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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Liebieghaus

„Heilige Nacht. Die Weihnachtsgeschichte und ihre Bilderwelt“ im Frankfurter Liebieghaus

2016, Dezember 23.

Skulpturengalerie lockt mit stimmungsvoller Sonderausstellung

Von Hans-Bernd Heier

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Neapolitanische Krippe (Ausschnitt), 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts; Terrakotta, Holz, Textilien; Diözesanmuseum, Freising; Foto: Jens Bruchhaus

Eine der bekanntesten Erzählungen des christlichen Kulturkreises ist die Weihnachtsgeschichte. Der Anfang dieser biblischen Geschichte ist weithin bekannt: „Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde“, heißt es im Lukasevangelium. Der Lukastext hat sich im Bewusstsein der Christen mit Motiven aus dem Matthäusevangelium zu einer Legende verwoben, welche die Ereignisse rund um die Geburt Jesu Christi schildert. Doch die Weihnachtsgeschichte erzählt nicht nur, wie der göttliche Sohn als Mensch zur Welt kommt, sondern auch von seiner Verehrung durch einfache Hirten und weise Männer, die später als Könige bezeichnet wurden, von dem Bethlehemitischen Kindermord und gefährlicher Flucht sowie schließlich von glücklicher Heimkehr. Weiterlesen

Philipp Demandt Direktor auch der Schirn Kunsthalle Frankfurt

2016, September 24.

Philipp Demandt, bis Ende September 2016 Leiter der Alten Nationalgalerie in Berlin und ab 1. Oktober Direktor des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung, übernimmt zum genannten Datum erwartungsgemäss auch die Direktion der Schirn Kunsthalle Frankfurt und folgt damit in allen drei Positionen Max Hollein, seit Juni dieses Jahres Direktor der Fine Arts Museums of San Francisco. Einen entsprechenden förmlichen Beschluss fasste jetzt die Gesellschafterversammlung der städtischen Schirn Kunsthalle GmbH, bestehend aus den Mitgliedern des Magistrats der Stadt Frankfurt am Main. Sie folgte damit dem gemeinsamen Vorschlag von Oberbürgermeister Peter Feldmann als Vorsitzendem des Aufsichtsrats der Kulturinstitution und der Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, Ina Hartwig.

„Philipp Demandt ist ein grosser Gewinn für die Kulturstadt Frankfurt. Seine umfangreichen Erfahrungen als Ausstellungsmacher und Kulturmanager prädestinieren ihn in hervorragender Weise für die Leitung der drei Häuser. Ich bin überzeugt, dass er mit zukunftsweisenden Ideen viele innovative künstlerische Vorhaben umsetzen und die grossen Erfolge von Schirn, Städel und Liebieghaus fortsetzen wird“, erklärte Oberbürgermeister Peter Feldmann. Und Kulturdezernentin Ina Hartwig betonte: „Die Bestellung von Philipp Demandt als Direktor der Schirn Kunsthalle Frankfurt in Verbindung mit der Führung von Städel Museum und Liebieghaus Skulpturensammlung ist eine äusserst erfreuliche Lösung. Ich bin mir sicher, dass wir mit dem renommierten Kunsthistoriker Philipp Demandt und dem ebenso innovativen wie erfahrenen Team aufregende Ausstellungsformate erwarten können. Die Schirn Kunsthalle zeigt mit ihren publikumswirksamen Präsentationen ein unverwechselbares Profil und hat sich als eines der führenden zeitgenössischen Ausstellungshäuser positioniert. Sie korrespondiert auf eine hervorragende Weise mit den Sammlungsschwerpunkten des traditionsreichen Städel zu Alten Meistern und Werken der klassischen Moderne.“

Frankfurt/Main 23.09.2016 Magistrat bestellt neuen GeschŠftsfŸhrer der Schirn Kunsthalle Frankfurt v.l.n.r. : Inka DršgemŸller ( stellv. Direktorin der Schirn ), Peter Feldmann ( OberbŸrgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Schirn ), Dr. Philipp Demandt ( Direktor der Schirn ), Dr. Ina Hartwig ( Kulturdezernentin )

„Familienfoto“: (v.l.) Inka Drögemüller (stellvertretende Direktorin/Geschäftsführerin der Schirn Kunsthalle, Oberbürgermeister Peter Feldmann (Vorsitzender des Aufsichtsrats der Schirn Kunsthalle GmbH), Philipp Demandt (Direktor und Geschäftsführer der Schirn Kunsthalle), Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft; Foto: Presse- und Informationsamt Frankfurt am Main, © Alex Kraus Weiterlesen

„Athen. Triumph der Bilder“ im Frankfurter Liebieghaus (2)

2016, Juni 27.

Die Göttin Athena mit Entourage im Fokus einer grandiosen Schau

Von Hans-Bernd Heier

In einer dichten chronologischen Inszenierung werden in der großartigen Sonderschau „Athen. Triumph der Bilder“ im Frankfurter Liebieghaus die zwölf Monate des attischen Kalenders in zwölf Räumen anhand exquisiter Exponate anschaulich präsentiert. Erlesene Bildwerke machen die antiken Feste und deren unmittelbaren Bezug zum Mythos Athens erfahrbar. Die meisten Festlichkeiten des Jahres nehmen Bezug auf die Geschichte von Athena, Poseidon, Erechtheus und Eumolpos. Die Bürger Athens feiern in ihren Heiligtümern, ziehen in Prozessionen durch Stadt und Land und sind umgeben von den Statuen ihrer Götter und Helden.

