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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Kunstszene überregional

Exquisite Jugendstilsammlung des Mäzens F. W. Neess in Wiesbaden

2019, Juli 4.

Ein Riesen-Glücksfall für die Stadt

Von Hans-Bernd Heier

Im Zuge einer äußerst großzügigen Schenkung erhielt das Landesmuseum Wiesbaden im März 2017 eine der bedeutendsten europäischen Privatsammlungen des Jugendstils und Symbolismus. Es ist die größte Schenkung, die das Haus je erhalten hat…

Ausstellungsansicht; Foto: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert

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Neue stellvertretende Direktorin der Schirn Kunsthalle Frankfurt

2019, Juni 25.

Esther Schlicht. Foto: Kunsthalle Schirn

Esther Schlicht wird stellvertretende Direktorin der Schirn Kunsthalle Frankfurt. Sie folgt auf Inka Drögemüller, die als Deputy Director for Digital, Education, Publications, Imaging, and Libraries an das Metropolitan Museum of Art, New York, wechselte. Darauf haben sich Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt und Aufsichtsratsvorsitzender der Schirn, Kulturdezernentin Ina Hartwig und der Direktor der Schirn, Philipp Demandt, abschließend verständigt, vorbehaltlich der Zustimmung durch den Magistrat der Stadt Frankfurt.

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Hochverdient: Friedenspreis des Deutschen Buchandels für den Fotografen Sebastião Salgado

2019, Juni 19.

Weltweite Wirkung durch eindringliche Bilder einer intensiv gelebten Humanität

Von Uwe Kammann

Friedenspreisträger 2019: Sebastião Salgado, Foto: Taschen Verlag

Meine erste Begegnung mit Salgado war ein regelrechter Schock. Ein gewichtiger, großformatiger Band in einem Museumsladen zog den Blick auf sich, schon nach wenigen Seiten war der Bann groß. Schwarzweißfotos mit intensiver Tiefenwirkung aus einer brasilianischen Goldmine ließen den Atem stocken: diese Schlangen und Massen von halbnackten Leibern auf halsbrecherisch steilen Leitern, aufgestellt an Abgründen, Erdhügeln, Schluchten; dann Nahaufnahmen von Gesichtern, schwindelerregende Perspektivwechsel, und in jedem Moment das Gefühl: Man sieht in den Urgrund der condition humaine, einer Existenz, die reduziert ist auf Mühe und Qual, geformt zu einem unbegreiflichen Muster.

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Lulu in den Zeiten von‚ #metoo. Plakatives Theater an der Volksbühne

2019, Juni 10.

von Simone Hamm

„Lulu“ von Frank WedekindRegie: Stefan Pucher,mit: Sandra Gerling, Lilith Stangenberg (Projektion), Foto: Julian Röder, 2019

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Remember – 30 Jahre himmlischer Frieden? Alles ist Kunst- Alles ist Politik?

2019, Juni 4.

Dem Vergessen entreißen

von Petra Kammann

Vor 30 Jahren, am 4. Juni, fanden auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking, dem Tian‘anmen-Platz, friedliche Studentenproteste statt. Anlässlich der blutigen Niederschlagung hat der chinesische Schriftsteller Liao Yiwu sein Langgedicht „Massaker“ geschrieben. Es sollte sein Leben fundamental verändern. Als er versuchte, die unfassbaren Erlebnisse des 4. Juni in dem Film, den er „Totenmesse“ nannte, zu verarbeiten, wurden er selbst, seine Filmcrew sowie seine schwangere Frau im Februar 1990 inhaftiert und gefoltert. Vier Jahre musste er im Gefängnis verbringen. 2011 konnte er dann über Vietnam aus der Volksrepublik China nach Deutschland fliehen.

Für sein 1989 entstandenes Gedicht „Massaker“ bekam der chinesische Schriftsteller Liao Yiwu vier Jahre Gefängnis, Fotos: Petra Kammann

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Ein Interview mit Susanne Pfeffer, Direktorin des MUSEUM MMK FÜR MODERNE KUNST

2019, Mai 25.

