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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

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Wanda Pratschke: „Große Frau – ein Fels“

2019, März 14.

Zwei Einzelausstellungen zum 80. Geburtstag der Künstlerin in der Galerie Hanna Bekker vom Rath und im Kunstverein Familie Montez

Von Erhard Metz

Große Frau – ein Fels, 2017/2018, Bronze schwarz patiniert, 165 x 105 x 105 cm

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Ein Highlight: Bachs Hohe h-Moll-Messe mit Raphaël Pichon und seinem Ensemble Pygmalion in der Alten Oper Frankfurt

2019, März 13.

Hoch sind die Anforderungen, die Bach an die Ausführenden mit seiner weit ausgreifenden „Hohen Messe in h-Moll BWV 232“ stellt. In der Alten Oper konnte der französische Dirigent und Sänger Raphaël Pichon mit seinem 2006 gegründeten und auf historische Aufführungspraxis spezialisierten Vokal- und Instrumentalensemble Pygmalion sein ganzes Können unter Beweis stellen. Bereits zum zweiten Mal gastierte der Franzose bei den Frankfurter Bachkonzerten in der Alten Oper, wo er mit jugendlicher Frische dirigierte.

Von Petra Kammann 

Lässig und souverän: der Dirigent Raphaël Pichon, Foto: Francois Sechet

Die Hohe h-Moll-Messe, das komplexe Bachsche Werk, an dem Bach selbst ein viertel Jahrhundert lang gearbeitet und neben der kontrapunktischen Kunst sämtliche Stiltypen seiner Zeit eingebaut hat, wie zum Beispiel die ausdrucksstarken Chöre, die verzweigten Fugati und emotionalen Arien, dieses Opus Summum war nach Bachs Tod zunächst einmal in Vergessenheit geraten und wurde erst im 19. Jahrhundert wieder wahrgenommen. In Frankfurt am Main aber fand schon 1856 mit dem Cäcilienchor die erste vollständige Aufführung statt. Insofern war Frankfurt der geeignete und fast symbolische Ausgangsort für die Deutschland-Tournee des renommierten Pygmalion-Ensembles unter der Leitung von Raphaël Pichon, bevor es ihn weiter in die Philharmonie nach Köln und Essen und zuletzt in die Neue Philharmonie nach Paris zog.

Denn obwohl das Werk, ein Füllhorn technischer Möglichkeiten und Finessen, heutzutage bei uns häufig gespielt wird, kann man die Aufführung in der Alten Oper als eine ganz besondere werten: Sie war geprägt von sowohl subjektiver Innerlichkeit, als auch von großer sich entfaltender Pracht und diszipliniert strenger Moderne. Zurecht schwärmte Reinhard J. Brembeck in der Süddeutschen Zeitung vor kurzem von dem jungen dynamischen Dirigenten: „Raphaël Pichon ist der derzeit spannendste und visionärste unter den Bach-Dirigenten“, und er nannte ihn einen Musiker, „der die absolute Notwendigkeit der Kunst fürs Leben begriffen hat.“ Genau das wurde an dem Abend hör- und spürbar, weswegen nach dem „Dona nobis pacem “ im vollbesetzten großen Saal erst einmal Stille einkehrte, dem dann ein brausender Beifall mit begeisterten Bravorufen folgte.

Mit seinen gerade mal 35 Jahren kann Raphaël Pichon bereits auf eine erstaunliche musikalische Karriere zurückblicken, die ihn zu einem der bemerkenswerten Nachwuchsdirigenten in der Alten Musik macht. Nach einem erstem Violinunterricht wurde der 1984 geborene Pichon mit 10 Jahren Mitglied in der „Maîtrise des Petits Chanteurs de Versailles“ ‒ einem Knabenchor, in dem das stilbewusste Musizieren übliche Praxis war. Dort hatte er neben Violine auch Klavier studiert, bevor er sein Studium in den Fächern Alte Musik, Musiktheorie, Chor- und Orchesterleitung am Pariser Konservatorium fortsetzte, wo der vielseitig Begabte zusätzlich die Fächer Dirigieren und Orchesterdirigat bei Pierre Cao, Michel Marc Gervais und Boris Tewlin belegte.

