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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Kunstorte

„Point of No return“ – Eine bemerkenswerte Ausstellung im Museum der bildenden Künste Leipzig

2019, Oktober 8.

Risse in der Mauer und Umbruch in der ostdeutschen Kunst statt Wende

Eine Neudefinition künstlerischen Schaffens vor und nach 1989

Von Petra Kammann

Das Gros der in der DDR entstandenen Kunst landete nach dem Mauerfall meist unbesehen im Depot. Nach nunmehr 30 Jahren ist es endlich Zeit, auf die Abstinenz des Ostens aufmerksam zu machen. In Leipzig dokumentiert eine grenzüberschreitende Ausstellung die Könnerschaft von 106 ostdeutschen Künstlern und Künstlerinnen in mehr als 300 Werken und garantiert die Widerstandskraft einer vielfältigen und lebendigen Kunstszene von „Hiergebliebenen“, „Rebellen und Reformern“ sowie die von „Dissidenten“. In Leipzig werden Arbeiten von ostdeutschen Künstlern aus drei Generationen präsentiert, die in der DDR in unterschiedlichen Städten, Schulen, Milieus und Szenen wirkten. Der Blick nach Leipzig ist lohnenswert.

Blick auf Doris Zieglers erstmals gezeigten Bilderzyklus „Passage“ (1988-1994), Foto: Petra Kammann

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Mode und Kunst in der Villa Elsaesser

2019, September 18.

Handverlesene Haute Couture trifft auf zeitgenössische Malerei und Architektur des „Neuen Frankfurt“

Fashion and Art:

Impressionen einer Soirée im Schweizerischen Generalkonsulat mit der Haute Couture-Modedesignerin Mahi Degenring und der „Artist-in-Residence“ Raffaela Zenoni

Fotos von Petra Kammann

Farbliche und stoffliche Korrespondenzen zwischen Malerei und Mode

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Die Paulskirche – Ein Denkmal unter Druck“ im Deutschen Architektur Museum in Frankfurt

2019, September 7.

Sanierung oder Umbaubedarf?

Das „heilignüchtern“ Innere der Paulskirche hat seine eigene Qualitäten.

Von Petra Kammann

Heutige Ansicht des Saals, Foto: Moritz Bernoully, 2019 

Heute ist die Frankfurter Paulskirche vor allem ein Festsaal, von dem bundesweite Debatten ausgehen. Eine Ausstellung im DAM schildert die Baugeschichte dieses besonderen Gebäudes, dessen architektonische Qualitäten aber nur selten zur Kenntnis genommen werden. Gezeigt werden in der gut gegliederten und dokumentierten Schau zahlreiche historische und aktuelle Fotos entlang der jeweiligen politischen und gesellschaftlichen Strömungen von 1786 bis heute sowie Entwurfszeichnungen aus der hauseigenen Sammlung des DAM.

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Geheimnisvolle Bretagne: Bannalecs „Vermächtnis“ und Kommissar Dupins Ermittlungen

2019, August 30.

Orte des Kommissars Dupin. Eine fotografische Spurensuche

von Petra Kammann

An der zerklüfteten Corniche von Concarneau, der blauen Stadt am Meer, ist Kommissar Dupin ständig unterwegs…

Kommissar Georges Dupin hat seit seiner Versetzung „ans Ende der Welt“, ins Finistère, in den verschiedensten Gegenden der Bretagne ermittelt: in der Malerstadt Pont Aven, in Heide- und Moorlandschaften, an den mächtigen, zerklüfteten Klippen am Atlantik und seinen karibisch anmutenden Stränden aus hellem Sand, im märchenhaften Wald der Brocéliande, an den Salzbecken um Guérande. In Jean-Luc Bannalecs gerade erschienenem Roman „Bretonisches Vermächtnis“ ist der Pariser Kommissar in Concarneau einem Verbrechen auf der Spur…

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Yves Netzhammers „Empathische Systeme“ (II) im Frankfurter Kunstverein

2019, August 23.

Wenn Algorithmen uns bestimmen und existenzielle Fragen aufwerfen

Von Petra Kammann

Grenzgänge zwischen Kunst, Naturwissenschaft und Technologie. Der Frankfurter Kunstverein zeigt u.a. ein Großteil des Werks von Yves Netzhammer, der die Brechungen einer realen Welt sichtbar macht, kühl bis ans Herz hinan und poetisch-filigran

Yves Netzhammer im Frankfurter Kunstverein; Foto: Petra Kammann 

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Harald Sohlbergs unendliche Landschaften im Museum Wiesbaden

2019, Juli 19.

