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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Musik

Viviane Goergen spielt Werke noch wenig bekannter Komponistinnen

2020, März 8.

Ein musikalischer Bogen von der Schweiz nach Paris

Von Erhard Metz

Von einem musikalischen Ereignis im Frankfurter Bechstein Centrum im vergangenen Monat gilt es heuer zu berichten, wobei die geneigte Leserschaft dem Chronisten die zeitliche Verzögerung nachsehen möge. Damen, die sich der Musik verschrieben haben, Komponistinnen des späten 19. und frühen bis mittleren 20. Jahrhunderts, standen im Vordergrund dieses Ereignisses, welches einen musikalischen Bogen von der Schweiz nach Paris spannte. Die renommierte Konzertpianistin Viviane Goergen brachte eine Auswahl aus deren kompositorischem Schaffen einem gespannt lauschenden Publikum zu Gehör.

Viviane Goergen im Frankfurter Bechstein Centrum am mächtigen D-Flügel, dem „Flaggschiff“ des weltberühmten Hauses

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Alcina an der Deutschen Oper am Rhein

2020, Februar 27.

Händels Zauberoper im Wellnessresort

von Simone Hamm

Die schöne Zauberin Alcina lockt Edelmänner auf ihre Insel, umgarnt und verführt sie. Wenn sie keine Lust mehr auf sie verspürt, verwandelt sie sie in wilde Tiere, Pflanzen oder Steine. Auch Ruggiero, ein Ritter aus dem Heer Karls des Großen, erliegt ihrer Verführungskunst und vergisst seine Geliebte Bradamante. Diese verkleidet sich als ihr eigener Bruder, reist auf die Insel, will Ruggiero zurückgewinnen.

Wallis Giunta (Bradamante), Maria Kataeva (Ruggiero), Jacquelyn Wagner (Alcina). FOTO: Jochen Quast / Deutsche Oper am Rhein

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Kulturpreis der Ingrid zu Solms-Stiftung an Cellistin Raphaela Gromes

2020, Februar 20.

Eine enge Beziehung zum Instrument

Text und Fotos: Renate Feyerbacher

„Wenn ich traurig bin, habe ich manchmal das Gefühl, das Instrument spürt das. Es klingt dann auch deprimiert, leicht verhangen. Aber umgekehrt, wenn ich fröhlich bin, spürt das auch das Cello [..]“ – zitiert nach der Laudation von Professor Norbert Abels.

Am Tag der Preisverleihung, am 30. Januar, die in der Villa Bonn, Sitz der Robert-Schumann-Gesellschaft, stattfand, klang es nicht nach Traurigkeit, nach Niedergeschlagenheit. Im Gegenteil: das Cello spürte die Freude der jungen Cellistin, die ihm herrliche Töne entlockte. Ihr Cello sang.

v.l.n.r.: Raphaela Gromes und ihr Klavierpartner Julian Riem mit Gräfin Ingrid zu Solms–Wildenfels 

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Ein ungewöhnlicher Liederabend mit Julian Prégardien (Tenor) und Tamar Halperin (Piano) in der Alten Oper

2020, Februar 17.

Von Bach, über Beethoven bis zu Busoni. Ein besonderer Dialog von Stimme und Piano

von Petra Kammann

Der Saal war gefüllt und die Spannung groß bei einem Programm, das zunächst auf den ersten Blick etwas abenteuerlich erschien. Wie lassen sich Lieder und Arien zwischen Barock und Spätromantik konzipieren, verbunden durch Präludien aus dem „Wohltemperierten Klavier“ von Johann Sebastian Bach. Bach –  ein romantischer Komponist?

Großer Beifall für die Solisten Julian Prégardien (Tenor) und Tamar Halperin (Klavier) im Mozart Saal der Alten Oper, Foto: Petra Kammann

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Zwischen Bach und Busoni – Besondere Lieder und Arien

2020, Februar 7.

Ein musikalisches Duo um Vormerken

 

Tamar Halperin, Foto: Gregor Hohenberg; Julian Pregardien, Foto: Marco Borggreve

Zuletzt war der international gefeierte Tenor Julian Prégardien im April 2017 bei den Frankfurter Bachkonzerten als Evangelist (und Arien-Tenor) unter dem Dirigenten René Jacobs in Bachs Matthäus-Passion zu erleben. Am 14. Februar um 20 Uhr wird sich der Tenorsänger mit der im Rheingau lebenden und aus Israel stammenden Pianistin und ECHO-Preisträgerin Tamar Halperin im Mozart Saal der Alten Oper präsentieren. Es wird ein besonderer Liederabend werden, den die beiden Musiker konzipiert haben – eine spannende Abfolge geistlicher Lieder und Arien zwischen Barock und Spätromantik, gegliedert durch instrumentale Ruhepunkte.Vokal- und Klavierwerke von Johann Sebastian Bach, Carl Philipp Emanuel Bach, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Hugo Wolf und Ferruccio Busoni stehen auf dem Programm. Um 19.15 Uhr führt Christian Kabitz im Mozart Saal in das Konzert ein.

www.frankfurter-bachkonzerte.de

 

Die Sixties in Frankfurt – „Bewegte Zeiten“

2020, Februar 5.

