home

FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Kunstszene Frankfurt/Offenbach

Salvatore A. Sanna †

2018, Dezember 7.

Zum Tod des bedeutenden Frankfurter Lyrikers, Galeristen und Literaturwissenschaftlers

Von Erhard Metz

Wir trauern um Salvatore Aldo Sanna – Lyriker, Galerist, Dozent für italienische Sprache und Literatur an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, Gründer und Ehrenvorsitzender der Deutsch-Italienischen Vereinigung, die er über fünf Jahrzehnte leitete, Mitinitiator und Ehrenvorsitzender der Frankfurter Stiftung für Deutsch-Italienische Studien, Mitbegründer und Jahrzehnte lang Leiter der Frankfurter Westend Galerie, Mitbegründer und Mitherausgeber der Zeitschrift „Italienisch“ als Organ des Deutschen Italianistenverbandes, Verfasser sechs zweisprachiger Gedichtbände (italienisch/deutsch) unter dem Titel „Fra le due sponde – Zwischen zwei Ufern“, Cavaliere und später Commendatore dell’Ordine al Merito della Repubblica Italiana, Träger des Premio Pannunzio, Gentiluomo, ausgewiesener Liebhaber und Kenner klassisch-moderner sowie zeitgenössischer italienischer bildender Kunst, engagierter Europäer, ein Feingeist von hoher Bildung und hohem Ethos. Der Würdigung von Leben und Werk des Verstorbenen widmet sich eine Pressemitteilung der Deutsch-Italienischen Vereinigung.

Salvatore A. Sanna (mitte), Franco Ruaro und Barbara Thurau am 2. Juni 2012

Weiterlesen

„Mercedes 121“: Abschied vom „OST>STERN“ mit einer Gruppenausstellung (2)

2018, Dezember 5.

Von Erhard Metz

Der temporäre „OST>STERN“ verlischt am 15. Dezember 2018 hinter dem Horizont – so schrieben wir in der ersten Folge unseres Berichts über die absolut sehenswerte Abschiedsausstellung namens „Mercedes 121“ – , der strahlende „Stern“ unserer Frankfurter Künstlerinnen und Künstler jedoch bleibt uns zum Glück erhalten, auch wenn es manche Studierenden an der Städelschule oder der Hochschule für Gestaltung Offenbach (HfG) nach ihren Abschlüssen inzwischen nach Berlin oder Leipzig gezogen hat. In der zweiten Folge widmen wir uns der Malerei, die den Schwerpunkt der Ausstellung bildet.

Corinna Mayer

Weiterlesen

Kommunikationsmuseum zeigt „A BIGGER BROTHER“

2018, Dezember 2.

Jim Avignons schrille Bilderwelt mit gesellschaftspolitischem Tiefgang – im Fokus Kontrolle

Von Hans-Bernd Heier

Jim Avignon ist ein wahrer Tausendsassa: Er ist der schnellste Maler weit und breit, musiziert, performt und gestaltet wie im Zeitraffer verschiedene Räume auf der ganzen Welt zu Gesamtkunstwerken um. Jetzt bespielt er mit der vielseitigen Schau „A BIGGER BROTHER“ die „KUNST|RÄUME“ des Museums für Kommunikation in Frankfurt.

„Body Control“; © Jim Avignon; Foto: Hans-Bernd Heier

Weiterlesen

„Mercedes 121“: Abschied vom „OST>STERN“ mit einer Gruppenausstellung (1)

2018, November 29.