Ihm ist die Orchesterarbeit ebenso vertraut wie das Ausschöpfen des Gesangpotenzials, seines eigenen als auch das der anderen. Zu den Opernpartien, die er interpretierte, zählen The Spirit of Sorceress (Dido and Aeneas), Ombra di Bussiride (Ercole amante) und Nutrice (Giuditta). Als Countertenor trat er selbst schon unter so renommierten Dirigenten wie Jordi Savall, Gustav Leonhardt, Ton Koopman, Gabriel Garrido, Vincent Dumestre und Laurence Equilbey auf, was ihn, den begeisterten Barockmusik-Interpreten, nicht daran hinderte, als Mitglied von „Les Cris de Paris“ auch sein Interesse am zeitgenössischen Repertoire zu entwickeln. Dennoch nimmt Bach eine zentrale Rolle in Pichons Kosmos ein.

Das Ensemble Pygmalion, Foto:©PIERGAB

So können seine verschiedenen musikalischen Erfahrungen zwischen Barock, Romantik und Moderne in sein Verständnis der Hohen h-Moll Messe einfließen, die als die „urkatholische“ Messe Bachs gilt, wenn man den Begriff des Katholischen als allumfassend interpretiert. Als fundierter Bachkenner kann Pichon aus dem Füllhorn seines musikalischen Ausdrucks schöpfen, vertritt er doch sowohl einen historisch orientierten, als auch einen modernen, aber undogmatisch wirkenden Ansatz. Für einen Franzosen, dessen Landsleute meist einem anderen Repertoire folgen – Bach wird in Frankreich häufig als spröde protestantisch empfunden – , ist für Pichon Bachs Musik schon seit seiner Kindesheit vertraut. Dessen Johannespassion wurde für den Zehnjährigen zum musikalischen Schlüsselerlebnis. Vielleicht hatte er schon früh die sinnlich-barocke Atmosphäre, die sich in der Versailler Anlage samt Schloss mit strenger Disziplin und Rationalität verbindet, verinnerlicht…

Insofern bezieht sich Raphaël Pichon in seiner Interpretation der Hohen Messe einerseits auf die Urfassung der Missa von 1733 und folgt darin seinem verehrten Originalklang-Pionier Nikolaus Harnoncourt, indem er die Vortragszeichen, Crescendi und Tempovorschriften ernst nimmt. Da klingt zum Beispiel das anfängliche „Adagio“ extrem langsam, während später dann völlig selbstverständlich die rhythmischen Verschiebungen im anschließenden Duett mit dem dem klaren Sopran von Joanne Luna und der eher zurückgenommenen Altstimme von Lea Desandre schnell durchgezogen wurde. Stimmungswechsel durchziehen Pichons gesamte Interpretation, so wenn er in einem virtuosen Solopart während der Bass-Arie „Quoniam tu solus sanctus“ das brillante Solo eines ventillosen Jagdhorns (Annette Scott) ertönen lässt, dem er kurz darauf ein dynamisch gesungenes „Cum Sancto Spiritu“ folgen lässt und dies fast Schubertschen romantischen Elementen gegenüberstellt wie in den zurückgenommenen Pianissimi des Chors in „Et incarnatus est“, die fast tonlos im Raum standen. Grundiert von den Bässen, zielt er dann völlig unpathetisch im „Credo“ auf eine romantisch-existenzielle Empfindungstiefe.

Wie befreit wirkte der Chor mit den präzisen und transparenten Stimmen seiner 28 Sängerinnen und Sänger nach der verschränkten Umstellung, der sich durch die stärkere Durchmischung der Stimmen noch stärker im Raum entfalten konnte. Das „Sanctus“ wirkte geradezu tänzerisch heiter, wenn es darum geht, stärker noch die Pracht und Ehre Gottes hervorzuheben. Und die anschwellende Herrlichkeit wurde dann auch noch bestens durch die Blechbläser unterstützt und kulminierte schließlich  im jubilierenden „Osanna“, einem der Höhepunkte der Aufführung.

