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FeuilletonFrankfurt

Das Online-Magazin von Erhard Metz

Alle Artikel zu Liebieghaus

„Zurück zur Klassik“ im Frankfurter Liebieghaus

Freitag, 22. Februar 2013

Richard Scheibe (1879-1964), Statue eines Zehnkämpfers, Bronze, Städel Museum; davor die legendäre Newton-Ausgabe SUMO

Ein neuer Blick auf das alte Griechenland

– so lautet der Untertitel der neuen Ausstellung im Liebieghaus Frankfurt am Main. Der Eingang zur Ausstellung überrascht ebenso wie der sich anschliessende Parcours. Im leuchtenden Schock-Orange der Ausstellungsarchitektur empfangen Helmut Newtons SUMO und eine Statue des von vor- wie nachkriegsdeutschen Regierungen geehrten Richard Scheibe den Besucher. Betreten wir den nächsten Raum, erhellt sich die Absicht der Ausstellungsmacher: Wir werden vom Hier und Heute rückwärts auf der Zeitschiene durch die Epochen der Rezeptionsgeschichte und der verschiedenen Klassizismen in das alte Griechenland des 5. und 4. vorchristlichen Jahrhunderts geführt. Weiterlesen

„Athen. Triumph der Bilder“ im Frankfurter Liebieghaus (1)

Donnerstag, 23. Juni 2016

Die Göttin Athena mit Entourage im Fokus einer grandiosen Schau

Von Hans-Bernd Heier

Keine andere Stadt hat die Entwicklung Europas stärker beeinflusst als Athen. Der Stadtstaat gilt als Geburtsstätte der europäischen Hochkultur. Das ambitionierte Ausstellungsprojekt „Athen. Triumph der Bilder“ im Frankfurter Liebieghaus kreist, wie Kurator Professor Vinzenz Brinkmann, Leiter der Antikensammlung, betont, „um die hochklassischen Bauten der Akropolis und fragt im Besonderen nach den zahlreichen, zum Teil kolossalen Bildern, die die Mythen Griechenlands, aber vor allem das Märchen von der Stadtgöttin Athena und ihrem Sohn erzählen“.

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Professor Vinzenz Brinkmann, Leiter der Antikensammlung, und Max Hollein, bis Ende Mai 2016 Direktor der Liebieghaus Skulpturensammlung (bei seiner letzten Pressekonferenz im Liebieghaus), Fotos: FeuilletonFrankfurt

Die umfangreiche Sonderausstellung lenkt den Blick auf die faszinierende Bilderwelt des antiken Athen und zeigt eindrucksvoll dessen Riten, Opfer, Prozessionen und Feste. „Die Schau stellt das Athen im goldenen Zeitalter des Perikles ins Zentrum. Keine andere Epoche hat den Begriff und die Vorstellungen von der Klassik so stark geprägt wie die Zeit des Wiederaufbaus in Athen nach dem Sieg über die Perser. In der Liebieghaus Skulpturensammlung wird die zum damaligen Zeitpunkt geschaffene, facettenreiche attische Bilderwelt nun in einer völlig neuartigen Weise der Antikenrezeption wieder zum Leben erweckt“, erläuterte Max Hollein bei seiner letzten Pressekonferenz in der Skulpturensammlung. Weiterlesen

„Athen. Triumph der Bilder“ im Frankfurter Liebieghaus (2)

Montag, 27. Juni 2016

Die Göttin Athena mit Entourage im Fokus einer grandiosen Schau

Von Hans-Bernd Heier

In einer dichten chronologischen Inszenierung werden in der großartigen Sonderschau „Athen. Triumph der Bilder“ im Frankfurter Liebieghaus die zwölf Monate des attischen Kalenders in zwölf Räumen anhand exquisiter Exponate anschaulich präsentiert. Erlesene Bildwerke machen die antiken Feste und deren unmittelbaren Bezug zum Mythos Athens erfahrbar. Die meisten Festlichkeiten des Jahres nehmen Bezug auf die Geschichte von Athena, Poseidon, Erechtheus und Eumolpos. Die Bürger Athens feiern in ihren Heiligtümern, ziehen in Prozessionen durch Stadt und Land und sind umgeben von den Statuen ihrer Götter und Helden.

