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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Kunstszene überregional

Schirn lockt mit „König der Tiere“ und „Wildnis“ (Teil2)

2018, November 13.

Kunstwerke als Metaphern für Sehnsuchtsorte

Von Hans-Bernd Heier

Der Blick auf die Natur setzt Sehnsüchte frei. Ausstellungsansicht der Schau „Wildnis“ in der Schirn, Foto: Petra Kammann

Wilhelm Kuhnert (1865–1926) hat mit seinen naturalistischen Gemälden die westliche Vorstellung von Afrika und afrikanischer Natur geprägt wie kaum ein anderer Maler seiner Zeit. Die auf seinen Afrika-Reisen entstandenen Zeichnungen und Ölskizzen der dortigen Tier- und Pflanzenwelt dienten ihm als Vorlagen für monumentale Gemälde, die er nach der Rückkehr in seinem Atelier in Berlin anfertigte. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet dem nahezu in Vergessenheit geratenen Künstler die erste große Retrospektive. Parallel dazu ist unter dem schlichten Titel „Wildnis“ eine umfassende Themenschau zu sehen, welche die weitverbreitete Sehnsucht nach ursprünglicher Natur in den künstlerischen Fokus rückt. Vereint sind Kunstwerke aller Medien, die den Verbindungen von Wildnis und Kunst im 20. und 21. Jahrhundert nachgehen.

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Open House im Jüdischen Museum Frankfurt – Impressionen von der Baustelle

2018, November 11.

The glory and the mystery. Erinnerungen und Übergänge zwischen Unterwegssein und Ankommen. Und ein neuer Ein- und Zugang zwischen Stuck und Sichtbeton. 

Foto-Ansichten von Petra Kammann

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Verbundene Gebäude aus unterschiedlichen Epochen

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DAS NEUE FRANKFURT – Die Moderne am Main feiert sich im Bauhausjahr 2019 in drei Museen

2018, Oktober 29.


Die Baustelle der Moderne:
Lebens- und Gestaltungsmodule der Weimarer Republik

Von Petra Kammann

Unter dem Namen „Das Neue Frankfurt“ wurde zu Beginn der 1920er Jahre in Frankfurt ein beispielloses Programm ins Leben gerufen, das weit über die Grenzen der Stadt wahrgenommen wurde, denn in der neugegründeten Weimarer Republik ging es nicht nur um eine bauliche, sondern um eine von Grund auf kulturelle Erneuerung. In Frankfurt entstand ein dem Bauhaus gleichwertiges, weltbekanntes Zentrum der Avantgarde und die Stadt entwickelte sich zu einem Vorzeigemodell der modernen Großstadt. Zum Bauhausjahr 2019 widmen sich Anfang 2019 daher gleich drei städtische Frankfurter Museen den verschiedenen Aspekten des legendären Großstadtprojekts in Sonderausstellungen: das Museum Angewandte Kunst, das Deutsche Architekturmuseum und das Historische Museum Frankfurt. Und das in diesem Jahr gegründete Forum Neues Frankfurt in der Römerstadt bringt die Mitwirkenden miteinander ins Gespräch und bietet ein Begleitprogramm rund um „Das Neue Frankfurt“ an.

Die von Hans und Grete Leistikow gestaltete Zeitschrift verbreitete die Ideen des „Neuen Frankfurt“ auch international

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Echoes from a restless soul N.N.N.N. und From now on – Dresden Frankfurt Dance Company im Bockenheimer Depot

2018, Oktober 20.

 

Nocturnes der besonderen Art: Eine poetische Tour de Force

“Romantische Dichtungen für Klavier”, eine Wasserfee und Rap-artiger Bewegungsdrang

Das Bockenheimer Depot war bis in die letzte Reihe gefüllt, auch am Freitagabend, als sich der fulminante dreiteilige Ballettabend der Dresden Frankfurt Dance Company in der Mainmetropole präsentierte: Jacopo Godanis „Echoes from a Restless Soul“, William Forsythes Choreographie aus dem Jahre 2002 „N.N.N.N.“, sowie „From now on“, die Weltpremiere des Künstlerischen Leiters Jacopo Godani selbst. Sie sind am Sonntag, den 21. Oktober, um 16 Uhr ein letztes Mal in Frankfurt zu erleben.

Von Petra Kammann

Eingangsszene aus „Echoes from a restlos soul“ Felix Berning und Carola Sicheri; Alle Fotos: Petra Kammann

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Museum Wiesbaden zeigt „Hanna Bekker als Malerin“- Das Landesmuseum lockt mit vier Sonderausstellungen

2018, Oktober 18.