Voller Begeisterung, aber ebenso souverän und selbstverständlich forderte der eher schlaksig wirkende Dirigent mit seinen schmalen Händen, dessen Finger ständig in lebhafter Bewegung sind, sowohl die Sänger als auch die einzelnen Orchestermusiker immer wieder zu intensiven, großen Klanggesten heraus. So funktionierte denn auch in den Solopartien das Wechselspiel zwischen den Arien und den Solo-Instrumentalparts bestens. In den Gesangspartien überzeugten vor allem in den Arien die Sopranistin Joanne Luna und der chilenische Tenor Emiliano Gonzalo Toro im „Benedictus“, während die Altistin Lucile Richardot in ihrem abschließenden „Agnus Dei“ eher etwas metallisch streng klang. Dass der ansonsten durchaus renommierte Bass-Bariton Manuel Walser an dem Abend möglicherweise weniger disponiert war, gehört eben auch zu einem Live-Konzert wie diesem, in der das Publikum auch mitbekommt, dass historische Instrumente immer wieder neu gestimmt werden müssen und dass der Atem der Blasinstrumente unmittelbar spürbar ist. Auch das unterscheidet ein lebendiges Konzert vom Hören einer akustisch „bereinigten“ CD. Außerdem war die Erfahrung positiv, dass ein inzwischen noch so bekanntes „klassisches“ Werk völlig entstaubt werden und auch bei jungen Menschen große Begeisterung auslösen kann.

Bemerkenswert war es dann auch, den Menschen Raphaël Pichon nach dem Konzert beim Signieren der CDs zu erleben, der keinerlei Dirigentenallüren herauskehrte und sich mit den Anstehenden zum Teil auf Deutsch ebenso selbstverständlich unterhielt wie er dirigiert hatte. Selbst nach der Anstrengung wirkte er völlig natürlich, entspannt und unverbraucht.

Raphaël Pichon beim Signieren der CDs, Foto: Petra Kammann

Biographie

Der 1984 geborene Raphaël Pichon studierte Violine und Klavier in Versailles, außerdem Alte Musik, Musiktheorie, Chor- und Orchesterleitung in Paris. Zudem trat er als Countertenor unter Dirigenten wie Jordi Savall, Gustav Leonhardt und Ton Koopman sowie Geoffroy Jourdain und Laurence Equilbeys auf.

2006 gründete Raphaël Pichon das Ensemble Pygmalion, das auf historische Aufführungspraxis spezialisiert ist und zu dem ein Orchester und ein Chor gehören. Mit dem Ensemble Pygmalion spielte er Bachs Missae Breves BWV 234 und 235 ein – eine Aufnahme, die 2008 den Diapason d’Or und den Orphée d’Or erhielt und zur Editor’s Choice der Zeitschrift Gramophone gewählt wurde.

Das Ensemble Pygmalion hat sich besonders mit den Chorwerken von Johann Sebastian Bach sowie mit Opern von Jean-Philippe Rameau einen Namen gemacht und tritt regelmäßig bei renommierten französischen Musikfestivals auf, etwa beim Festival de La Chaise-Dieu, in Beaune, Ambronay und dem Folle Journée de Nantes. Darüber hinaus gastierte Raphaël Pichon mit seinem Ensemble im Palais des Beaux-Arts in Brüssel, an der Opéra National de Bordeaux, Opéra Comique in Paris, Palau de la Música Catalana in Barcelona, an den Opern in Versailles und Rouen, beim Musikfest Bremen und bei den Hamburger Philharmonikern.

Um sich stärker auch dem Repertoire der Klassik bis in die Moderne zu widmen, gründete Raphaël Pichon den Kammerchor OTrente und später ein Orchester, das auf historisch authentisch Instrumenten Musik der Klassik und Romantik spielt.

Auch für Gastauftritte ist Raphaël Pichon zusehends gefragt und wurde ans Pult des Stavanger Symphony Orchestra, des Orchestre National de Montpellier,Orchestre symphonique et lyrique de Nancy, Orchestre de chambre de Lausanne sowie zu den Violons du Roy nach Québec, in die Philharmonie in Köln in Essen und in Paris, ins Amsterdamer Muziekgebouw, nach Rio de Janeiro and Sao Paulo eingeladen. 2014 feierte der Dirigent sein Debüt beim Opern-Festival in Aix-en-Provence mit einem Programm aus Kantaten von Johann Sebastian Bach.

