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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Kunst Orte

Klassiker der Fotografie: „Gold“ und „Genesis“ von Sebastião Salgado

2019, Dezember 11.

Zwei gewichtige Bildbände des Friedenspreisträgers als Fundus des Sehens 

von Uwe Kammann

South Sandwich Islands. Chinstrap penguins (Pygoscelis antarctica) on icebergs located between Zavodovski and Visokoi islands. South Sandwich Islands. 2009, Photo: Sebastião SALGADO in „Genesis“ /Taschen Verlag

Als Sebastião Salgado den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhielt, hingen links und rechts des Rednerpults in der Paulskirche riesengroß zwei seiner ikonischen Fotos. Das eine zeigte einen silberglänzenden Flußlauf in einem zum Horizont zulaufenden Tal, das andere dichte Menschenketten an halsbrecherisch aufsteigenden Leitern an einem steilen Hang. Bilder aus zwei seiner Hauptwerke: „Genesis“ und „Gold“. Und damit repräsentativ für die zwei Seelen, wie es der Fotograf einmal ausdrückte, in einer und derselben Person.

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Willy Wiedmann – Raffaela Zenoni – Axel Venn: Doppelausstellung in Berlin und Stuttgart

2019, Dezember 10.

Aspekte – Appelle – Aktionen

Von Erhard Metz

Man könnte es eine doppelte Trilogie nennen: Zeitlich parallel stellen die Stuttgarter Galerie Wiedmann und die Berliner Galerie Atelier Kunstraum jeweils drei malerische Positionen aus: Werke des 2013 verstorbenen Künstlers Willy Wiedmann, von Raffaela Zenoni, die in Berlin und in Frankfurt am Main lebt und arbeitet, und des Berliner Malers Axel Venn, emeritierter Professor für Farbgestaltung und Wahrnehmungswissenschaften.

Willy Wiedmann, aus der Vogelserie „Sub Divo“, 1993, Mischtechnik auf Papier, 100 x 35 cm (oben); Sinfonia della Città (1 – 5), 2003, Mischtechnik auf Leinwand, je 95 x 130 cm, Gesamtbild 480 x 130 m (unten)

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Zum 450. Todesjahr Pieter Bruegels des Älteren

2019, Dezember 3.

Variationsreiche Spuren des flämischen Meisters in seiner Heimat

von Petra Kammann

Um den flämischen Meister Pieter Bruegel den Älteren (1525/30-1569), der vor allem unzureichend als „Bauernbruegel“ in die Geschichte eingegangen ist, rankten sich in diesem Jubiläumsjahr zwischen Brüssel und Antwerpen rund um seine Werke besondere Ausstellungen und Inszenierungen. Das Land, in dem der Künstler lebte und arbeitete, besitzt nicht nur verborgene Schätze, sondern es hat sich auch zu den Motiven des Malers, der tief im Land verwurzelt ist, eine Menge einfallen lassen, um die Aufmerksamkeit auf den genialen Renaissancekünstler zu lenken, so real wie möglich, so digital wie nötig…

,Der Sturz der rebellierenden Engel‘ von Pieter Bruegel dem Älteren aus dem Jahre 1562 ist eines der Meisterwerke der Königlichen Museen der Schönen Künste in Belgien. Abb.: KMSKB, Brüssel, inv. 584 © KMSKB, Foto: Grafisch Buro Lefevre, Heule 

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Abschiedsabend des Choreographen Martin Schläpfer mit b.41

2019, Dezember 1.

Dabei zeigt Schläpfer seine letzte Uraufführung an der Düsseldorfer Oper…

Von Simone Hamm

Jirí Kylián: Forgotten Land – Ensemble, Foto: © Gert Weigelt

Der Abend beginnt mit Jírí Kylians „Forgotten land“. Im Hintergrund ist eine von John MacFarlene gemalte düstere Brandung zu sehen. Das Meer ist das zentrale Motiv. Ebbe und Flut als ewig wiederkehrendes Element, der Rhythmus von Leben und Tod. Die Tänzer bewegen sich auf das Meer zu, einzelne Paare scheren aus, werden mutiger, springen ins Spagat. Und dennoch fließt alles sanft und organisch ineinander. Sie tanzen zu Benjamin Brittens ,Requiem‘. Der hatte es am Vorabend des Angriffs der Japaner auf Pearl Harbor komponiert. Und die Tänzer bringen Krieg, Tod und Verzweiflung auf die Bühne. „Forgotten Land“ ist auch heute noch aktuell und faszinierend.

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Eine Nachlese zur 58.  Biennale von Venedig

2019, November 30.

Arte alta und Aqua alta

von Jürgen Pitzer

Alle Tore der Biennale sind nun endgültig geschlossen. Zeit genug, um Bilanz zu ziehen, eine sehr persönliche, angereichert mit den Erfahrungen eines häufigen Besuchers und immer noch Liebhabers von Venedig sowie der sachkundigen Begleitung einer Gruppe von ebenfalls in Kunst und Venedig Verschossenen.

