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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Reisen & Lebensart

Erlesene Selbstporträts aus der Sammlung Frerich in den Opelvillen in Rüsselsheim

2017, Dezember 17.

Selbstinszenierung oder Selbstbefragung? Künstler des 20. Jahrhunderts blicken in den Spiegel

Der Kölner Zahnarzt Dr. Günter Frerich (1929‒2013) hat über Jahrzehnte gezielt und konsequent Künstler-Selbstbildnisse gesammelt. Im Laufe der Jahre hat er mehr als 400 Handzeichnungen, Druckgrafiken und Fotografien von 158 Künstlerinnen und Künstlern zusammentragen. Dabei gelang es dem leidenschaftlichen Sammler, der vom menschlichen Gesicht fasziniert war, eindrucksvolle, qualitativ hochwertige Selbstporträts auf Papier ausfindig zu machen. Eine erlesene Auswahl der Frerichs-Kollektion ist noch bis zum 8. April 2018 der Ausstellung „Das Selbstporträt“ in den Opelvillen in Rüsselsheim zu bewundern.

Von Hans-Bernd Heier

Max Liebermann, Selbstporträt, zeichnend, Kohle, 1921; Foto: Peter Hinschläger

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Deutschland und Frankreich – Fruchtbare Gegensätze. Ein deutsch-französischer Kongress in Hamburg voller Weltoffenheit

2017, Dezember 5.

Auf der Suche nach der Zukunft und Anknüpfen an gelungene Beispiele

Bindungen eingehen, Abgründe überbrücken, Spannungen aushalten. Und das mit Musik, mit Vorträgen, mit Gesprächen und mit Arbeitsateliers. Darum ging es beim  62. Jahreskongress der Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e.V. (VDFG)  und ihrer französischen Schwesterorganisation, der Fédération des Associations Franco-Allemandes pour l’Europe (FAFA), in der Hamburger Handelskammer.

Von Petra Kammann

Gespräch mit Prof. Frank Baasner, Direktor des Deutsch-Französischen Institutes Ludwigsburg, der vor der offiziellen Eröffnung des Kongresses Kernaussagen einer aktuellen sozialwissenschaftlichen Studie seines Institutes zur Lage der Deutsch-Französischen Gesellschaften in Deutschland und Frankreich vorstellte: v.l.n.r: Petra Kammann, Vorstand DFK Düsseldorf, Barbara Kubis-Martin, Präsidentin der FAFA, Dr. Margarete Mehdorn, Präsidentin der VDFG, die Journalistin Hilke Maunder, Prof. Baasner,  Stefan Endell, Pressesprecher der VDFG, Foto: Hilke Maunder

„Bien sûr, ce n’est pas la Seine,
Ce n’est pas le bois de Vincennes,
Mais c’est bien joli tout de même,
A Göttingen, à Göttingen…“

Und à Hambourg? Da fließt die Elbe. Das französische Chanson, das die Sängerin Barbara während ihres Konzertbesuches 1964 in Göttingen komponiert und auf Französisch wie auf Deutsch vorgetragen hatte, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg geradezu ein Kultchanson der deutsch-französischen Aussöhnung… Ja, aber warum wurde es ebenso eindringlich im gefüllten prächtigen Hamburger Rathaussaal vorgetragen? Hier sollte zweifellos an die Kraft der frühen Begegnungen erinnert werden.

v.l.n.r.: Norbert Kremeyer,Vors. DFG Cluny, Hamburg, Laurent Toulouse, Generalkonsul von Frankreich in Hamburg, Barbara Kubis-Martin, Präsidentin der FAFA, Dr. Margarete Mehdorn, Präsidentin der VDFG, Olaf Scholz, Bürgermeister von Hamburg

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Wie soll Frankfurt aussehen?

2017, November 23.

Podien zum Städtebau in der Mainmetropole

Von Uwe Kammann

„Welche Architektur trifft des Menschen Kern?“ – Eine schöne Frage, sicher auch eine zeitlose. Das Kuratorium Kulturelles Frankfurt, eine Tochter der Polytechnischen Gesellschaft, fächerte sie in ihrer Einladung zu einem Streitgespräch auf. Welche Gestaltung für Gebäude und Stadtquartiere sei nachhaltig, welcher architektonische und städtebauliche Entwurf werde auch Jahrzehnte nach der Realisierung noch geschätzt werden?

Jeder versteht etwas Anderes unter dem Leben in der Stadt…

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„Cézanne. Metamorphosen“ in der Kunsthalle in Karlsruhe

2017, November 12.

Cézannes Äpfel und Birnen, seine Jacken und Gebirge

Die Bilder des französischen Malers Paul Cézanne (1839 – 1906) hängen heute in den großen Museen der Welt, von New York bis Sankt Petersburg, und sie erzielen auf den Kunstauktionen schwindelerregende Preise. „Der Kartenspieler“ soll 2011 für 275 Millionen Dollar der höchste Preis, der jemals für ein Gemälde gezahlt wurde – verkauft worden sein. Der zu Lebzeiten wenig geschätzte Künstler, der selbst eher bescheiden bis zu seinem Tod in Aix-en-Provence lebte, gilt als „Vater der Moderne“. Anders als in Tübingen mit den Sonderschauen von 1978, 1982 und 1993, anders als die darauf folgende Ausstellung 1994 in Paris und 2004 im Essener Museum Folkwang oder die im Musée Granet in Aix-en-Provence zu Cézannes hundertsten Todestag, anders auch als die große Porträtausstellung Pariser Musée d’Orsay in diesem Jahre nimmt die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe nun eine spannende, andere Seite dieses ungewöhnlichen Malers in den Blick: „Cézanne. Metamorphosen“.

Von Petra Kammann

Hereinspaziert in die Ausstellung: Cézanne lädt ein in sein Atelier in Aix-en-Provence. Der Maler wurde 1906  von Gertrude Osthaus fotografiert, Gesamtfoto: Petra Kammann

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Alia Alis „Borderland“ in der neu eröffneten Galerie Peter Sillem in Frankfurt-Sachsenhausen

2017, November 12.

Irritierend schön – Großflächige Fotos von Grenzerfahrungen und menschlichen Pattern

„Borderland“ heißt die ungewöhnliche Auftaktausstellung in der neuen Galerie Peter Sillem: Das ästhetische Forschungs- und Fotoprojekt der jemenitisch-bosnisch-amerikanischen Multimedia-Künstlerin Alia Ali umfasst eine Serie von Porträts, welche die Barrieren hinterfragen, die uns sowohl trennen als auch einen.

Von Petra Kammann

Galerist Peter Sillem und Alia Ali bei der Vorbereitung eines Hintergrundgesprächs

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