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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Rheingau

Das war’s 2018? – nur eine kleine Auswahl

2018, Dezember 31.

Frankfurt leuchtet, bewegt und erinnert sich…

Fotografische Eindrücke

von Petra Kammann

Das Lichtspektakel an der Mainmetropole schafft die Verbindung von Neu und Alt

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Rheingau Literaturpreis 2017 an Ingo Schulze für den Roman „Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst“

2017, September 26.

Wein-Lese mit liquidem Preis

Schelmische Glückssuche in Zeiten der Wende 

Von Petra Kammann

Preisträger Ingo Schulze

 

Zum Abschluss des Rheingau Literatur Festivals, das vom 14. bis 23. September 2017 erfolgreich unter der künstlerischen Leitung von Prof. Dr. Heiner Boehncke an verschiedenen Orten im Rheingau stattgefunden hat, wurde am 24. September zum 24. Mal der Rheingau Literatur Preis 2017 auf Burg Schwarzenstein in Geisenheim-Johannisberg vergeben. Ein ungewöhnlicher Preis, weil er u.a. mit 111 Flaschen besten Rheingauer Rieslings sowie mit 11.111 Euro belohnt wird. In diesem Jahr erhielt diese besondere Auszeichnung der Schriftsteller Ingo Schulze für seinen Roman „Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst“ (Verlag S.Fischer).

Der 1962 in Dresden geborene und heute in Berlin lebende Ingo Schulze war kurz nach der Wende vor allem durch sein erstes Buch „33 Augenblicke des Glücks“ und seine „Simple Storys“ bekannt geworden. Inzwischen ist er mit verschiedenen internationalen Preisen ausgezeichnet und in 30 Sprachen übersetzt worden. 

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Richtfest: Das Deutsche Romantik-Museum hat Boden unter den Füßen und ein Dach überm Kopf

2017, September 11.

Mit Literatur den öffentlichen Raum erobern. Rund um die Baustelle prangt der Appell des romantischen Dichter Novalis 

Zum Richtfest des Deutschen Romantikmuseums versammelte sich am 11. September 2017 im Großen Hirschgraben ein Teil der engagierten Frankfurter Stadtgesellschaft, bestehend aus Politikern, Sponsoren und Kulturschaffenden. Man könnte meinen, alle Anwesenden hätten schon immer an einem Strang gezogen. Die anfänglichen Querelen jedenfalls schienen beim Richtfest vergessen. Zu groß war die Freude. Denn ab sofort – darin waren sich die Festredner einig – schaut man vertrauensvoll in die Zukunft. Was 2010 schon von Anne Bohnenkamp-Renken, der Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts geplant war und mit einigen Hindernissen auf den Weg gebracht wurde, geht nun zügig voran, weswegen die Hausherrin auch strahlte. Die Basisfinanzierung steht erst einmal. Und sowohl die Planung als auch die Kosten wurden bislang eingehalten, in anderen Städten durchaus keine Selbstverständlichkeit!

Einigkeit macht stark: Architekt, Museumsdirektorin, Politiker, Ehrenbürger und Sponsoren „Ohne die gemeinsame Anstrengung wäre der Traum nicht wahr geworden“ 

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Thomas Hengelbrocks Kuba-Engagement beim Rheingau Musik Festival 2015

2015, Juli 20.

Viva Cuba libre

Von Petra Kammann

Denkt man an Kuba, hat man häufig Havannas morbiden Charme vor Augen: mit den verrosteten Chevys, Lincolns und Buicks, den verfallenen, aber belebten Straßenzügen oder den Malecón mit den weißen Sandstränden und das von Palmen gesäumte türkisfarbene karibische Meer, die Salsa tanzenden spicy girls und zigarrenrauchenden Habaneros, die dem einstigen Idol Fidel Castro nacheifern. Und wenn es um Musik geht, dann assoziiert man wohl eher die feurigen Rhythmen, die unter freiem Himmel gespielt werden, oder den von Wim Wenders filmisch geadelten Buena Vista Social Club. Davon scheint die Klassische Musik weit entfernt zu sein.

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Morbider Charme der kubanischen Haupstadt Havanna; Foto: Rheingau Musik Festival © Anna Melkonyan

Nicht so für den Dirigenten Thomas Hengelbrock, der sich auch eher über das Spielen in historisch informierter Aufführungspraxis in das Ohr etlicher Konzertliebhaber eingespielt hat, der seit den 1990er Jahren mit europäischen Musikern aus über 20 Ländern in seinem Balthasar-Neumann-Ensemble arbeitet und sich vor allem mit Barock-Musik auf Originalinstrumenten ein internationales Renommee erarbeitet hat. Doch fiel er auch immer schon durch seine interpretatorische Experimentierfreude, innovative Musikvermittlung und Lust an der Ausgrabung vergessener Meisterwerke auf. So treffen sich vom 17. bis 28. August 2015 unter seiner Regie 60 junge Musiker aus Kuba und Europa zu einem zweiwöchigen Akademieprojekt im Rheingau Weiterlesen

Reisebilder aus dem Rheingau (3)

2015, Juli 9.

Schlösser zwischen Rhein und Reben: Schloss Vollrads

Von Petra Kammann

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↑ Das Eingangstor zu Schloss Vollrads mit dem Familienwappen der Greiffenclaus
↓ Schloss Vollrads in der hügeligen lieblichen Rheingaulandschaft. Von weitem schon sieht man den Turm von Schloss Vollrads emporragen

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Nicht weit entfernt von Johannisberg, oberhalb von Oestrich-Winkel, liegt inmitten der reizvollen Kulturlandschaft Rheingau ein weiteres Kleinod: das Schloss Vollrads. Rundherum laden Wanderwege ein, den anmutigen Rheingau, die Toskana Deutschlands, zu erkunden. Durch das Vollradser Wäldchen im Norden führt ein beliebter Naturlehrpfad, der idyllische Flötenweg, durch die Weinberge, direkt an Vollrads vorbei sowie um das gesamte Anwesen herum. So kann man es von allen Seiten aus wahrnehmen. Mit seiner über 800-jährigen Geschichte ist Schloss Vollrads nämlich nicht nur eines der ältesten Weingüter Deutschlands, sondern auch ein Kulturdenkmal Weiterlesen

Reisebilder aus dem Rheingau (2)

2015, Juli 6.

Schlösser zwischen Rhein und Reben: Schloss Johannisberg

Von Petra Kammann

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Schon 1827 schrieb der im Rheinland geborene Dichter Heinrich Heine in seinen „Reisebildern“: „Mon Dieu! Wenn ich doch so viel Glauben in mir hätte, daß ich Berge versetzen könnte! Der Johannisberg wäre just der Berg, den ich mir überall nachkommen ließe! … Oh, da ist ein schönes Land, voll Lieblichkeit und Sonnenschein. Im blauen Strome spiegeln sich die Bergesufer mit ihren Burgruinen und Waldungen und altertümlichen Städten.“ Weiterlesen