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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Musik

Anna Stepanova und Yukiko Ikeda in der Camaleo Art Lounge

2019, Juni 9.

Von Erhard Metz

So manches blüht im noch Verborgenen – so etwa schrieben wir vor bald einem Jahr über die im Mai 2018 in Frankfurt-Sachsenhausen von Thomas Küper gegründete Camaleo Art Lounge. Das kleine, feine private Kulturzentrum in der Mörfelder Landstraße 103 ist inzwischen den Kinderschuhen entwachsen und hat sich im Kreis vieler Freunde und Bekannten etabliert. Musikalische Darbietungen und Konzerte, kabarettistische Veranstaltungen und Lesungen, Ausstellungen von Gemälden und Keramiken finden dort statt, auch offene „Klimper-Abende“, an denen das Publikum eigene musikalische Beiträge einbringen kann. Und mit den Konzerten und Ausstellungen verbindet sich ein wunderbarer und unterstützenswürdiger Zweck: die Förderung junger Künstlerinnen und Künstler!

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Remember – 30 Jahre himmlischer Frieden? Alles ist Kunst- Alles ist Politik?

2019, Juni 4.

Dem Vergessen entreißen

von Petra Kammann

Vor 30 Jahren, am 4. Juni, fanden auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking, dem Tian‘anmen-Platz, friedliche Studentenproteste statt. Anlässlich der blutigen Niederschlagung hat der chinesische Schriftsteller Liao Yiwu sein Langgedicht „Massaker“ geschrieben. Es sollte sein Leben fundamental verändern. Als er versuchte, die unfassbaren Erlebnisse des 4. Juni in dem Film, den er „Totenmesse“ nannte, zu verarbeiten, wurden er selbst, seine Filmcrew sowie seine schwangere Frau im Februar 1990 inhaftiert und gefoltert. Vier Jahre musste er im Gefängnis verbringen. 2011 konnte er dann über Vietnam aus der Volksrepublik China nach Deutschland fliehen.

Für sein 1989 entstandenes Gedicht „Massaker“ bekam der chinesische Schriftsteller Liao Yiwu vier Jahre Gefängnis, Fotos: Petra Kammann

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Clara Schumann: Weggefährtin, Interpretin und Gralshüterin der musikalischen Romantik

2019, Juni 3.

Grenzüberschreitende Romantik – Gratwanderungen zwischen Literatur und Musik

Von Petra Kammann

Romantische Befindlichkeit beschäftigte die Gattin Robert Schumanns in ihrem bewegten Leben in vielfacher Hinsicht, in ihrer persönlichen Biographie und im Hinblick auf die Musikgeschichte. Als international renommierte Pianistin verhalf Clara Schumann der neuartigen romantischen Musik zum internationalen Durchbruch. Als strenge Musikpädagogin wie als Inspiratorin gleichermaßen betrieb sie an Dr. Hoch‘s Konservatorium in Frankfurt maßgeblich die Kanonisierung der Romantik. In ihrem Jubiläumsjahr anlässlich ihres 200. Geburtstags bot sie aktuell auch im Goethehaus Anlass, laut über das nachzudenken, was Romantik ausmache.

Goethehaus: Einführende Worte von Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken; auf dem Podium: der Pianist Michael Gees und die Kuratorin und Clara-Schumann-Kennerin Dr. Ulrike Kienzle, Fotos: Petra Kammann

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Ein Konzert aus der Kreativschmiede von Dr. Hoch’s Konservatorium

2019, Mai 31.

„Das Lied soll schauern und beben“ – Kompositionen zwischen Klassik und Romantik

von Petra Kammann

Musikalische Kostbarkeiten von Robert und Clara Schumann sowie inspirierte und in Vergessenheit geratene Kompositionen aus der Zeit, veranstaltet von der Robert-Schumann-Gesellschaft im Institut für Stadtgeschichte

Das Duo Uranus (Christoph von Erffa, Violoncello, und Matthias Gräff-Schestag, Klavier), Einführung Dr. Ulrike Kienzle (rechts); Foto: Petra Kammann

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Europawahl einmal anders: Carillon der Alten Nikolaikirche spielt Europahymne

2019, Mai 22.

