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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Kultur und Gesellschaft

Wolf Böwigs Fotos, Collagen und Leporello in der Galerie Peter Sillem

2018, November 16.

„Nah ist das Land, das sie Leben nennen“

Palimpseste des Grauens und der Anteilnahme  – Doppelbelichtungen und Bild-Text-Überlagerungen aus Krisengebieten

von Petra Kammann

Galerist Peter Sillem erläutert in der neuen Ausstellung die Verschiedenartigkeit der Exponate und die Route der Grand Trunk Road, die Böwig bereist und auf eine Holzplatte übertragen hat, Foto: Petra Kammann 

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„Rückbindung an die Welt“ im Frankfurter Kunstverein

2018, November 14.

Poetische Räume aus Teilen unseres Lebens…

von Petra Kammann

„Ein rein verstandesmäßiges Weltbild ganz ohne Mystik ist ein Unding“, sagte der österreichische Nobelpreisträger Erwin Schrödinger, der als einer der Begründer der Quantenmechanik gilt, der wohl wusste, wovon er sprach. Unter dem Titel „Rückbindung an die Welt“ verbirgt sich eine sowohl wissenschaftsbasierte als auch sinnlich erfahrbare Ausstellung im Frankfurter Kunstverein von drei jungen international renommierten Künstlern*innen: Hicham Berrada, Lucy Dodd und Sam Falls. Da gibt es nicht nur etwas zu verstehen und zu sehen – sondern sogar etwas zu riechen. Die Künstler aus verschiedenen Ländern eint die Erkenntnis, dass wir ein tieferes Verständnis von den Zusammenhängen der Natur und des Lebens verloren haben. Sie reagieren –  jeder für sich und auf individuelle Weise – darauf mit kreativen Lösungen. So sind im Kunstverein Werke zu entdecken, welche sich mit Elementen und Materialien beschäftigen, die Teile unseres Lebens ausmachen. Die Künstler zeigen neue Wege der Rückbindung an Natur und Welt auf, indem sie unmittelbar mit organischen Stoffen arbeiten, natürliche Phänomene wie Tag-Nacht-Rhythmen umfunktionieren oder die Zeit – heute ein rares Gut – schlicht entkoppeln und mit poetischen Parallelwelten dagegen an arbeiten….

Foyer des Frankfurter Kunstverein: Hier tritt man ein in eine andere Welt mit der neuen, sich wiederspiegelnden Altstadt, geheimnisvoll und leicht duftend, Foto: Petra Kammann 

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Schirn lockt mit „König der Tiere“ und „Wildnis“ (Teil2)

2018, November 13.

Kunstwerke als Metaphern für Sehnsuchtsorte

Von Hans-Bernd Heier

Der Blick auf die Natur setzt Sehnsüchte frei. Ausstellungsansicht der Schau „Wildnis“ in der Schirn, Foto: Petra Kammann

Wilhelm Kuhnert (1865–1926) hat mit seinen naturalistischen Gemälden die westliche Vorstellung von Afrika und afrikanischer Natur geprägt wie kaum ein anderer Maler seiner Zeit. Die auf seinen Afrika-Reisen entstandenen Zeichnungen und Ölskizzen der dortigen Tier- und Pflanzenwelt dienten ihm als Vorlagen für monumentale Gemälde, die er nach der Rückkehr in seinem Atelier in Berlin anfertigte. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet dem nahezu in Vergessenheit geratenen Künstler die erste große Retrospektive. Parallel dazu ist unter dem schlichten Titel „Wildnis“ eine umfassende Themenschau zu sehen, welche die weitverbreitete Sehnsucht nach ursprünglicher Natur in den künstlerischen Fokus rückt. Vereint sind Kunstwerke aller Medien, die den Verbindungen von Wildnis und Kunst im 20. und 21. Jahrhundert nachgehen.

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Open House im Jüdischen Museum Frankfurt – Impressionen von der Baustelle

2018, November 11.

The glory and the mystery. Erinnerungen und Übergänge zwischen Unterwegssein und Ankommen. Und ein neuer Ein- und Zugang zwischen Stuck und Sichtbeton. 

Foto-Ansichten von Petra Kammann

Hier geht’s lang…

Verbundene Gebäude aus unterschiedlichen Epochen

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Schirn lockt mit „König der Tiere“ und „Wildnis“ (Teil 1)

2018, November 9.