Die Beatles kamen nur bis zum Flughafen, Kennedy bis in die Paulskirche, Joan Baez sang zum Ostermarsch, Udo Jürgens in der Jahrhunderthalle, Studenten besetzten die Schienen, Neckermann wurde Verleger, Mohammed Ali boxte im Waldstadion und Handke beschimpfte das Publikum.

Von Petra Kammann

„Bewegte Zeiten“ – so der Titel einer Ausstellung im Institut für Stadtgeschichte –  waren die wirtschaftlich erfolgreichen 60er Jahre in Frankfurt, der Stadt, die sich ständig neu erfindet. Manche der im Institut für Stadtgeschichte ausgestellten Zeitdokumente ergänzen das kollektive Gedächtnis, das sich in dieser Dekade häufig nur auf die 68er beschränkt.

1 The Beatles bei ihrem Zwischenstopp auf dem Frankfurter Flughafen, 2. Juli 1964 © ISG FFM, S7Bo Nr. 1165, Mickey Bohnacker; 2 John F. Kennedy nimmt beim Frankfurt-Besuch ein Bad in der Menge, 25. Juni 1963 © ISG FFM, S7Z Nr. 1963-196, Kurt Weiner; 3 Ostermarschaktivist*innen fordern „Fünf Minuten Verkehrsruhe für Vietnam“, 13. April 1968 © ISG FFM, S7Z Nr. 1968-38, Klaus Meier-Ude

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„Tristan und Isolde“ von Richard Wagner an der Oper Frankfurt

2020, Februar 1.

Wirkliche Liebe und ein Zusammenleben unmöglich

von Renate Feyerbacher

Fotos:  Barbara Aumüller

Diesmal wird nicht über die Premiere, die am 19. Januar war, geschrieben, sondern über die zweite Vorstellung, die vom Publikum gefeiert wurde. Es gab keine Buh-Rufe für die Sängerin der Isolde.

oben: Rachel Nicholls (Isolde) und Vincent Wolfsteiner (Tristan), unter dem Podest Claudia Mahnke (Brangäne; vorne links) und Christoph Pohl (vorne rechts) mit Herrenchor sowie Andreas Bauer Kanabas (König Marke; am rechten Bildrand)

Von Anfang an war die musikalische Spannung dieser „Handlung in drei Aufzügen“ präsent. Noch während des Vorspiels, das zunächst „langsam und schmachtend“  beginnt, öffnet sich der Vorhang. Ein komplett weißer Raum mit mehreren Türen, mit Neonröhren – Symbol für Licht – präsentiert sich…

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Strahlende „Schöpfung“ von Joseph Haydn in der Alten Oper Frankfurt

2020, Januar 30.

Und es ward Licht! Haydns Oratorium mit himmlischem Gesang

Im ersten Sinfoniekonzert des neuen Jahres versammelte Chefdirigent Sebastian Weigle für Haydns wohl bahnbrechendes Werk Die Schöpfung am vergangenen Sonntag und Montag des Januars alle vier großen Frankfurter Chöre um das Frankfurter Opern- und Museumsorchester. Als Solisten sangen die Ensemblemitglieder der Oper Frankfurt Florina Ilie (Sopran, vom Opernstudio), AJ Glueckert (Tenor) und Anthony Robin Schneider (Bass, beide vom Ensemble der Oper Frankfurt).

Eindrücke von Petra Kammann

Chefdirigent Sebastian Weigle, Foto: Wolfgang Runkel, (Frankfurter Opern- und Museumsorchester) 

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Freiheit als Motto des Rheingau Musik Festivals 2020

2020, Januar 23.

Nach der „Courage“ nun die „Freiheit“

Die georgische Violinistin Lisa Batiashvili – Artist in Residence in diesem Jahr , Foto:©Rheingau Musik Festival

Vom 20. Juni bis zum 5. September 2020 findet im Sommer 2020 das Rheingau Musik Festival mit rund 137 Veranstaltungen an 33 verschiedenen Spielorten bereits zum 33. Mal statt. In diesem Jahr steht es ganz im Zeichen von „Freiheit“. Festival-Intendant Michael Herrmann stellte gemeinsam mit seinem Mitgeschäftsführer Marsilius Graf von Ingelheim, sowie den Mitarbeitern der Programmplanung, Lisa Ballhorn und Timo Buckow, auf einer Pressekonferenz in der Kelterhalle des Rheingau Musik Festivals das Programm des kommenden Sommers vor. Mit auf dem Podium saßen außerdem Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer des Hauptsponsors LOTTO Hessen GmbH, und Claus Wisser, Vorsitzender des Vorstands des Festival-Fördervereins.

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„Crescendo – #makemusicnotwar“

2020, Januar 18.

Kraft der Musik  – musikalische Friedensarbeit

von Renate Feyerbacher

Schlussszene am Flughafen: Darsteller Sabrina Amali (LAYLA), Tala Al-Deen (SADIN) und Hassan Bakri. © CCC Filmkunst, Fotograf: Christian Luedeke

Der Film, den die Produktionsfirma CCC, die Alice Brauner heute leitet, kommt in die Kinos. Die Tochter des verstorbenen Artur Brauner, der mit seinen Filmen unermüdlich an den Holocaust erinnerte, aber auch zu Versöhnung, Verständigung und Frieden aufrief, kümmert sich weiterhin um diese Thematik.

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