Von Erhard Metz

Ein Stern verlischt: Erst war es der Mercedes-Stern – genauer die Frankfurt-Offenbacher Mercedes-Benz-Niederlassung – die die Hanauer Landstraße verließ und sich mit neuen Nobelbauten an der Kaiserleipromenade ansiedelte. In der verlassenen Liegenschaft zog im März 2018 alsbald ein neuer Stern auf: Der „OST>STERN“, eine „Pop-up Event Location“, die mit Hilfe städtischer Förderungen, Mieten, Kooperationen, Industriepartnern, Gastronomiebetrieben, Events und Märkten ein wenn auch temporäres, so doch überaus vielgestaltiges Angebot an vor allem kulturellen Aktivitäten wie zum Beispiel Kunstausstellungen realisierte. Mit der Ausstellung „Mercedes 121“, deren Titel der Hausnummer des weitläufigen Gebäude- und Hallenensembles Referenz erweist und die ihre Pforten am 15. Dezember 2018 schließt, versinkt nun dieser zweite Stern hinter dem Horizont, um Platz zu machen für Abrissbagger und anschließende Neubauten. Initiator, Gründer und Kurator dieser spektakulären Einrichtung ist Awi Wiesel, Arzt am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin in Mainz, Chef der Frankfurter Qitoya GmbH und Kunsthändler, unterstützt von der Projektmanagerin, Kulturbeauftragten, Künstlerin und Kuratorin Setareh Alipour.

Abschiedsstimmung – die Herren Mercedes-Cabrio-Fahrer haben sich schon mal den Strick um den Hals gelegt: Fassadenmalerei, nicht zur Ausstellung gehörig, auf dem ehemaligen Betriebsgelände

Weiterlesen

Zeigen & Sagen – Sieben Künstler sehen die Kunstsammlung der Deutschen Bundesbank

2018, November 28.

Vertrautes und Fremdes – Leipziger Blick auf Frankfurter Schätze

Unsere Kunstsammlung soll keine historische Schatzkammer sein, sagte Bundesbankpräsident Jens Weidmann anlässlich der Eröffnung der Ausstellung ,Zeigen & Sagen. Sieben Künstler sehen die Kunstsammlung der Deutschen Bundesbank‘. Mit den regelmäßigen Kunstausstellungen im Geldmuseum macht die Bundesbank die Werke ihrer Kunstsammlung auch außerhalb der eigenen Bürogebäude zugänglich. Diesmal gibt es zu den Gegenüberstellungen mit den gesammelten Schätzen überraschend Frisches und Hintersinniges aus Leipzig.

Von Petra Kammann

Hereinspaziert in die Kunstausstellung im Geldmuseum in der Deutschen Bundesbank
Alle Fotos: Petra Kammann

Weiterlesen

„Von Angesicht zu Angesicht“ – Wiederentdeckung der großartigen Malerin Lotte Laserstein im Frankfurter Städel Museum

2018, November 26.

Lotte in Frankfurt – Berührend und dem Vergessen entrissen

Lotte Lasersteins Œuvre mit ihren sensiblen und eindringlich gestalteten Porträts aus der Weimarer Republik gehört zu den großen Wiederentdeckungen der letzten Jahre. Das Frankfurter Städel präsentiert die Malerin Lotte Laserstein (1898–1993) in einer umfassenden Einzelausstellung.

Von Petra Kammann

„Von Angesicht zu Angesicht“: Blick in die Städel-Ausstellung mit der Porträtaufnahme Lotte Laserstein, Traute Rose, Ohne Titel  um 1928, Berlinische Galerie – Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur, Berlin, Foto: Petra Kamman

Weiterlesen

Raffaela Zenoni: „Le quattro stagioni“

2018, November 15.

Klangfarben – Farbklänge

Von Erhard Metz

Lässt sich Malerei vertonen? Selbstverständlich, Modest Mussorgskis weltbekannter Klavierzyklus „Bilder einer Ausstellung“, dem Gemälde und Zeichnungen des russischen Künstlers Wiktor Hartmann zugrunde liegen, ist ebenso wie die nicht minder berühmte Orchesterbearbeitung des Werkes durch Maurice Ravel das wohl prominenteste Beispiel. Umgekehrt: Läßt sich Musik malen? Die Antwort lautet abermals ja. Paul Klee, Ernst Wilhelm Nay oder Jack­son Pollock schufen Werke nach der Musik. Wassily Kandinsky setzte im Jahr 1911 das „Neujahrs-Kompositionskonzert“ von Arnold Schönberg in seine „Impression III“ um. Außer Betracht bleiben sollen hier zumeist gegenständliche Darstellungen etwa von Musi­kern, Musikinstrumenten oder Konzert­situationen.