Wilhelm Kuhnerts imposante Löwenbilder und Metapher für Sehnsuchtsorte

Blick in die Kuhnert-Ausstellung in der renovierten Schirn Kunsthalle, Foto:Petra Kammann

Von Hans-Bernd Heier

Wie kaum ein anderer Maler seiner Zeit hat Wilhelm Kuhnert (1865–1926) mit seinen Arbeiten die westliche Vorstellung von Afrika und afrikanischer Natur geprägt. Als einer der ersten europäischen Künstler bereiste er Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts mehrmals die zu jener Zeit noch weitgehend unerforschte damalige Kolonie Deutsch-Ostafrika. Die auf diesen Reisen entstandenen Zeichnungen und Ölskizzen der dortigen Tier- und Pflanzenwelt dienten ihm als Vorlagen für monumentale Gemälde, die er nach der Rückkehr in seinem Atelier in Berlin anfertigte. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet dem nahezu in Vergessenheit geratenen Künstler die erste große Retrospektive. Parallel dazu ist unter dem schlichten Titel „Wildnis“ eine umfassende Themenschau zu sehen, die die weitverbreitete Sehnsucht nach ursprünglicher Natur in den künstlerischen Fokus rückt. Vereint sind Kunstwerke aller Medien, die den Verbindungenvon Wildnis und Kunst im 20. und 21. Jahrhundert nachgehen.

Wilhelm Kuhnert „Löwe“, ohne Jahr, Öl auf Leinwand, 165 × 328 cm; Fort Worth Zoological Association, USA; Foto: Jeremy Enlow

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Remember: 30Jahre Jüdisches Museum Frankfurt und Open House auf der Museumsbaustelle am Rothschild-Palais

2018, November 9.

Zwischen Unterwegssein und Ankommen

Openhouse vom 10. bis 15. November auf der Baustelle des Jüdischen Museums mit Partys, Streetfood, Filmen und Artist talks 

Einladung auf die Baustelle: Mirjam Wenzel, Direktorin des Jüdischen Museums; Fotos: Petra Kammann

Als das Jüdische Museum Frankfurt vor 30 Jahren am 50. Jahrestag der Novemberpogrome, dem 9. November 1988, durch Bundeskanzler Helmut Kohl eröffnet wurde, war es das erste eigenständige große Jüdische Museum im deutsch-sprachigen Raum. Zeitgleich entstanden vielerorts Initiativen, die sich dem lokalen jüdischen Leben vor der Schoa widmeten und Gedenkstätten in ehemaligen Synagogen oder anderen Erinnerungsorten einrichteten. Mit dem Jüdischen Museum Frankfurt (JMF) und den damit zusammenhängenden Initiativen entwickelte sich eine jüdische Museumswissenschaft, die sich in erster Linie mit dem Verlust von physischen und immateriellen Beständen der vergangenen deutsch-jüdischen Kultur befasste. Es galt, deren Reste zu sammeln und zu bewahren sowie deren Pracht in Ausstellungen zu vermitteln. Seit seiner Eröffnung veranstaltete das Museum jedes Jahr rund um den 9. November eine Lernnacht. Anlässlich des diesjährigen Jubiläums macht es nun die Nacht zum Tag und präsentiert #30JahreJMF, die Highlights unserer Social-Media- Kampagne 30 Jahre – 30 Geschichten.

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Best Highrises 2018/2019 im Deutschen Architekturmuseum

2018, November 6.

Internationaler Hochhauspreis 2018  in Frankfurt – Festliche Verleihung in der Paulskirche

Von Uwe Kammann

Eine schöne Formel: „Gute Bürger“ sollen die Hochhäuser sein. Mitgebracht hatte diesen Appell die Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig in die Paulskirche, welche an diesem Abend des ersten Novembertags ihr Innenkleid leicht verändert hatte, mit bläulichem Lichtspiel in den Fensterlaibungen und Projektionsflächen an den Wänden. Schließlich galt es Bilder zu zeigen: von jenen Hochhäusern, die – nun zum achten Mal seit 2004 – im Wettbewerb standen. Eben für den Internationalen Hochhauspreis den innovativsten Wolkenkratzer, in Kooperation ausgerichtet von der Stadt Frankfurt, dem Deutschen Architekturmuseum (DAM) und der DekaBank, dotiert mit immerhin 50.000 Euro.

