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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu MMK Museum für Moderne Kunst

Absolventenausstellung 2017 der Städelschule (3) – medienübergreifende und installative Arbeiten

2017, November 7.

Von Erhard Metz

Nicht weniger als 38 Studierende verlassen dieses Jahr als Absolventen der Städelschule diese weltweit renommierte Kunstakademie. Leider können im Rahmen unserer streiflichtartigen Reportagen nicht alle Arbeiten aller der angehenden Künstlerinnen und Künstler aufgegriffen werden, obgleich sie es verdient hätten. Hier eine weitere beschränkte – notwendigerweise subjektive – Auswahl aus der nur noch bis zum kommenden Wochenende im MMK1 und MMK3 laufenden, überaus sehenswerten Ausstellung. Neben den „klassischen“ Fachrichtungen Malerei und Bildhauerei treffen wir eine Vielzahl medienübergreifender und installativer Arbeiten an.

↑↓ Natalia Rolón, The lover learns from negation and estrangement, 2017, Öl auf Leinwand, Teppich, Keramik, Stahl, LED-Lampen

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Susanne Pfeffer zum 1. Januar 2018 neue Direktorin des MMK

2017, Oktober 28.

Von Erhard Metz

Was könnte der schönste Leitungs-„Job“ des Frankfurter Kulturlebens sein – die Direktion von Städel Museum, Liebieghaus? die Intendanzen der weltweit renommierten Oper Frankfurt oder des vom begeisterten Publikum ausgelasteten Schauspiels? die Direktion des Museums für Moderne Kunst MMK mit dem von Hans Hollein einzigartig gestalteten Mutterhaus („Tortenstück“) MMK1, dem MMK2 im Frankfurter Bankenviertel und dem MMK3 im neu-altstadtnahen ehemaligen Zollamtssaal? Am Ende, wenn man denn überhaupt so fragen dürfte, letztgenannter?

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Absolventenausstellung 2017 der Städelschule – Absolventenpreis an Leda Bourgogne

2017, Oktober 19.

Von Erhard Metz

„Home of the Brave“ – so heißt die diesjährige Absolventenausstellung der die Kunst-Alma Mater verlassenden Studierenden der Städelschule (offiziell Staatliche Hochschule für Bildende Künste). „Home of the Brave“ – kennen wir nicht als langjähriges Mitglied der Steuben-Schurz-Gesellschaft diese Zeile? Genau, so endet der Refrain der vier Strophen des „Star-Spangled Banner“, der Nationalhymne der Vereinigten Staaten von Amerika „O’er the land of the free and the home of the brave“. Also: aufstehen und rechte Hand aufs Herz! Das alles im Frankfurter MMK 3 und sogar in Teilen des mittlerweile schon fast altehrwürdigen MMK 1? Das wörtliche Zitat aus dem Refrain der Hymne als Motto der Ausstellung kann sich uns – in Zeiten eines vielfach und weltweit in der Kritik stehenden Präsidenten Donald Trump – im Kontext der Ausstellung politisch erschließen, könnte sich aber auch auf die Situation der Studierenden der Hochschule als sozusagen „Heimstatt der Tapferen“ in einer zunehmend komplexer und unübersichtlicher werdenden Welt beziehen.

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Susanne Pfeffer neue Direktorin des Frankfurter MMK

2017, September 29.

Von Erhard Metz

Es gibt Meldungen, die keineswegs überraschen, sondern zu erwarten waren (schade, dass wir in Deutschland nicht das britische Bookmaker-System haben, einen Hunderter hätten wir bereits im Mai 2017 locker und ohne Wimpernzucken gesetzt): die aktuelle Meldung des Frankfurter Kulturamts, dass Susanne Pfeffer neue Direktorin des MMK werden soll!

Wer sonst hätte ernsthaft in Frage kommen können (Netzwerke hin, kulturbetriebliche und -politische Seilschaften her) als die mit dem Ritter(innen)schlag des Goldenen Löwen der diesjährigen Kunst-Biennale in Venedig geadelte Susanne Pfeffer, der stadt-, land-, republikweit und darüber hinaus renommierten Direktorin des Kasseler Museum Fridericianum, Kuratorin des mit der angesehensten Trophäe ausgezeichneten nationalen Beitrags der Bundesrepublik Deutschland (wie es korrekt zu definieren heisst). Sie hatte die Idee, den deutschen Pavillon von der Frankfurter Künstlerin und Städelschulabsolventin Anne Imhof bespielen zu lassen.

Susanne Pfeffer, Direktorin des Fridericianum, Kassel, Kuratorin (Kommissarin) des Deutschen Pavillons der Biennale Venedig 2017; Bildnachweis Fridericianum, © Uwe Zucchi/dpa/picture alliance

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Erst Hollein und nun auch Gaensheimer

2017, März 8.

Wird die Stadt Frankfurt am Main ihren Ruf als Kunst- und Museumsmetropole behaupten?

Von Erhard Metz

Um es vorwegzunehmen: Mit Philipp Demandt hat Frankfurt am Main – wir erinnern uns noch gut an die Worte von Professor Nikolaus Schweikart, dem Vorsitzenden der Städel-Administration, in der seinerzeitigen Pressekonferenz – zwar keinen „Hollein-Klon“, aber einen brillanten Kenner der Kunst- und Museumsszene in Deutschland gewonnen. „Liefern“ (wie es im Zeitgeistjargon heisst) konnte Demandt naturgemäss noch nicht, weil Ausstellungen einen zeitlichen Vorlauf zwischen ein und drei Jahren bedingen, aber die Art und Weise, wie er sich mit den noch von Hollein in die Wege geleiteten Präsentationen sachlich und emotional auseinandersetzt und identifiziert, beeindruckte von Anfang an.

Liess Schweikhart in besagter Pressekonferenz sozusagen „zwischen den Zeilen“ einen Anklang von „not amused“ über den trotz jahrelanger Gerüchte dann doch allzu abrupt erscheinenden Weggang Holleins durchblicken, tritt Frankfurts Kulturdezernentin Ina Hartwig aktuellen Pressespekulationen mit der Feststellung entgegen, Gaensheimer habe sie bereits „vor einigen Wochen über ihre Pläne informiert“, nach Düsseldorf zu gehen.

Nun geht auch sie also, die MMK-Direktorin und Professorin Susanne Gaensheimer – zum 1. September 2017 nach Düsseldorf, als Direktorin an die Stiftung Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen mit den drei Häusern „K20“ am Grabbeplatz, einem 1986 eröffneten postmodernen und inzwischen erweiterten Bau, „K21“ im Ständehaus und „F3“ im Schmela-Haus. Die Bestände geniessen den Ruf, zu den international bedeutendsten Sammlungen der klassischen Moderne, der Nachkriegsmoderne und der Gegenwartskunst zu gehören. Vergleichbares kann auch das Frankfurter MMK für sich in Anspruch nehmen, jedenfalls mit einer grossen Zahl an geradezu „Ikonen“ der amerikanischen Pop-Art und des Minimalismus, darunter Werke von Andy Warhol, Claes Oldenburg oder Roy Lichtenstein, um nur einige zu nennen.

Professorin Susanne Gaensheimer; Bildnachweis: MMK, Foto: Frank Blümler

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