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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Landschaften

Voyage à Nantes – Reise in die innovative Stadt

2016, März 15.

Nantes ist eine Reise wert, vor allem, wenn man sehen will, wie eine Region, deren Industrie an Bedeutung verloren hat, sich mit attraktiven kulturellen Angeboten neu aufstellt. Als Nantes 2013 die Umwelthauptstadt Europas wurde, war bei der Stadtplanung viel Phantasie, Bürgerbeteiligung und vor allem Nachhaltigkeit im Spiel.

Eindrücke einer Stadt im Wandel von Petra Kammann

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Nantes am Ufer der Loire: Blick vom Musée Jules Vernes aus auf die früheren Werften

Als vor mehr als zwanzig Jahren, 1989, Jean-Marc Ayrault, der einstige Deutschlehrer und heutige französische Außenminister, Bürgermeister von Nantes wurde, schloss man gerade die letzten Werften. Nantes galt als graue unregierbare Stadt mit ungewisser Zukunft. Und die Menschen fühlten sich den Herausforderungen der Zukunft nicht gewachsen. Mit viel Durchstehvermögen schaffte Ayrault es, nach und nach aus Nantes eine blühende Metropole zu machen, indem er zunächst das Potenzial in kulturellen Projekten ausschöpfte. Hinzu kamen städtebauliche Visionen.

Die Metropolregion Nantes mit ihren ca. 600.000 Einwohnern hat in den letzten Jahren ehrgeizige Projekte verfolgt wie städtische Mobilität, Klimaschutz und Biodiversität. Und sie hat bewiesen, „dass wirtschaftliche Entwicklung und Umweltschutz durchaus nicht unvereinbar sind“. Das unterstützte die Argumentation der Jury der Europäischen Kommission in ihrer Entscheidung, Nantes 2013 als „Green Capital fit for life“ auszuzeichnen. Kommt man heute am Hauptbahnhof mit dem TGV an, so ist man ein paar Schritte weiter gleich im interessantesten botanischen Garten, dem Jardin des Plantes. Weiterlesen

Wochenmärkte im Morbihan

2015, September 4.

Eindrücke von Petra Kammann

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Der Wochenmarkt in Vannes, der 2000 Jahre alten Stadt gallo-romanischen Ursprungs und eine der ersten Bischofsstädte der Bretagne

Märkte in der Bretagne sind traditionelle Wochenmärkte, Fischmärkte und Handwerkermärkte, Flohmärkte, Antiquitätenmärkte, Töpfermärkte … Angeboten werden auf den Wochenmärkten in der Bretagne die regionaltypischen Produkte der heimischen Landwirtschaft: Milch und Käse aus der Bretagne, Eier und Geflügel, fangfrische Fische, Muscheln, namentlich Austern, und Meeresfrüchte und vor allem knackig frisches Gemüse. In manchen Städten gibt es neben dem Obst- und Gemüsemarkt die Criée, die Fischhalle, wo all diese Meeresköstlichkeiten unter einem Dach zusammen präsentiert werden wie in den nostalgischen Fischhallen in Vannes , Auray oder in La Trinité-sur-Mer.

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Die Criée von Vannes: Quicklebendig geht es hier in jeder Hinsicht zu. Crier heißt schreien. In der Bretagne ist die Criée die Fischhalle am Hafen, in welcher der frische Fang meist morgens verkauft wird Weiterlesen

Reisebilder aus dem Rheingau (3)

2015, Juli 9.

Schlösser zwischen Rhein und Reben: Schloss Vollrads

Von Petra Kammann

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↑ Das Eingangstor zu Schloss Vollrads mit dem Familienwappen der Greiffenclaus
↓ Schloss Vollrads in der hügeligen lieblichen Rheingaulandschaft. Von weitem schon sieht man den Turm von Schloss Vollrads emporragen

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Nicht weit entfernt von Johannisberg, oberhalb von Oestrich-Winkel, liegt inmitten der reizvollen Kulturlandschaft Rheingau ein weiteres Kleinod: das Schloss Vollrads. Rundherum laden Wanderwege ein, den anmutigen Rheingau, die Toskana Deutschlands, zu erkunden. Durch das Vollradser Wäldchen im Norden führt ein beliebter Naturlehrpfad, der idyllische Flötenweg, durch die Weinberge, direkt an Vollrads vorbei sowie um das gesamte Anwesen herum. So kann man es von allen Seiten aus wahrnehmen. Mit seiner über 800-jährigen Geschichte ist Schloss Vollrads nämlich nicht nur eines der ältesten Weingüter Deutschlands, sondern auch ein Kulturdenkmal Weiterlesen

Reisebilder aus dem Rheingau (2)

2015, Juli 6.

Schlösser zwischen Rhein und Reben: Schloss Johannisberg

Von Petra Kammann

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Schon 1827 schrieb der im Rheinland geborene Dichter Heinrich Heine in seinen „Reisebildern“: „Mon Dieu! Wenn ich doch so viel Glauben in mir hätte, daß ich Berge versetzen könnte! Der Johannisberg wäre just der Berg, den ich mir überall nachkommen ließe! … Oh, da ist ein schönes Land, voll Lieblichkeit und Sonnenschein. Im blauen Strome spiegeln sich die Bergesufer mit ihren Burgruinen und Waldungen und altertümlichen Städten.“ Weiterlesen

Reisebilder aus dem Rheingau (1)

2015, Juli 2.

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Burgund im Rheingau: Das Kloster Eberbach

Umrahmt von Wald und Reben und abseits lärmender Verkehrswege in einem landschaftlich reizvollen Seitental des Rheingaus in der Nähe von Kiedrich liegt seit 1136 das Kloster Eberbach. Heute wird es von einer Stiftung verwaltet, die das Kulturerbe erhalten will

Von Petra Kammann

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Mit den strengen romanischen Räumlichkeiten wurde Kloster Eberbach auch zur beliebtesten Spielstätte des Rheingauer Konzertpublikums, sei es beim Rheingau-Festival, sei es bei Konzerten mit den gregorianischen Gesängen

Bestechend ist die schlichte Schönheit der monumentalen romanischen Klosterkirche im Zentrum der Klosteranlage, die Natürlichkeit des einströmenden Lichtes sowie die besondere Stille und Akustik, welche die Zisterzienserklöster so anziehend machen Weiterlesen