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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Städelschule

Absolventenausstellung 2017 der Städelschule (3) – medienübergreifende und installative Arbeiten

2017, November 7.

Von Erhard Metz

Nicht weniger als 38 Studierende verlassen dieses Jahr als Absolventen der Städelschule diese weltweit renommierte Kunstakademie. Leider können im Rahmen unserer streiflichtartigen Reportagen nicht alle Arbeiten aller der angehenden Künstlerinnen und Künstler aufgegriffen werden, obgleich sie es verdient hätten. Hier eine weitere beschränkte – notwendigerweise subjektive – Auswahl aus der nur noch bis zum kommenden Wochenende im MMK1 und MMK3 laufenden, überaus sehenswerten Ausstellung. Neben den „klassischen“ Fachrichtungen Malerei und Bildhauerei treffen wir eine Vielzahl medienübergreifender und installativer Arbeiten an.

↑↓ Natalia Rolón, The lover learns from negation and estrangement, 2017, Öl auf Leinwand, Teppich, Keramik, Stahl, LED-Lampen

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Absolventenausstellung 2017 der Städelschule (2) – Leda Bourgogne, Richard Nikl, Julia Zabowska, Felix Muffin Bolze

2017, Oktober 27.

Von Erhard Metz

Zwei „frischgebackene“ Absolventinnen und zwei ebensolche Absolventen der Städelschule möchten wir heute vorstellen, zwei von ihnen vertreten erweiterte, im Grunde dennoch eher klassische Positionen, die beiden anderen bewegen sich auf dem Feld eher konzeptueller und experimenteller Arbeiten. Allen gemeinsam ist ein kategorien- und spartenübergreifendes künstlerisches Denken und Arbeiten mit zum Teil performativen Elementen: Malerei greift beispielsweise in den Raum, Bildhauerei enthält teilweise malerische Akzente. Wir beginnen mit der diesjährigen Gewinnerin des Absolventenpreises (FeuilletonFrankfurt berichtete) Leda Bourgogne aus der Klasse von Judith Hopf.

Das dreiteilige Ensemble: (links) Ventilation Baby 1, (rechts) Ventilation Baby 2, jeweils gebleichter Samt auf Holz, Acryl, Aluminium; (oben) Polie, Plastik, verchromtes Metall, Aluminium; (ganz rechts) Spinal Cord, Kreide auf handgeschöpftem Papier

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Künstlerduo Daniel Dewar & Grégory Gicquel: „The Mammal and the Sap“ in der Ausstellungshalle Portikus

2017, Oktober 23.

Von Erhard Metz

„Gelsenkirchener Barock“ – ein Spottwort für einen Möbelstil der Wirtschaftswunderzeit der jungen Bundesrepublik, für ein Mobiliar, seinerzeit beliebt bei einer kleinbürgerlich-spießigen Aufsteigerkultur im von der Kohle- und Stahlindustrie geprägten „Kohlenpott“, dem Ruhrgebiet also. Diese Möbel, zum Teil im sogenannten „altdeutschen“ Stil bzw. was man dafür hielt, waren durchaus von oft hoher materieller Qualität, aus Massivholz, vorwiegend Eiche, auch bei industrieller Fertigung aus dem Vollholz gefräst und geschnitzt, sauber verarbeitet und entsprechend teuer. Das Bildungsbürgertum betrachtete schon damals diesen Stil als Kitsch, der vor allem der Bauhaus- und Werkbundkultur ein Greuel war und bis zur Stunde ist.

Was wir – noch bis zum 12. November 2017 – in der zur Städelschule gehörenden Ausstellungshalle Portikus auf der Frankfurter Maininsel sehen und bewundern können, ist vom Künstlerduo Daniel Dewar & Grégory Gicquel sicher nicht als Persiflage auf jenen Möbelstil gedacht, das wäre – auch wenn sich beim Betrachter auf den ersten Blick ein solcher Eindruck einzustellen vermag – wesentlich zu kurz gegriffen. Vielmehr setzen sich die beiden Künstler zum einen mit klassischen Formen der Skulptur und mit traditionellen handwerklichen Techniken – hier der Holzbildhauerei und -schnitzerei – auseinander. Noch mehr geht es ihnen aber, wie bereits der Titel der Ausstellung „The Mammal and the Sap“ (Das Säugetier und der Saft) anklingen läßt, um eine Auseinandersetzung mit dem Menschlichen und dem Tierischen, mit dem Lebenssaft, der beide ebenso wie die Vegetation und damit auch alles lebendige Holz in vielfältiger Weise durchfließt – wobei dies alles als Metapher für das Verhältnis zwischen Bildhauer und bildhauerischem Material verstanden werden kann.

Oak dresser with harnessed oxen, 2017, Eiche, 141 x 135 x 100 cm (Totale und Detail)

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200 Jahre Staatliche Hochschule für bildende Künste – Städelschule – Frankfurt am Main (7)

2017, Juni 5.

Rundgang 2017
Jahresausstellung der Studierenden der Staatlichen Hochschule

für Bildende Künste – Städelschule
Letzter Tag: Pfingstmontag, 5. Juni 2017, geöffnet von 10–20 Uhr
Dürerstraße 10 und Daimlerstraße 32

(Eintritt frei)

Von Erhard Metz

Kunst, Gesellschaftskritisches und Experimentelles auch in der Daimlerstraße

Politisch geht es zu in der Galery Italy: Steigt man die steile Holztreppe hinauf in den hölzernen, auf Holzpfosten stehenden White cube-Pavillon, gewahrt man ein Transparent mit Abbildungen von sorgfältig aufeinander geschichteten und exakt ausgerichteten Euro-Noten, weiter eine transparente Euro-Skulptur mit kunterbunten Kügelchen – die Assoziation an die „Ziehung der Lottozahlen“ mit gläserner Trommel und gläsernem Auslaufrüssel liegt auf der Hand. Wer nun wird im großen Euro-Lotto gewinnen?

↑↓ Ryan Cullen, Galery Italy Weiterlesen

200 Jahre Staatliche Hochschule für bildende Künste – Städelschule – Frankfurt am Main (6)

2017, Juni 4.

Rundgang 2017
Jahresausstellung der Studierenden der Staatlichen Hochschule

für Bildende Künste – Städelschule
weiter geöffnet Pfingstsonntag und -montag, 4. und 5. Juni 2017, 10–20 Uhr
Dürerstraße 10 und Daimlerstraße 32

(Eintritt frei)

Von Erhard Metz

Lust an Material, Form und Raum

Kein Zweifel: Zum historischen Jubiläumsrundgang haben sich die Studierenden der Städelschule allerhand vorgenommen: Auf eine derart faszinierende Rundgangveranstaltung trifft man nicht alle Jahre.

↑ Richard Nikl, Mother, Relief, Fiberglas on polystrene
↓ Sóley Ragnarsdóttir, Untitled, Mixed media

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