 

Der Lyrik einen Resonanzraum geben – Der erste Frankfurter Festivalkongress „Fokus Lyrik“

2019, März 10.

„Wer A sagt…“ – Es kommt auf den ersten Schritt an und auf die, die folgen

Von Petra Kammann

Vom 7. bis 10. März fand in Frankfurt der große Festivalkongress „Fokus Lyrik“ statt. „Dass Frankfurt eine Stadt der Lyrik ist, würde man auf den ersten Blick nicht erwarten. Zwischen Hochhaustürmen der Banken und Kanzleien läuft der städtische Alltag im Eiltempo ab. Dabei bedarf die freie, spielerische Sprache der Poesie Zeit und Muße“, sagt die Kulturdezernentin der Mainmetropole. Aber kann nicht gerade ein solcher Ort, an dem überdies Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Milieus leben, ein Kraftquell poetischer Energien sein, an dem man zum Innehalten, genauen Hinschauen und zu neuem Atemholen animiert wird? Um solchen und ähnlichen Fragen nachzugehen, hat der Kongress mehr als 100 Akteure der Lyrikszene nach Frankfurt gelockt. Neben einem öffentlichen Programm fanden nicht-öffentliche Roundtables mit Autoren sowie Experten aus den Bereichen Übersetzung, Veranstaltung, Verlage, Buchhandel, Schule, Universität, Kritik, Zeitschriften statt. Da wurden zentrale Anliegen, Thesen und Forderungen in Sachen Lyrik formuliert.

Auftakt – Der schwedische Dichter Magnus William-Olsson öffnet den Brief mit der deutschen Übersetzung; Fotos: Petra Kammann

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Städelschule: Rundgang 2019 – eine Nachlese (3)

2019, März 8.

Malerei, Zeichnung, Verwandtes

Von Erhard Metz

Medienübergreifendes Arbeiten – wie wir noch sehen werden, gilt dies auch für die Malerei, aber wir beginnen erst einmal klassisch mit Öl auf Leinwand und der vielversprechenden Künstlerin-Studentin Sara Rossi.

Sara Rossi
(li.) Mountains/Childhood, 2018, Oil on canvas, 150 x 150 cm
(re.) Untitled, 2019, Oil on canvas, 150 x 130 cm

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Städelschule: Rundgang 2019 – eine Nachlese (2)

2019, März 4.

Skulptur und Installation

Von Erhard Metz

Medienübergreifendes Arbeiten in der bildenden Kunst gehört bereits seit langem zu den Prinzipien der Städelschule. Die Unterschiede zwischen Bildhauerei und Installation (und letztlich auch der Performance) lösen sich auf: Eine „Skulptur“, sogar Bilder können Teil einer raumgreifenden Installation sein, ein „Bild“ kann, wie noch zu sehen sein wird, aus einem skulpturalen Relief bestehen. Von Jahr zu Jahr ist es immer wieder spannend und faszinierend, die fortschreitende Entwicklung der jungen Studierenden zu beobachten.

Ella CB, Not titled yet, 2019, Dimensions variable

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„Nathalie Djurberg & Hans Berg. A Journey through mud and confusion with small glimpses of air“ in der Schirn

2019, März 3.

Karneval der Tiere

Von Petra Kammann

Carnevale  – Der Sehnsucht nach dem Anderssein, der Erholung vom ,ewigen‘ Ich  und der Vertreibung der bösen Geister folgt auch die Kunst… Die Schirn zeigt das Werk des Künstler-Duos Nathalie Djurberg & Hans Berg in großem Umfang.