Im Folgenden möchten wir die Besucher bei ihrem Gang durch die zwölf Themenräume begleiten und die jeweiligen Glanzstücke kurz vorstellen. Der ergänzende 13. Raum erlaubt einen Blick in das „Planungsbüro“ des genialen Architekten und Bildhauers Phidias, der in enger Zusammenarbeit mit dem herausragenden Staatsmann und Kulturpolitiker Perikles Athen nach der völligen Zerstörung durch die Perser glanzvoll wieder aufbaute.

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Ausstellungsansicht; Foto: FeuilletonFrankfurt
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„Heilige Nacht. Die Weihnachtsgeschichte und ihre Bilderwelt“ im Frankfurter Liebieghaus

Freitag, 23. Dezember 2016

Skulpturengalerie lockt mit stimmungsvoller Sonderausstellung

Von Hans-Bernd Heier

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Neapolitanische Krippe (Ausschnitt), 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts; Terrakotta, Holz, Textilien; Diözesanmuseum, Freising; Foto: Jens Bruchhaus

Eine der bekanntesten Erzählungen des christlichen Kulturkreises ist die Weihnachtsgeschichte. Der Anfang dieser biblischen Geschichte ist weithin bekannt: „Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde“, heißt es im Lukasevangelium. Der Lukastext hat sich im Bewusstsein der Christen mit Motiven aus dem Matthäusevangelium zu einer Legende verwoben, welche die Ereignisse rund um die Geburt Jesu Christi schildert. Doch die Weihnachtsgeschichte erzählt nicht nur, wie der göttliche Sohn als Mensch zur Welt kommt, sondern auch von seiner Verehrung durch einfache Hirten und weise Männer, die später als Könige bezeichnet wurden, von dem Bethlehemitischen Kindermord und gefährlicher Flucht sowie schließlich von glücklicher Heimkehr. Weiterlesen

Binding-Kulturpreis 2015 für Max Hollein

Sonntag, 12. Juli 2015

Kunsthistoriker und Betriebswirt
Ein Botschafter Frankfurts in der Internationalen Kunstszene

Von Renate Feyerbacher

Im Rahmen einer feierlichen, aber auch humorvoll-entspannten Zeremonie im Kaisersaal des Frankfurter Römer, bei der immer wieder auch geschmunzelt wurde, erhielt Max Hollein, Direktor des Städel Museums, der Schirn Kunsthalle und der Liebieghaus Skulpturensammlung, am 11. Juli 2015 den diesjährigen Binding-Kulturpreis. Die Auszeichnung für „herausragende kulturelle Leistungen in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet“ wurde zum 20. Mal verliehen und zählt mit 50.000 Euro zu den höchstdotierten Kulturpreisen Deutschlands. Eine stattliche Geldsumme, die trotz sinkenden Bierkonsums, wie die Vorstandsvorsitzende der Binding-Kulturstiftung, Bergit Gräfin Douglas, humorvoll bemerkte, zum Glück konstant blieb.

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(v.l.) Bergit Gräfin Douglas, Vorstandsvorsitzende der Binding-Kulturstiftung, Max Hollein und Ehefrau Nina Hollein

Die Begründung des Stiftungskuratoriums: „Mit Max Hollein wird ein Museumsdirektor ausgezeichnet, dessen Einsatz der Kunststadt Frankfurt einen Glanz verliehen hat, der weit über Deutschland hinausstrahlt. Dabei gelingt es ihm, mit einem abwechslungsreichen Programm das Fachpublikum und die breite Bevölkerung für die Kunst aller Epochen zu begeistern.“ Weiterlesen