Die Skulptur „Building Bridges“ von Lorenzo Quinn, Foto: Jürgen Pitzer

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Weiter auf Wachstumskurs: Tourismus in Frankfurt

2019, November 29.

Tagung der Tourismus+Congress-Gesellschaft im Römer – Masterplan wird entwickelt

Von Uwe Kammann

Blick auf Frankfurt, Foto: Petra Kammann

Frankfurt ist nicht Barcelona, Amsterdam oder Venedig. Städte, in denen an vielen Stellen schon Antiparolen aus der Spraydose zu lesen sind, mit unmissverständlicher Warnung: NO TOURISTS. Dort sind Reisende längst nicht mehr überall willkommen, werden als Plage empfunden. Nicht zuletzt, weil über airbnb-Vermietungen von Ferienwohnungen der ohnehin schon stark belastete Wohnungsmarkt noch weiter unter Druck gerät.

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ZONTA: Mit Frauenpower gegen Gewalt am 25. November

2019, November 24.

Die Mainmetropole leuchtet orange

Von Petra Kammann

100-Jahrfeier der Powerfrauen im Römer. In der ersten Reihe: Zonta-Präsidentinnen Susan Georgijewitsch, Zonta-Club Frankfurt,(3.v.l.) Katrin Lowitz, Zonta-Club Frankfurt II Rhein-Main (5.v.l.), Dr. Susanne von Bassewitz Zonta-International- Präsidentin 2018-2020 (4.v.l.), Foto: Kathrin Dassel

Zonta, die global agierende überparteiliche Organisation, war am 8. November vor hundert Jahren in Buffalo, New York, gegründet worden. Gerade noch war Susanne von Bassewitz, die erste deutsche Weltpräsidentin von Zonta International, eigens in den Kaisersaal des Frankfurter Römer gekommen, um eine eindringliche Festrede ( s.u.)  zum 100-jährigen Bestehen des weltweiten Netzwerks engagierter berufstätiger Frauen zu halten, macht auch schon am 25. November eine in der Stadt sichtbare Zonta-Aktion gemeinsam mit dem Frauenreferat Frankfurt auf sich aufmerksam.

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„Highlights des internationalen Tanzes“: Urban dance trifft auf modern dance

2019, November 20.

Zwischen Hip Hop, zeitgenössischem Tanz, street dance, Zirkus und Videokunst

Im Rahmen der Reihe „Highlights des internationalen Tanzes“„Pixel“ von Mourad Merzouki und der Compagnie Käfig am Theater Bonn und „Get – together“ an der Kölner Oper

von Simone Hamm

Compagnie Käfig – CCN (Frankreich) Theater Bonn; Foto: Laurent Philippe

Wände wachsen, Wellen rollen, Netze schweben, der Boden bricht auf. Die Tänzer scheinen die Schwerkraft zu überwinden. Schneeflocken fallen auf die Bühne. Räume weiten sich ins Unendliche – und werden klein wie Käfige. Ein Läufer stemmt sich gegen einen Sturm aus Pixeln.

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Ein Muss: Die Ausstellung „Herbstfeuer“ von Johannes Heisig in „DIE GALERIE“ in Frankfurt

2019, November 18.

Expressive Kraft und hohe Intensität

Von Uwe Kammann

Gehört diese Ausstellung auch zu den Wendepunkten, zu einer Normalisierung, zur neuen Offenheit, zur Abwendung vom Schubladendenken, wenn die Buchstabenkombination DDR mit im Spiel ist? Nun, sicher nicht hier, denn die renommierte Galerie am Frankfurter Grüneburgweg, die in raffinierter Vereinfachung auch noch „DIE GALERIE“ heißt, stellt nicht zum ersten Mal einen Künstler aus, der in der DDR gelebt hat. Diesmal, bei Johannes Heisig, ist es eine Wiederholung. Denn schon vor sechs Jahren, als Heisig gerade mit 60 einen runden Geburtstag feierte, wurde ihm eine reich bestückte Ausstellung gewidmet, die durch viele Institutionen weiterwanderte.

Johannes Heisig bei der Vernissage in „DIE GALERIE“, Foto: Petra Kammann

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„Große Realistik & Große Abstraktion“ im Städel. Zeichnungen von Max Beckmann bis Gerhard Richter (1)

2019, November 15.

Widersprüchlich und extrem: Vielstimmiges 20. Jahrhundert

Eine Ausstellung mit Organismen aus Linien, Flächen und Farben, mit herrlichen Blättern, geschaffen „aus der Lammäng“. Die Souveränität individueller Zeichnungen als Medium des Suchens, Erfindens, Experimentierens und freien Denkens

Von Petra Kammann

Emil Nolde (1867–1956), Vierwaldstätter See, ca. 1930, Aquarell auf Velin-Japanpapier, 340 × 470 mm (Blatt), Städel Museum, Frankfurt am Main© Nolde Stiftung Seebüll, Foto: © Städel Museum

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