Stimmungsvolle norwegische Szenerien – eine echte Entdeckung

Von Hans-Bernd Heier

Anlässlich des 150. Geburtstags des Malers Harald Sohlberg stellt das Landesmuseum Wiesbaden erstmals auf dem europäischen Festland in einer großen Retrospektive Arbeiten des norwegischen Künstlers vor. Unter dem Titel „Mittsommernacht: Harald Sohlberg – Ein norwegischer Landschaftsmaler“ sind in der hervorragenden Schau 53 Gemälde und elf Zeichnungen und grafische Arbeiten versammelt. Einige Werke aus Privatkollektionen waren bislang noch nie ausgestellt. Seine stimmungsvollen Bilder laden zu einer Reise durch das Land ein.

Harald Sohlberg (1869-1935), Landstraße II, Öl auf Leinwand, 103×138 cm, Privatbesitz, Foto: O.Vaering /Eftf.AS

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„Die andere Ahnengalerie“ von Raffaela Zenoni bei den Design Offices Frankfurt

2019, Juni 18.

Ahnen und Wahlverwandtschaften voller Leben, Witz und Farbe

„Die andere Ahnengalerie“ der Künstlerin Raffaela Zenoni in einem Coworking Space – Die großzügigen Kompositionen mit expressivem Duktus fordern den Betrachter heraus, sich mit der unbändigen Energie der Gemälde auseinanderzusetzen, ebenso mit deren assoziativen und symbolischen Zeichenhaftigkeit. Die Begrüßungsrede der Vernissage hielt Dr. Urs Hammer, Generalkonsul der Schweiz für Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland:

Portraits der „anderen Ahnengalerie“ von Raffaela Zenoni, Der Richter, Dunja, Kairi, alle 2014

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Empathische Systeme I: Thomas Jansen, ein moderner da Vinci, und seine Strandgeschöpfe

2019, Juni 15.

Frischer Wind im Frankfurter Kunstverein

Empathische Systeme. Kinetische Skulpturen von Theo Jansen

von Petra Kammann

Faszinierend: Theo Jansens Strandbeest, „Umerus” 2009 ©the artist, Courtesy: the artist and Media Force /Kunstverein

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Remember – 30 Jahre himmlischer Frieden? Alles ist Kunst- Alles ist Politik?

2019, Juni 4.

Dem Vergessen entreißen

von Petra Kammann

Vor 30 Jahren, am 4. Juni, fanden auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking, dem Tian‘anmen-Platz, friedliche Studentenproteste statt. Anlässlich der blutigen Niederschlagung hat der chinesische Schriftsteller Liao Yiwu sein Langgedicht „Massaker“ geschrieben. Es sollte sein Leben fundamental verändern. Als er versuchte, die unfassbaren Erlebnisse des 4. Juni in dem Film, den er „Totenmesse“ nannte, zu verarbeiten, wurden er selbst, seine Filmcrew sowie seine schwangere Frau im Februar 1990 inhaftiert und gefoltert. Vier Jahre musste er im Gefängnis verbringen. 2011 konnte er dann über Vietnam aus der Volksrepublik China nach Deutschland fliehen.

Für sein 1989 entstandenes Gedicht „Massaker“ bekam der chinesische Schriftsteller Liao Yiwu vier Jahre Gefängnis, Fotos: Petra Kammann

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Ein Interview mit Susanne Pfeffer, Direktorin des MUSEUM MMK FÜR MODERNE KUNST

2019, Mai 25.

„Alle Möglichkeiten nutzen“

An diesem Wochende geht die Ausstellung Cady Noland zu Ende. Für sieben Monate wurde dafür das Museum für MUSEUM MMK FÜR MODERNE KUNST komplett leergeräumt. FeuilletonFrankfurt nahm dieses besondere Ereignis zum Anlass, die seit einem Jahr amtierende neue Direktorin des MMK, Susanne Pfeffer, zu dieser Ausstellung und zu allgemeinen Fragen zeitgenössischer Kunst und deren Vermittlung zu interviewen.

MMK-Direktorin Susanne Pfeffer, Foto: Petra Kammann

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