 

Hochkarätige Zeugnisse eines Lebens für und mit Kunst

Von Hans-Bernd Heier

Hanna Bekker vom Rath war eine international anerkannte Kunsthändlerin, eine kenntnisreiche Kunstsammlerin sowie eine großzügige und unerschrockene Mäzenin. Johanna Emy Adele vom Rath, kurz Hanna genannt, gilt als eine Wegbereiterin der Moderne. Das ist allseits bekannt. Weniger bekannt ist, dass Hanna Bekker auch eine talentierte Malerin war und Zeit ihres Lebens künstlerisch tätig war. Am 7. September hätte sie ihren 125. Geburtstag gefeiert. Aus diesem Grunde widmet das Museum Wiesbaden der in Frankfurt geborenen selbstbewussten Frau, die ihr ganzes Leben der Kunst verschrieben hat, die Kabinettausstellung „Hanna Bekker als Malerin“ und präsentiert eine beindruckende Gemälde-Auswahl. Die kleine, aber feine Schau zeigt eine wieder zu entdeckende Facette dieser vielseitig begabten Persönlichkeit.

Hanna Bekker „Blick vom Blauen Haus“, um 1950; Nachlass Archiv Hanna Bekker vom Rath, Ölgemälde

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25 Jahre – Kronberg Academy. Ein Interview mit dem Gründer Raimund Trenkler

2018, Oktober 11.

Musik – ein sich ständig erneuerndes Erfrischungsbad

Petra Kammann traf Raimund Trenkler, den Vorstandsvorsitzenden der Kronberg Academy, während der diesjährigen Cellomeisterkurse für FeuilletonFrankfurt zum Gespräch in Kronberg.

Raimund Trenkler, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Kronberg Academy; Alle Fotos: Petra Kammann

Petra Kammann: Gerade (23. bis 30. September 2018) laufen die Cello Meisterkurse & Konzerte. Aus allen Räumen tönt Cellomusik. Cellisten aus allen Teilen der Welt sind eigens nach Kronberg angereist, um auf höchstem Niveau miteinander zu musizieren. Ist das nicht ein wunderbares Erlebnis im 25. Jahr? Oder bedeutet das für Sie gerade vor allem Stress?

Stadthalle Kronberg, der zentrale Veranstaltungsort der Cello Meisterkurse & Konzerte 2018

Raimund Trenkler: Ich fühle mich hier in der Welt-Cello-Familie einfach zu Hause. Da ich selbst Cellist bin, ist das ein schönes Gefühl, die Generationskette wachsen zu sehen und selbst Teil dieser Generationskette zu sein.

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Zwei Frankfurter in Düsseldorf

2018, Oktober 3.

Neuausrichtung zweier Museumskomplexe

von Angelika Campbell

Vom Main gingen sie an den Rhein, sondierten die (Kunst)lage in und um Düsseldorf und starten nach knapp einem Jahr voll durch: Prof. Dr. Susanne Gaensheimer, ehemals Direktorin am MKK Frankfurt und jetzt Direktorin der Kunstsammlung NRW, und Dr. Felix Krämer, nach seiner Tätigkeit als Sammlungsleiter der Kunst der Moderne am Städel Museum, Frankfurt am Main – inzwischen Generaldirektor des Museums Kunstpalast. Sie bringen noch frischeren Wind in die lebhafte rheinische Kulturszene. Die sachliche Art der beiden „Neuen“ wird vielleicht nicht von allen Düsseldorfern geschätzt, denn die sind ja für ihren Hang zu Glanz und  Glamour bekannt. Doch der voraussehbare Erfolg dürfte eventuelle Kritiker zum Schweigen bringen…

Prof. Dr. Susanne Gaensheimer, früher Leiterin des MMK in Frankfurt, heute Kunstsammlung NRW, Foto: Petra Kammann

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Raffaela Zenoni: Malerei, Skulptur

2018, September 19.

Begegnungen mit Ahnen, Ariel und Alberich. Und: Es schläft sich kreativ im Mosaik