„Alle Möglichkeiten nutzen“

An diesem Wochende geht die Ausstellung Cady Noland zu Ende. Für sieben Monate wurde dafür das Museum für MUSEUM MMK FÜR MODERNE KUNST komplett leergeräumt. FeuilletonFrankfurt nahm dieses besondere Ereignis zum Anlass, die seit einem Jahr amtierende neue Direktorin des MMK, Susanne Pfeffer, zu dieser Ausstellung und zu allgemeinen Fragen zeitgenössischer Kunst und deren Vermittlung zu interviewen.

MMK-Direktorin Susanne Pfeffer, Foto: Petra Kammann

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Hommage an Erhard Metz zu seinem 75. Geburtstag

2019, April 29.

1944, das Geburtsjahr von Erhard Metz, fällt in den 2. Teilzyklus des 77. Zyklus des chinesischen Kalenders. Im chinesischen Horoskop begann im Jahr 1944 das Jahr des Holz-Affen. Daher sei hier ein kleiner tierischer Einstieg erlaubt…

Auf das Wohl von Erhard Metz stößt Petra Kammann im Namen der Redaktion an

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Lesenswert: 100 Jahre Bauhaus und keine Ende… Teil 1

2019, April 25.

Lesetipps von Petra Kammann

Sehen wir einmal von den Bauhaus-Ausstellungen im Jubiläumsjahr in den verschiedenen Städten und vom kritisch kommentierten Neubau des Bauhaus-Museums in Weimar ab, so können wir uns unabhängig von diesen Orten auch langfristig anhand von Büchern mit dieser wegweisenden Bewegung der Moderne beschäftigen. Daher haben wir eine kleine Auswahl für Sie getroffen.

Aufbruch und Grundlegendes:

2019: Das Bauhaus-Jubiläum schlägt sich auch in der Buchproduktion nieder…

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„Tizian und die Renaissance in Venedig“ im Städel – schon jetzt mehr als 100.000 Besucher

2019, April 21.

Mehr Tizian gab’s nie hierzulande 

Die große Sonderausstellung „Tizian und die Renaissance in Venedig“ ist der erwartete Publikumsrenner: Mehr als 100.000 Besucherinnen und Besucher haben bereits die überragende Schau des „Superstars des 16. Jahrhunderts“ mit über 100 Meisterwerken der venezianischen Malerei im Städel Museum der Renaissance gesehen.

von Hans-Bernd Heier 

Renaissance zu Ostern: Tizian lockt ins Frankfurter Städel; Alle Fotos: Petra Kammann

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Wiederentdeckt: Der Künstler Erich Franke im Kunstraum Bernusstraße

2019, März 17.

Erich Franke (1911-2008) – Zeitwende

Theater und Malerei im Strudel geschichtlicher Wenden

Von Petra Kammann

Erich Franke entwickelte unter dem Einfluss der Kunstströmungen der 1920er und 30er Jahre schon früh abstrakte Arbeiten unterschiedlichster Techniken. Das vielfältige Werk des über sieben Jahrzehnte schaffenden Künstlers entfaltete sich vor dem Hintergrund der historischen Phasen und ihrer Wenden. Dem Einfluss modern denkender Lehrer sowie der weltoffenen und künstlerischen Prägung durch seine Familie und Wegbegleiter ist es wohl zu verdanken, dass Erich Franke die abgeschnittenen künstlerischen Fäden wieder aufnehmen konnte. Der mit dem verstorbenen Künstler befreundete Wegbegleiter Thilo Herrmann, der seinen Nachlass verwaltet, präsentiert eine Auswahl der Arbeiten im Kunstraum Bernusstraße.

Experimentelles Bild von Erich Franke: Siegellack mit Draht auf Farbe. Dieses Werk wurde wohl parallel zu Henzes Uraufführung 1949 in Heidelberg gezeigt; © Thilo Herrmann

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