Schöner die Glocken nie klingen… Frankfurt international für Europa

Die Glockenspielerin Yuko Tajima, Foto: Bernd Kammerer

Wer „Willkommen bei den Schtis“, die Filmkomödie über die nordfranzösische Provinz gesehen hat, weiß, was ein Carillon ist, dieses große, spielbare Glockenensemble, das in Nordfrankreich in einem Belfried gespielt wird und seinen Ursprung im belgischen Flandern und in den Niederlanden hat. Die in Frankfurt lebende Japanerin Yuko Tajima spielt die Glocken regelmäßig mittwochs als ehrenamtliche Musikerin in Frankfurts Stadtmitte. Heute trug die Glockenspielerin die bekannte Melodie „Freude schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium“ aus dem vierten Satz aus Beethovens Neunter Sinfonie auf dem Carillon der Alten Nikolaikirche vor. Anlass war aber nicht etwa das legendäre Frankfurter „Glockengeläut“, sondern die anstehende Europawahl am kommenden Sonntag…

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Berauscht in der Elbphilharmonie

2019, Mai 21.

Doug Fitch inszeniert György Ligetis phantastische Avantgardoper in Hamburg.

von Simone Hamm

Es beginnt mit einem großen Hupkonzert. Fanfare des Weltuntergangs. Zum Orchester gehörten nicht nur Blechbläser und Geigen und eine Harfe, sondern auch Trillerpfeiffen, Eieruhren, Mundharmonikas. Auf zwei großen Leinwänden laufen lustig, zuweilen grotesk gezeichnete Videos. Eine Kamera filmt live ab, was Figürchen auf einer winzigen Puppenbühne spielen.

Werner Van Mechelen, links:Mark Schowalter, rechts:Wilbur Pauley, Foto: Peter Hundert

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Musikalische Matinee in der Goethe Universität mit der rumänischen Pianistin Maria Sintamarian

2019, Mai 16.

Am 5. Mai 2019 fand eine musikalische Matinee mit der jungen hervorragenden rumänischen Pianistin und mehrfachen Preisträgerin internationaler Klavierwettbewerbe, Maria Sintamarian, im Gästehaus der Frankfurter Goethe-Universität in der Frauenlobstraße mit Werken von Johann Sebastian Bach, Alexander Skrjabin, Josef Haydn, Giörgy Kurtág und Maurice Ravel vor vollem Saal statt. Organisiert wurde das Konzert von der Stiftung zur Förderung der internationalen wissenschaftlichen Beziehungen der Goethe-Universität Frankfurt am Main in Zusammenarbeit mit Viviane Goergen, Pianistin, Musikcoach, Konzertorganisatorin und Begleiterin junger außergewöhnlich begabter Pianistinnen und Pianisten.

Maria Sintamarian, Professor Jürgen Bereiter-Hahn und Viviane Goergen

Viviane Goergen, die das Konzert moderierte, blickt zurück auf das besondere Spiel der Pianistin:

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Clara Schumann: Eine moderne Frau im Frankfurt des 19. Jahrhunderts: Eine Ausstellung im Institut für Stadtgeschichte

2019, April 18.

Anlässlich des  200. Geburtstags von Clara Schumann (1819–1896) würdigt eine von Dr. Ulrike Kienzle kuratierte Ausstellung im Karmeliterkloster das Leben und Wirken dieser starken Frau in der sich im 19. Jahrhundert rasch wandelnden Stadt Frankfurt. Die berühmte Pianistin, Komponistin, Pädagogin und Ehefrau Robert Schumanns verlieh zwischen 1878 und 1891 durch ihre außergewöhnliche Persönlichkeit mit internationaler Strahlkraft dem Frankfurter Musikleben Glanz. Als sie dort 1896 starb, folgte nach der Trauerfeier in ihrem Hause eine riesige Trauergemeinde ihrem Sarg bis zum Hauptbahnhof, von wo aus er nach Bonn überführt wurde, wo sie auf dem dortigen Hauptfriedhof im Ehrengrab neben Robert Schumann liegt. Beschämend, dass trotz ihrer 18 produktiven in Frankfurt verbrachten Jahre bis heute nicht einmal eine Schule oder Musikschule nach ihr benannt wurde…

Von Petra Kammann

Clara Schumann, geb. Wieck, um 1860 © UB Frankfurt/M. S36/F01814

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Marina Abramovics Musik-Projekt „Anders Hören“ für die Alte Oper Frankfurt

2019, März 28.

Drei Termine – eine Einheit?

Von Petra Kammann 

Marina Abramovic © Dusan Reljin/ Alte Oper

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Elisabeth-Norgall-Preis des Frankfurter International Women‘s Club für Chungja Agnes Kim

2019, März 27.

Bildung für Kinder und Jugendliche: Die koreanische Opernsängerin und Professorin Chungja Agnes Kim hat ihre ‚Lebensaufgabe‘ in Malawi gefunden.

von Renate Feyerbacher

Der Pianist Joong Bae Jee, Preisträgerin Chungja Agnes Kim und die Violinistin Heri Kang; Foto: Renate Feyerbacher

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