home

FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Kunstszene Rhein-Main

Blickachsen 11 in Bad Homburg und Rhein-Main

2017, April 19.

Von Erhard Metz

Wer als Kunst-, gar als Skulpturenliebhaber in diesen Tagen und Wochen durch die Bad Homburger Parkanlagen spaziert und auf merkwürdige, grellgrün oder in baustellen-orange lackierte Fahrzeuge trifft, ahnt: die neuen „Blickachsen“ nahen! Einige der Großplastiken stehen bereits am ihnen zugedachten Platz, für andere werden die Fundamante für den späteren – wenn auch befristeten – sicheren Halt gegraben. Und wenn der Spaziergänger große LKWs gewahrt, deren Aufschriften auf Spezialfirmen für Kunsttransporte schließen lassen, gerät diese Erkenntnis zur Gewißheit.

Weiterlesen

Isabel Franke: „Pensées Visibles“ in der Volksbank Dreieich, Neu-Isenburg

2017, April 18.

Von Esther Erfert

Isabel Franke lebt und arbeitet in Frankfurt am Main und Bad Soden (Ts.) und hat ihr Atelier in den „Heddernheimer Höfen“.

Ihre Kunst unterwirft sich keinen Konventionen und richtet sich nach keinen strengen künstlerischen Regeln. Der Titel der Ausstellung „Pensées visibles“ – sichtbare, bildgewordene Gedanken – lässt den Betrachter erahnen, dass er hier tief in das vielfältige und mehrschichtige Denken einer Künstlerin eintauchen wird. Mythologische, philosophische und politische Themen scheinen in Isabel Frankes Werken auf. Sie setzt sich mit alten wie mit aktuellen Sujets auseinander und bietet dem Betrachter einen Reflexionskosmos, der über das Kunstwerk hinausgeht. Die Interpretation eines Werkes überlässt Franke weitgehend dem Betrachter. Er selbst soll es erkunden und sich seine eigenen Gedanken machen.

Die Denkansätze in dieser Ausführung stellen eine kleine Hilfestellung dar, sie sind aber keine unumstößlichen Interpretationen.

Frankes Techniken variieren und die Bilder und Objekte entstehen oft aus elementaren Materialien wie Wachs, Blei, Sand und Glas, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Diese kombiniert sie mit moderneren „Materialien“ wie Fotografien, digitaler Bildbearbeitung, LED-Technik etc.

„WHAT A SHAME“ PANDORA SAID, 2016, 16mm film, trockenblumen, led, 30 x 30 x 39 cm Weiterlesen

Magritte. „Der Verrat der Bilder“ in der Schirn.

2017, April 13.

Es ist, was es ist, nicht! Das gedanklich-malerische Spiel um Schein und Sein.
Das aus den großen internationalen Museen und Privatsammlungen zusammengetragene Œuvre des belgischen Künstlers Magritte ist bis zum 5. Juni 2017 in der Frankfurter Schirn zu sehen. Eine gute Gelegenheit, die anstehenden Feiertage für einen Ausstellungsbesuch zu nutzen.

Von Petra Kammann

Eingang zur Magritte-Ausstellung in der Frankfurter Schirn Weiterlesen

Museum Wiesbaden präsentiert „Caravaggios Erben – Barock in Neapel“

2016, November 16.

Protziger Reichtum und bittere Armut

Von Hans-Bernd Heier

Barock – die Kunstepoche zwischen dem 17. und dem frühen 18. Jahrhundert – ist nicht jedermanns Sache. Vielen ist die barocke Malerei zu theatralisch, pathetisch und bombastisch. Ein Besucher der Museumspädagogik in Wiesbaden brachte es auf die knappe Formel: „Barock – das ist jede Menge nackter Haut und einer muss sterben“. Beides ist in der Ausstellung „Caravaggios Erben – Barock in Neapel“ im Landesmuseum Wiesbaden reichlich zu sehen. Doch die großartige Schau hat wesentlich mehr zu bieten: In der Kunst des neapolitanischen Barock spiegeln sich die Pracht, Raffinesse und Kultur der Mittelmeermetropole in packender Malerei, zumeist in monumentalen Gemälden.

artemisia-gentileschi_judith-und-holofernes_museo-capodimonte

Artemisia Gentileschi „Judith und Holofernes“, Öl auf Leinwand, 159 x 126 cm, 1612-1613; Neapel, Museo di Capodimonte; Foto: Ministero per i Beni e le attivita culturali e del turismo, Fototeca del Museo di Capodimonte, Napoli Weiterlesen

Der Internationale Hochhaus-Preis 2016 und innovative Entwicklungen im Hochhausbau

2016, November 12.

Neue Hochhausikone gegen die Langeweile

Der Preis bezieht sich auf Architekten und Bauherren, deren Gebäude mindestens 100 Meter hoch sind und die in den vergangenen zwei Jahren fertiggestellt wurden. Gewinner des diesjährigen Hochhauspreises ist das Wohnhochhaus „VIA 57 West“ in New York. Dessen dänischer Architekt Bjarke Ingels (BIG) und sein New Yorker Investor Douglas Durst nahmen den vom Deutschen Architekturmuseum, der DEKA-Bank und der Stadt Frankfurt am Main gestifteten Preis von 50.000 Euro in der Paulskirche entgegen. Er wird alle zwei Jahre verliehen, in diesem Jahr zum siebten Mal. Ein Beitrag von

Petra Kammann

Ein Hochhaus soll das sein? Schaut man sich im Frankfurter Architekturmuseum (DAM) das Modell des VIA 57 West von Bjarke Ingels an, so denkt man eigentlich nicht an ein Hochhaus, sondern eher an eine Pyramide, die aus der Symmetrie gerutscht ist, oder an ein Segelschiff, das am westlichen Rand von Midtown Manhattan vorbeisegelt. Man reibt sich die Augen. Fast schwebend und so poetisch wie utopisch wirkt dieses unwirklich helle Gebilde vor der New Yorker Skyline. Das eher quer als hoch liegende Gebäude hat in diesem Jahr doch tatsächlich den Internationalen Hochhaus-Preis gewonnen!

cid_89ea5803-4644-4162-8ed9-3b6232a3e5afspeedport_w_921v_1_39_000-b600

Im Gespräch: Matthias Danne, Deka-Bank, Architekt Bjarke Ingels (BIG) und Douglas Durst (Durst Organization) Weiterlesen