Kulturdezernentin Ina Hartwig hatte auch an den Jurysitzungen teilgenommen, Foto: Petra Kammann

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Quinceañera – 15 Jahre Eulengasse und was sie zusammenbringt

2018, November 4.

Die Eulengasse, der kleine feine Kunstverein in Bornheim, die Plattform für Künstler und Interessierte, mit den unterschiedlichsten Sichtweisen auf zeitgenössische Kunst und Kultur, feierte sein 15-jähriges Jubiläum mit einer adäquaten Ausstellung. Es lebe die Offenheit!

FeuilletonFrankfurt gratuliert ganz herzlich.

Harald Etzemüller und Vládimir Combre de Sena neben der Plastik von Brigitte Kottwitz in der Jubiläumsausstellung, Fotos: Petra Kammann

Es ist eine Theaterbühne geworden mit mäandernden Wegen und unterschiedlichen experimentellen „Selbstporträts“ der „Eulengassen-Persönlichkeiten“ verschiedener Generationen. Der „Hummelhaufen der Künstler“ war zur „Quinceañera“, zum „Fünfzehnjährigen“, angeschrieben worden, um einen Beitrag für die diesjährige Jubiläumsausstellung im Ausstellungsraum in der Seckbacher Landstr. 16 zu leisten. Von 48 Künstlern haben 39 (s.u.) etwas beigesteuert: Bilder, Zeichnungen, Fotografien, Objekte, Collagen, Plastiken, ein Video. Thema, Medium und Material standen dabei jedem frei. Aufgrund der räumlichen Verhältnisse im ehemaligen Bornheimer Ladenlokal war ein Kubikmeter Raum für jeden der Künstler reserviert worden.

Von Petra Kammann

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„Oedipus Rex“ von Igor Strawinsky und „Iolanta“ von Peter I.Tschaikowski in der Oper Frankfurt

2018, November 3.

Blindheit als Metapher

Es war ein Wagnis, die zwei Einakter von russischen Komponisten, deren Uraufführung nur 35 Jahre auseinanderliegen, aber musikalisch und inhaltlich grundlegend verschieden sind, zu paaren. Diese Bereitschaft zu wagen, ist eine Stärke der Oper Frankfurt, die erneut „Opernhaus des Jahres“ wurde. Sie ließ Lydia Steier am 28.Oktober Igor Strawinskys Opernoratorium „Oedipus Rex“ und Peter I.Tschaikowskis lyrische, romantische Oper „Iolanta“ unter dem Aspekt der Blindheit erfolgreich realisieren.

Von Renate Feyerbacher 

Alle Fotos: Barbara Aumüller/Oper Frankfurt

Asmik Grigorian (Iolanta; oben, links vom Baumstamm) und Ensemble 

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DAS NEUE FRANKFURT – Die Moderne am Main feiert sich im Bauhausjahr 2019 in drei Museen

2018, Oktober 29.


Die Baustelle der Moderne:
Lebens- und Gestaltungsmodule der Weimarer Republik

Von Petra Kammann

Unter dem Namen „Das Neue Frankfurt“ wurde zu Beginn der 1920er Jahre in Frankfurt ein beispielloses Programm ins Leben gerufen, das weit über die Grenzen der Stadt wahrgenommen wurde, denn in der neugegründeten Weimarer Republik ging es nicht nur um eine bauliche, sondern um eine von Grund auf kulturelle Erneuerung. In Frankfurt entstand ein dem Bauhaus gleichwertiges, weltbekanntes Zentrum der Avantgarde und die Stadt entwickelte sich zu einem Vorzeigemodell der modernen Großstadt. Zum Bauhausjahr 2019 widmen sich Anfang 2019 daher gleich drei städtische Frankfurter Museen den verschiedenen Aspekten des legendären Großstadtprojekts in Sonderausstellungen: das Museum Angewandte Kunst, das Deutsche Architekturmuseum und das Historische Museum Frankfurt. Und das in diesem Jahr gegründete Forum Neues Frankfurt in der Römerstadt bringt die Mitwirkenden miteinander ins Gespräch und bietet ein Begleitprogramm rund um „Das Neue Frankfurt“ an.

Die von Hans und Grete Leistikow gestaltete Zeitschrift verbreitete die Ideen des „Neuen Frankfurt“ auch international

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