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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Kunstorte

„Antanas Sutkus. Fotografien“ in den Rüsselsheimer Opelvillen

2019, Februar 12.

Emphatische Abbilder des schlichten Alltags und visionäre Fotografien – so „als ob die Vorahnung einer Flutwelle in der Luft hängt“   

Bekannt wurde er bei uns zunächst mit seinen Aufnahmen von Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir. Heute zählt der 1939 in Kluoniškiai, Kaunas, Litauen, geborene Antanas Sutkus zu den großen humanistischen Fotografen der Welt, denn es sind fast ausschließlich Menschen, die ihn als Motiv interessieren. Geduldig beschäftigt er sich mit denjenigen, denen er begegnet und die er völlig unverstellt in die Kamera blicken lässt. Eine sehenswerte Ausstellung in den Rüsselsheimer Opelvillen zeugt davon.

Von Petra Kammann

Ausstellungsflyer; Foto: Petra Kammann

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FRANKFURTER ERKLÄRUNG DER „VIELEN“

2019, Februar 2.

Ein deutliches Signal für Weltoffenheit  –  Politisch sehr korrekt

„Die Vielen“ vor dem Historischen Museum stehen für die kulturelle Vielfalt in der Stadt. Foto: Petra Kammann

Als Gastgeber begrüßt Jan Gerchow, Direktor des Historischen Museums, die „Vielen“, 56 Vertreter*innen der Frankfurter Kulturszene, im Sonnemann-Saal des Historischen Museums und bezieht sich dabei auf Leopold Sonnemann, der Radikaldemokrat gewesen sei.

Die Frankfurter Erklärung, in der u.a. auf die demokratischen Traditionen der Stadt eingegangen wird, ist Teil einer deutschlandweiten Kampagne „Die Vielen“. Zeitgleich folgen danach Kulturschaffende und Forscher in 14 anderen Städten dem Beispiel, das Berlin, Hamburg, Dresden und Nordrhein-Westfalen bereits im November gegeben haben. In Frankfurt haben sämtliche großen Frankfurter Museen, Theater, Konzert- und Literaturveranstalter, dazu etliche freie Theatergruppen, kunstwissenschaftliche Einrichtungen, Bildungsstätten und kleinere Initiativen die Erklärung solidarisch unterzeichnet und damit auch ihre Zusammenarbeit für die Zukunft bekundet.

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Kommunikationsmuseum zeigt „A BIGGER BROTHER“

2018, Dezember 2.

Jim Avignons schrille Bilderwelt mit gesellschaftspolitischem Tiefgang – im Fokus Kontrolle

Von Hans-Bernd Heier

Jim Avignon ist ein wahrer Tausendsassa: Er ist der schnellste Maler weit und breit, musiziert, performt und gestaltet wie im Zeitraffer verschiedene Räume auf der ganzen Welt zu Gesamtkunstwerken um. Jetzt bespielt er mit der vielseitigen Schau „A BIGGER BROTHER“ die „KUNST|RÄUME“ des Museums für Kommunikation in Frankfurt.

„Body Control“; © Jim Avignon; Foto: Hans-Bernd Heier

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Zeigen & Sagen – Sieben Künstler sehen die Kunstsammlung der Deutschen Bundesbank

2018, November 28.

Vertrautes und Fremdes – Leipziger Blick auf Frankfurter Schätze

Unsere Kunstsammlung soll keine historische Schatzkammer sein, sagte Bundesbankpräsident Jens Weidmann anlässlich der Eröffnung der Ausstellung ,Zeigen & Sagen. Sieben Künstler sehen die Kunstsammlung der Deutschen Bundesbank‘. Mit den regelmäßigen Kunstausstellungen im Geldmuseum macht die Bundesbank die Werke ihrer Kunstsammlung auch außerhalb der eigenen Bürogebäude zugänglich. Diesmal gibt es zu den Gegenüberstellungen mit den gesammelten Schätzen überraschend Frisches und Hintersinniges aus Leipzig.

Von Petra Kammann

Hereinspaziert in die Kunstausstellung im Geldmuseum in der Deutschen Bundesbank
Alle Fotos: Petra Kammann

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Die chinesische Künstlerin Cao Fei erklärt das moderne China

2018, November 21.

Besuch mit Jade in der Ausstellung „Cao Fei“ im K21 

E-Mail von Jade: „Wir gehen Mittwoch zu Fei“. Fei, das ist die chinesische Künstlerin Cao Fei (geb. 1978), Pionierin einer Künstlergeneration, für die digitale Medien und Netzwerktechnologien zum Alltag gehören. In Frankfurt waren Arbeiten von ihr im Rahmen der Ausstellung Ray 2018 „EXTREME. NOMADS“ bereits zu sehen, ebenso im MoMa in New York. Jetzt widmet ihrdie Kunstsammlung NRW unter der Regie der neuen Direktorin Prof. Susanne Gaensheimer, ehemals Museum für Moderne Kunst Frankfurt, im Düsseldorfer Ständehaus K 21 eine umfassende Retrospektive.

Von Angelika Campbell

Cao Fei in Frankfurt anlässlich der Ausstellung EXTREME NOMADS, Foto: Petra Kammann

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„Rückbindung an die Welt“ im Frankfurter Kunstverein

2018, November 14.