Serie „Die vier Jahreszeiten“, 2017/2018, Acryl auf Leinwand, jeweils 140 x 200 cm (Atelieransicht)

Weiterlesen

Monika Romstein: „No nymphs in polar regions“ in der Weißfrauen Diakoniekirche Frankfurt

2018, November 10.

Neues aus dem Königreich Arendelle und: Der Hl. Martin wird weiblich

Von Erhard Metz

Eine Kirche in der Kirche? Solches könnte man vielleicht auf den ersten, eher ferneren Blick meinen, wenn man die großzügige, hohe Halle der Weißfrauen Diakoniekirche in der Gutleutstraße betritt. Beim Nähersehen wird erkennbar: Es ist ein bescheidener Kubus, der sich in der Mitte gegen die wirkmächtige Architektur des imposanten sakralen Raums wie David gegen Goliath ausnimmt, aus „armen“ Materialien wie Holzlatten, Pappen, Leinwandbahnen gezimmert, in dieser Armut mag er – wo wir uns nun einmal in einer Kunst ausstellenden Kirche befinden – vielleicht an die prekären Umstände der Krippe von Bethlehem denken lassen, auch an mobile, zeltartige Behausungen von Nomadenstämmen oder des auf mühsamem Weg wandernden Volkes Israel in das Gelobte Land.

Die Hauskonstruktion, im Vordergrund das Gemälde „Vertreibung der Dämonen“

Weiterlesen

Kunstmesse „Discovery Art Fair“ in Frankfurt am Main

2018, November 2.

Frankfurt – seit jeher ein schwieriges Pflaster für Kunstmessen

Von Erhard Metz

Man hat aus der letztendlich floppenden Kunstmesse 2015 in Frankfurt gelernt: Edel-Oldtimer und Antiquitäten in Gestalt von Möbeln, Orientteppichen, Porzellan oder Kristall sucht man auf der aktuellen „Discovery Art Fair“ im Forum der Messe Frankfurt vergebens – zu Gunsten veritabler bildender Kunst. Und das ist auch gut so.

Weiterlesen

Susanne Pfeffer eröffnet neue Dreigestalt des Museums für Moderne Kunst Frankfurt

2018, Oktober 24.

MUSEUMMMK ZOLLAMTMMK TOWERMMK
Susanne Pfeffer erfindet das Frankfurter Tripel-Museum neu

Von Erhard Metz

Nicht nur das neue – und durchaus mutige – Design wird manches in der Frankfurter Museumslandschaft und im hiesigen Kulturjournalismus aufmischen, und seit einem Monat wissen wir: Nichts Chinesisches wird es zur Quasi-Neueröffnung des Museums für Moderne Kunst in Frankfurt am Main an seinen drei Standorten Haupthaus Domstraße, Zollamt und MainTower zu sehen geben, wie die FAZ einst im Mai dieses Jahres spekulierte. Auch ohne Asiaten wird der Paukenschlag der neuen MMK-Direktorin Susanne Pfeffer – die zeitgleiche Neu-Eröffnung der drei Häuser am 27. Oktober 2018 – zweifellos zu den Superlativen, wenn nicht zum Höhepunkt des Frankfurter Kunstgeschehens in diesem Jahr geraten. Die Spannung steigt – hier ein erster „Bilderbogen“:

In diesem Eingang zum Haupthaus in der Domstraße – künftig MUSEUMMMK – werden sich die Frankfurter Kunstliebhaber wieder ihr regelmäßiges Stelldichein geben

Weiterlesen