angelika Campbell

Radsportler, das ist klar, haben stramme Waden. Wie stramm die tatsächlich sind – und dass sie häufig Blessuren davontragen – , ist derzeit im NRW-Forum in Düsseldorf festzustellen. Überlebensgroße Schwarzweiß-Fotos aus dem Projekt „Peloton Legs“ von Timm Kölln zeigen den Stolz und das Kapital der Sportler, ihre Beine, und stimmen die Besucher auf die sehenswerte Gruppenausstellung „Mythos Tour de France“ ein. Am 1. und 2. Juli startet die diesjährige Tour von der NRW-Landeshauptstadt aus über Belgien und quer durch Frankreich bis nach Paris.

Die Schau zum Grand Départ führt uns durch die gewaltigen Bildwelten der Tour de France und konfrontiert uns mit atemberaubenden Landschaften, zu Helden stilisierten Fahrern, bedeutungsvollen Orten und enthusiastischen Fans. Sie macht deutlich, dass die Tour de France nicht nur Sportevent der Sonderklasse ist, sondern auch voller Mythen, Legenden und Ikonen steckt. Folgerichtig lockte sie schon immer die besten Fotografen der Welt an, die über den Blickwinkel des Sportreporters hinaus die Faszination des Rennens im Bild festhielten

Tour de France 1982. The peloton sweeps into Paris and onto the Place de la Concorde past the Hotel Crillon. France. 1982 Weiterlesen

Kultur, Natur und Rheinromantik: 4. Skulpturen-Triennale Bingen „NAH UND FERN“ eröffnet

2017, Mai 28.

Eine Bereicherung für die Kulturlandschaft von Rheinland-Pfalz

20 zeitgenössische künstlerische Positionen sind bei der vierten Skulpturen-Triennale in Bingen unter dem Motto „NAH UND FERN“ thematisch vereint. Erstmals werden auch einige Arbeiten in der Binger Innenstadt gezeigt. Der Ausstellungsparcours schafft damit eine Verbindung zwischen Rheinufer und Stadtkern.

Von Hans-Bernd Heier

Christian Achenbach (links) und Stifter Kuno Pieroth in der Rheingauer Landschaft; Foto: Gisela Heier

Die neue Skulpturen-Triennale der Gerda und Kuno Pieroth Stiftung in Bingen am Rhein ist im Mai 2017 feierlich eröffnet worden. Bereits zum vierten Mal seit 2008 werden auf dem Gelände der ehemaligen Landesgartenschau zeitgenössische Skulpturen entlang des Ufers am Rheinkilometer 529 gezeigt. Erstmals sind in diesem Jahr auch Arbeiten in der Binger Innenstadt zu sehen. Der Ausstellungsparcours schafft damit eine Verbindung zwischen Rheinufer und Innenstadt. „Wir freuen uns, dass die Skulpturen-Triennale 2017 in der gesamten Stadt angekommen ist. Kunstliebhaber müssen in diesem Jahr nicht nur nach Kassel oder Venedig reisen, sondern können großartige Kunstwerke auch in der romantischen Rheinlandschaft von Bingen genießen“, so Oberbürgermeister Thomas Feser. Weiterlesen

Stadt, Land, Fluss – Luxemburg

2017, Mai 3.

Luxemburg ist einer der kleinsten Flächenstaaten der Erde und nach Malta das zweitkleinste Land der Europäischen Union. Neben Singapur soll es das sicherste Land sein. Die weltoffene Stadt Luxemburg im gleichnamigen Großherzogtum, auf französisch Grand-Duché de Luxembourg, auf luxemburgisch Groussherzogtum Lëtzebuerg, übrigens das letzte von ehemals neun, empfängt fröhlich ihre Gäste aller Nationen. 

Von Elke Backert

Schengen im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Luxemburg am 14. Juni 1985 wurde zum Schauplatz der berühmten Unterzeichnung des Schengener Abkommens

Weiterlesen

Voyage à Nantes – Reise in die innovative Stadt

2016, März 15.

Nantes ist eine Reise wert, vor allem, wenn man sehen will, wie eine Region, deren Industrie an Bedeutung verloren hat, sich mit attraktiven kulturellen Angeboten neu aufstellt. Als Nantes 2013 die Umwelthauptstadt Europas wurde, war bei der Stadtplanung viel Phantasie, Bürgerbeteiligung und vor allem Nachhaltigkeit im Spiel.

Eindrücke einer Stadt im Wandel von Petra Kammann

650

Nantes am Ufer der Loire: Blick vom Musée Jules Vernes aus auf die früheren Werften

Als vor mehr als zwanzig Jahren, 1989, Jean-Marc Ayrault, der einstige Deutschlehrer und heutige französische Außenminister, Bürgermeister von Nantes wurde, schloss man gerade die letzten Werften. Nantes galt als graue unregierbare Stadt mit ungewisser Zukunft. Und die Menschen fühlten sich den Herausforderungen der Zukunft nicht gewachsen. Mit viel Durchstehvermögen schaffte Ayrault es, nach und nach aus Nantes eine blühende Metropole zu machen, indem er zunächst das Potenzial in kulturellen Projekten ausschöpfte. Hinzu kamen städtebauliche Visionen.

Die Metropolregion Nantes mit ihren ca. 600.000 Einwohnern hat in den letzten Jahren ehrgeizige Projekte verfolgt wie städtische Mobilität, Klimaschutz und Biodiversität. Und sie hat bewiesen, „dass wirtschaftliche Entwicklung und Umweltschutz durchaus nicht unvereinbar sind“. Das unterstützte die Argumentation der Jury der Europäischen Kommission in ihrer Entscheidung, Nantes 2013 als „Green Capital fit for life“ auszuzeichnen. Kommt man heute am Hauptbahnhof mit dem TGV an, so ist man ein paar Schritte weiter gleich im interessantesten botanischen Garten, dem Jardin des Plantes. Weiterlesen

Wochenmärkte im Morbihan

2015, September 4.

Eindrücke von Petra Kammann

!cid_B518ABF9-0F7D-4D22-A3D5-E68527F661B5@home

Der Wochenmarkt in Vannes, der 2000 Jahre alten Stadt gallo-romanischen Ursprungs und eine der ersten Bischofsstädte der Bretagne

Märkte in der Bretagne sind traditionelle Wochenmärkte, Fischmärkte und Handwerkermärkte, Flohmärkte, Antiquitätenmärkte, Töpfermärkte … Angeboten werden auf den Wochenmärkten in der Bretagne die regionaltypischen Produkte der heimischen Landwirtschaft: Milch und Käse aus der Bretagne, Eier und Geflügel, fangfrische Fische, Muscheln, namentlich Austern, und Meeresfrüchte und vor allem knackig frisches Gemüse. In manchen Städten gibt es neben dem Obst- und Gemüsemarkt die Criée, die Fischhalle, wo all diese Meeresköstlichkeiten unter einem Dach zusammen präsentiert werden wie in den nostalgischen Fischhallen in Vannes , Auray oder in La Trinité-sur-Mer.

!cid_23665931-1784-4F1F-B223-EEDB10648332@home

Die Criée von Vannes: Quicklebendig geht es hier in jeder Hinsicht zu. Crier heißt schreien. In der Bretagne ist die Criée die Fischhalle am Hafen, in welcher der frische Fang meist morgens verkauft wird Weiterlesen