Poetische Räume aus Teilen unseres Lebens…

von Petra Kammann

„Ein rein verstandesmäßiges Weltbild ganz ohne Mystik ist ein Unding“, sagte der österreichische Nobelpreisträger Erwin Schrödinger, der als einer der Begründer der Quantenmechanik gilt, der wohl wusste, wovon er sprach. Unter dem Titel „Rückbindung an die Welt“ verbirgt sich eine sowohl wissenschaftsbasierte als auch sinnlich erfahrbare Ausstellung im Frankfurter Kunstverein von drei jungen international renommierten Künstlern*innen: Hicham Berrada, Lucy Dodd und Sam Falls. Da gibt es nicht nur etwas zu verstehen und zu sehen – sondern sogar etwas zu riechen. Die Künstler aus verschiedenen Ländern eint die Erkenntnis, dass wir ein tieferes Verständnis von den Zusammenhängen der Natur und des Lebens verloren haben. Sie reagieren –  jeder für sich und auf individuelle Weise – darauf mit kreativen Lösungen. So sind im Kunstverein Werke zu entdecken, welche sich mit Elementen und Materialien beschäftigen, die Teile unseres Lebens ausmachen. Die Künstler zeigen neue Wege der Rückbindung an Natur und Welt auf, indem sie unmittelbar mit organischen Stoffen arbeiten, natürliche Phänomene wie Tag-Nacht-Rhythmen umfunktionieren oder die Zeit – heute ein rares Gut – schlicht entkoppeln und mit poetischen Parallelwelten dagegen an arbeiten….

Foyer des Frankfurter Kunstverein: Hier tritt man ein in eine andere Welt mit der neuen, sich wiederspiegelnden Altstadt, geheimnisvoll und leicht duftend, Foto: Petra Kammann 

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Open House im Jüdischen Museum Frankfurt – Impressionen von der Baustelle

2018, November 11.

The glory and the mystery. Erinnerungen und Übergänge zwischen Unterwegssein und Ankommen. Und ein neuer Ein- und Zugang zwischen Stuck und Sichtbeton. 

Foto-Ansichten von Petra Kammann

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Verbundene Gebäude aus unterschiedlichen Epochen

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Echoes from a restless soul N.N.N.N. und From now on – Dresden Frankfurt Dance Company im Bockenheimer Depot

2018, Oktober 20.

 

Nocturnes der besonderen Art: Eine poetische Tour de Force

“Romantische Dichtungen für Klavier”, eine Wasserfee und Rap-artiger Bewegungsdrang

Das Bockenheimer Depot war bis in die letzte Reihe gefüllt, auch am Freitagabend, als sich der fulminante dreiteilige Ballettabend der Dresden Frankfurt Dance Company in der Mainmetropole präsentierte: Jacopo Godanis „Echoes from a Restless Soul“, William Forsythes Choreographie aus dem Jahre 2002 „N.N.N.N.“, sowie „From now on“, die Weltpremiere des Künstlerischen Leiters Jacopo Godani selbst. Sie sind am Sonntag, den 21. Oktober, um 16 Uhr ein letztes Mal in Frankfurt zu erleben.

Von Petra Kammann

Eingangsszene aus „Echoes from a restlos soul“ Felix Berning und Carola Sicheri; Alle Fotos: Petra Kammann

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Die venezolanische Künstlerin Sol Calero im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen

2018, September 11.

Pica Pica. Ein mystischer Wunschbaum

von Angelika Campbell

Beim Pica-Pica-Baum bedankt man sich, wenn ein Wunsch in Erfüllung gegangen ist – so der traditionsreiche Glaube im ländlichen Venezuela. Die Samen dieses tropischen Gewächses rufen höllischen Juckreiz hervor, auf spanisch eben Pica Pica. „Pica Pica“ ist auch der Titel einer neuen Ausstellung im Düsseldorfer Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen. Sol Calero, in Venezuela geboren, mit 17 nach Spanien gekommen und heute in Berlin lebend, hat mit ihrer Installation den nüchternen Museumsraum im Gebäude am Grabbeplatz in eine farbsprühende Reminiszenz an ihre lateinamerikanische Heimat verwandelt. Entstanden ist ein lebendiger Ort des Austauschs mit einer anderen, exotischen Kultur, die gleichzeitig den Blick auf eigene Befindlichkeiten ermöglicht und zu sozialer Interaktion aufruft, zu sehen bis zum 28. Oktober.

Sol Calero, Pica Pica, 2018, Installationsansicht “Sol Calero – Pica Pica”, Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf (1. September bis 28. Oktober 2018), Foto: Katja Illner

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„Mensch! Skulptur“ Wiedereröffnung des Kunstforums Ingelheim Altes Rathaus

2018, August 26.

Gelungene Symbiose von Architektur und Skulptur

Die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Körper steht im Mittelpunkt der Ingelheimer Ausstellung „Mensch! Skulptur“. Anhand von 12 Motivgruppen werden im renovierten Alten Rathaus dort während der Internationalen Tage Ingelheim und noch bis zum 21. Oktober 2018 rund 60 besondere Skulpturen aus Stein, Bronze und Terrakotta gezeigt u.a. von so herausragenden Künstlern wie Auguste Rodin, Edgar Degas, Wilhelm Lehmbruck, Alberto Giacometti und Henry Moore. Sie alle dokumentieren die Entwicklung der Skulpturen von der dreidimensionalen Körperlichkeit hin zur Abstraktion, die von Museen und Privatsammlern aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz nach Ingelheim ausgeliehen wurden.

von Petra Kammann
Das frisch renovierte alte Ingelheimer Rathaus als Ausstellungsort, alle Fotos: Petra Kammann

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