Im Folgenden möchten wir die Besucher bei ihrem Gang durch die zwölf Themenräume begleiten und die jeweiligen Glanzstücke kurz vorstellen. Der ergänzende 13. Raum erlaubt einen Blick in das „Planungsbüro“ des genialen Architekten und Bildhauers Phidias, der in enger Zusammenarbeit mit dem herausragenden Staatsmann und Kulturpolitiker Perikles Athen nach der völligen Zerstörung durch die Perser glanzvoll wieder aufbaute.

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Ausstellungsansicht; Foto: FeuilletonFrankfurt
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Philipp Demandt neuer Direktor von Städel Museum und Liebieghaus Skulpturensammlung

2016, Juni 24.

Demandt soll in Personalunion auch die Leitung der Schirn Kunsthalle Frankfurt übernehmen

„Die erfolgreiche Arbeit am Städel Museum und der Liebieghaus Skulpturensammlung gemeinsam mit allen Kolleginnen und Kollegen fortzusetzen, ist eine Herausforderung, der ich mit Spannung entgegensehe. Zugleich blicke ich mit grosser Dankbarkeit auf rund fünf erfüllte Jahre an der Nationalgalerie. Auf Frankfurt, das sich zu einem der aufregendsten Kunstzentren Deutschlands und darüber hinaus entwickelt hat, freue ich mich sehr – ganz persönlich auch, da mir Stadt und Region lange vertraut sind.“

Kein anderer als Philipp Demandt, derzeit Leiter der Alten Nationalgalerie in Berlin und künftiger Direktor von Städel Museum, Liebieghaus Skulpturensammlung und Schirn Kunsthalle, sagte dies. Am heutigen frühen Vormittag liefen entsprechende Pressemeldungen von Städel Museum und Dezernat Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main ein.

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Philipp Demandt; Bildnachweis: Städel Museum, Foto: Oliver Mark

Philipp Demandt, 1971 in Konstanz geboren (und damit lediglich zwei Jahre jünger als Max Hollein), studierte Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Publizistik. 2001 promovierte er am Institut für Geschichts- und Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin mit einer Arbeit „Die historische Mythologie des preußischen Staates im Spiegel des Luisenkults“. Ein Jahr später ging er an das Berliner Bröhan-Museum (ein Museum für Jugendstil, Art Déco und Funktionalismus). 2004 wechselte er als Dezernent zur Kulturstiftung der Länder, wo er unter anderem mit der Beratung und Unterstützung deutscher Kultureinrichtungen beim Erwerb und der Finanzierung von Kunstwerken befasst war. Darüber hinaus arbeitete er als Kurator und Publizist. Demandt entstammt einer kulturhistorisch profilierten Familie: sein Vater ist der Althistoriker Professor Alexander Demandt, sein Grossvater Karl Ernst Demandt, vormals Staatsarchivrat im hessischen Staatsarchiv Wiesbaden und stellvertretender Direktor des Staatsarchivs Marburg.
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„Athen. Triumph der Bilder“ im Frankfurter Liebieghaus (1)

2016, Juni 23.

Die Göttin Athena mit Entourage im Fokus einer grandiosen Schau

Von Hans-Bernd Heier

Keine andere Stadt hat die Entwicklung Europas stärker beeinflusst als Athen. Der Stadtstaat gilt als Geburtsstätte der europäischen Hochkultur. Das ambitionierte Ausstellungsprojekt „Athen. Triumph der Bilder“ im Frankfurter Liebieghaus kreist, wie Kurator Professor Vinzenz Brinkmann, Leiter der Antikensammlung, betont, „um die hochklassischen Bauten der Akropolis und fragt im Besonderen nach den zahlreichen, zum Teil kolossalen Bildern, die die Mythen Griechenlands, aber vor allem das Märchen von der Stadtgöttin Athena und ihrem Sohn erzählen“.

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Professor Vinzenz Brinkmann, Leiter der Antikensammlung, und Max Hollein, bis Ende Mai 2016 Direktor der Liebieghaus Skulpturensammlung (bei seiner letzten Pressekonferenz im Liebieghaus), Fotos: FeuilletonFrankfurt

Die umfangreiche Sonderausstellung lenkt den Blick auf die faszinierende Bilderwelt des antiken Athen und zeigt eindrucksvoll dessen Riten, Opfer, Prozessionen und Feste. „Die Schau stellt das Athen im goldenen Zeitalter des Perikles ins Zentrum. Keine andere Epoche hat den Begriff und die Vorstellungen von der Klassik so stark geprägt wie die Zeit des Wiederaufbaus in Athen nach dem Sieg über die Perser. In der Liebieghaus Skulpturensammlung wird die zum damaligen Zeitpunkt geschaffene, facettenreiche attische Bilderwelt nun in einer völlig neuartigen Weise der Antikenrezeption wieder zum Leben erweckt“, erläuterte Max Hollein bei seiner letzten Pressekonferenz in der Skulpturensammlung. Weiterlesen