Nathalie Djurberg & Hans Berg. A Journey through mud and confusion with small glimpses of air, Ausstellungsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt 2019, Foto: Norbert Miguletz

Gleich ob Karneval, Fasching, Fassenacht, Fasnet oder Fastnacht – egal wie das über die Stränge schlagende Kostümfest heißt: Die närrische Zeit wird nicht nur bei uns, sondern in vielen Teilen der Welt gefeiert. Warum nur? Weil sie einem Urbedürfnis entspricht. Menschen macht es Spaß, sich hinter einer Maske zu verstecken und sich zu verkleiden, gern auch in Tierfiguren. Die Kunst bringt die Motive an den Tag und macht sie greifbar…

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Martin Holzschuh: „Sein und Nichtsein“ in der Sachsenhäuser AusstellungsHalle

2019, Februar 25.

Im Spiegel der reinen Malerei

Von Erhard Metz

Es ist dieses unvergleichliche Rot, dieses ebenso unvergleichliche Blau, es ist das so bisher noch nicht gesehene Ineinander, Miteinander, Füreinander wie Gegeneinander dieser Farben. Es ist das Dunkel, die Düsternis, das eigentümlich verschattete Chiaroscuro dieser Malerei. Es ist deren immer wieder zum Grübeln veranlassende Unergründlichkeit. All dies ist es, das wir in der Vergangenheit im kleinen, mit Leinwänden zugestellten Atelier von Martin Holzschuh gesehen haben, das wir versucht haben zu begreifen und das sich uns doch im Faszinosum seiner Unerreichbarkeit entzog.

painting studio, Öl auf Leinwand, 170 x 150 cm

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Kunstverein Familie Montez: Auf Steffen Merte folgt Wanda Pratschke

2019, Februar 22.

Steffen Merte „50 Shades of Stefart“ geht –
Wanda Pratschke „Form – Sinn – Sinnlichkeit“ kommt

Von Erhard Metz

Im Kunstverein Familie Montez geben sich die ausstellenden Künstlerinnen und Künstler – wie man so sagt – gegenseitig die Türklinke in die Hand: Eine kleine, aber feine Ausstellung geht, eine andere feine, dann größere kommt.

Steffen Merte: „50 Shades of Stefart“ – Holzschnitte, Radierungen, Malerei und ein „Prototyp“

Steffen Merte, ein Beispiel für die Malerei: „Universum 2“

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Städelschule: Rundgang 2019 – eine Nachlese (1)

2019, Februar 19.

Unsterbliche Malerei

Von Erhard Metz

Zugegeben – wir halten die Malerei immer noch für die Königsdisziplin der bildenden – „der schönen“ – Künste, denn um die Bildhauerei ist es, zumindest in der quantitativen Betrachtung, so optimal nicht bestellt. Das mag an dem sehr viel schwerer handhabbaren künstlerischen Medium selbst liegen; man kann Bilder in die soundsovielte Etage ins Dachatelier tragen, mit dem Holz- oder Marmorblock gestaltet sich das schon ein bißchen schwieriger. Welcher Kunstliebhaber kann in seinem Wohnzimmer schon eine nach Raum verlangende Installation unterbringen; ein Videokunstwerk materialisiert sich letztlich in einem wenig ansehnlichen Monitor, von einer Performance mal ganz abgesehen. Und auch ein Privatverkauf ist ja schließlich immer noch eine attraktive Sache für Kunstschaffende.

Lydia Ericsson Wärn, Shields, 2018, Oil on canvas, 160 x 125 cm

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Städelrundgang 2019 – „Oven Light“ von Tala Madani in der Frankfurter Ausstellungshalle Portikus

2019, Februar 18.

Befremdlich-Hintergründiges Spiel mit Licht und Schatten 

von Petra Kammann

Blick aus der oberen Etage in den Ausstellungsraum: Komposition aus Fernsehapparaten und Gemälden Tala Madanis; Alle Fotos: Petra Kammann

Die magische Wirkung der Gestaltungskraft von Licht erlebt man beim Rundgang der Städelschule in diesen sonnigen Spätwintertagen ganz besonders im minimalistischen inneren White Cube des kleinen roten Hauses an der Alten Brücke, im Portikus, einem ihrer essentiellen Bestandteile für Ausstellungen von Nachwuchskünstlern. Dort ist auch über das Ende des Rundgangs hinaus die erste institutionelle Einzelausstellung der 1981 in Teheran geborenen und in Los Angeles lebenden Künstlerin Tala Madani unter dem Titel „Oven light“ zu sehen.

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