Von Erhard Metz

„Den Zufall bändige zum Glück“ heißt es bei Goethe. Gerade auch Zufälle führen uns zur Kunst, wo die Suche nach ihr oft in der Vergeblichkeit des Strebens endet. Wir zögern nicht, Goethe zu folgen und einen unverhofften Fund in das Licht einer willkommenen, in der Unergründlichkeit des Lebens vielleicht vorbestimmt erscheinenden Betrachtung zu stellen. Der Fund ist das malerische und skulpturale Werk der Schweizer Künstlerin Raffaela Zenoni. Er bringt uns Betrachtenden indes in eine gewisse Verlegenheit: ob der Authentizität, der von uns empfundenen Übereinstimmung von innerer Persönlichkeit der Künstlerin mit ihrem schöpferischen Werk, wie uns in Begegnungen mit ihr erahnbar und erfahrbar wurde. So obliegt uns, zur Künstlerin, wenn wir coram publico einige Gedanken über ihre Werke entfalten, eine geziemende Distanz zu wahren; nicht zuletzt auch um unseren geneigten Leserinnen und Lesern zum eigenen Umgang mit diesen Werken den gebührenden Spielraum zu eröffnen, wiederum ganz im Sinne Goethes: „Ich lasse mir nur alles entgegenkommen und zwinge mich nicht, dies oder jenes in dem Gegenstande zu finden“, wie er einmal an Charlotte von Stein schrieb. Oder wie es Raffaela Zenoni mit ihren eigenen Worten so trefflich zu formulieren weiß: „Wir sehen in einem Werk das, was wir selber zulassen“.

V.l.n.r.: Aus Serie „Die andere Ahnengalerie“, 2014, Acryl auf Leinwand, 60 x 180 cm; „Stabat Mater“ Gute Nachricht, 2015, Acryl auf Leinwand, 130 x 195 cm; aus Serie „Die andere Ahnengalerie“, 2014, Acryl auf Leinwand, 60 x 180 cm
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The Land in between. Ursula Schulz-Dornburgs Fotografien von 1980 bis 2012 im Städel

2018, August 21.

Sichtbare und unsichtbare Kontinente, verlorene Menschen, Utopien und eine unerhörte Stille 

Das Dazwischen ist Thema der 1938 in Berlin geborenen und in Düsseldorf lebenden Fotografin Ursula Schulz-Dornburg. Sie dokumentiert und bannt die Schrecken der Transitorte, Grenzlandschaften, Wüsten und Relikte vergangener Kulturen auf ihren Fotos, aber auch deren Schönheit. Mehr als 200 dieser eindrucksvollen Arbeiten sind noch bis zum 9. September 2018 in der Retrospektive „Ursula Schulz-Dornburg. The Land In-Between“ im Frankfurter Städel zu sehen: Fotografien, die zwischen 1980 bis 2012 auf ihren Reisen an Kult- und Kulturstätten in Europa, im Nahen Osten und in Asien entstanden. Die fast durchgängig analogen Schwarz-Weiß-Fotos hat die Künstlerin in 13 umfangreichen Werkgruppen selbst zusammengestellt. Sie stammen aus der Städelschen Sammlung selbst, aus dem Archiv der Künstlerin sowie von privaten Leihgebern.

Von Petra Kammann

↑ Ausstellungsansicht: Ursula Schulz-Dornbergs Fotos, die längs der georgischen Grenze entstanden, Foto: Petra Kammann

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Debout! – François Pinault-Sammlung im Jakobinerkloster in Rennes

2018, August 15.

Sehet, so ist der Mensch!  – Filetstücke aus der Collection Pinault 

Spektakulär und weithin sichtbar in der Altstadt von Rennes: das durch den Architekten Jean Guervilly sanierte und erweiterte Jakobinerkloster aus dem 14. Jahrhundert mit einem metallisch stabilisierenden Kern, Fotos: Petra Kammann

Rennes, die Hauptstadt der Bretagne, hat sich in ihrem Zentrum unweit der Place des Lices und in Nähe der herausragenden Markthallen und alten Fachwerkbauten, aufgehübscht, indem sie das Jakobinerkloster, dessen ältester Teil auf das 14. Jahrhundert zurückgeht, auf Stelzen gestellt, ausgeweidet und mithilfe eines stabilen Metallkerns in ein spannendes Kongresszentrum des 21. Jahrhunderts verwandelt hat. Durch das Projekt  kommt nun das ehemalige Kloster als bedeutendes architektonisches Erbe der Stadt Rennes zu neuen Ehren. Zusätzlich zur Renovierung der alten Bausubstanz und dank der eleganten zeitgenössischen Erweiterung durch den Architekten Jean Guervilly umfasst der Bau mehrere Ausstellungs- und Mehrzweckräume und ein modulares Auditorium, in dem bis zu 1000 Personen Platz finden. Unter dem alten Kreuzgang sind Konferenzsäle entstanden und in den lichtdurchfluteten Räumen um den früheren Klosterhof findet nun bis zum 9. September 2018 die Ausstellung „Debout!“ („Aufrecht!“) statt: Eine Auswahl aus rund 60 zeitgenössischen Werken – gewissermaßen Filetstücken – aus der Sammlung des französischen Milliardärs François Pinault. Einen Einblick gewährt

Petra Kammann

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